Organspendeausweis

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Angie87, 11. Juni 2005.

  1. Domino

    Domino Registrierter Benutzer

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    hallo lexxus,

    leider ist es so, dass der wille der angehörigen respektiert wird.:mad: der ausweis dient als entscheidungshilfe für angehörige, über den mutmaslichen willen des spenders. in anderen ländern wie z. b. in österreich ist man automatisch organspender, dort muss man schriftlich widerrufen, wenn man seine organe nicht spenden will. dies gilt übrigens auch für nicht österreicher, die in österreich zu tode kommen. andre länder - andre sitten oder wie so oft, armes deutschland:rolleyes:
    dir ein schöne schmerzfreie zeit und alles gute
    domino:)
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    im aktuellen *stern* ist ein bericht über organspende. vielleicht hilft das ur entscheidung zu einem ausweis und einem gespräch mit den verwandten, um ihnen klarzumachen, wie wichtig der ist.


    gruss kuki
     
  3. weissecallas

    weissecallas Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    kann man denn diese Entscheidungshilfe für Angehörige mit einer Patientenverfügung ausschließen?

    Die Österreicher haben das auf jeden Fall gut gelöst.
    Ich habe vor, mich für die Wissenschaft zur Verfügung zu stellen und der "Rest" kommt auf die Streuwiese.

    Gute Nacht
     
  4. sarasvati

    sarasvati Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ich möchte zu dem Thema zu bedenken geben, dass eine Patientenverfügung und ein Organspendeausweis eigentlich nicht gut zusammenpassen.

    Die Patientenverfügung zielt darauf ab, ein selbstbestimmtes und natürliches Sterben zu ermöglichen, also ohne lebensverlängernde Maßnahmen.

    Bei der Organspende ist es aber vielleicht nötig, dass man z.B. durch künstliche Beatmung so lange am Leben erhalten wird, bis die Organe entnommen werden können.
    Das bedeutet für mich, dass ich eben nicht mehr durch meine PV darüber bestimme, wie ich sterbe, sondern dass andere darüber bestimmen.

    Der natürliche Sterbeprozess, den ich mir für mich wünsche, passt nach meiner Meinung nicht mit einer Organspende zusammen.

    Herzliche Grüße

    Sarasvati
     
  5. roco

    roco Guest

    hmmmmm, soweit ich weiß sind rheumis genau wie krebspatienten und einige andere krankheiten bei organspende ausgeschlossen. wir dürfen mit den ganzen medis ja nicht mal blut oder teilblut spenden. also ich hab ja auch noch so´n ding aus uralten zeiten :D aber auch einen zettel, was ich an medis so schlucke und daß ich fibro und noch so´n paar andre sachen habe. sollen die doch entscheiden, ich kann´s ja dann nicht mehr ;)


    die conny
     
  6. Magenta

    Magenta Buhfrau

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    In Österreich gilt übrigens die Widerspruchsregelung: Hat man zu Lebzeiten nicht ausdrücklich verfügt, dass man seine Organe NICHT spenden will, können sie im Falle des Falles ohne Einwilligung der Angehörigen entnommen werden. Österreicher benötigen also keinen Organspendeausweis.

    Gruß,
    Magenta
     
  7. lexxus

    lexxus Registrierter Benutzer

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    hi kuki,

    danke für den tip, da steh ich doch gleich morgen früh im zeitungsladen :) .

    liebe grüsse
    lexxus
     
  8. lexxus

    lexxus Registrierter Benutzer

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    hallöle miteinander,

    hab mir den stern besorgt und kann diesen artikel zum thema organspende echt empfehlen. ein organspndeausweis ist auch mit dabei.

    liebe grüsse
    lexxus
     
  9. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Hi lexxus:


    *lol*...ich hab mir den Stern auch heute gekauft;)

    Ich wünsch euch ein schmerzfreies wochenende
     
  10. heikelein

    heikelein Guest

    Organspende

    Hallo lexxus,
    Die Kirchen stehen einer Organspende positiv gegen über. Ein akt der Nächsten liebe. Sie haben ein Buch über Organspende herausgebracht ( kann leidernicht sagen mehr wann und wie heisst) kann ich aber herausbekommen.

    Man kann einer Organspende zustimmen im alter ab 16j ahren bis nach oben alles offen. Es gibt Organspender die älter als 80 jahren waren da konnte man natürlich nur die Nieren noch nehmen und die laufen gut.. Diese Organe bekomnmen dann auch patienten so ca. ab 60 nach oben. Das nennt man " olt vor olt " ( hoffe mein englisch ist richtig ) Es kommt nicht auf das Kalendarische alter an sondern auf das Biologische alter. Es gibt menschen deren Organe sind schon mit sagen wir mal 20 fertig und ein anderer ist mit 80 noch topp fitt.
    Man kann nur Organe spenden wenn der Patient in einer Klinik auf der Intensivstaton am Beatmungsgerät den Hirntot erleidet. Nur dann und auch nur dann ist man ein potencieller Organspender. Ausser der Lebendspende.
    Solltet ihr einen Organspenderausweis euch zulegen, werdet ihr nirgends registriert, ihr könnt ihn morgen wenn ihr zweifel habt wieder wegwerfen. Man sollte aber auf jeden fall mir seiner Familie darüber reden wie man dazu steht . Denn im Falle einer FAlles fällt derFamilie die Entscheidung dann etwas leichter wenn Sie beschesit weis. Man muss sich auch keiner Untersuchung unterziehen bevor man ihn ausfüllt.

    Euch allen wünsche ich allles gute und bleibt gesund.
    PS: ich lebe seit über 10 jahren mit einer Spenderniere und bin meinen Organspender/in sehr dankbar.

    Gruss heikelein
     
  11. lexxus

    lexxus Registrierter Benutzer

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    hallo heikelein,

    erst mal herzlich willkommen bei rheuma-online :) .

    was religion und organspende betrifft, so habe ich auch schon gelesen, dass man das als akt christlicher nächstenliebe sieht. ein anderer gedanke von mir war dazu, dass die kirche ja eigentlich was dagegen haben müsste, denn kein mensch wird ohne grund krank, auch krankheit ist schlieslich gottes wille. und organe zu spenden pfuscht gott ja dann sozusagen ins handwerk.

    im übrigen kann man auch schon ab 14 jahren einen spenderausweis haben, allerdings darf man da dann nur die organspende ablehnen. mich wundert eigentlich, dass man sich nicht schon viel früher für einen ausweis entscheiden kann, weil am ende entscheiden ja sowieso die hinterbliebenen, auch wenn man volljährig ist.

    liebe grüsse
    lexxus
     
  12. Domino

    Domino Registrierter Benutzer

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    hallo heikelein,

    auch von mir ein willkommen im club. ich lebe seit über 4 jahren mit einem spenderorgan (herz) und bin meinem/r unbekannten spender/in unendlich dankbar für die geschenkten jahre.

    hallo lexxus,

    ich glaube, dass sowieso alles in gottes hand liegt - ob jemand krank wird, ob man rechtzeitig ein spenderorgan bekommt, ob man glück oder pech im leben hat. denke dass einem der lebensweg schon mit in die wiege gelegt wird????

    lg und ein schönes wochenende :)
    domino
     
  13. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hi zusammen,

    zufällig habe ich den vormittag damit verbracht, meine papiere zu ordnen,
    und in diesem zusammenhang auch den organspende-ausweis neu
    deponiert in der brieftasche. diesen ausweis habe ich seit einigen jahren,
    ich habe einfach noch draufgeschrieben: rheumatoide arthritis.
    also, wenn man im fall der fälle etwas entnehmen möchte, weiss man
    bescheid. ausserdem pappt ein post-it drauf, dass ich noch 1.25 mg
    cortison nehme. ich aktualisiere das immer.

    blutspenden wollte ich auch, aber sie wollten mich nicht!
    wenn ich mich aber richtig erinnere, wurde mir gesagt, wenn man rund 1 jahr
    keine medis nimmt, könnte man wieder spenden. da dies bei mir ja nun zutrifft, bis auf die winzigkeit cortison, könnte ich beim nächsten blutspendetermin mal nachfragen.

    und meine ganz persönlichen überlegungen zum spenden des herzens waren auch, dass ich es schön finden würde, damit jemandem das leben zu ermöglichen. so macht der tod wenigstens einen sinn, wenn man denn schon sterben muss.

    euch allen und mir ein langes und gutes leben
    marie
     
  14. lexxus

    lexxus Registrierter Benutzer

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    hi katta,

    die oben genannten gedanken, dass kranheit gottgewollt ist, stellen nicht meine meinung dar. es sind überlegungen, wie einige glaubensrichtungen gegen organspende argmentieren könnten, bzw es tatsächlich tun. allerdings weiss ich nicht genau welche das betrifft.

    meine dozentin, die ich im pflegekurs hatte, war früher chirurgin. sie hat uns einiges aus ihrem beruf erzählt, unter anderem auch einen fall, wo die eltern eines kleinen jungen diesem die lebensrettende blinddarm-op aus glaubensgründen verweigerten, der wenn ich mich recht erinnere sogar schon einen blinddarmdurchbruch hatte. die eltern begründeten dies mit der ansicht, das man keine schnittstellen oder verletzungen haben darf um in den himmel zu kommen. soweit ich weiss wurde der junge trotzdem operiert und gerettet, bin aber nicht mehr so sicher ob dann mit oder gegen den willen der eltern.
    du siehst, es gibt tatsächlich menschen, die krankheit als gottgegeben ansehen.
    auch mich entsetzt der gedanke, dass es menschen gibt die so denken, denn ich denke, wenn gott tatsächlich die menschen leitet und führt, dann muss er organspende gut finden, denn sonst hätte er uns nicht das hirn gegeben solche auch durchführen zu können. muss allerdings hinzufügen: bin zwar christlich erzogen worden, getauft und konfirmiert, dennoch bin ich aufgrund verschiedenster erlebnisse inzwischen eher heide als christ (mit neigung zum buddhimus).

    liebe grüsse
    lexxus
     
  15. lexxus

    lexxus Registrierter Benutzer

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    hi katta,

    habe das auch nicht als angriff verstanden, sondern eher als hinweis, dass mein beitrag missverstanden werden kann. wollte dass richtigstellen, weil ersteres ja nun tatsächlich nicht meine meinung sondern nur eine vermutung darstellt und manche das sicher auch in den falschen hals kriegen können.

    liebe grüsse :)
    lexxus
     
  16. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    bericht aus dem stern...

    hallo ihr lieben käufer,

    vielleicht könntet ihr den artikel einscannen und allen zur verfügung stellen? wäre echt toll!

    telnr. gebührenfreies infotelefon organspende:
    0800/90 40 400


    und hier noch weiterer link:

    www.akos.de
    arbeitskreis organspende....

    (hab ihn hier noch nicht gefunden.....hoffe, ich hab es nicht überlesen..ansonsten sorry....)

    liebi
     
    #36 4. August 2005
    Zuletzt bearbeitet: 4. August 2005
  17. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Was das Thema Organspende angeht, so schlagen da - eigentlich - zwei Herzen in meiner Brust:

    Zunächsteinmal fände ich es sinnig, wenn es eine gesetzliche "Verpflichtung" gäbe, aber mit persönlicher Verantwortung - sprich:
    Jeder ist grundsätzlich vom Gesetz her Organspender - außer er hat von seinem Recht gebrauch gemacht, sich dagegen zu entscheiden bzw. nur bestimmte Organe zur Spende freizugeben.

    Durch diese Art der gesetzlichen Regelung würden zunächst mehr transplantationsfähige Organe zur Verfügung stehen, der illegalen Handeln mit Organen würde nicht mehr so lukrativ sein und vorallem hätte man auch den Personenkreis mit eingeschlossen, die sich grundsätzlich keine Gedanken über den Tod machen wollen/können (denn das ist die Grundvoraussetzung um sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden).
    Die jetzige Gesetzesregelung halte ich für völlig indiskutabel, da auch bei dem Vorliegen eines positiven Organspendeausweises grundsätzlich die Angehörigen noch einmal gefragt werden, entscheiden die sich dagegen hat der ausgefüllte Organspendeausweiß des mögl. Spenders keine relevanz - das darf eigentlich nicht sein.
    Da aber diese ich nenne sie mal Generell-Spender-Regelung bereits in der früheren DDR praktiziert wurde, kann es ja nicht gut sein - oder??? (mal ganz kezerisch ausgedrückt).

    Ich selber habe vor zwei Jahren meinen bis dato ausgefüllten Organspendeausweis vernichtet (wie im übrigen auch viele Ärzte) und zwar aus folgendem Grund:

    Ich muss sagen, dass ich eigentlich der Organspende immer positiv gegenüberstand - zumal sie für sehr viele Personen lebensrettend ist - bzw. durch die Organspende das Leben erträglicher oder besser ausgedrückt lebenswerter wurde (ich denke da z.B. an Nierentransplantationen).
    Ich finde es auch gut und sinnig - auch im Hinblick auf die enormen Kosten einer solchen Therapie (OP-Kosten und die Kosten der Medikamente während der Nachsorge), wenn ich aber höre, dass Organe Personen eingepflanzt werden die sich in der Vergangenheit schon als sog. incomplient gezeigt haben (durch die Nichteinnahme der Medikamente ist es zu Abstoßungsreaktionen des Organes gekommen), unter aktutem Alkoholissmus leiden (ich meine hier die aktiven Trinker, nicht diejenigen die seit über einem Jahr trocken sind) oder die aufgrund einer anderen garantiert tödlich verlaufenden Krankheiten sich so eine Organtransplantation gerichtlich einklagen - da kommt mir einfach die Hasskappe hoch.
    (Mir persönlich sind da schon mehrere Fälle bekannt geworden: z.B. ein AIDS-Erkrankter (nicht nur HIV-positiv), der vermutlich max. 1 Jahr noch zu leben hatte, hat gerichtlich eine Lebertransplantation erzwungen oder ein anderer Fall in dem ein Patient wg. nicht Einnahme von Medikamenten seine transplantierte Niere nicht "halten" konnte - hat obwohl vorher schon bekannt war, dass er auch im Widerholungsfall der Transplantation seine Medis wieder nicht regelmäßig nehmen würde diese erzwungen). Wenn ich soetwas höre kriege ich echt zuviel - wenn diese Organe anderen willigeren Patienten zugute gekommen wären hätte man denen das Leben echt verbessern können - aber so???????

    So jetzt habe ich mich genug aufgeregt (tut mir leid, dass das Ganze so lang wurde).
     
  18. Moony

    Moony Guest

    Hallo Trombone,

    ich kann deine Einwände ja nachvollziehen. Natürlich ist es ärgerlich, dass Organe an Menschen weitergegeben werden, die im Falle von Alkoholikern wahrscheinlich die neu verpflanzten Organe auch noch "kapputtsaufen".
    Aber das du deinen Organspenderausweis vernichtet hast, kann ich nicht so ganz nachvollziehen, denn jetzt stehen deine Organe ja auch den Menschen nicht mehr zur Verfügung, die dringend darauf angewiesen sind. Die damit ihre Lebenserwartung sehr erhöhen könnten und vor allem auch ihr Leben darauf einrichten, das Organ dann auch behalten zu können, z. B. durch die Einnahme der notwendigen Medikamente.

    Also ich habe einen Organspenderausweis - weiß natürlich nicht, ob meine Organe überhaupt zu verwenden sind, aufgrund meiner Erkrankung und der entsprechenden Einnahme von Medikamenten.

    Gruß Moony
     
  19. Domino

    Domino Registrierter Benutzer

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    hallo trombono,

    in der regel ist es schon so, dass nur personen ein organ erhalten, die die dafür vorgesehenen regeln erfüllen. schwarze schafe gibt es leider überall und wie will man es überprüfen bzw. wie soll man es entscheiden, ob der zukünftige empfänger mit dem spenderorgan sorgsam umgeht (pünkl. medikamenteneinnahme, kein alkohol bzw. nikotin, solider lebenswandel - was immer jeder einzelne darunter versteht). diejenigen wenigen, die sich eine organspende über gericht erstritten haben, kennen sich leider sehr gut aus mit dem deutschen grundgesetz, in dem es bekanntlich heisst "jeder Mensch ist gleich".
    das sind einzelfälle, die durch die presse gehen. aber wie vielen menschen wurde ein weiterleben durch ein spenderorgan ermöglicht, die sich darüber bewusst sind, was das für ein geschenk ist und schon deshalb sorgsam mit dem spenderorgan umgehen. da spreche ich für mich (herztransplantiert) und für die meisten organtransplantierten.

    wenn man den faden weiterspinnt, könnte man ja auch sagen, es werden keine raucher mehr behandelt, weil rauchen auch die gesundheit gefährdet, oder keine alkoholiker (wann z.b. ist man alkoholiker) od. auch extremsportler usw.

    es ist halt schade, wenn wegen ein paar schwarzen schafen alle anderen darunter leiden müssen vielleicht sogar sterben müssen, weil deswegen eine organspende verweigert wird.

    lg domino
     
  20. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo Moony,


    ich bin mit meiner Entscheidung den Organspendeausweis aus diesen Gründen (die waren übrigens nur die Spitze des Eisberges) nicht die Einzige - selbst sehr viele Ärzte, die selber im Transplantbereich tätig sind, haben diesen Schritt getan.
    Warum kann z.B. jemand der aufgrund einer chronischen Erkrankung ein Organ benötigt nicht als HU auf eine Liste gesetzt werden - jemand der sich z.B. seine Leber wissentlich weggesoffen hat oder sich mit Paracetamol (weil er sich das Leben nehmen wollte) die Leber "abgehängt" hat und sich seine "Erkrankung" selber anzuschreiben hat - der darf HU gesetzt werden. Das kann und will ich nicht verstehen. Ich denke mal hier sollte und muss zunächst die Politik das Wort haben und hier entlich mal für absolut klare Verhältnisse sorgen.

    Was nützt es denn wenn ich einen Organspendeausweis habe und meine Verwandten im Notfall - trotz Vorliegen dieses Ausweises - die Transplantation untersagen (weil man sich dann ja auch mit dem eigenen Tod auseinandersetzen muss und dass ja nun nicht jeder will) - und die dann das letzte und entscheidene Wort haben??????
     
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