Hier die Antwort von meinem Bekannten:
zum Thema CK:
Die Referenzbereiche der CK (hier alle in U/l) sind altersabhängig, etwa wie folgt:
1 Tag <712
2 - 5 Tage <652
6 Tage bis 6 Monate <295
7 - 12 Monate <203
1 - 3 Jahre <228
4 - 6 Jahre <149
7 - 12 Jahre
weiblich <154
männlich <247
13 - 17 Jahre
weiblich <123
männlich <270
Erwachsene
weiblich <167
männlich <190
(F. Fischbach und B. Zawta, Klin. Lab. 38, 555-561 (1992))
Diese Werte gelten bundesweit ab 1.4.2003 für alle ordentlichen Labore. Seit dieser Zeit wird mit einem
standardisierten Test gemessen, und zwar bei 37°C. Vorher wurde häufig bei 25°C gemessen. Die Werte
waren da etwas weniger als halb so groß.
Referenzbereiche sind immer etwas unterschiedlich, schon aus statistischen Gründen (Definition: 95% eines
offensichtlich gesunden Bevölkerungskollektivs). Für bestimmte Altersgruppen z.B. Kinder ist eine solche
Referenzbereichsermittlung schwierig, schon aus ethischen Gründen. Deshalb sind die Probandenzahlen
meist relativ klein und die statistischen Fehler relativ groß. Im Großen und Ganzen sollten die Referenzbereiche
verschiedener Studien aber nur wenig unterschiedlich sein.
Große Abweichungen sollten also nicht vorkommen. Wenn doch, gibt’s eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
Entweder werden noch alte Referenzbereiche verwendet (25°C) oder die Referenzbereiche sind nicht in der
Einheit „U/l“ angegeben, sondern - wie in den neuen Bundesländern üblich - in µkat/l oder nkat/l
(Umrechnung: 1 U/l = 16,67 nkat/l = 0,01667 µkat/l).
Vorsicht ist auch geboten, weil die Voraussetzung „gesundes Kollektiv“ für den Vergleich mit den
Referenzwerten ja bei den Rheumakindern nicht zutrifft. Es geht ja eher darum, Rheumakinder ohne Muskel-
bzw. Herzmuskelerkrankungen von Rheumakindern mit abzugrenzen. Und mir ist kein Referenzbereich
für Rheumakinder bekannt. Der sollte sich eigentlich nicht sehr vom allgemeinen Referenzbereich unterscheiden.
Störungen durch Medikamente können aber durchaus vorstellbar sein (z.B. eine Muskelschädigung durch Injektion von MTX
könnte zu leicht erhöhten CK-Werten führen.)