Unsinn - das Medikamente nix helfen
Servus,
es gibt Medikamente, die bei PNP helfen, aber nicht alle helfen bei jeden und nicht immer in der oft beschriebenen Minidosis.
Die Stoffgruppen der tricyclischen Antidepressiva, der Antikonvulsiva, lokale Mittel und manchmal auch klassische Schmerzmittel helfen - je nach welcher Art die Nervenschädigung ist, in welchem Nerv/Nervengebiet und was sie sonst noch für Symptome gibt (vegetativ, psychisch).
Unbehandelt werden solche Schmerzen infolge der Chronifizierung immer umfassender und können einem so das Leben zur Hölle machen.
Also ab damit zu einem Schmerztherapeuten, bei Unsicherheit selber mal nachlesen - es gibt überall gute Fachliteratur, auch im Internet ist nicht alles Schrott, vielleicht auch mal schauen, was es für Fachbücher gibt und dann mal ab in die Bibliothek...
Essentiell ist aber bei Polyneuropathie einfach die Schmerztherapie vom Spezialisten. Ergänzend kann man hier noch Psychotherapie versuchen, dann manuelle Therapien, TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation - nachlesen) oder wirklich mal ein Aufenthalt in einer Schmerzklinik.
Nicht jeder Mediziner muss bei jedem Patienten zu 100% in Anamnese, Diagnose und Therapie richtig liegen. Das Recht auf eine Zweitmeinung hat man immer, aber auch auf eine effiziente Schmerztherapie! Zu letzterem gibt es sogar ein Gerichtsurteil-
Niemand muss unter unbehandelten Schmerzen weiterleben, es sei denn, er will es.
Jeder hat das Recht auf eine Therapie! Jeder muss selber mit seiner Krankheit leben und sollte sich informieren und Selbsthilfe in irgendeiner Form betreiben, oft sind es die Kleinigkeiten, die zählen.
Niemand, aber wirklich niemand MUSS seine Schmerzen hinnehmen, aushalten, vergessen, nur weil gerade dem Mediziner nichts weiter einfällt, er unsicher ist oder an das Buget denkt oder einfach Angst hat, bestimmte Medikamente wie Opiate einzusetzen. Wehrt euch und lebt!