Ich heiße Johanna, bin 53 und ein lebensfroher Mensch.
Ich habe seit Kindheit einen versteiften Rücken (Skoliose mit OP) und von dacher achte ich immer schon sehr auf mich, mache viel Sport (Rehazentrum 2x die Woche spezielles Gerätetraining), gehe schwimmen (das kann ich auch richtig gut) und fahre viel Rad (da kommen schon 2000-3000km in Jahr zusammen). Ich hab mich als fit wie Turnschuh bis November 18 bezeichnet.
Seit Dezember habe ich aber diverse Probleme. Mal tun die Schultern weh, mal habe ich sowas wie Muskelkater des Todes in den Beinen, dann taten noch die Leisten weh, Morgensteifigkeit der Finger) Niemals Fieber, Müdigkeit oder Abgeschlagenheit, nix geschwollen. Schlaf war schlechter, vor allem früherwachen.
Irgendwann war es mir zuviel und ich bin zum Hausarzt (da war ANA negativ, der CK aber auf 9. Er schickte mich zum Rheumatologen.
Da war ich Der hat mich 3 x 7 min gesehen.
1. Termin: ich würde zuviel Sport machen
2. Termin: nur ein auffälliger Wert (ANA Titer: 1:320), aber Beschwerden waren mehr (neben Schulter, taten nun auch die Leisten weh, hatte Schwierigkeiten nach langem Sitzen hochzukommen, Morgensteifigkeit der Finger): "ich gebe Ihnen Prednisolon, wenns wirkt haben Sie Rheuma" (1 Woche lang 20 mg Predni)
3. Termin: Er legt mir 5 Packungen Resochin hin. das müsse ich jetzt nehmen.auf meine Nachfrage: "Kollagenose, sie müssen sich auf ewiges Leiden einstellen."
Das war der Arzt des Grauens! Er hat mir nicht gesagt, dass man vor dem Resochin eigentlich zum Augenarzt muß. Und die Art mit mir umzugehen! Zum Glück lese ich Beipackzettel.
Habe die Rheumaliga angerufen, mir ein Buch empfehlen lassen und gekauft, aber fand mich bei den Kollagenosen nicht so recht wieder. Habe mir selbst eine Diagnose gestellt und das war genau das was ich jetzt habe.
Nach Rückmeldungen der halben Stadt, dass der Rheumatolge bei dem ich war, sehr fragwürdig ist (u.a. auch nackt durch den Garten tanzt - kein Scherz!!!) habe ich jeden, aber auch wirklich jeden gefragt, ob er mir helfen kann. Das war sinnvoll. Das Resochin hatte ich nach 4 Tagen nicht mehr genommen. Ein Kollege aus Berlin hat mir dann eine supergute Rheumatologin vermittelt. Da bin ich dann hingefahren letzte Woche(200km) Die Befunde von meinem fragwürdigen Rheumatologen hatte ich "geschwärzt" (also den Namen) und gleich gesagt, dass ich den etwas anzweifel. Sie hat dann alles nochmal angeschaut undl mich auch angeschaut und nicht nur meine Blutwerte.Und vor allem zugehört und das Richtige gefragt. Gelenke geschallt und festgestellt was alles entzündet ist. Meine Blutwerte fand sie top, den Ana von 320 fand sie harmlos ("passiert mal"). Keine Entzündungswerte ist nicht üblich, aber passiere wohl auch in 10 % der Fälle.
Am Ende standen 2 Diagnosen zur Auswahl:
-Polymyalgia rheumatica (das war die, die ich mir selbst gestellt hatte
)
-oder eine Polymyalgie (weil der ck Wert beim Hausarzt bei der Erstuntersuchung so erhöht war). Da gabs dann nochmal ein paar Untersuchungen.
Nun kam das endgültige Ergebnis: Polymyalgia rheumatica. Obwohl fast alle Blutwerte unauffällig sind.
Kriege jetzt prednisolon, abgestuft über die nächsten Wochen. Und ich fühle mich aufgehoben und ernst genommen. Die Ärztin ist optimistisch, hat auch gesagt ich solle ruhig meinen Sport weitermachen, auch meinen geplanten Fahrradurlaub.Mir würde es rasch besser gehen.
Ich werde berichten wie es geht und freue mich über Antworten und Tipps von PMR Erkrankten.
Ich habe seit Kindheit einen versteiften Rücken (Skoliose mit OP) und von dacher achte ich immer schon sehr auf mich, mache viel Sport (Rehazentrum 2x die Woche spezielles Gerätetraining), gehe schwimmen (das kann ich auch richtig gut) und fahre viel Rad (da kommen schon 2000-3000km in Jahr zusammen). Ich hab mich als fit wie Turnschuh bis November 18 bezeichnet.
Seit Dezember habe ich aber diverse Probleme. Mal tun die Schultern weh, mal habe ich sowas wie Muskelkater des Todes in den Beinen, dann taten noch die Leisten weh, Morgensteifigkeit der Finger) Niemals Fieber, Müdigkeit oder Abgeschlagenheit, nix geschwollen. Schlaf war schlechter, vor allem früherwachen.
Irgendwann war es mir zuviel und ich bin zum Hausarzt (da war ANA negativ, der CK aber auf 9. Er schickte mich zum Rheumatologen.
Da war ich Der hat mich 3 x 7 min gesehen.
1. Termin: ich würde zuviel Sport machen
2. Termin: nur ein auffälliger Wert (ANA Titer: 1:320), aber Beschwerden waren mehr (neben Schulter, taten nun auch die Leisten weh, hatte Schwierigkeiten nach langem Sitzen hochzukommen, Morgensteifigkeit der Finger): "ich gebe Ihnen Prednisolon, wenns wirkt haben Sie Rheuma" (1 Woche lang 20 mg Predni)
3. Termin: Er legt mir 5 Packungen Resochin hin. das müsse ich jetzt nehmen.auf meine Nachfrage: "Kollagenose, sie müssen sich auf ewiges Leiden einstellen."
Das war der Arzt des Grauens! Er hat mir nicht gesagt, dass man vor dem Resochin eigentlich zum Augenarzt muß. Und die Art mit mir umzugehen! Zum Glück lese ich Beipackzettel.
Habe die Rheumaliga angerufen, mir ein Buch empfehlen lassen und gekauft, aber fand mich bei den Kollagenosen nicht so recht wieder. Habe mir selbst eine Diagnose gestellt und das war genau das was ich jetzt habe.
Nach Rückmeldungen der halben Stadt, dass der Rheumatolge bei dem ich war, sehr fragwürdig ist (u.a. auch nackt durch den Garten tanzt - kein Scherz!!!) habe ich jeden, aber auch wirklich jeden gefragt, ob er mir helfen kann. Das war sinnvoll. Das Resochin hatte ich nach 4 Tagen nicht mehr genommen. Ein Kollege aus Berlin hat mir dann eine supergute Rheumatologin vermittelt. Da bin ich dann hingefahren letzte Woche(200km) Die Befunde von meinem fragwürdigen Rheumatologen hatte ich "geschwärzt" (also den Namen) und gleich gesagt, dass ich den etwas anzweifel. Sie hat dann alles nochmal angeschaut undl mich auch angeschaut und nicht nur meine Blutwerte.Und vor allem zugehört und das Richtige gefragt. Gelenke geschallt und festgestellt was alles entzündet ist. Meine Blutwerte fand sie top, den Ana von 320 fand sie harmlos ("passiert mal"). Keine Entzündungswerte ist nicht üblich, aber passiere wohl auch in 10 % der Fälle.
Am Ende standen 2 Diagnosen zur Auswahl:
-Polymyalgia rheumatica (das war die, die ich mir selbst gestellt hatte
-oder eine Polymyalgie (weil der ck Wert beim Hausarzt bei der Erstuntersuchung so erhöht war). Da gabs dann nochmal ein paar Untersuchungen.
Nun kam das endgültige Ergebnis: Polymyalgia rheumatica. Obwohl fast alle Blutwerte unauffällig sind.
Kriege jetzt prednisolon, abgestuft über die nächsten Wochen. Und ich fühle mich aufgehoben und ernst genommen. Die Ärztin ist optimistisch, hat auch gesagt ich solle ruhig meinen Sport weitermachen, auch meinen geplanten Fahrradurlaub.Mir würde es rasch besser gehen.
Ich werde berichten wie es geht und freue mich über Antworten und Tipps von PMR Erkrankten.