Hoppla....
ich finde es ziemlich gefährlich, jemanden zu empfehlen, das man das Oxygesic einfach so absetzen kann.
Erstens , es ist und bleibt ein Opiat. Es wird einschleichend mit der Therapie begonnen und ebenso wieder ausgeleitet.
Ich bin selber kein medizinischer Laie und habe lange Jahre mit Krebspatienten gearbeitet, die Morphine und Opiate bekommen haben.
Mittlerweile bin ich selber dabei Opiate seit einigen Jahren zu schlucken.
1. Es kommt darauf an, wie der Patient selber auf die Opiate reagiert.
2. kommt es darauf, wieviel mg derjenige einnimmt.
Einfach so absetzten, wenn jemand schon bei 20-20-20 oder noch höher liegt, find ich etwas heavy.
Ich z.B. bin jemand, der sehr gut auf das Opiat reagiert. Eines Morgens dachte ich , ich hätte meine 20 mg eingeworden, da ich aber noch im Halbschlaf lag, hatte ich dies nur geträumt. Ein paar Stunden fingen die Entzugerscheinungen an. Sie waren zum Glück noch nicht allzuheftig, aber so reichlich, das ich das nie wieder so mitmachen will.
Liegt jemand bei 10-0-10 mg einnahme oder nur bei 1x 10mg , dann kann man sicherlich direkt so absetzen ohne in grosse Entzugserscheinungen abzufallen.
Fazit:
Opiate sollten in höheren Dosen genommen, ausgeschlichen werden, alles andere ist mehr als fahrlässig. So werden die Entzugserscheinungen gering bis gar nicht vorhanden gehalten.
Genauso wenig sollten Opiate bei Bedarf genommen werden, wenn es geht als Retardmedikament, und auch bei der Anfangseinnahme sollte es langsam vonstatten gehen.
Heute wird z.b. mit anderen Medikamenten bei der Einstellung auf Opiate und Morphine dazu übergegangen , die Nebenwirkungen flach zu halten, bzw. das sie erst gar nicht auftreten.
Ich z.B musste vorher schon Abführmittel ( die Obstipation nach den ersten einnahmen ist nicht zu verachten !) und haloperidol ( ein starkes Psychopharmaka) in sehr geringen Dosis für 5 Tage nehmen. Ich reagiere eigentlcih immer sehr schnell auf evlt. nebenwirkungen und kann sagen, das ich die Einschleichung des Opiates sehr gut vertragen habe.
Die Sache mit dem Abführmittel und dem Haloperidol ist eine neue Erkenntnis wohl aus der Österreichischen und Amerikanischen Schmerzforschung ( lt. meines Schmerzdoc, der sehr in der Forschung involviert ist)
Bitte bei BTM´s nicht voreilig empfehlen, sie weder einfach zu schlucken, noch einfach so absetzen.
Wer die Wirkung oder auch die Folgen eines Entzugs oder der Nebenwirkungen nie mitgemacht hat oder auch nur bei anderen Patienten gesehen hat, sollte bitte da keine Tipps geben ( nicht bös gemeint, nur vorsichtig)