pflegegrad beantragen, teil 2

Dieses Thema im Forum "Krankenkassen und Pflegeversicherung" wurde erstellt von Koala, 2. Mai 2020.

  1. Koala

    Koala Registrierter Benutzer

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    hallo,

    ich habe schon einmal zu diesem thema geschrieben, ca. 1 jahr her.
    jetzt habe ich es gemacht, den antrag zum pflegegrad an die kk geschickt.

    vor 3 tagen hatte ich ein nettes, aber völlig unverbindliches gespräch per telefon mit einer pflegefachkraft vom mdk.
    ich habe neben rheuma noch ms, gdb 90 und merkzeichen g, wonach nicht gefragt wurde. die dame hatte leider ziemliche probleme damit, das ich nicht jeden tag hilfe oder gleich viel hilfe benötige. das es tage/wochen gibt, wo mein mann alles machen muss und tage wo ich selbständig bin.

    ich habe ein ungutes gefühl........dabei gibt es doch soviele menschen mit autoimunnerkrankungen, da dürfte es doch kein geheimnis sein, das wir unterschiedliche einschränkungen habe.
    mir war es wichtig, ehrlich zu sein und nicht zu übertreiben.
    zum schluß fragte sie mich wieder, wieviel hilfe ich brauche und ich antwortete halb/ halb.

    leider finde ich, das der pflegegeld antrag nicht für menschen ausgerichtet ist, die unterschiedliche hilfe brauchen......da haben es patienten mit apoplex usw. einfacher.

    wie lief das bei euch ab?

    etwas hoffnung von euch wäre schön, wobei ich realistisch bin und mit einer ablehnung rechne. sie hat nicht mal alle module abgefragt, klar ich habe keine demenz, auch fand ich es verwunderlich, das nicht mal nach dem gdb, emr usw. gefragt wurde.

    der anruf wurde nicht mal angekündigt, sondern von jetzt auf gleich.
     
  2. Lolobs

    Lolobs Aktives Mitglied

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    Hallo Koala,
    das war bei mir auch so, dass der Anruf unangekündigt kam.
    Fand die Beschreibungen auch schwierig, vor allem weil ich nicht gut über Sachen reden kann, die mir schwer fallen.
    Aber die Befragung war sehr ausführlich und habe schnell die Rückmeldung von der Pflegekasse bekommen, dass ich die Kriterien für den Pflegegrad 3 erfülle.
     
  3. Money Penny

    Money Penny Aktives Mitglied

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    Hallo Koala, habe etwas Erfahrung mit diesen Sachen. Erst der Vater, bis Pflegegrad 5
    mit Muttern zuhause gepflegt ohne Pflegedienst. Das war schon ne Nummer.
    So, nun Muttern mit Pflegegrad 2.
    Also ,ich hab das so gemacht: im Netz gibt es so Portale, wo man die ganzen Sachen ,die gefragt werden, auch ausfüllen kann. Danach bekommt man die Auswertung zugeschickt.
    Da steht bis ins kleinste Detail was genau und warum der Mdk das fragt. Habe mir das Zuhause auf einiges Papier ausdrucken lassen. Sind viele Seiten.
    Du hast den Tag wahrscheinlich eine Kraft drangehabt, die sich viel Arbeit sparen wollte.
    Das geht so nicht.
    Du hast aber auch noch hinterher das Recht zu widersprechen. Also das was da nicht richtig gefragt wurde ,wo du Hilfe brauchst. Auch Zuhause rechnen ,wie lange manches dauert. Gut vorbereitet, geht es am Besten.
    LG Money Penny
     
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  4. Stine

    Stine Moderatorin

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    Hallo, es kommt bei der Feststellung des Pflegegrad nicht auf deine Diagnosen an sondern einzig und allein darauf was du selbst alleine nicht mehr kannst und wobei du Hilfe brauchst. Ich habe zwei Wochen lang eine Art Tagebuch geschrieben bei was ich tagsüber und nachts Hilfe brauche. Manchmal mehr, manchmal weniger. Dieses Tagebuch und von jedem meiner Ärzte ein Schreiben an den MDK habe ich mit dem Antrag an die Krankenkasse geschickt. Bei mir ist der MDK gekommen, z. Zt. geht es leider nur telefonisch, und drei Tage später war der Bescheid da. Zuerst PG 2 und nach Verschlimmerung zwei Jahre später PG3. Nach dem selben Prinzip habe ich den PG bei meiner Mutter beantragt, da ist es genau so gelaufen.
    Es gibt im Netz einen Pflegegrad Rechner, dort kannst du schon vorab sehen, was evtl. bei dir raus kommt... Bitte ehrlich antworten. Alles Gute.
     
  5. Koala

    Koala Registrierter Benutzer

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    das habe ich im vorfeld gemacht, bin dort auf einen pflegegrad von 2-3 gekommen.
    das die diagnose nicht wichtig sind, ist mir bewußt, aber es sollte dem mdk helfen zumindest zu verstehen, was gewisse erkrankungen bedeuten und welche einschränkungen sie hervorrufen können.

    das pflegetagebuch habe bei meiner mutter und meinem vater geführt.......hat keinen interessiert. die haben nicht einmal reingeschaut oder es mitnehmen wollen.

    lg + danke!
     
  6. Koala

    Koala Registrierter Benutzer

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    mir ging es änlich, fand es auch schwierig über meine einschränkungen zu sprechen.....ob es ausführlich war, keine ahnung, das gespräch dauerte 30 min.

    danke!
     
  7. Lolobs

    Lolobs Aktives Mitglied

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    30 min finde ich nicht ausführlich.
    Bei mir ging es über eine Stunde.
    Und es war auch deutlich, dass er einem Fragebogen nach ging.
    Diagnosen die für den Pflegegrad wichtig sind, haben ihn schon interessiert.
    Hatte auch das Gefühl das ihm diese Diagnosen geholfen haben, zu wissen welche Einschränkungen ich habe.
    Den Grad der Behinderung wollte er allerdings auch nicht wissen.
     
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  8. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Es ist nach meiner Erfahrung sehr unterschiedlich und hängt u.a. davon ab, wer mit welcher Expertise und mit welcher Weitsicht oder Motivation zum Begutachten kommt.

    Bei meinen Eltern war es so: Papa hatte PG 2 (Ende 2018) und wurde völlig ohne Probleme auf PG 5 hochgestuft - alles Andere wäre auch daneben gewesen. Meine Mutter hatte zu diesem Zeitpunkt noch gar keinen PG und bekam auf Anhieb PG 2. Es waren 2 unterschiedliche Gutachter, bei Papa eine Krankenschwester, bei Mama ein Arzt, und in beiden Fällen fanden wir die Ergebnisse absolut angemessen und fair, alles lief total unbürokratisch; das Geschehen erfolgte im Saarland.

    Bei meiner Schwiegermutter (MDK Hessen, ich hatte den Antrag Mitte Oktober 2019 gestellt) lief von Anfang an schon seitens der KK vieles (zuviel!) schief; ohne auf die nervigen Details des Korrespondenzablaufs eingehen zu wollen: die männliche "Pflegefachkraft" vor Ort fand, meine Schwiemu. benötige keinerlei Unterstützung und vergab daher keinen Pflegegrad. Hausärztin und ich waren übereinstimmend bei der Einschätzung PG 2 (evtl. 3?) gelandet. Nach dem Widerspruch kam eine "Expertin", die meinen fachlich begründeten Widerspruch und das schon vorher vorliegende Attest der Hausärztin so kommentierte: "Ärzte können das manchmal nicht so beurteilen.....", erkannte aber immerhin dann auf PG 2. Im Verlauf wird das nicht reichen......das ist jetzt schon klar.
    Meine Schwiegermutter hätte das im Leben nicht alleine durchgekämpft.

    Will sagen:
    Dran bleiben, Widerspruch einlegen, insbesondere da zurzeit die realen Bedingungen nur verbal und nicht vor Ort beurteilt werden, was definitiv ein Nachteil ist, weil die Einschränkungen nicht sichtbar überprüft werden können und daher viel Mutmaßung und Subjektives im Spiel ist.
    Bedarf ist Bedarf, und der ist ziemlich objektiv feststellbar.

    Ggf. Widerspruch gut begründen (lassen, Hausärzte können dabei helfen!)

    Ich wünsche viel Glück :)
     
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  9. Maggy63

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    Warte erstmal das Ergebnis ab, vielleicht fällt es ja gut für dich aus und das ganze Sorgen machen ist für umsonst. Und wenn nicht, legst du Widerspruch ein. ;)

    Dass der Anruf unangekündigt war, finde ich persönlich überhaupt nicht in Ordnung. Bei einer persönlichen Begutachtung weiß man schließlich auch lange vorher Bescheid und kann sich drauf einstellen und vorbereiten. Das wäre für mich zum Beispiel ein Punkt, der in meinen Widerspruch käme.

    Ansonsten bleibt erstmal nichts weiter, als den Bescheid abzuwarten. Ich wünsche dir ein gutes Ergebnis!
     
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  10. Koala

    Koala Registrierter Benutzer

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    pflegegrad 2.....ich habe echt nicht damit gerechnet, das es klappt!
    die dame von mdk, konnte nicht gut damit umgeben, das ich schlechte und gute tage habe.

    irgendwie komisches gefühl, das ich jetzt einen pflegegrad habe.......

    danke für eure unterstützung!
     
    #10 6. Mai 2020
    Zuletzt bearbeitet: 6. Mai 2020
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  11. PiRi

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    Das kann ich verstehen. Auf eine Art gut, dass Du ihn hast, anders herum nicht gut, dass Du ihn brauchst.
    Soll ich gratulieren?
     
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  12. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Das ging ja schnell... Herzlichen Glückwunsch! Auch wenn es in Bezug aufs Thema vielleicht ein bisschen befremdlich wirkt... Jetzt kannst du dir endlich alle Hilfen organisieren, die du brauchst. :)
     
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  13. Illyria

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    Das ging wirklich schnell, ich freu mich für dich. :)

    Ich hab letzte Woche auch einen Antrag auf Pflegegraderhöhung für meine Mutter gestellt, hoffentlich geht das ebenfalls schnell und gut aus.
     
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  14. Koala

    Koala Registrierter Benutzer

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    ihr habt recht, das ging wirklich schnell:1syellow1:
    bisher habe nur die mündliche aussage der kk erhalten......warte noch auf den schriftlichen bescheid.
     
  15. Illyria

    Illyria Bekanntes Mitglied

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    Der Vollständigkeit halber berichte ich hier, dass es auch bei meiner Mutter mit der Pflegegrad-Erhöhung geklappt hat. 3 Tage nach Abgabe des Antrags kam schon der Anruf des MDK. Meine Mutter wollte aber, das ich bei dem Gespräch dabei bin, und wir haben einen Termin für das Telefonat ausgemacht. Und eine Woche danach kam schon der positive Bescheid.
     
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  16. Maggy63

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    Das ging ja flott. Herzlichen Glückwunsch!
     
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  17. Illyria

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    Danke Maggy :)
     
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  18. Stine

    Stine Moderatorin

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    Das freut mich, dass das so schnell geklappt hat.
     
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