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Panikattacken

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von gmunden, 26. April 2011.

  1. gmunden

    gmunden Neues Mitglied

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    Habe immer wieder Panikattacken, momentan ganz schlimm! Heute Nacht hab ich im ganzen vielleicht 3 Stunden Schlaf zusammen gebracht :(. Mir war eiskalt und trotzdem hab ich gleichzeitig geschwitzt! Wißt ihr wie das ist wenn man fast keine Nacht schlafen kann und schon vor dem Bett gehen Angst hat :confused:.
    Das ist sch.... und macht mich total wütend aber leider auch total deprimiert!
    Es ist ein Teufelskreis Angst vor der Angst und vor der Panik. Das schlimme ist auch das ich nicht weiß wo es herkommt, oft geh ich total müde ins bett denk an nichts schlimmes schlafe schon fast dann schrecke ich plötzlich auf dann bekomme ich Herzrasen und dann fangen die Panikattacken an :eek:.
    Hab mir jetzt eine Entspannungs-DVD gekauft und hoffe das mir das hilft!
    Falls jemand dieselben Probleme hat melden oder auch Vorschläge wie man das in den Griff bekommen kann wäre ich sehr dankbar :).

    Liebe Grüße
    Claudia:)
     
  2. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Hallo gmunden,

    oh ja, dass kenne ich seeeeehr gut. Als ich nach Stuttgart gezogen bin hatte ich heftige Panikattacken, ganz ganz schlimm, ich wollte dem ganzen ein ende setzen und hatte ernsthafte Gedanken und so. Wollte schlafen, war hundemüde, konnte aber 3 tage lang nicht 1 minute schlafen, heißt das ich 72 stunden wach war, dementsprechend fühlte ich mich. Ich wusste nicht was ich wollte, ob liegen sitzen laufen, mir war alles egal, ich hatte panik vor der panik. dann bin ich in die notfallambulanz und dann mit dem krankenwagen in eine klinik wo ich von samstag bis montag geblieben bin, dort habe ich starke beruhigungstabletten bekommen mir war dann tatsäcjhlich alles egal und ich konnte endlich schlafen. Auch essen konnte ich nichts. Als ich aus der klinik raus war ging alles bergauf. ich bin bei einem psychologen in behandlung. bekomme seitdem ein antidepressiva (sertralin) was gut hilft. Manchmal bekomme ich noch panikattacken, kriege die aber auch ziemlicj schnell in den griff.

    Hol dir hilfe falls es nicht besser wird. Baldrian hat mir nichts gebracht.

    LG

    Kristina
     
  3. nuby79

    nuby79 Neues Mitglied

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    Hallo Leidensgenossin,
    ich hab seit 4 Jahren die Panikattacken. Bei mir treten sie vorwiegend auf Arbeit auf,wenn ich überlastet bin und Stress hab...dann krieg ich übelste Rückenschmerzen,das schauckelt sich dann hoch bis ich eine Attacke bekomme-dann lieg ich anschließend flach.Hab bis vor einigen Monaten Paroxetin genommen-das hat allerdings seine Wirkung verloren...als ich mit meinem Schmerzproblem zur Rheumatologin kam,haben wir die Panikattacken auch nochmal erneut in Angriff genommen und ich hab nochmal eine Neurologin aufgesucht,die meinte das kommt bei mir definitiv von der WS,weil immer starke Schmerzphasen vorausgehen.Sie hat mir das Paroxetin weggenommen und mir dafür als Nottabletten TAVIL gegeben...das ist ein Beruhigungsmittel...Vor kurzem hatte ich so einen Anfall erstmals nachts,hab mir dann eine von den Pillen reingeschmissen und bin ca. eine halbe Stunde später im Sitzen wieder eingepennt! Also scheints geholfen zu haben. Wie es aussieht muß ich jetzt aber deswegen meinen Beruf aufgeben-die Belastung ist zu gross-ich hab keine Kraft mehr dafür...Ich hoffe,daß endlich bald mal rausgefunden wird was mit meiner WS los ist...wünsch dir alles gute...
    Lg nuby79
     
  4. rheumine

    rheumine Neues Mitglied

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    es könnte auch von der Schilddrüse her kommen. Lass das mal untersuchen.
    grüße lupilein
     
  5. nuby79

    nuby79 Neues Mitglied

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    Also meine Schilddrüsenwerte wurden mehrmals untersucht...alles i.O.
    Lg nuby79
     
  6. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo gmunden,

    ich hab jahrelang unter Panikattacken gelitten. Zwar nicht nachts sondern tagsüber. Die kamen dann auch aus heiterem Himmel, meistens wenn ich mit dem Hund unterwegs war.

    Auslöser war damals, dass ich unterwegs mit Lähmungserscheinungen in den Beinen zusammengesackt bin und kein Mensch mir geholfen hat. Alle sind lächelnd und winkend an mir vorbei gefahren..........Danach war es laaaangeeee für mich unmöglich raus zu gehen. Ich habs aber gepackt und zwar mit Hilfe von Antidepressiva (Insidon). Und ich habe mich gezwungen raus zu gehen. Jeden Tag ein stückchen weiter gelaufen.

    Dein "Vorteil" ist, Du weisst es.....eben die Angst vor der Angst!!!! Dies ist eine Möglichkeit da anzusetzen. Gab es bei Dir auch einen Auslöser für diese Panikattacken?? Von irgendwoher kommen die eigentlich nicht. Denke mal nach, wann die erste Attacke war und was vorher am Tag passiert ist.

    Ich würde an Deiner Stelle, Kontakt aufnehmen mit Deinem Hausarzt und ihm/ihr die Sachlage darlegen. Und lass dich nicht abwimmeln!!! Panikattacken können zur Isolation führen. Und das willst Du ja nicht.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du es in den Griff bekommst.

    Liebe Grüsse

    Louise
     
  7. Schlappi

    Schlappi Neues Mitglied

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    Panik/Angst

    Hallo,

    auch ich kann von Paniken/Angst berichten. Leide seit Jahren an Rheuma und habe ständig Schmerzen, kein Tag vergeht ohne Schmerzen. Nachts ist es am schlimmsten, liegen ist für mich zu einer Qual geworden, so dass es mich schon grault ins Bett zu gehen. Und am Morgen stehe ich mit den selben Schmerzen wieder auf, so dass mich das auch ankotzt-sorry. gehe jetzt auch zur Psychotherapie, steh dort noch am Anfang. Inzwischen bemerke ich aber selbst, wie ich mich zurück ziehe, tagelang nicht rausgehe, keine Lust auf irgendwas habe, immer müde und matt bin, mein HA mir nicht zuhört- da kann man doch die Lust an allem verlieren. Auch kann es von der Schilddrüse kommen, bei mir wurde eine Unterfunktion festgestellt, aber keine Therapie eingeleitet-das würde die Müdigkeit und Mattheit und mein Herzstolpern erklären, aber mein HA ist der Meinung, es könnte auch ein Laborfehler sein. Nun muß ich 6 Wochen warten, erst dann wird der SD-Wert kontrolliert. Darüber ärgere ich mich sehr.
    Diesen Zustand muß ich mit meiner Psychotherapeutin besprechen, denn man kann schnell in eine Depression reinrutschen, wenn ich nicht da schon bin.
    Also such das Gespräch mit Deinem Arzt und nicht abwimmeln lassen. Dranbleiben!!
    Gute Besserung und herzliche Grüße.
    Schlappi
     
  8. tina71

    tina71 Neues Mitglied

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    Liebe Claudia,

    hallo an alle anderen ! Ich hatte auch eine Zeitlang Panikattacken, genau so, wie du es beschreibst, hatte auch das Gefühl, "mein Herz setzt aus" - ganz unangenehm. Habe das heute auch noch ab und zu, vor allem, wenn ich bestimmte Medis nehme, die eigentlich beruhigend wirken, ich bin da wohl sehr sensibel und spüre die Wirkung richtig körperlich, manchmal bekomme ich dann einen Anflug einer Panikattacke. Mir hilft dann folgendes Notfallprogramm :

    1. Mir kurz lautlos sagen " alles ist in Ordnung, nichts passiert"
    2. atmen, vor allem AUSATMEN, dabei bis drei oder vier zählen
    3. Zeigefinger in die Kuhle zwischen den Schlüsselbeinen legen und sanft runterdrücken ( für ungefähr sieben Sekunden ) - dies ist ein stark wirksamer Punkt bei Panikattacken, es wird ein reflektorischer Reiz an den Nervus Vagus weitergeleitet und damit der Parasymphatikus aktiviert, hilft bei mir sehr gut
    4. oder auf die geschlossenen Augen mit den Fingern einen leichten Druck auf die Augen ausüben ( wirkt wie 3. )
    5. einige Schlucke Wasser trinken - gleiche Wirkung wie 3. und 4.
    6. wenn wieder "Ruhe" ist, einige Formeln vom autogenen Training lautlos formulieren

    Du sagst, du hast Angst vor der Angst - verständlich für jeden, der schonmal eine Panikattacke hatte. Aber denke den Gedanken weiter - was kann im SCHLIMMSTEN FALL passieren - es ist unwahrscheinlich, dass dir wirklich etwas geschieht. Wahrscheinlich ist, dass sich deine Atmung beschleunigt, der Puls schneller geht - und dann ? Versuche. an diesem Punkt ganz ruhig weiter zu atmen, besonders konzentriere dich auf das Ausatmen. Versuche, nicht aufzustehen, atme ruhig weiter, wenn du das einige Male "geschafft2 hast, wirst du merken, dass dir nichts passiert und du wirst wieder ruhiger werden. Das geht vielleicht nicht in ein paar Tagen, aber doch in absehbarer Zeit. Bevor man zu sehr starken Mitteln ( auch Antidepressiva ) greift, kannst du versuchen, abends einen beruhigenden Tee aus Kamille, Baldrian und Melisse zu trinken ( nicht zu lange ziehen lassen, 3 Min reichen ) und Phosphorus D12 ( drei Globuli 2-3 mal täglich oder eine Tablette, bis Besserung eintritt ) zusätzlich zur Stabilisierung.
    Autogenes Training kann ich grundsätzlich allen empfehlen, die zu Panikattacken neigen.

    Folgende Frage wäre noch wichtig - ist dein Blutdruck in Ordnung ?
    Wenn das alles nicht hilft, bzw. wenn das länger andauert und du eine "Schlafangst" entwickelst, sprich mit deinem Arzt. Vielleicht kann er dir auch einige Stunden Therapiegespräche "verordnen" - manchmal hilft es, sich die Sorgen von der Seele zu reden ( und du bist ja momentan in dieser Ungewissheit wegen der ausstehenden Diagnose, Warterei etc., viele kennen das ! ). Es sollte dir nicht unangenehm sein, mit deinem Arzt darüber zu sprechen.

    Ganz viele liebe Grüße und baldige Besserung wünscht dir
    Tina
     
  9. anurju

    anurju anurju

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    Hallo zusammen,

    besser als Tina kann man das alles nicht ausdrücken. Pefekte Ratschläge!!
    Es gibt spezielle CDs, die das Unterbewusstsein stimulieren sollen (unter den Stichworten "zuhören und die Angst besiegen" googeln).
    Keine Ahnung, ob das was bringt - habe es nicht selber probiert.
    Zudem ist Wärme für einige Leute wohl angenehm. Ein Heizkissen bzw. eine Moorwärmeflasche auf der Magenregion - anscheinend verkrampft sich in solchen Situationen das Zwerchfell und kann etwas besser durch Wärme entspannen. Warmer Tee inwendig ist auch nicht schlecht... Insgesamt eine furchtbare Erfahrung.
    Ich hatte ja schon in meiner PN auf die Medikamente als mögliche Auslöser hingewiesen - Tina tat das ebenfalls. Dies scheint mir ein Faktor zu sein, den man nicht vernachlässigen sollte - ebenso wie evtl. einen Mineralstoffmangel, der auch Störungen im Kreislauf (und die lösen ja dann manchmal auch Panik aus) bewirken kann (z.B. Kalium, Magnesium). Aber das sollte der Arzt klären - nicht einfach selber experimentieren...

    Wichtig ist zu wissen (z.B. durch Internetrecherche und Bücher), dass dies ein Problem vieler Menschen ist. Allein das Bewusstsein nimmt etwas die Angst, "nun nicht mehr alles unter Kontrolle zu haben".
    Ich glaube auch, dass die Ungewissheit solche Gefühle schürt. Möge sie bei dir bald vorbei sein und eine klare Diagnose dann eben auch Handlungsoptionen aufzeigen.

    Alles Gute und viel Kraft wünscht Uschi
     
    #9 29. April 2011
    Zuletzt bearbeitet: 27. Mai 2011
  10. gmunden

    gmunden Neues Mitglied

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    hallo tina und uschi!

    vielen dank für eure ratschläge!
    tina auf deine frage wegen dem blutdruck, ich habe einen zu hohen blutdruck und nehme dafür tabletten, aber wenn ich jetzt so eine blöde panikattacke habe, habe ich trotzdem einen zu hohen blutdruck trotz tabletten, wenn ich keine PA habe ist der blutdruck mit den tabl. normal!
    ansonsten bin ich in den letzten tagen drauf gekommen das es mir hilft wenn mein mann da ist, leider ist er unter der woche oft über nacht weg, er hat mir jetzt in den letzten 2 tagen geholfen wenn eine PA anfing hat mich umarmt meine hand gehalten und dann wurde es nicht so schlimm und ich konnte auch schlafen:) aber leider kann er eben nicht immer da sein:(.

    liebe grüße
    claudia
     
  11. Bundesliga

    Bundesliga Mitglied

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    panickattacken

    Liebe Claudia!

    Ich kann dich sehr gut verstehen, ich habe seit 20 Jahren Panickattacken. Habe inzwischen gelernt damit zuleben und habe einen guten Psychiater gefunden.
    Ich muss sehr viele Psychopharmaka nehmen. Bei mir haben sie mit den tod unserer Tochter angefangen.
    Aber ich habe gelernt damit zu leben. Ich rede mir immer ein es kann dir nichts passieren, ich sitze es sozusagen aus. Die Tips mit den autogenen Training und so sind echt super und sie helfen auch. Und ich zusätzlich ein so gennantes Notfall-Programm. Habe Beruhigungstropfen für den Notfall. Ohne diese Tropfen gehe ich nicht vor die Haustür, ja oft nicht einmal in ein anderes Zimmer. Aber das bewußtsein das ich diese Tropfen habe helfen mir unheimlich. Meistens brauche ich sie gar nicht zu nehmen, aber das wissen ich habe sie helfen schon.
    Sie kommen bei mir einfach so, ohne momentanen Auslöser, ja und es stimmt auch wenn mein Mann da ist und mir zu seite steht ist es viel lecihter.
    Liebe Claudia ich wünsche dir sie mögen wieder vergehen, wenn du etwas genaueres wissen möchtest gerne per PN;
    Also alles Liebe und gute für dich, schmerzarme Stunden
    lg moni
     
  12. PSOG

    PSOG Neues Mitglied

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    Hallo Claudia,

    das, was Du beschreibst kenne ich nur zur Genüge. Ich habe diese Panikattacken, an denen ich jahrelang gelitten habe, zum Glück inzwischen hinter mir gelassen.
    Es ist tatsächlich ein Teufelskreis. Man hat eine Panikattacke erlebt und fürchtet sich vor dieser. Diese Angst vo der Angst , wie Du treffend beschreibst, löst diese Panikattacke dann aus.

    Es gibt aber Mittel und Wege den Panikattacken Herr zu werden. Hast Du mal über eine Therapie nachgedacht?
     
    #12 29. Juni 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Juni 2011
  13. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Na?
    Werbung?
    Man kann da ein Buch bestellen.

    LG von Juliane.
     
  14. PSOG

    PSOG Neues Mitglied

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    Ähm, nein, da kann man kein Buch bestellen und auch sonst nichts kaufen. Wie kommst Du darauf???
     
  15. Mary1961

    Mary1961 Neues Mitglied

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    Angst vor der Angst

    Ich habe mehrere Immunkrankheiten: Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Hashimoto und RA - irgendwann habe ich dann Panikattacken bekommen. Ich denke meine "Seele" ist wohl mit dem vielen Unberechenbaren nicht mehr zurecht gekommen. Anfangs war es furchtbar, ich konnte kaum mehr das Haus verlassen. Meine Hausärztin hat mir dann Valium gegeben, das mir in extremen Situationen auch sehr hilft. Das tolle ist, ich muss es nur sehr selten nehmen, max. 20 Tabeletten im Jahr. Mir hilft schon die Gewissheit, es dabei zu haben. Ich habe meine Tabletten-Dosis dabei, und weiß, wenn etwas wäre, dann könnte ich auch etwas dagegen tun. Allein das reicht aus, Attacken zu vermeiden. Ich denke, das Schlimmste ist die Angst vor der Angst. Und die habe ich mit meinem Notfall-Pack nicht mehr, weil ich ja schnell was tun kann und vor allem, weil es wirklich sehr schnell hilft. Und damit habe ich wieder die Kontrolle. Ich will hier Valium nicht als das Allheilmittel hinstellen, aber mir hat es geholfen. Wichtig ist, nur im äußerten Notfall einzunehmen, dann sofort eine Verbesserung zu spüren, und damit die Sicherheit zu gewinnen, wieder Herr der Situation zu sein. Mir hilft es. Ich kenne das Risiko von Valium süchtig zu werden, daher nehme ich es tatsächlich nur in Situationen, die ich ohne wirklich nicht in den Griff bekomme. Aber ich denke, bei Panikattacken muss jeder seine persönliche Lösung finden. Situationen zu vermeiden ist nicht hilfreich, dadurch wird bei mir die Angst vor dieser Situation riesig. Das einzige was hilft ist, sich der Angst zu stellen, sie auszuhalten und danach stolz zu sein, dass man wieder etwas geschafft hat. Und da unterstützt mich mein Notfall-Pack. Übrigens, ich habe auch immer eine Flasche Wasser dabei, oft hilft auch bei beginnender Panik etwas zu trinken, der Trinkreflex unterdrückt die Panik. Glaub mir, es wird auch wieder besser!

    Mary