Prednisolon durch Hydrokortison ersetzen

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von TriaGirl, 17. Juli 2018.

  1. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo,
    Ich nehme ja bereits seit 8 Jahren hochdosiertes Prednisolon. Zuletzt 35 mg/d. Da ich nach einer Pilzmeningitis erst durch 50 mg/d wieder aus dem Koma aufgewacht bin, sagten die Infektiologen und auch die Immunologen, ich solle vorerst nicht unter 25 mg gehen. Nun bin ich seit gestern in der Endokrinologie, und bin von einem Tag auf den anderen auf Hydrocortison 30-20-10 umgestellt worden......das kommt mir etwas komisch vor. Denn wenn ich das richtig ausrechne, entspricht das 15 mg Predni /Tag. ....
    Etwas arg schnell reduziert. ? Oder sehe ich das falsch???
    Vielleicht sollten sie erstmal mit den anderen Fachaerzten reden! Ich hatte ausserdem vor 1 Jahr bei 15 mg Prednisolon eine Addisonkrise.....
     
  2. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Chrissi,

    magst Du das nicht lieber mit den behandelnden Ärzten besprechen?
    Wir hier können kaum mehr als spekulieren ;)
     
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  3. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Klar bespreche ich es mit dem Arzt. Ich wollte nur mal fragen, ob ihr bei mir einen Denkfehler seht? 60 mg Hc entspricht 15 mg Predni? Von 35 mg auf 15 mg ist viel zu schnell!!
     
  4. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Triagirl es hängt doch auch davon ab, wie viel Dein Körper braucht, und das sind wahrscheinlich keine 25mg... und evtl. auch wie gut das eine oder andere Cortison aufgenommen wird (z.B. bei mir kommen die Tabletten manchmal so raus, wie sie rein sind...!!!)... was bezweckt wird - z.B. sehen, ob und wie viel du brauchst.
    Also ich sehe das wie Resi: frag doch mal!!! Und die Matheübung ist ja nur ein Teil, wir Menschen sind keine Maschinen, da kommen noch mehr Variablen ins Spiel.

    Kati
     
  5. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Chrissi,

    wenn ich das nicht ganz falsch verstanden habe, bist Du genau seit gestern in der Klinik.
    In der Endokrinologie, richtig? Ich persönlich würde dann davon ausgehen, dass das nicht nur ein Etikett repräsentiert, sondern auch die Expertise der genannten Fachrichtung.

    Wenn dem aber so ist, darfst Du getrost den Fachleuten dort das Steuer überlassen.

    Zum Thema Addisonkrise (die nichts Anderes ist als ein quasi akuter Totalausfall *edit mit schleichender Entwicklung über Stunden bis Tage der Nebenniere): Prednison/Prednisolon haben praktisch keine mineralocorticoide Wirkung; die aber ist zuständig u.a. für die Feinregulierung des Elektrolythaushalts (Kalium/Natrium) und in Hydrocortison enthalten. Addisonerkrankte (die Symptome einer echten Addisonkrankheit sind Folge einer autoimmun bedingten Nebennierenentzündung mit sukzessivem Funktionsausfall) haben wenig Natrium und zu hohes Kalium im Blut und sind meist mit dem Blutdruck viel zu niedrig und adynamisch.

    Hier ein paar Infos gut verständlich nachzulesen:

    http://www.hypophyse-muenchen.de/pdf/140925_Lichtenauer_Selbsthilfegruppe_Addison.pdf
     
    #5 17. Juli 2018
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juli 2018
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  6. Tusch

    Tusch Registrierter Benutzer

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    Moin
    Chrissi.... ich habe mit den Link von Resi durchgelesen.
    Danach macht die Behandlung, die du gerade bekommst, Sinn.
    Ich würde versuchen ruhig zu bleiben und abzuwarten wie es dir ergeht. Du bist ja im KH und in guten Händen.

    Alles gute
    Tusch
     
  7. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Danke, ich werde trotzdem sehen, dass das nochmal mit den anderen Fachrichtungen Infektiologie und Rheumathologie abgesprochen wird. Denn die haben bei meinem letzten Termin etwas ganz anderes gesagt. Da war auch nie die Empfehlung, das Prednisolon gegen Hydro auszutauschen...
     
  8. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    ... Wobei, was gerade Cortison angeht, die Endokrinologen die Fachleute sind! Wäre natürlich schön, wenn sich deine Ärzte untereinander austauschen würden, aber die Ärzte in der Klinik wissen ganz sicher, was sie tun, was geht und was nicht geht.
    Lass ein bisschen mehr Vertrauen walten.
    Wenn du Fragen hast oder unsicher bist, schreib dir alles auf und sprich morgen die Ärzte an. Die können dir garantiert erklären, welche Strategie sie verfolgen.
    Dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg!
     
  9. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo,

    ich bin jetzt wieder zu Hause.
    Ich bin jetzt also von meinen 35 mg Prednisolon auf Hydrocortison umgestellt worden, zuerst auf 60 mg (30-20-10), nach Rücksprache mit meinem Rheumatologen aber nochmal erhöht auf 90 mg (40-30-20). Das ist für mich eine vernünftige Zwischenlösung.
    Obwohl mir nach wie vor nicht ganz wohl bei dem immer noch raschen Reduzieren ist, aber irgendwie habe ich auch Vertrauen zu den Ärzten. Sie haben sich wirklich Mühe gegeben, und so schlecht wie es mir die letzte Zeit ging....viel zu verlieren habe ich ja nicht.
    Ich denke immer mal wieder, dass es mir jetzt noch schlechter geht, aber so ganz sicher bin ich mir auch nicht. Der Körper braucht bestimmt auch seine Zeit.
    Und wenn es mir eben schlechter geht, muss ich das den Ärzten sagen und nicht selber an den Medikamenten drehen. Sonst wissen sie ja nicht, woran es liegen könnte.
    Es ist schonmal gut, dass ich nächste Woche einen Termin mit meinem Rheumatologen und übernächste Woche nochmal bei den Endokrinologen habe. Und auf der Station hat man mir auch gesagt, wenn es mir schlechter gehen sollte, könne ich jederzeit in die Notaufnahme und dann wieder in die Endokrinologie kommen.

    Viele Grüße

    Chrissi
     
  10. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Positiv denken! Ich glaube, man darf auch nicht zu viel in sich hinein horchen und auch die Gedanken, ob es denn nun besser wird oder nicht, verunsichern nur.
    Versuch einfach, dich abzulenken und abzuwarten, was kommt.
    Wenn es dir tatsächlich wieder schlechter gehen sollte, was ich dir natürlich nicht wünsche, kannst du sofort wieder in die Klinik und das gibt doch schon mal Sicherheit.
    Ansonsten verfahre so, wie von den Ärzten geraten, und warte einfach ab.
    Und natürlich, wie du schon selbst geschrieben hast, keine eigenmächtigen Veränderungen der Dosierung.
    Alles Gute und viel Erfolg!
     
  11. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Chrissi,

    diese Umstellung ist mir auch im Endokrinologikum passiert - leider komme ich mit dem Hydrocortison nicht ganz so gut klar wie mit dem Prednisolon.
    Allerdings ist bei deren Diagnostik nichts heraus gekommen - dem Himmel sei es gedankt.
    Prednisolon hält bei mir einfach länger, grummel - aber ich füge mich.
    Ich hatte vorher 5 mg Prednisolon - jetzt 20 mg Hydrocortison, aufgeteilt in 15 und 5 mg.....

    Den Link von Resi finde ich gut...
     
  12. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Interessant. Mein Hausarzt wollte mir jetzt wo ich 50mg absteigend wegen der üblen Entzündung am Knie genommen habe, auch Hydrocortison verschreiben.
    Ich bin genauso wie ihr und ändere nicht gern.
    Ich mag mein Prednisolon und hab zu ihm eine Beziehung aufgebaut... kenne exakt Wirkung und Nebenwirkung...
    Und hab nein gesagt. Werde mal rumlesen.
    Danke für Eure Meldungen. Man lernt nie aus!
    Kati
     
  13. Franz53

    Franz53 Mitglied

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    Mir gehts es besser mit Prednisolon und hält auch die Allergien im Schach
    mit Hydrocortison da kann ich 50mg nehmen ,und ich merk nichts Positives.
     
  14. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo,
    ich würde eigentlich gerne auch vorerst bei Prednisolon bleiben und versuchen, langsam weiter zu reduzieren. Dann evtl. bei 15 mg Prednisolon auf Hydrocortison umstellen.
    Die Ärzte wollen aber, dass ich vorerst beim Hydrocortison bleibe, auch wenn es mir damit schlechter geht .

    Eigentlich müsste ich mich durchsetzen, denn es ist mein Leben. Ich muss mich jeden Tag quälen....
     
  15. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Tria wie haben die Ärzte denn den Wechsel begründet?
    Ich bin sehr für Selbstbestimmung. Aber: nicht weils mir damit "besser" oder "schlechter" geht.
    (Mir gehts besser mit Nutella... das heißt aber nicht, dass es mir gut tut).
    Das kann nur ein kleiner Baustein einer Entscheidung sein.
    Anders gesagt: wenn ich mir ein Bein breche gehts mir auch mit Gips schlechter (es ist heiß!!!) - d.h. aber nicht, dass ich den dann nicht brauche und nach 2 Wochen aufschneide.

    Lass Dir genau erklären, WARUM man für den Wechsel entschieden hat. Das mag verschiedene Gründe haben. Gewöhlich stellen die Ärzte nicht nur zum Spass um... gewöhnlich spielt nicht einmal der Preis eine Rolle... gewöhnlich ist kein Experiment am Laufen usw. usw.

    Gestern hat mir der Orthopäde z.B. genau erklärt, warum ich nicht so viel gehen soll (ich bin eine leidenschaftliche Spaziergängerin), und was ich tun kann - mal abgesehen vom Unfall - um mein Knie etwas zu verbessern (außer abnehmen). Also werde ich mal auf Spazierengehen verzichten. Noch mehr auf Essen aufpassen... und sobald es wieder möglich ist - schwimmen gehen. Auch wenn ich mich mit all dem gar nicht gut fühle!

    Liebe Grüsse,
    Kati
     
  16. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    #16 29. Juli 2018
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juli 2018
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