hallo!
hast du die valoron tropfen oder tabletten? wenn tabletten kommt es ebenso auf die dosis an! in dem präparat ist ja nicht nur tilidin (das gibts so gar nicht), sondern immer in kombi mit naloxon, einem opiat- antagonisten.
Irgendwie steht da was von: "zu den opiumhaltigen Wirkstoffen gehörend", "nicht mit Medis einnehmen, die auf die Nervenbahnen wirken (habe solch ein Medi!)" und von Kreislaufzusammenbrüchen.
tilidin ist ein leichtes opiat. die who teilt schmerzmittel ja in 3 gruppen ein: 1) nsar 2) leichte opiate, wobei tilidin da rein gehört, 3) starke opiate wie morphin zb.
stimmt auch, dass man opiate nicht unbedingt mit anderen zentral wirksamen medikamenten kombinieren sollte! wobei man da auch unterscheiden muss- nicht für jedes medikament gilt das- sollte dein verschreibender arzt aber bedacht haben! wenn man medis mit zentraler wirksamkeit (auch zum beispiel alkohol und ein opiat) kombiniert, kann es zu verstärkten nebenwirkungen kommen. welche andere medikamente nimmst du denn?
kreislaufzusammenbrüche sind wirklich sehr selten, können aber dennoch auftreten. wie sieht denn dein blutdruck aus? neigst du zu hypotonie? hattest du auch mal andere opiate eingenomen, oder ist das nun das erste mal? wenn ja, zb auch codein (nimmt man gegen husten) oder tramal. wenn du sie da gut vertragen hast, dann würd ich mir nun nicht so viele sorgen machen.
eine möglichkeit wäre vielleicht wirklich weniger zu versuchen. ich glaube 20tropfen sind 50mg- oder? hab das nicht so genau im kopf. aber das ist nicht so sonderlich viel- es sind ca 50-70mg tramadol. und bei der dosierung passiert meist nicht viel. aber probieren kannst du es ja mal mit weniger tropfen, und dann soweit steigern bis zu eine gute schmerzlinderung erreich hast! mehr als 40tropfen sollte man nicht aufeinmal nehmen. wenn du tabletten hast, ist das ganze eigentlich einfacher- denn da kommt es nicht zur vollen wirkstoffanflutung- sondern er wird langsam abgegeben = retardierte form. da kommen dann weniger kreislaufprobleme vor.
Macht es abhängig, wie auf der Packung zu lesen ist?
Worauf muss ich möglicherwiese noch achten?
opiate machen generell abhängig. aber nicht psychisch sondern physisch. sprich der körper gewöhnt sich mit der zeit an den wirkstoff (wenn die einnahme regelmäßig über wochen erfolgt)- beim schnellem absetzen kommt es dann zu entzugserscheinungen. deshalb schleicht man opiate immer langsam aus. also wenn du zb morgens und abends je eine tablette genommen hast, dann halbierst man mal die morgendliche dosis, und schaut dass alle stabil bleibt. und dann das gleiche am abend und so weiter.... aber wie das genau zu machen ist, entscheidet der arzt.
wie lange sollst du denn valoron nehmen? wenn es als langfristiges schmerzmedikament eingesetzt werden soll, nimmst du es ja regelmäßig (was auch viel besser ist, da der körper so keine toleranz entwickelt > einnahme nach fixen uhrzeiten ist auch wichtig um keinen schwankenden wirkstoffpegel zu haben)- dann ist das absetzen und so kein thema. und einige nebenwirkungen (die typischen opiat nebenwirkungen treten oft nur zu beginn auf: zb verstärkte müdigkeit, übelkeit, schwindelgefühl,...) treten nur am beginn der therpie auf, und verschwinden dann!!!! wenn du nur ab und an valoron nimmst, aber dann sicher in tropfenform- denn da wirkt es schneller, dann ist auch nicht mit abhängigkeiten zu rechen, da du es ja nur ab und an nimmst. wobei bei chronsichen schmerzen eine langfristige gabe sinnvoller ist. aber das entscheidet dein arzt!!!! was sagte er denn?
auf was man achten sollte.... naja, eigentlich auf das oben genannte- wobei es da noch ziehmliche unterschiede bei langfristiger und kurzfristiger applikation, bzw bei tropfen oder tabletten, gibt.
wolke,
Ein abhängigkeitspotential ist immer gegeben wenn man medikamente einnimmt aus angst es könnten beschwerden auftreten, nicht wenn man tatsächlich welche hat.
ganz so finde ich stimmt das nicht- opiate machen mit der zeit körperlich abhängig. was aber auch kein großartiges problem in der schmerztherapie ist, da man die dosis einfach langsam und schrittweise reduzieren muss > dann ist auch nicht mit entzugserscheinungen zu rechnen.
Ich denke das 10 bis 13 tropfen ausreichend
das ist schon ziehmlich von den schmerzen abhängig!!! in einem postoperativen zustand, würde das wohl garnichts bewirken.
und bei einer schmerztherapie sollte man doch, wenn möglich, mehr erreichen als nur eine kleine erleichterung. und 10 tropfen sind ja wirklich nicht viel- das sind umgerechnet ca 30mg tramal (das kennen die meisten denke ich).
wenn man wenige, bzw erträgliche nebenwirkungen hat, dann kann man da schon mehr nehmen ! obwohl da ein arzt, am besten ein schmerztherapeut, das auge drauf haben sollte!!!!
Ich kann von mir sagen das ich es in tablettenret. form versucht habe und mußte davon 2 tage nur brechen, konnte nur liegen, nichts essen und habe gedacht ich müßte sterben.
das ist leider manchmal so. aber die meisten nebenwirkungen geben sich meist nach der zeit. opiate stimulieren das brechzentrum im gehirn > deshalb war dir auch so schlecht. aber der körper toleriert das mit der zeit, und der brechreiz verschwindet. oftmals nimmt man daher zu beginn einer solchen therapie auch medikamente gegen übelkeit.
kreislaufprobleme sind sicher ernster- aber auch diese verschwinden oft. ebenso starke müdigkeit, lässt meist nach. ein leichtes schläfrigkeitsgefühl bleibt oft.
generll sind opiate sehr gut wirksame medikamente, mit wenigen nebenwirkungen! langfristig sicher besser als nsar- wobei es natürlich auf den schmerzcharakter und die dosierung etc ankommt.
aber oftmals ist es wirklich so, dass der beginn hart ist, aber sich dann ein guter erfolg einstellt!
außerdem gäbe es auch noch andere leichte opiate- die vielleicht bei dir auch besser verträglich wären.
lg petra