Aus:"Mit Spiel und Spaß durch´s Jahr" von Reinhild Heuer, Verlag Detlef Vehling 1988
Fünf Männlein sind in den Wald gegangen,
die wollten den Osterhasen fangen.
Das erste, der war so dick wie ein Faß,
das brummte immer:"Wo ist der Has´?"
Das zweite rief:"Sieh da, sieh da!
Da ist er ja, da ist er ja!"
Das dritte war das allerlängste,
doch leider auch das allerbängste,
das fing gleich an zu weinen:
"Ich sehe keinen! Ich sehe keinen!"
Das vierte sagte:"Das ist mir zu dumm,
ich mach nicht mehr mit, ich kehr wieder um!"
Das kleinste aber, das hat´s gemacht,
das hat den Hasen nach Hause gebracht!
Da haben alle Leute gelacht.
Aus demselben Buch noch ein Gedicht von Fröbel:
"Ein Häschen kommt"
Ein Häschen kommt gegangen
durch den Wald daher.
Kinder wollen schnell es fangen,
doch es läuft gar sehr.
Sieh, wie´s die Öhrchen spitzet -
ich glaub, es hört etwas,
wie es jetzt schön aufrecht sitzet,
speist sein grünes Gras.
Schau, jetzt rümpft´s sein Näschen,
unser kleines muntres Häschen.
Jetzt sich´s ganz danieder kauert,
denn es sieht, der Jäger lauert.
Puff, der Jäger hat geschossen!
Das hat´s Häschen sehr verdrossen.
Nun ist es davongesprungen,
Häschen´s Lied ist ausgesungen.
Noch eins aus demselben Buch:
"Klein Häschen wollt spazierengehn"
Klein Häschen wollt spazierengehn,
spazieren ganz allein,
da hat´s das Bächlein nicht gesehn
und plumps, fiel es hinein!
Das Bächlein trieb´s dem Tale zu,
dort wo die Mühle steht,
und wo sich ohne Rast und Ruh´
das große Mühlrad dreht.
Ganz langsam drehte sich das Rad,
fest hielt´s der kleine Has´,
und als er endlich oben war,
sprang er vergnügt ins Gras.
Dann läuft klein Häschen
schnell nach Haus,
vorbei ist die Gefahr.
Die Mutter klopft das Fell ihm aus,
bis daß es trocken war.