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Polyarthritis?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Eric, 26. November 2004.

  1. Eric

    Eric Guest

    Meine Freundin (27) leidete in der Vergangenheit (seit vielen Monaten) immer wieder unter Kopfschmerzen. Diese Kopfschmerzen waren jedoch eher leicht. Wir führten es auf Streß bzw. Klimaanlage im Büro zurück. Letzten Samstag hatte sie neben Kopfschmerzen noch Nacken- und Kreuzschmerzen. Dazu kam ein ganz leichtes Kribbeln in den Findern. Den Kopf konnte sie nicht mehr so richtig bewegen, weil sie dabei Schmerzen hatte (steifer Nacken). In der Nacht von Sonntag auf Montag waren dann die Kopfschmerzen so stark, daß sie nicht schlafen konnte. Der Arzt stelle am nächsten Morgen Spannungsschmerzen aufgrund von Verspannungen fest. Neben Ibuprofen verschrieb er Massage + Fango. Seit Montag hat meine Freundin nun noch zusätzlich Gelenkschmerzen / -Entzündung in wohl allen Gelenken. Diese Schmerzen werden von Tag zu Tag schlimmer. Vor allem morgens nach dem Aufstehen hat sie große Probleme. Eine Überweisung zum Facharzt und anschließend zum Radiologen ergab einen Termin im Kernspintomograph in einer Woche. Trotz der mittlerweile geschwollenen Gelenke und starken Schmerzen, und der daraus resultierenden Bewegungseinschränkungen, bekommt sie derzeit keine Arznei gegen die Entzündungen. Dies würde ja auch das Bild im Kernspin verfälschen. Der Hausarzt vermutet Polyarthritis als Ursache. Sollte hier die Lokalisierung des Entzündungsherdes nicht schneller erfolgen, damit dieser behandelt werden kann? Nicht zuletzt im Hinblick auf (bleibende) Gelenkschäden?

    Der Bluttest beim Hausarzt ergab eine hohe Blutsenkung; das Testergebnis vom Facharzt steht derzeit noch aus. Mit welcher Wahrscheinlichkeit könnte es sich um Polyarthritis handeln, und welche Therapie würden Sie in diesem Fall empfehlen? Könnte es auch sein, daß die Gelenkentzündungen nur vorübergehend sind, oder daß sie sich vielleicht einen exotischen Virus eingefangen hat (meine Freundin nutzt z.B. täglich die S-Bahn)? Vor ca. 1,5 Jahren hatte sie einen Zeckenbiss. Dieser wurde damals jedoch im Krankenhaus ambulant behandelt, und wurde jetzt auch negativ bewertet; scheidet also wohl als Ursache aus. Was uns am meisten überrascht ist, daß meine Freundin vorher absolut keinerlei Beschwerden hatte; außer hin und wieder eher leichte Kopfschmerzen. Die Gelenkschmerzen kamen im Prinzip von heute auf morgen. Seit Juli bekommt sie wegen häufiger Müdigkeit Hormontabletten für die Schilddrüse (zu klein). Kann das evtl. eine Ursache sein? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.
     
  2. bise

    bise Neues Mitglied

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    zunächst mal zur beruhigung: bleibende gelenkschäden entwickeln sich, sie entstehen nicht sofort d.h. innerhalb von 1 monat nach ausbruch der krankheit.

    ansonsten sind die geschilderten beschwerden schon bedenklich genug. deine freundin ist beim haus doc, beim facharzt, beim radiologen und im kernspin gewesen; es ist alles gemacht worden, um eine diagnose stellen zu können - jetzt muss zunächst das ergebnis abgewartet werden. ich weiss, diese zeitspanne ist für betroffene sehr lang. doch ohne diagnose keine behandlung.

    die schmerzen und beschwerden können (!) auf arthritis hindeuten - müssen aber keine cp sein.
    borreliose vom zeckenbiss - und, und, und.
    jetzt bitte vor allem keine panik, bleibe cool. setzt bitte keine diagnose in den raum, das kann deine freundin verängstigen und evt. docs auch verwirren.
    -- hat der facharzt einen immunologen zur bestimmung der antikörper eingeschaltet? - das könntest du fragen, doch bedenke dabei, es muss immer ganz gezielt nach den antikörpern "gefahndet" werden. das ist dann der fall, wenn bereits ein verdacht auf ... sich manifestiert hat. - das ist im augenblick schon ne reine kostenfrage -

    . wünsche baldige klärung für euch.
    gruss
    bise
     
  3. betti

    betti Neues Mitglied

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    Hallo Eric,

    Ich denke nicht, dass die zu kleine Schilddrüse Deiner Freundin Schuld ist an den Beschwerden und wenn, dann nur in Hinblick darauf, dass die Schilddrüse auch für die Bildung des körpereigenen Cortisons verantwortlich zeichnet, dass bei einer zu kleinen SH meist zu wenig produziert wird.
    (Also die Schilddrüsenhormone brav nehmen!)

    Es ist wohl eher doch der Zeckenstich, der alles in Gang gebracht hat.
    Mir ging es vor ein paar Jahren genauso, als ich mir in Schweden im ferienhäüschen mitten im Wald 16 !!!Zeckenstiche einhandelte. Habe dann zwar ein Antibiotikum erhalten, aber die Blutsenkung blieb über lange Zeit erhöht und hat Rheuma ausgelöst.

    Also unbedingt auf Rheuma behandeln lassen. Auf jeden Fall sollte sie sich entzündungshemmende Schmerzmittel wie "Diclofenac" erstmal verschreiben lassen, dass das Ganze gemildert und gebremst wird und sozusagen die Schnelle Hilfe erfolgt.

    Alles Gute wünscht Euch Betti
     
  4. Paris

    Paris Fan vom kleinen Prinzen..

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    schilddrüse macht das nicht...

    also, kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen....so schnell entstehen bleibende Schäden bei einer Polyarthritis im Normalfall nicht...aber die Einnahme z.B. von Ibuprofen sollte ein MRT-Ergebniss bei deutlich dick geschwollenen Gelenken nicht verfälschen.....mit Cortison würde ich halt noch nen Moment warten. Das das ganze sich so innerhalb von ein paar Tagen entwickelt hat (mal abgesehen von den Kopfschmerzen, die aber nicht typisch sind) spricht eigentlich nicht für eine chronische Polyarthritis...da wäre der virale Infekt etc wahrscheinlicher...aber alle wichtigen Leute für die Abklärung sind ja eingeschaltet. Bei welchem Rheumatologen war sie denn bzw. wo wohnt ihr?
    UNd eine Schilddrüsenunterfunktion macht eigentlich keine Arthritis....höchstens Gelenkschmerzen. Auch die Borreliose (Zecken ) sind bei diesem akuten Beginn eher unwahrscheinlich. Und die hohe Blutsenkung kann man auch bei einem heftigen Infekt haben. Aber wenn sie bei einem vernünftigen Rheumatologen ist, wird der das ja abklären udn auch die richtige Behandlung in dei Wege leiten.
    Wenn Ihr noch Tipps bezüglich Rheumatologen braucht...meldet euch.
    Gruss, Paris

    ach ja @betti: das körpereigene Cortison wird in der Nebennierenrinde gebildet und nicht in der Schilddrüse.....gruss, paris
     
  5. betti

    betti Neues Mitglied

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    ach ja @betti: das körpereigene Cortison wird in der Nebennierenrinde gebildet und nicht in der Schilddrüse.....gruss, paris[/

    Hab ich auch nicht behauptet, oder womöglich nicht klar genug formuliert, dass die Schilddrüse aber dieses Hormon (wo auch immer= Nebenniere)bei Unterfunktion zu wenig produziert.
    Gruss, betti
     
  6. Paris

    Paris Fan vom kleinen Prinzen..

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    @betti: die schilddrüse produziert T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin). Und das ist das einzige Hormon, das bei Schilddrüsenunterfunktion zu wenig produziert wird.....hat mit Cortison wirklich nix zu tun......:confused: oder wir reden gerade total aneinander vorbei.....die gehören nicht mal in die gleiche Hormongruppe wie Cortison etc und haben auch keinen Einfluss darauf.....deswegen Schilddrüse und Cortison..ich kann da beim besten Willen keinen Zusammenhang erkennen....
    aber ich will hier auch keine Diskussion darüber vom Zaun brechen ;)
    Gruss, Paris
     
    #6 27. November 2004
    Zuletzt bearbeitet: 27. November 2004