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Panik wegen hohem CRP

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Timo, 18. Januar 2009.

  1. Timo

    Timo Neues Mitglied

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    Hallo!

    Ich bin neu hier, habe mich im entsprechenden Unterforum gerade vorgestellt, und habe eine allgemeine Frage:

    Nachdem ich wegen meiner (damals noch nicht als solche identifizierten) reaktiven Arthritis im Knie beim Orthopäden Blut abgenommen bekommen hatte, rief er mich am nächsten Morgen an, ich solle "schnell zum Hausarzt", weil ich ein CRP von 21 mg/dl hatte.
    Man müsse zumindest mal gucken, ob ansonsten alles in Ordnung sei, weil ein so hohes CRP nur vom Knie eher unwahrscheinlich sei. :confused: Wie gesagt, an eine rheumatische Erkankung dachte damals noch niemand.

    Jetzt habe ich irgendwo im Internet von einer Frau gelesen, ich glaube sogar hier im Forum, die mit einem CRP von 17 mg/dl aufgrund der Gefahr eines Hirnschags oder sonstigen Infarkts sogar in die Notaufnahme gekommen ist.

    Mein Hausarzt meinte jedoch "bei einer Gelenksentzündung ist das normal" und schickte mich nach hause. :eek:
    Weil ich noch nicht wusste, dass manchmal dieser Wert in mg/L (also nicht dl wie in meinem Fall) angegeben wird (ich also 210 mg/L hatte), und man immer auf die Einheit achten soll, habe ich nicht weiter nachgefragt. :rolleyes:

    Folglich habe ich ein wenig den Verdacht, dass mein Hausarzt sich in der Einheit vertan hat. Wohlgemerkt ahnte da noch keiner was von Rheuma (bzw. reaktiver Arthritis)!

    Ich hätte gerne eure Meinung dazu.... Ist ein CRP von 210 mg/l bei einer vermutlich "normalen" Gelenkentzündung so hoch, dass mein Hausarzt etwas hätte unternehmen sollen? (der nächste Hausarzt ist ebenfalls gleich um die Ecke :D) . Bei Wikipedia lese ich, ein Wert von über 100 mg/l sei zu finden bei Gehirnhautentzündung, Blutvergiftung, etc....

    Danke!
    Timo
     
  2. Daria

    Daria Gesperrter Benutzer

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    Hallo Timo!
    Ich denke nicht, dass der von dir angegebene Wert korretk ist. Mit diesem CRP würdest du nicht mehr entspannt vor dem Computer sitzen und hier schreiben!
    Was ist denn mit deiner Gelenentzündung? Ist sie mittlerweile ausgeheilt?
     
  3. Timo

    Timo Neues Mitglied

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    Hallo,

    das ganze war im Oktober, mittlerweile bin ich auf Basistherapie und praktisch beschwerdefrei. Das hätte ich besser deutlicher erwähnen sollen :)

    Als dieser Wert gemessen wurde, war ich mit Krücken und Schmerzmitteln unterwegs, konnte nicht schlafen und hatte extremen Nachtschweiss (etc., etc.) und durchgehend Schmerzen. Mal abgesehen von einem Melonen-großen Knie :D. Beim Aufstehen hatte ich öfters mal einen Tinitus, einmal wurde es mir schwarz vor Augen....
    Laut Blutbild wurde der Wert auch nochmal kontrolliert. Mittlerweile ist ja auch klar, dass es eine Art Schub gewesen ist (reaktive Arthritis), wo so ein Wert wohl vorkommen kann. Das konnte mein Hausarzt damals aber noch nicht wissen und schickte mich damit nachhause, als sei nichts. Dabei hätte ich - wäre es eine Infektion gewesen - an diesem Wert gemessen locker eine Blutvergiftung haben können.

    Hier meine bisherige Geschichte:
    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?p=369889#post369889

    LG
    Timo
     
    #3 18. Januar 2009
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2009
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    21 mg auf den DL entsprechen doch 2,1 auf den L man teilt da durch 10 und nimmt nicht mal.
    *****
    Um ein Hohlmaß in die nächstgrößere Maßeinheit umzurechnen
    - dividiert man die Maßzahl durch 10 (bei der Umrechnung von l in hl durch 1000)
    Maßeinheit: hl <--- l <--- dl <--- cl <--- ml
    Maßzahl:........ :100 ...:10.... :10..... :10
    - oder verschiebt das Komma um 1 Stelle (bei der Umrechnung von l in hl um 3 Stellen) nach links. *****

    Also hast du auf den Liter berechnet einen CRP von 2,1 (imho)
    Gruß Kuki
     
  5. Timo

    Timo Neues Mitglied

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    Hallo,

    ein Deziliter sind 0,1 Liter. Also sind 21mg/dl demnach 21 mg/0,1 liter, also 210 mg/l (erweitert mit 10). Man teilt wirklich, wie du sagst, allerdings steht das l bzw. dl unter dem Bruchstrich. Und wenn das, was unter dem Bruchstrich steht, kleiner wird, wird der Wert des ganzesn größer (z.B. 1/100 , 100 geteilt durch 10=10, also wird daraus 1/10).
    Stünde es darüber, hättest du Recht - wenn es also mg*dl wären, oder wenn mg die zu verändernde Einheit wäre. Die steht ja über dem Bruchstrich ( 21 * mg / dl).

    Anders aufgeschrieben:

    21 mg/dl ---> 210 mg/10 dl (erweitert mit 10)
    und da 10 dl = 1 l:
    210 mg/10 dl = 210 mg/l

    Hier kannst du es nochmal nachlesen.

    Ein Stück Zucker in einem Glas (0,2 l) ist ja auch süßer (höher konzentriert) wie ein Stück Zucker in einer 2-Literflasche.
    Ich verstehe langsam, wieso mein Hausarzt sich da vertan hat. Ich habe halt das "Glück", das für mein Studium praktisch täglich zu machen :).

    Um zu meiner ursprünglichen Frage zurück zu kommen:

    "Rheuma Online" sagt zum CRP:

    "CRP-Werte über 20 mg/dl sind sehr hoch und sollten in jedem Fall zu sehr intensivem Nachdenken und gegebenenfalls raschem Handeln führen".

    Also lässt mich das weiter vermuten, dass mich mein Arzt mit 21 mg/dl vielleicht nicht so schnell hätte abwimmeln sollen?
    Der Laborbericht gibt als Referenzwert < 0,82 mg/dl an und dass mein Wert nochmal kontrolliert worden sei.

    LG
    Timo

    PS: Habe das ganze mehrfach editiert, also bitte nicht verwirren lassen
     
    #5 18. Januar 2009
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2009
  6. kukana

    kukana Moderatorin

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    Was steht denn in deinem Laborbericht? 21mg/dl oder 21mg/L ? Und was ist dort der Refenzwert? Du kannst ja jetzt nicht ein fach voraussetzen, dass der Arzt dir da was falsches gesagt hat und 210mg/L zugrunde legen.

    Kopier doch mal deinen letzten Laborbericht ein, dann wird das einfacher zu beurteilen.

    Mit dem umrechnen kann ich mich tatsächlich vertan haben. Bin in Mathe keine Leuchte ;)
     
  7. Timo

    Timo Neues Mitglied

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    Hallo,

    hier also mein Laborbefund von damals. Ich glaube, du hast mich noch nicht ganz verstanden :).

    Also, mein Orthopäde (nicht Rheumatologe!) ruft mich an, meine Blutergebnisse seien zurück und das CRP viel zu hoch. Ich soll zum Hausarzt, weil es nicht ungefährlich sei, und unmöglich allein von dem Knie.

    Bei meinem Hausarzt angekommen, sagt der mir, der Wert sei normal, und schickt mich nach hause - ohne mir vielleicht Antibiotikum zu verschreiben (es hätte ja eine Blutvergiftung sein können, erst recht bei der Kugel von Knie), oder mich zum Rheumatologen zu schicken.

    Dabei ist der Wert eben nicht normal, sondern deutet auf was Schwerwiegendes hin, wie eine Blutvergiftung, Krebs, oder auch einem Rheumaschub. Und mein Hausarzt, der diesen Wert sieht, schickt mich einfach nach hause - obwohl damals noch kein Mensch wusste, dass es ein Rheumaschub war.

    LG
    Timo
     

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    #7 18. Januar 2009
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2009
  8. kukana

    kukana Moderatorin

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    Da steht dann ja der Wert von 21,... mg/DL und als Refenz 0,8. (mein labor gibt 1,0 an als Referenzbereich) Also laut dem Laborbericht ist das erhöht. Du hast definitiv Entzündu gen. Kannst aber jetzt nicht einfach das hochrechnen auf L weil der Referenzbereich der angegebn ist sich bei 0,8 eindeutig auch auf DL bezieht.
     
  9. Timo

    Timo Neues Mitglied

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    Hallo,

    ja, tut er. Also war das CRP um ein 25-faches erhöht, egal in welcher Einheit man das jetzt angibt. Ausserdem ist die Einheit ja letztlich egal, solange man sie nicht vermischt. Es ist wie gesagt nur die Maßeinheit. Beispiel: 1 Meter bleibt 1 Meter, auch wenn man ihn als 0,001 km, 100 cm oder 1000 mm angibt.
    Deshalb ist 21 mg/dl 25 mal so hoch wie 0,81 mg/dl, genauso wie 210 mg/l 25 mal so hoch sind wie 8 mg/l. Oder 125 mg/l, wenn der Referenzbereich des Labors 5 mg/l wäre.

    Ich weiss ja auch, dass es viel zu hoch war, nämlich so hoch wie bei einem Rheumaschub (weil ich einen hatte!).

    Mein Orthopäde fand es so schlimm, dass er meinte, das könne nicht allein von einer normalen Knieentzündung herrühren, also solle ich noch zum Hausarzt, damit der mich weiter untersucht. Dieser hätte mich dann untersuchen und zum Rheumatologen schicken müssen, oder z.B. Antibiotika geben müssen, hätte er eine Sepsis festgestellt.

    Durch den Orthopäden (und nicht durch meinen Hausarzt) bin ich ja dann später auch zum Rheumatologen gekommen und kriege die entsprechende Therapie, also hatte der Orthopäde damit recht, dass das hohe CRP nicht nur von einer normalen Gelenkentzündung kommen konnte.

    Aber es geht ja um meinen Hausarzt, der meinte, der hohe Wert sei egal - Er war es ja nicht, ich hatte ja einen Rheumaschub, und das ist sicherlich nichts, was man ignorieren sollte.

    Sprich: Mein Hausarzt hat einen Rheumaschub mal eben übersehen. Aber ich glaube jetzt habe ich auch die für mich richtige Antwort gefunden!

    LG und danke für die Mühen
    Timo
     
    #9 18. Januar 2009
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2009
  10. kukana

    kukana Moderatorin

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    Schau dir immer die Referenzwerte an wenn du einen laborbericht bekommst. Geringe Abweichungen nach oben und unten sind noch nicht bedrohlich, sollten aber beobachtet werden.

    Manchmal hilft dein eigenes Bauchgefühl auch mit, die richtige Entscheidung zu treffen. Wenn du lange Zeit Medikamente nimmst wie Cortison oder NSAR, dann erkennst du auch allein wann du die Dosierung erhöhen kannst ohne Rücksprache oder wann du den Arzt vorher um eine Untersuchung bittest.

    Gruß Kuki
     
  11. Timo

    Timo Neues Mitglied

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    25 Mal so hoch wie der Referenzwert ist aber nicht wirklich eine kleine Abweichung, oder? Ich glaube du hast mich nicht verstanden, aber nichts für ungut :)
    Der Referenzwert gilt ja als Orientierung für den gemessenen Wert, weil jedes Labor leicht andere Werte rauskriegt. Aber dass es 25 fach erhöht war, ändert sich dadurch nicht.

    Stell dir vor, du hast aus heiterem Himmel als kerngesunder Mensch eine heftigte Knieentzündung. In deinem Labor wird ein CRP festgestellt, das 25 mal höher ist wie der Referenzwert, also deutlich schlimmer, wie man es bei einer einfachen Gelenksentzündung annehmen würde.
    Du gehst mit diesem Wert zum Hausarzt, weil dich dein Orthopäde dazu drängt (ich bin davor und danach nie wieder vo neinem Arzt zuhause angerufen worden!).
    Dein Hausarzt nimmt es auf die leichte Schulter und übersieht somit deinen ersten Rheumaschub - obwohl ein anderer Arzt extra auf diesen Wert hinweist. Würdest du dem Arzt dann noch trauen?

    Aber wieg gesagt, danke für deine Antworten!

    LG
    Timo
     
    #11 18. Januar 2009
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2009
  12. kukana

    kukana Moderatorin

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    Die Frage ist doch: hast du eine Diagnose? Was für ein Basismedikament nimmst du? hast du den CRP wert trotz Cortison? Hast du sonst zeitgleich einen Infekkt gehabt? Da spieln einfach zuviele Faktoren mit. Mein CRP war bei selbst als ich im Krankenahus gelandet bin nur minimal erhöht, obwohl der ganze Körper hochgradig entzündet war. Der CRP allein sagt wirklich nicht viel aus. Er ist lediglich ein Hinweis von vielen. Für eine gesicherte Diagnose und Behandlung wird mehr benötigt.

    Sicher ist 25 fach höher als normal erst einmal ein Schock, aber auch Grundlage weiter zu suchen wie man dir helfen kann, falls noch keine Diagnose vorliegt.

    Und ja - du hast Recht, irgendwie kapier ich gard nicht worauf du eigentlich hinaus möchtest. Bin wohl heute schwer von Capice.

    gruß Kuki
     
  13. Timo

    Timo Neues Mitglied

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    Hallo!

    Aaah jetzt verstehe ich endlich das Problem! ;)

    Nene, ich habe schon länger eine Diagnose (reaktive Arthritis, nehme seit 2 Monaten Sulfasalazin, reduziere momentan das Cortison) und bin auch wieder beschwerdefrei.

    Es ist ja so gesehen nur indirekt eine Rheuma-Frage, nämlich nicht, ob ich Rheuma habe, sondern, ob mein Hausarzt sich damals dumm angestellt hat (also noch nicht mal ein Rheumatologe, daher habe ich es ins Forum mit dem "Allgemeines" im Titel gestellt).

    Also, den "Allgemeines"-Teil wollte ich in Anspruch nehmen, nicht den "noch keine Diagnose".

    Umso mehr danke ich dir, dass du dir die Zeit genommen hast :top:. Tut mir leid, dass wir so aneinander vorbei geredet haben, das geht wohl auf meine Kappe.

    LG
    Timo
     
  14. ClaudiaC

    ClaudiaC Neues Mitglied

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    Hallo Timo,

    ich glaube die Vorgehensweise Deines HA ist nicht untypisch.

    Mein CRP ist immer wieder einmal überhöht, obwohl ich über keinerlei Entzündung oder Schmerzen klagen kann. Bislang wurde dann auch nicht näher untersucht, ob es nicht vielleicht noch eine andere "Baustelle" gibt.

    Nun kennt mein HA ja meine diversen anderen Wehwechen und kann ggf. auf abschätzen, ob der Wert tatsächlich noch näher abgeklärt werden muß oder nicht.

    Ob das bei Deinem HA auch so ist, kannst nur Du entscheiden.

    Wenn Du das Gefühl hast, das Dein HA nicht entsprechend gründlich untersucht, oder die Laborwerte nicht ernst nimmt, dann bleibt nur der Wechsel.

    Gruß Claudia
     
  15. Timo

    Timo Neues Mitglied

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    Hallo!

    Eigentlich müsste ich ihn ja persönlich fragen, nur ist das im Nachhinein blöd, weil ich wirklich nicht oft krank werde, und die Sache ja auch schon wieder Geschichte ist.

    Zudem geht praktisch meine ganze Familie zum selben Arzt, also möchte ich ihn ungerne irgendwie verärgern, indem ich ihn sozusagen frage, ob er ein Stümper ist :uhoh:

    Dein Hausarzt weiss ja sicher, dass du Rheuma hast, oder? Dann kann ich es ja auch nachvollziehen, wenn ein Arzt das zwar beobachtet, aber auch abwartet, was passiert.

    Nur hatte ich damals ja noch keine Diagnose, die einen so hohen Wert gerechtfertigt hätte. Man ging natürlich anfangs von einer ganz normalen Gelenksentzündung aus, nicht von Rheuma oder reaktiver Arthritis. Vermutlich hätte mein Hausarzt mich deshalb näher untersuchen sollen. Denn eine Blutvergiftung nach einer bakteriellen Infektion ist vermutlich verbreiteter wie eine Rheuma-Erkrankung.

    Ich glaube ich frage beim nächsten Termin mal meinen Rheumatologen. Am liebsten wäre es mir, wenn mein Orthopäde und deshalb ich einfach überreagiert hätten :D

    LG
    Timo
     
  16. ClaudiaC

    ClaudiaC Neues Mitglied

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    Hallo Timo,

    ich habe kein Rheuma sondern eine chronischen Borreliose.

    Die CRP-Probleme hatte ich aber schon lange vor der Diagnose. Bis zur Diagnose hatte ich drei HÄ, die Reaktionen waren sich da allerdings ähnlich.

    Ehrlich gesagt kann ich mir nun nicht vorstellen, Daß Dein HA in so einer Situtation leichtfertig reagiert.

    In welchem Zeitraum wurde denn nachfolgend der Wert kontrolliert?

    Wie ist denn Deine Familie zufrieden? Stellt sie gelegentlich seine Untersuchungsmethoden in Frage?

    Wenn das im Oktober war, warum macht es Dich heute noch so "narrisch"?

    Gruß Claudia
     
  17. Timo

    Timo Neues Mitglied

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    Hallo!

    Die nächste Blutabnahme war dann erst 4 Wochen oder so beim Rheumatologen. Da war es immer noch zu hoch (aber nicht so hoch wie anfangs).

    Mit meinem Hausarzt hatte ich seither nicht mehr zu tun. Ansosnten sind wir relativ zufrieden mit ihm, nur ist es kein schönes Gefühl, wenn man glaubt, dass man nicht richtig behandelt wird, wenn man mal mehr hat als nur eine Erkältung oder so.

    Ich mein, was soll man davon halten, wenn einen der eine Arzt morgens gleich aus dem Bett klingelt, man soll sich mal richtig untersuchen lassen, weil die Blutwerte katastrophal sind - und der andere Arzt sagt ganz unbekümmert, diese seien normal. Ich sollte gleich morgens als erstes zum Arzt rennen :eek:.

    Ich bin heute beim Frühstücken irgendwie wieder drauf gekommen... Ehrlich gesagt hatte ich gehofft, dass mir jemand sagt, dass mein HA richtig lag und der Orthopäde übertrieben hat, oder dass mein HA totalen Mumpitz gemacht hat, und ich mir besser einen neuen suche - damit mir die Entscheidung leichter fällt.

    Ich werde nächste Woche mal posten, was mein Rheumatologe dazu sagt, ansonsten bedanke ich mich für eure Aufmerksamkeit :top:

    LG
    Timo
     
  18. ClaudiaC

    ClaudiaC Neues Mitglied

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    Hallo Timo,

    wir sind keine Ärzte, insofern können wir Dir auch nicht sagen, ob nun der eine Arzt vielleicht überreagiert oder richtig reagiert oder der andere Arzt sich richtig oder falsch verhalten hat.

    Letztendlich könntest Du das wirklich nur in einem Gespräch mit dem Arzt herausfinden.

    Ich weiß auch nicht, inwieweit der CRP wirklich aussagefähig ist und ob nicht zu einem Krankheitsbild wie Hirnblutung usw. noch andere Blutwerte hinzukommen, die dann ebenfalls schlecht sein müssen.

    Da bin ich mal gespannt, was der Rheumadoc dazu sagt.

    Gruß Claudia
     
  19. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Timo,

    in einem akuten rheumatischen Entzündungsschub (aber auch bei einer Superinfektion, z.B. eitriger Schnupfen) kann der crP-Wert schon mal auf die Werte gehen, die Du genannt hast. Ich hatte schon einen crP von 19 mg/dl ohne irgendwelche Beschwerden! Eine Woche später war der Wert zwar immer noch erhöht, lag aber nur noch bei 8 komma irgendwas. Wiederum eine Woche später lag er bei bei unter 0,7 mg/dl (in unserem Labor ist dies der Grenzwert). Dafür war aber die viel träger reagierende Blutsenkung noch deutlich erhöht, die anfangs noch ganz normal war.

    Bei richtig schweren Infektionen liegt der crP noch viiiiel höher. Z.B. hatte ich bei einer Orbitalphlegmone einen crP von 59 mg/dl und bei einer Bauchfellentzündung 64 mg/dl (für alle, die von einem Normwert 5 mg/l ausgehen: Das sind 640 mg/l!).

    Mein Hausarzt reagiert bei erhöhten Werten unterschiedlich. Habe ich z.B. gleichzeitig einen Blaseninfekt oder eine Erkältung, beurteilt er einen solchen Wert anders als in einem Rheumaschub. In jedem Fall bestellt er mich zwecks Kontrolle noch einmal.

    Liebe Grüße
    Angie
     
  20. Timo

    Timo Neues Mitglied

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    Hallo!

    Danke, ihr habt mir wirklich sehr weitergeholfen, besonders du, Monsti/Angie!

    Wie gesagt, es ist halt komisch, wenn der eine Arzt totale Panik macht, und der andere einem noch nicht mal Blut abnehmen will... Wobei ich es persönlich lieber habe, leiber ein wenig zu viel Panik zu machen, als nachher noch was zu verschlafen.

    Und im Internet kriegt man dann auch noch zu lesen, ein Wert von 3 mg/dl (oder Liter? Egal, auf jeden Fall relativ niedrig) sei schon ein Risikofaktor für einen Schlaganfall, und die Liste von Wikipedia geht dann wohl auch einfach etwas an der Realität vorbei :).

    Und das ganze, wo ich diesen Tinitus hatte, was ja nichts anderes ist, wie eine Durchblutungsstörung. Wäre er nicht weggegangen, hätte ich ja meinen Schlaganfall gehabt, nur halt im Ohr.
    Ein anderes Mal wurde mir beim Aufstehen schwarz vor Augen, mir wurde kalt, und ich hörte nur noch ganz dumpf.... Da macht man sich dann seine Gedanken, besonders, weil ich mich als Hobbysportler verstehe, und sowas rein gar nicht kenne, und auch wirklich nicht oft beim Arzt bin - nur halt wegen dieser reaktiven Arthritis.

    Wie dem auch sei, vielen Dank, und euch allen noch einen schönen Abend und eine beschwerdefreie Nacht!
    Timo