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Positiver Rheumafaktor und doch kein Rheuma

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sonnenschein, 9. August 2007.

  1. Sonnenschein

    Sonnenschein Neues Mitglied

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    Hallo alle zusammen,

    lt. meiner Orthopädin habe ich trotz positivem Rheumafaktor kein Rheuma. Wie kann das sein? Lt. ihrer Meinung heißt es gar nichts, wenn man einen positiven Rheumafaktor hat.

    Vor 4 Wochen hatte ich eine Op am linken Handgelenk und da hat sie keine Rheumanzeichen gefunden und jetzt stellt sie die Diagnose in Frage, obwohl 2 Rheumatologen und mein HA die Diagnose bestätigen. Am linken Ellbogen soll ich jetzt einen Tennisarm (da laufe ich schon 10 Monate mit rum und seit Dezember kann ich nicht arbeiten, also uhigstellung hatte ich ja schon) haben, den sie mit einer Cortisonspritze und ein Narkosemittel gespritzt hat. Die Schmerzen sollen angeblich für 4-8 Std. verschwunden sein, stattdessen halte ich es vor Schmerzen nicht aus. Außerdem habe ich schon Cortispritzen bekommen und ja auch von Februar bis Juni Cortison eingenommen, es hätte ja eine Wirkung eintreten müssen. DAvon wollte sie nichts wissen und auch das ich nichts aus Tuben drücken kann und die Fenster nicht öffnen kann, interessierte nicht.

    Ich bin heute nur noch am weinen.

    Lieben Gruß Sonnenschein
     
  2. Brini

    Brini Neues Mitglied

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    hallo sonnenschein,

    tut mir leid, daß du so ein mist erleben mußt. fühl dich mal dolle gedrückt. gute besserung und kopf hoch!

    liebe grüße
    sabrina
     
  3. Sandra71

    Sandra71 Neues Mitglied

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    Hallo, ich kann zwar nicht viel weiterhelfen, warte selbst noch das die Ärzte bei mir endlich finden, was los ist, habe noch nicht viel Ahnung, weil "erst" seit Frühling starke Schmerzen, aber ich habe eine Arbeitskollegin, bei der wurde auch ein (oder mehrere) Rheumafaktoren gefunden und die hat wiederum überhaupt keine Beschwerden. Ich denke, man kann es vielleicht schon im Blut haben und die Schmerzen kommen vielleicht Monate oder Jahre später?! Ich würde mir an deiner Stelle einen anderen
    Orthopäden suchen, wenn die Deine Probleme gar nicht für voll nimmt. Es
    ist schon ein Ding, so leicht möchte ich auch mein Geld verdienen, wie einen manche Ärzte so schnell und ohne irgendeinen Nutzen für den Patient abfertigen...
    Wünsche Dir alles Gute und doch noch irgendwo gescheite Hilfestellung!
    Viele Grüße, Sandra.:eek:
     
  4. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    liebe sonnenschein,
    deine orthopädin hat völlig recht! der rheumafakor allein kann nicht zur diagnosestellung herangezogen werden, da müssen noch andere parameter dazu kommen. in der allgem. krankenvita habe ich nach infos gesucht zu deiner diagnose etc...leider nichts gefunden, deshalb hier meine frage, welches rheuma sollst du denn laut deiner beiden rheumaärzte haben? und welche basis bekommst du? wenn du entzündliches rheuma hast/hättest, sollte dir allerdings kortison helfen..........auch beim tennisarm (habe selbiges hinter mir).

    hat man schon deinen anti-ccp wert getestet?
    zusammen mit dem rheumafaktor wäre das eine klare aussage!

    lass den kopf nicht hängen! es wird auch wieder besser! marie
     
  5. Anja1

    Anja1 Aktives Mitglied

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    Hallo Sonnenschein!

    Was sagt denn deine Rheumatologin dazu?:confused:

    @Marie
    Bei Sonnenschein wurde in diesem Frühjahr die Diagnose Psoriasis-Arthritis gestellt. (HLA-cw6-Positiv)

    @Sonnenschein
    Nimmst du noch das MTX?Weiß Dein Orthopäde, das zwei Fachärzte für Rheumatologie die Diagnose bestätigt haben?

    Ich verstehe nicht, warum dieser Orthopäde dich so verunsichert. Es tut mir sehr leid, das Du das nun zusätzlich noch mitmachen mußt.:eek: :(

    Ich habe in einem Beitrag vom Berlin-Workshop gelesen, das Cortison bei PsA nicht anschlägt.

    Vielleicht konnte sie im Gelenk keine typischen Veränderungen sehen, weil du die Basis nimmst?:confused:

    Vielleicht finden sich ja noch ein paar User, die sich besser auskennen als ich und dir weiterhelfen können?

    Fühl dich gedrückt von mir und laß den Kopf nicht hängen!

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    Anja
     
  6. Fussel

    Fussel Neues Mitglied

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    Ich weiß, ich bin voreingenommen, aber Orthopäden sind MIST.

    Ich hab bisher nur EINEN getroffen, der eine halbwegs richtige Diagnose gestellt hat oder auch nur ansatzweise den Eindruck machte, er wisse, wovon er rede.

    Mein Ex-Orthopäde hat mir freudestrahlend erzählt, ich habe weder eine Fehlstellung der Halswirbelsäule (nachdem er ein Röntgenbild von vorn gemacht hat und man die Fehltstellung nur seitlich erkennt) und ich habe auch kern Ehlers-Danlos Syndrom, da ich meinen Daumen nicht um mehr als 100 ° nach hinten verbiegen kann (tatsächlich ist mein Daumengelenk das einzige, das normal funktioniert), er hat das ja im Studium in Erlangen auf Bildern gesehen, wußte aber nichtmal wieviele und welche EDS Typen es gibt.

    Man KANN einen positiven Rheumafaktor haben, ohne Rheuma. Ja.
    Bei älteren Menschen ist der Rheumafoaktor z.B. höher, als bei jungen, da kann auch schonmal ne 70 vorkommen und normal sein.

    Ich weiß jetzt nicht, wie hoch dein Rheumafaktor ist, oder wie alt du bist oder ob es andere aussagekräftige Blutwerte gibt, aber ebenso, wie es Rheuma ohne RF gibt, gibt es RF ohne Rheuma.

    Nur.... dafür ist ein Orthopäde weder zuständig, noch hat er Ahnung davon, das ist Sache eines Internisten.

    Und das du keine Gelenkschädigungen hast, meine Güte, hab ich auch nicht (zum Glück) freu dich drüber und nimm fleißig weiter deine Basis.

    Achja, noch eine Orthopädengeschichte. Ich hab leichte Arthrose in den kleinen WIrbelgelenken, die jeder Arzt auf den Röntgenbildern gesehen hat, auch im Mrt, nur der Orthopäde meinte, da ist nix und er muß es ja wohl besser wissen, als der Radiologe.
     
  7. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo anja,
    danke! es kam dann auch die erinnerung ;) hier

    hallo fussel,
    stimmt, du bist voreingenommen! ;)
    du hast zwar offensichtlich pech gehabt mit der auswahl deiner
    orthopäden, aber verallgemeinern funzt nicht. ;)
    leider ist es zu allem überfluss auch noch so, dass es zuwenige gibt,
    so dass die ausweich-möglichkeiten knapp sind.

    na ja, in 2 jahren ist ein schildchen an die praxistür getackert:
    ich bin ein guter doc! hier dann hast du es leichter! :D

    lieben gruss marie

     
  8. Hypo

    Hypo NO-HYPO.....

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    hallo sonnenschein,

    ich kann dir nur von meinen erfahrungen berichten.meine diagnose ist PSA und ich war und bin komplett negativ. mein rheumafaktor ist über jahre minimal angestiegen und soll jetzt laut rheumatologin positiv sein.sogar BSG und CRP war höher und mir gings schlecht von den gelenken her.
    was das cortison betrifft war es so das ich früher 5 mg nicht gemerkt habe, aber heute merk ich es nach 2-3 tagen schon, ja auch 2,5 mg.
    sammel immer sämmtliche Laborblätter von dir und vergleiche.mehr kann ich dir auch nicht helfen.als basis nehme ich enbrel und arava.

    lg hypo
     
  9. Sonnenschein

    Sonnenschein Neues Mitglied

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    Hallo,

    bin wieder da. Konnte nach meinem Thread nicht ins INternet, da mein PC nicht wollte. Jetzt habe ich gestern einen neuen bekommen.

    Also, ich danke für eure Antworten. Ich werde den Kopf nicht hängen lassen.

    Ich bin von MTX Spritzen auf Tabletten umgestellt worden, nehme aber immer noch 15 mg/Woche. Ich soll auf 5mg/Woche runter (lt. Orthopädin), aber das ich 4 Ibu 600 nehmen muß, das wäre ja zuviel. Der Bericht aus Damp ist noch nicht bie meinem Rheumathologen, da geht es dann diese Woche auch noch hin. Ich werde nach seinem Befund und nahc dem Befund von meinem HA gehen. Mein HA steht fest zu dieser Diagnose und der Rheumadoc auch. MEin HA meinte, die mag Sie wohl nicht. Kann sie ja auch nicht, da ich gesagt habe, sie wäre ein Scherzkeks.

    Wozu soll ich denn dies MTX nehmen, wenn ich ihrer Meinung nach kein Rheuma habe.

    Ich habe nicht gewußt, dass man auch kein Rheuma haben kann trotz positivem WErt.

    Na ja, jetzt bekomme ich mal wieder Cortispritzen in meinen Ellenbogen. DAs hatte ich alles schon. Ich will wieder arbeiten. Mein linkes Handgelenk, wo die OP war, geht es wieder gut, kann sogar wieder mit tippen. Da wurde Schleimbeutel und Sehnenwände entfernt, Carpaltunnel auch gemacht (Obwohl negativer Befund vom Neurologen).

    Meine Proriasis befällt nur die Hände, Füße, Augen und Ohren. Den Namen dafür habe ich vergessen.

    In ca. 2-3 Wochen werde ich wieder anfangen zu arbeiten. Da freu ich mich schon drauf.

    Wünsche euch einen schönen TAg

    Sonnenschein
     
  10. berlinchen

    berlinchen Aktives Mitglied

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    hallo sonnenschein,

    das mit den blutwerten wurde dir ja ausreichend erklärt:)
    ich bin seit einigen wochen bei einem orthopäden in behandlung und bin sehr überrascht das sich dieser besser auskennt mit meiner rheumatischen erkrankung als mancher inter.rheumatologen die mir den letzten jahren begegnet sind;)

    die cortison spritze mit betäubungsmittel von ihm gespritz hat mir 2 tage höllische schmerzen und dann eine wahnsinnige verbesserung im isg beschert die immer noch anhält...wenn dsa ein rheumatologe machte, hielt das keine 2 tage an. er hat es in einer sich besser verteilenden position gemacht:)

    tenniselbogen durch die rheumatische erkrankung habe ich wohl seit monaten...und erst der orthopäde hat das mit 3 handgriffen festgestellt. spritzen möchte er das auf keinenfall,genauso wenig ruhigstellen. was in den allgemeinen bei google zufindenden infos auch als kontroproduktiv empfohlen wird...bzw eine ruhigstellung bei einem rheumapatient kann zu mehr problemen bzgl.der einsteifung des gelenkes führen....
    ich habe mir eine bandage vom hausarzt auf empfehlung der ergotherapie besorgt,was das einzige ist,das mir etwas die schmerzen nimmt:) darüber war er nicht wirkl.begeistert...darf sie nur tragen,weil ich regelmässig zur ergo gehe und die gelenke durchbewegt bekomme und mit dem versprechen diese nicht dauerhaft zutragen...
    das rezept eines 2 zellenbad konnte ich leider nicht einlösen,was mir auf reha immer gut geholfen hat..leider gibt es von meinem wohnort in berlin nur mit 1,5 std fahrtweg eine kg-praxis die so etwas noch in der praxis hat...da ist die belastung des fahrtweges größer als die erleichterung die ich dadruch bekommen könnte....
    sonst habe ich auch keine tips bzgl.des teniselbogens...wenig belastung und keines falls komplette ruhigstellung gilt für jedes gelenke das durch rheuma entzündet ist....bei mir bessert es sich leider trotzdem nicht und durch das beidseits ist es sehr nervig und shcmerzhaft...zuhause versuche ich es soviel wie möglich zukühlen,damit es aushaltbar ist....
    hoffe das eine neue basis das ganze wieder eindämmt....bei menschen die es durch belastung haben ist es auch eine langwierige angelegenheit...dann dauert es bei rheumapatienten wohl länger...bzw wird sich wohl erst unter einer wirksamen basistherapie bessern...hoffe ich zumind.;)

    meine blutwerte die rheuma aussagen könnten sind mal positiv, mal neagtiv.habe eine eindeutige rheumadiagnose seit 03...was mir mal mehr und mal weniger hilft...;) je nach laune des arztest;)ist ein dummes spiel für dne patienten,das man einfach nicht aufgeben darf,bis man eine für richtige behandlung / therapie die wirksam ist gefunden hat leider mitspielen darf/muß;) oder hoffentl. an nur fähige ärzte kommt...

    lg
    bine