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Osteochondrosis dissecans

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Martina81, 6. Februar 2004.

  1. Martina81

    Martina81 Guest

    Ich bin 1981 geboren und vor einem halben wurde bei mir Osteochondrosis dissecans im Sprunggelenk diagnostiziert. Mitlerweile wurde ich operiert und habe immer noch Probleme mit der Bewegung. Meine Bewegung ist erst zu 60 - 75 % wieder hergesellt.

    Nun meine Fragen:

    Wie kann so etwas entstehen ? Ich bin nicht umgeknickt und auch nicht gefallen. Ist das vielleicht erblich (meine Mutter hatte so etwas im Knieggelenk) ?

    Wie kann ich mich verhalten um nicht wieder zu erkranken?

    Kann das jetzt auch in anderen Gelenken auftreten ?

    Ich hoffe, dass mir jemand helfen kann.

    Schon mal danke im Vorraus.

    Martina
     
  2. Inga

    Inga Neues Mitglied

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    Hallo ,

    herzlich willkommen hier,

    ich kann Dir fachlich nicht weiterhelfen ,aber ich habe Dir mal den Artikel rausgesucht,der hier bei rheuma-online unter Rheuma von A-Z zufinden ist:

    6. Osteochondrosis dissecans
    Eine Osteochondrose ist eine Gelenkerkrankung mit Beteiligung von Knochen (griech: osteo- = Knochen) und Gelenkknorpel (chondr- = griech. Knorpel). Bei der Osteochondrosis dissecans (von lat. dissecare = sich loslösen von) kommt es zu einer Herauslösung eines Knorpelstücks samt darunterliegendem Knochen, so daß in der Gelenkfläche ein mehr oder weniger großer Defekt entsteht (in Abhängigkeit von der Größe des herausgelösten Fragments).


    Daraus ergeben sich 3 Hauptprobleme:


    Zum einen kommt es natürlich durch den Defekt in der Gelenkoberfläche / Knorpeloberfläche zu einer Verschlechterung des Gleitverhaltens in dem Gelenk und damit zu Beschwerden, die vor allem belastungsabhängig auftreten.


    Zum anderen "schwimmt" das herausgelöste Knorpel-Knochenfragment im Gelenk herum. Im günstigsten Fall bleibt es in irgendeiner Gelenkecke, z.B. in einer Tasche der Gelenkinnenhaut, liegen, wo es nicht im Weg ist und die Gelenkbewegung nicht stört. Im ungünstigsten Fall gerät das Fragment genau zwischen die beiden gegenüberliegenden Gelenkflächen und wirkt dann wie ein regelrechter Hobel, der die noch gesunden Gelenkknorpel bei jeder Bewegung regelrecht abradiert oder abhobelt. Ob ein solches Fragment frei im Gelenk "herumgeistert" und dabei auch in den Gelenkspalt gerät, merkt man beispielsweise daran, daß das Gelenk dann regelrecht blockiert, so als wenn man einen Keil vor ein Autorad legen würde.


    Zum dritten führt der freie Gelenkkörper schon von alleine zu einer Reizung des Gelenks; wenn es zum Abradieren von Gelenkknorpel kommt, wird diese Reizung noch verstärkt. Es kommt zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut ("Synovialitis") mit der Ausbildung eines Reizergusses, einer Überwärmung und Schwellung des Gelenks und zu Schmerzen, die nun nicht mehr nur bei der Belastung des Gelenks entstehen, sondern auch in Ruhe und sogar in der Nacht bestehen bleiben können.


    Die Therapie der Wahl ist die operative Entfernung des freien Gelenkkörpers. Bei großen Gelenken, insbesondere dem Kniegelenk, kann dies in der Regel ohne allzu großen Aufwand durch eine Gelenkspiegelung erfolgen (Arthroskopie). Zunehmend wird die Arthroskopie auch bei anderen Gelenken eingesetzt. So werden heute von zahlreichen Arthroskopeuren solche Eingriffe routinemäßig auch schon am Sprunggelenk durchgeführt.


    Unterschiedlich wird mit dem Defekt in der Gelenkoberfläche vorgegangen. Im optimalen Fall ist er nur klein. Dann kann eine Knochen-Knorpeltransplantation versucht werden, alternativ eine Deckung des Defekts durch Knorpelzellen, die zuvor mit einer speziellen Methode angezüchtet wurden. Beide Methoden stehen allerdings noch nicht routinemäßig zur Verfügung, sondern werden an wenigen spezialisierten Zentren und / oder Forschungseinrichtungen, z.B. einigen Unikliniken, durchgeführt.


    Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 05.01.2002


    ansonsten hat hier neulich Franjo einen Beitrag geschrieben ,
    Du findest seinen Beitrag hier unter "ich bin neugierig".Vielleicht kannst Du ihn mal fragen.

    Ansonsten kannst Du Dich auch mal hier kundtun:

    http://www.deutsches-arthrose-forum.de/portal/rel00a.prod/deutsches-arthrose-forum/stat/portal/main.html

    Liebe Grüße

    Inga
     

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  3. Martina81

    Martina81 Guest

    Ja das habe ich schon gelesen, meine Fragen werden da aber nicht so richtig beantwortet, zum Beipsiel woher es kommt, da ist nur die Rede davon das sich etwas löst, aber was ist der Auslöser und wie kann ich vorbeugen?
     
  4. nenufar

    nenufar immer am dazulernen...

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    hallo und willkommen bei uns...

    liebe martina,
    leider kann ich dir fachlich auch nicht weiterhelfen. ich selbst habe eine ganz andere erkrankung - cP...

    ich hab schon vor ein paar tagen mal gegoogelt zu dem thema und dabei einige seiten gefunden zu deiner diagnose.
    eine kurze, wenn auch für dich sicher nicht befriedigende auskunft kannst du z.B. hier finden. http://www.orthopedia-shop.de/krank/rubrik-sprung/position-6/osteochondrosis-dissecans.html
    wenn ich das richtig verstehe, gibt es noch keine forschungsergebnisse woher osteochondrosis dissecans kommt. es kann wohl außer im sprunggelenk auch im kniegelenk auftreten. im kniegelenk soll es sogar häufiger vorkommen. hm - das alles hilft dir wahrscheinlich nicht wirklich weiter.
    vorbeugende maßnahmen gibt es scheinbar auch nicht. immerhin wohl aber einige therapeutische möglichkeiten. bei dir wurde ja auch schon ein operativer eingriff gemacht und hat doch auch erfolg gebracht. wann war denn deine op? hast du noch große schmerzen ? - du schreibst, du hast einen großen teil deiner beweglichkeit wieder - schon 60 - 75 %. das ist doch super ! diesen erfolg hat nicht jeder nach einer solchen operation. du kannst sehr froh darüber sein. vielleicht wird es ja noch besser oder sogar ganz gut. hab noch ein bißchen geduld mit dir - heilung braucht auch ihre zeit.

    geh doch auch einfach mal auf entdeckungsreise über die verschiedenen suchmaschinen. kann sein du findest ein paar antworten für dich.
    ich denke, du könntest mit frajo kontakt aufnehmen. er hat hier in - ich bin neugierig - auch schon gepostet. vielleicht könnt ihr gegenseitig erfahrungen austauschen ? das hilft einem oft mehr weiter als irgendwelche "fachinfos".

    sei herzlich gegrüßt und nochmal willkommen bei uns
    nenufar
     

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  5. Martina81

    Martina81 Guest

    Also meine OP war Anfang Anfang November. Ich habe immer noch Schmerzen, und zwei Zehen sind Taub (als ob sie eingeschlafen sind) deswegen habe ich Angst, dass es nicht geklappt hat, die OP.
     
  6. nenufar

    nenufar immer am dazulernen...

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    hallo martina !

    es ist also ein vierteljahr her mit deiner op... denkst du wirklich, daß sie keinen erfolg brachte ?
    ich kenn mich nicht aus - was hat man dir denn gesagt, wie lange es dauern kann bis du keine schmerzen mehr hast und der erfolg sich einstellt ?
    wenn du in deinem 1. posting schreibst, daß du bis 75 % beweglichkeit wieder erlangt hast, scheint mir das wirklich schon ein großer erfolg. ich weiß allerdings nicht, wie es dir vor der op ging. war es da besser ?

    soweit ich weiß, muß man ja nach solchen ops zu nachkontrolle - mehrmals. wann ist denn deine nächste ? da würde ich dann unbedingt auf die schmerzen und die taubheitsgefühle in den zehen aufmerksam machen! gegen schmerzen kann ja medikamentös etwas unternommen werden.

    das dir die tauben zehen sorge bereiten, kann ich verstehen. vielleicht solltest du das deinem arzt, der dich behandelt, mal genau schildern. bist du bei einem rheumatologen in behandlung ? ich hoffe, du hast einen guten doc.

    ich wünsche dir jetzt erst mal ein schmerzarmes wochendende
    alles liebe
    nenufar
     

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  7. Martina81

    Martina81 Guest

    Mir hat man gesagt, das es bis zu einem halben Jahr dauern kann, bis alles wieder hergestellt ist, weil bei mir ein kompletter Knorpelaustausch vorgenommen wurde. Bloß meine Eltern kommen ständig an und meinen das das alles schneller gehen muss, und ich soll mich nicht so haben.
    Vor der OP war alles in Ordnung, ich hatte nur das Gefühl wenn ich viel laufe, das ich im Gelenk eine Blockade habe, aber ich war total schmerzfrei.
     
  8. nenufar

    nenufar immer am dazulernen...

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    ist natürlich schwierig,

    wenn deine eltern dich so unter druck setzen. scheint ziemlich stressig und nervig zu sein...
    weshalb drängen sie denn so ? zumindest deine mutti müßte doch wissen, worum es geht, wenn sie genau dasselbe im kniegelenk hatte. oder irre ich mich da ?
    manchmal meinen es eltern wirklich nur gut, wenn sie einen dauernd fordern. bei meiner erkrankung z.B. war es furchtbar wichtig, daß ich in bewegung bleibe. dabei hatte ich höllische schmerzen. natürlich war ich dann nicht erbaut davon, wenn meine mutter sagte, du mußt das tun oder du mußt das selber machen. wenn ich es dann wirklich nicht geschafft habe, hat immer trotzdem jemand geholfen. vielleicht wollen deine eltern mit ihrem drängeln nur erreichen, daß es schnell bei dir aufwärts geht ?
    oder sind deine eltern irgendwie auf dich angewiesen, daß jetzt durch deine krankheit irgendwie was gewohntes in eurer familie durcheinanderkommt ? manchmal ist es wirklich schwierig, alternativen zu finden, für dinge, die bisher in der familie vielleicht anders liefen. das zu akzeptieren kann schon ziemlich anstrengend sein - sicher nicht nur für deine eltern sondern auch für dich. das hat was mit den erwartungen zu tun, die man so aneinander hat. dazu kommen noch deine eigenen erwartungen und ansprüche. alles nicht so einfach im moment. ich wünsche dir kraft, das durchzustehen. vielleicht wäre es gut, mal miteinander zu reden darüber mit deinen eltern ? sag ihnen doch mal, wie es dir geht und daß es dir selbst schwer genug fällt, jetzt zurechtzukommen mit den nachwirkungen der op und der krankheit und was dir sonst noch so auf der seele liegt.
    bis das halbe jahr rum ist, die es vielleicht braucht, um den knorpel wieder vollständig anwachsen zu lassen, sind ja nun noch ein paar monate zeit. laß dich nicht verrückt machen und mach dich vor allem selbst nicht verrückt. wichtig ist, daß du zurecht kommst.
    natürlich kannst du im moment nicht so aktiv sein und vieles einfach nicht machen, so wie es vorher ging. das ist ganz normal, es war ja kein kleiner eingriff.
    also, überfordere dich nicht und laß dich nicht überfordern.
    für heute mache ich erstmal schluß.
    sei gegrüßt
    nenufar
     
  9. Martina81

    Martina81 Guest

    Meine Mutter verstand es am Anfang, dass ich nicht so gehen konnte wie früher aber mitlerweile ist sie der Meinung, das ich runtrödel und dasich mehr üben muss. Ich weiß das sie mich nur helfen wollen, aber manchmal nervt es einfach nur. Mein Vater hat davon gar keine Ahnung und meint ich bilde mir die Schmerzen nur ein oder habe einfach Angst. Ich weiß das ich Angst habe, dass ich falsch auftrete oder so, aber das ist doch verständlich oder? Mein Vater versteht es aber nicht.
     
  10. nenufar

    nenufar immer am dazulernen...

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    ich verstehe, daß du angst hast...

    Du wirst den schwierigen balanceact zwischen wichtiger und notwendiger bewegung, die guttut und weiterbringt und andererseits vermeidung von schädlicher überbelastung und überforderung noch schaffen.
    im moment hemmt dich deine angst scheinbar noch zu sehr und du bist unsicher. du lernst gerade mit dem schmerz umzugehen und traust dich noch nicht so, dein bein zu belasten. das zerrt an den nerven und streßt dich und deine eltern gleichermaßen.

    was ist jetzt eigentlich das schwierigste für dich - das es schmerzt oder das du dich noch nicht wieder völlig normal bewegen kannst ?
    ich möcht dir gerne ein bißchen mut machen, damit du deine angst etwas überwinden kannst.
    zuviel angst ist nämlich gar nicht gut und hält dich vielleicht von notwendiger bewegung ab.

    wie gesagt schon gesagt, bei den meisten von uns (rheumatikern) ist es ausgesprochen wichtig, daß die gelenke in bewegung bleiben. sonst kann es passieren, daß die versteifung sich festsetzt und dann geht gar nichts mehr. ich weiß nicht, inwieweit das nun auch auf dich zutrifft nach deiner op und was dir eventuell dazu von ärztlicher seite gesagt worden ist...


    bekommst du eigentlich krankengymnastik ? das wäre sicher sehr wichtig - lauftraining u.s.w. -lernen, nach der op zurechtzukommen, das gelenk richtig zu belasten... das alles kann dir ein physiotherapeut zeigen und dich unterstützen.
    denn wenn du dich bewegen mußt, um den heilungsprozeß zu fördern, wäre es schlecht für dich, wenn du es nicht tust. dann könnte es passieren, daß du sehr viel länger zu kämpfen hast, um wieder in den normalzustand zu kommen. bei fehlender bewegung geht zum beispiel die muskulatur zurück und muß dann erst durch kräftigungsübungen wieder mühsam aufgebaut werden. das dauert dann noch länger.
    das würde ich dir gerne ersparen...

    ich wünsche dir, daß du bald etwas besser zurechtkommst und mehr vertrauen in deine kraft bekommst, dir etwas zutraust. du schaffst das, ganz bestimmt.

    tschüß bis bald mal wieder
     
    #10 9. Februar 2004
    Zuletzt bearbeitet: 9. November 2007
  11. Martina81

    Martina81 Guest

    Therapie bekomme ich zwei mal in der Woche, das tut mir auch richtig gut. Die muskulatur hat sich schon vor der OP zurückgebildet. Das kranke Bein hat ca. 7 cm Umfang verloren. Aber das wird schon wieder weil ich eigentlich viel Sport treibe.

    Meine Angst besteht darin, dass ich Angst habe falsch aufzutreten und das ich dann noch mal ins Krankenhaus muss und das will ich nicht, weil ich die Narkose nicht ganz so vertragen habe und vor einer weiteren OP Angst habe.
     
  12. nenufar

    nenufar immer am dazulernen...

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    entschuldige, hatte mehrere tage keine richtige kraft

    um dir zu schreiben. geht mir im moment nicht so super. wahrscheinlich ein infekt, bin einfach müde und antriebslos.
    jetzt will ich einfach mal horchen, wie es dir geht ?

    sag mal, was ist denn gewesen mit der narkose - wie hat sich das geäußert, daß du sie nicht vertragen hast ? ich hoffe, die frage nervt dich nicht. natürlich mußt du nichts erzählen, wenn du nicht willst.

    sei für heute - in aller kürze - gegrüßt
    von nenufar
     
  13. Martina81

    Martina81 Guest

    Nach der Narkose soll man doch immer viel trinken, weil man dadurch die Narkose "rauswäscht". Weil ich aber mit Übelkeit und Erbrechen zutun hatte, habe ich einfach gedacht, wenn ich nichts esse und trinke, dann kann ich mich auch nicht übergeben. Also habe ich nichts getrunken und war deshalb fast eine Woche benebelt.

    Ich vermute weiterhin, dass die Narkose zu stark war, denn ein Tag nach der OP waren bei mir die ganzen Herzuntersuchungen (weil ich Herzschmerzen hatte) und die habe ich alle verschlafen. Ich habe es nicht geschaft 5 Minuten wach zu bleiben.