Liebe Usergemeinde,
gerade lese ich in der Süddeutschen, dass in England zwei Paare ihr Embryo per PID auf ein bestimmtes Brustkrebs-Gen testen wollen, dass bei den Betroffenen mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auch zum Ausbruch führt. "Das" Rheuma-Gen ist meines Wissens ja noch nicht gefunden, aber wenn dem heute schon so wäre, würdet Ihr potenziellen Nachwuchs vorab testen lassen?
Mein Mann und ich versuchen uns ja seit einigen Monaten in der Familienplanung (ein paar gedrückte Daumen in dieser Hinsicht sind gerne willkommen). Und in meinem Fall mit agressiver RA und genetischer Vorbelastung in der Familie würde ich gerne dasjenige von den Zellhäufchen mit dem geringsten "Rheuma-Risiko" auswählen. Trotz der heute verbesserten Therapiemöglichkeiten und dem auch noch zu erwartenden deutlichen Fortschritt in den nächsten paar Jahren.
Ja, man kann auch trotz Rheuma ein glückliches und erfülltes Leben führen, wie es viele hier im Forum zeigen und was auch ich für mich sage würde. Aber hieltet ihr es für hinzunehmen, Euer Kind mit einer solchen x-prozentigen Möglichkeit zu belasten, wenn ein Geschwisterkind ohne diese Negativ-Option geboren werden könnte? Ist das, was wir hier mit dem Rheuma in den verschiedensten Ausprägungen erleben, ein ernstzunehmender ethischer Grund jenseits von "ich wünsche mir ein maßgeschneidertes Designer-Baby mit möglichst vielen positiven Eigenschaften", heute und hier einen "Rheuma-Embryo" zu verwerfen?
Nachdenkliche Grüße - Gerlinde
gerade lese ich in der Süddeutschen, dass in England zwei Paare ihr Embryo per PID auf ein bestimmtes Brustkrebs-Gen testen wollen, dass bei den Betroffenen mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auch zum Ausbruch führt. "Das" Rheuma-Gen ist meines Wissens ja noch nicht gefunden, aber wenn dem heute schon so wäre, würdet Ihr potenziellen Nachwuchs vorab testen lassen?
Mein Mann und ich versuchen uns ja seit einigen Monaten in der Familienplanung (ein paar gedrückte Daumen in dieser Hinsicht sind gerne willkommen). Und in meinem Fall mit agressiver RA und genetischer Vorbelastung in der Familie würde ich gerne dasjenige von den Zellhäufchen mit dem geringsten "Rheuma-Risiko" auswählen. Trotz der heute verbesserten Therapiemöglichkeiten und dem auch noch zu erwartenden deutlichen Fortschritt in den nächsten paar Jahren.
Ja, man kann auch trotz Rheuma ein glückliches und erfülltes Leben führen, wie es viele hier im Forum zeigen und was auch ich für mich sage würde. Aber hieltet ihr es für hinzunehmen, Euer Kind mit einer solchen x-prozentigen Möglichkeit zu belasten, wenn ein Geschwisterkind ohne diese Negativ-Option geboren werden könnte? Ist das, was wir hier mit dem Rheuma in den verschiedensten Ausprägungen erleben, ein ernstzunehmender ethischer Grund jenseits von "ich wünsche mir ein maßgeschneidertes Designer-Baby mit möglichst vielen positiven Eigenschaften", heute und hier einen "Rheuma-Embryo" zu verwerfen?
Nachdenkliche Grüße - Gerlinde