S
Sabinerin
Guest
Einen guten Morgen an alle,
gestern hatte ich meinen ersehnten Op-Besprechungstermin, der aufgrund meiner Hartnäckigkeit bei der Sekretärin vorverlegt wurde. So etwas stiftet natürlich immer Unruhe und die Schwestern werden sicher schon leicht abgenervt sein, wenn sie meinen Namen lesen *g*
Der junge Arzt schien sich wieder mal von meinem Äusseren ablenken lassen und stufte mich als "Patientenanfängerin" ein. Nachdem ich ihm in Kurzform meinen Verlauf getextet habe, taxierte er mich von oben bis unten und war sprachlos. Nach Überprüfung meines Handgelenkes und des Röntgenbildes war für ihn klar: "Teilversteifung, Synovektomie, Zystenauffüllung mit künstlichem Knochenmaterial und Rausnahme des Ulnar-Köpfchens." Darauf habe ich gewartet und dem netten jungen Arzt erklärt, daß diese Op bei mir nicht durchgeführt wird! Das Ulnar-Köpfchen bleibt drin, notfalls würde ich dies in einer zweiten Op machen lassen, aber meine negativen Erfahrungen am rechten HG haben mich zu dieser Entscheidung gebracht.
Er staunte, schluckte und nickte dann. Da ich ihm erklärte, daß ich im April eine Fortbildung habe, die mir sehr wichtig sei, wäre es klasse, wenn ich vorher operiert würde. "Ach was, dann machen Sie das im Mai!" Bitte??? Mein Rheuma-Doc sprach von "Dringenst" und nicht Mai...
Ich musste dann wieder warten, bis der leitende Chirurg kam. Derweil unterhielt ich mich mit der Arzthelferin. Sie schien anfangs ziemlich mürrisch und sie sagte, daß sie am Morgen bereits mehrfach von Patienten angeranzt wurde, weil die Docs nicht eher mit der Besprechung anfingen. Ich meinte nur, daß viele Menschen sich ständig beschweren, im Wartezimmer schlechte Laune verbreiten würden, sich gegenseitig mit Erkrankungen, Spritzen, Tabletten, Op´s etc versuchten zu übertrumpfen, aber niemand würde jemals einem Mann mit weißem Kittel ehrlich den Unmut äussern. Ich frage mich, warum Ärzte "etwas besseres" sein sollten, als wir? Und warum muß ich alles fraglos hinnehmen, es ist ja schließlich MEIN Körper. Wir unterhielten uns weiter und ich erzählte einige meiner Anekdoten, die ich mit Ärzten erlebt habe. Sie amüsierte sich köstlich, lachte später los und meinte:"Frau XXX, wenn ich täglich nur einen Patienten von Ihnen hätte, dann wäre mein Tag gerettet. Ich finde Sie klasse!" *kicher*
Dann betraten die 5 Ärzte den Raum und der leitetende Chirurg sah mich, fing sehr breit an zu grinsen und meinte:"Ach, eine alte Bekannte.....ähm, meine natürlich eine junge Bekannte!" Ich lachte und sagte nur:"Da haben sie aber fix die Kurve gekriegt" Der junge Arzt erklärte ihm kurz den Sachverhalt und endete mit dem Satz:"´Die Patientin möchte aber nicht, daß das Ulnar-Köpfchen rausgenommen wird"
"Mein" Chirurg lachte los, weil er diese Diskussion kennt. Er stimmte mir aber sofort zu, daß sie versuchen das Handgelenk mit der "kleinen" Op zu retten, ansonsten folgt eine neue Op.
Seine nächste Frage:"Wann passt es Ihnen?" Ups, das ist ne Frage...ich erklärte ihm, daß ich bereits die Termine erfragte habe und die nächsten Op´s erst Mitte April stattfinden würden, ich da aber eine Fortbildung habe und dann erst im Mai operiert werden könnte.
Er grinste wieder:"Machen sich keine Sorgen, ich kümmere mich drum." Mein (zugegeben leiser) Einwand: "aber es gibt doch keine Termine" wischte er mit der Hand weg und meinte, er würde das für mich klären.
Ich sollte mich auf Mitte März einstellen, aber er würde sich nochmals melden.
Mmh, ich gebe zu, daß ich anfangs ein schlechtes Gewissen hatte, in der Warteliste schnell hochzurutschen, aber das beruhigte sich schnell. Andere nutzen auch "Vitamin B"und warum soll ich das nicht tun?
Na mal schauen, ob das alles wirklich so klappt.
Ach ja, meine Ankunft im KH war um 7.50 Uhr und um 12.15 Uhr verließ ich es wieder und war ziemlich k.o.
Sabinerin
gestern hatte ich meinen ersehnten Op-Besprechungstermin, der aufgrund meiner Hartnäckigkeit bei der Sekretärin vorverlegt wurde. So etwas stiftet natürlich immer Unruhe und die Schwestern werden sicher schon leicht abgenervt sein, wenn sie meinen Namen lesen *g*
Der junge Arzt schien sich wieder mal von meinem Äusseren ablenken lassen und stufte mich als "Patientenanfängerin" ein. Nachdem ich ihm in Kurzform meinen Verlauf getextet habe, taxierte er mich von oben bis unten und war sprachlos. Nach Überprüfung meines Handgelenkes und des Röntgenbildes war für ihn klar: "Teilversteifung, Synovektomie, Zystenauffüllung mit künstlichem Knochenmaterial und Rausnahme des Ulnar-Köpfchens." Darauf habe ich gewartet und dem netten jungen Arzt erklärt, daß diese Op bei mir nicht durchgeführt wird! Das Ulnar-Köpfchen bleibt drin, notfalls würde ich dies in einer zweiten Op machen lassen, aber meine negativen Erfahrungen am rechten HG haben mich zu dieser Entscheidung gebracht.
Er staunte, schluckte und nickte dann. Da ich ihm erklärte, daß ich im April eine Fortbildung habe, die mir sehr wichtig sei, wäre es klasse, wenn ich vorher operiert würde. "Ach was, dann machen Sie das im Mai!" Bitte??? Mein Rheuma-Doc sprach von "Dringenst" und nicht Mai...
Ich musste dann wieder warten, bis der leitende Chirurg kam. Derweil unterhielt ich mich mit der Arzthelferin. Sie schien anfangs ziemlich mürrisch und sie sagte, daß sie am Morgen bereits mehrfach von Patienten angeranzt wurde, weil die Docs nicht eher mit der Besprechung anfingen. Ich meinte nur, daß viele Menschen sich ständig beschweren, im Wartezimmer schlechte Laune verbreiten würden, sich gegenseitig mit Erkrankungen, Spritzen, Tabletten, Op´s etc versuchten zu übertrumpfen, aber niemand würde jemals einem Mann mit weißem Kittel ehrlich den Unmut äussern. Ich frage mich, warum Ärzte "etwas besseres" sein sollten, als wir? Und warum muß ich alles fraglos hinnehmen, es ist ja schließlich MEIN Körper. Wir unterhielten uns weiter und ich erzählte einige meiner Anekdoten, die ich mit Ärzten erlebt habe. Sie amüsierte sich köstlich, lachte später los und meinte:"Frau XXX, wenn ich täglich nur einen Patienten von Ihnen hätte, dann wäre mein Tag gerettet. Ich finde Sie klasse!" *kicher*
Dann betraten die 5 Ärzte den Raum und der leitetende Chirurg sah mich, fing sehr breit an zu grinsen und meinte:"Ach, eine alte Bekannte.....ähm, meine natürlich eine junge Bekannte!" Ich lachte und sagte nur:"Da haben sie aber fix die Kurve gekriegt" Der junge Arzt erklärte ihm kurz den Sachverhalt und endete mit dem Satz:"´Die Patientin möchte aber nicht, daß das Ulnar-Köpfchen rausgenommen wird"
"Mein" Chirurg lachte los, weil er diese Diskussion kennt. Er stimmte mir aber sofort zu, daß sie versuchen das Handgelenk mit der "kleinen" Op zu retten, ansonsten folgt eine neue Op.
Seine nächste Frage:"Wann passt es Ihnen?" Ups, das ist ne Frage...ich erklärte ihm, daß ich bereits die Termine erfragte habe und die nächsten Op´s erst Mitte April stattfinden würden, ich da aber eine Fortbildung habe und dann erst im Mai operiert werden könnte.
Er grinste wieder:"Machen sich keine Sorgen, ich kümmere mich drum." Mein (zugegeben leiser) Einwand: "aber es gibt doch keine Termine" wischte er mit der Hand weg und meinte, er würde das für mich klären.
Ich sollte mich auf Mitte März einstellen, aber er würde sich nochmals melden.
Mmh, ich gebe zu, daß ich anfangs ein schlechtes Gewissen hatte, in der Warteliste schnell hochzurutschen, aber das beruhigte sich schnell. Andere nutzen auch "Vitamin B"und warum soll ich das nicht tun?
Na mal schauen, ob das alles wirklich so klappt.
Ach ja, meine Ankunft im KH war um 7.50 Uhr und um 12.15 Uhr verließ ich es wieder und war ziemlich k.o.
Sabinerin