Da auch ich bereits seit Januar 1994 Kortison einnehme, ging ich im März 1996 auf Empfehlung meines Rheumatologen zu einem Endokrinologen in Wiesbaden mit der Fragestellung, ob ich bereits an einer kortison-induzierten Osteoporose leide.
Es wurde dort die Knochendichte gemessen und der totale und lineare Knochenmineralgehalt bestimmt. Desweiteren wird die Calciumausscheidung im 24 h -Urin gemessen. Anhand der Laborparameter erkennt der Arzt, ob der Knochenaufbau (Isoenzym der AP und CICP) oder ob der Knochenabbau erhöht ist (Deoxypyridinolin und Pyridinolin).
Bei mir wurde zusätzlich zu Vigorsan 1000 ( Vitamin D) und Calcium 1000 (sollte man schlückchenweise über den Tag verteilt trinken, bei zu viel auf einmal wird einiges gleich wieder ausgeschieden) eine knochenaufbauende Therapie mit Ospur F 25 (Fluorid-Tabletten) eingeleitet.
Ganz wichtig ist auch, dass man eine Osteoporosegymnastik regelmäßig durchführt und sich sowieso auch regelmäßig bewegt oder - soweit möglich - sportlich betätigt, denn jegliche Betätigung regt den Knochen zum Mineralaufbau an.
Lag ich bei der ersten Vorstellung im März 1996 mit meinen Werten noch unter dem unteren Normbereich für alters- und geschlechtsspezifische Kontrollen, habe ich bis September 1999 trotz teilweise sehr hoch dosierter Kortisontherapie soviel Knochenmasse aufgebaut, dass ich über dem obersten Wert des Normbereiches lag.
Ich setzte daraufhin das Ospur F25 ab und hatte bei der letzten Kontrolle im Juli 2000 etwas abgebaut, so dass ich jetzt mit meinen Werten im oberen Normbereich liege.
Ich rate jedem, der über einen längeren Zeitraum Kortison einnimmt zu einer osteoporose-spezifischen Überprüfung und evtl. einer Therapie, um Schäden in späterer Zeit entgegenzuwirken. Die Medikamente und deren Dosierung sollten dabei durch eingehende Untersuchungen und Messungen festgelegt werden.