Östrogen, Osteoporose, (Krebs-)Risiken

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von moi66, 4. Dezember 2016.

  1. moi66

    moi66 Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    ich bin mit meinen 50 Jahren in den Wechseljahren, lt. meiner Gyn hab ich "extrem niedrige" Östrogenwerte (hm.. sollte ich mir vielleicht mal geben lassen, die Werte).
    Da sowohl meine Mutter als auch meine Tante an Brustkrebs erkrankt waren, war eine Hormon-Therapie bislang für mich ein "No-Go" - aber ich kämpfe heftigst mit meinen Stimmungsschwankungen, außerdem sagt die Gyn, dass die Werte ein Osteporose-Risiko bedeuten - und das mit dem Krebs, das sei alles gar nicht so wie man immer gedacht hat.
    Die Hitzewallungen sind mit einem naturheilkundlichen Medikament viel besser geworden, aber meine Launen - hab einfach 0 Geduld mit mir selber, kämpfe ganz schnell mit den Tränen - es nervt (nicht nur mich, sondern auch mein Umfeld).
    Was stimmt denn da jetzt? Im I-Net hab ich eher meine bisherige Meinung bestätigt bekommen, aber das als einzige Info-Quelle ist so eine Sache..
    Bislang war ich eher der Meinung, da muss Frau halt durch und das wird ja wieder besser. Aber mich unnütz quälen, wenn zusätzlich auch noch das Thema Osteoporose als Risiko im Raum steht... hmm..
     
  2. norchen

    norchen Registrierter Benutzer

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    moi ich kann dir deine frage nicht beantworten, möchte dich aber mal fragen welches naturheilmittel du wg den hitzewallungen nimmst? Die belasten mich gerade arg.... Und ja stimmungsschwankungen muss mein Mann wohl leider ertragen....Ich möchte auch nicht unbedingt Hormone dazu nehmen...aber was ist besser??? Ich weiss es derzeit auch nicht...
     
  3. lumpi64

    lumpi64 Registrierter Benutzer

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    Ich häng mich auch mal dran. Diese Hitzeschübe sind mit dem Wechsel von Cimzia auf Benepali (Enbrel) nahezu verschwunden bzw. absolut erträglich, weil sie nachts nicht mehr vorkommen (scheinbar war das eine Erscheinung eines hochkochenden Immunsystems ??).

    Bin mir aber sicher....das kommt wieder. Vom Gyn. hab ich Famenita und Lenzetto bekommen. Kann mich aber überhaupt nicht dazu durchringen, das Zeugs zu nehmen. :vb_confused:

    Hat jemand schon Erfahrungen mit diesen Medis? Mir ist das ehrlich gesagt zu viel. Bin ja froh, endlich mal (wieder) vom Cortison runter zu sein. Und außerdem hab ich Angst, dass sich das blöde Lipödem weiter verschlimmert.....da hatte ich so schön abgenommen nach meiner Schilddrüsen-OP und mit diesen Rheuma-Medis bzw. mit dem Cortison dann doch 7 kg wieder zugenommen....und das fast nur an den Beinen und Armen :confused:
     
  4. moni3

    moni3 Registrierter Benutzer

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    Ich nehm.johanneskraut.das hilft mir sehr gut gegen beides.glg
     
  5. moi66

    moi66 Registrierter Benutzer

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    Hallo Norchen,
    ich nehm Klimaktoplant N, hat einer Freundin gut geholfen und auch mir erst mal, wogegen meine Gyn meinte, dies seien alles Nahrungsergänzungsmittel, sie könne weder zu- noch abraten, da helfe nur ausprobieren.
    Hallo Moni
    Johanniskraut hat mir der Rhematologe dringend von abgeraten.
     
  6. moni3

    moni3 Registrierter Benutzer

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    Okay moi 66
    .warum?
    Mir,hat,es,der gyn geraten der aber,weis,das ich arthrithis,habe.glg
     
  7. Clara07

    Clara07 Registrierter Benutzer

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    Johanniskraut wirkt antriebssteigernd. In so fern ist es genau das Mittel, was man bei einigen Depressionen ganz und gar nicht nehmen sollte.


    Hi Moi,

    ich würde mir die Werte geben lassen und dann damit eine zweite Meinung einholen. Es gibt dazu höchst unterschiedliche Meinungen. Allerdings gilt es Grenzwerte zu beachten. Neben Frauenärzten wissen auch Endokrinologen, wo es gefährlich wird. Wenn man Cortison nimmt, geht man doch regelmäßig zur Osteoporose-Kontrolle. Es wäre doch interessant auch den Wert zu kennen.

    Liebe Grüße
    Clara
     
  8. norchen

    norchen Registrierter Benutzer

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    Moi danke, habe mir gleich mal bestellt....probieren werde ich es jetzt auf jede fall:rolleyes:
     
  9. moni3

    moni3 Registrierter Benutzer

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    Danke kati.doch ich nehm schon cortsison und,mabthera gegen arthritis.danke werd morgn meinen rheuma doc genau fragn.glg
     
  10. moi66

    moi66 Registrierter Benutzer

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    Moni, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hatte der Rheumatologe auch erwähnt, dass Johanniskraut die Leber belasten kann und weil ich da eh nicht mehr im idealen Bereich bin, hab ich es dann gelassen.
    Die Werte will ich mir auf jeden Fall holen, werde ich mich morgen mal direkt drum kümmern.
    Danke Euch erst mal!
     
  11. moi66

    moi66 Registrierter Benutzer

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    Ich hab mir heute die Werte geben lassen und bin damit zu meinem Hausarzt getapert.
    Dem fiel leicht die Kinnlade runter - so niedrig hätte er noch selten gesehen.
    Seiner Einschätzung nach erhöhen die sehr niedrigen Werte das Osteoporose-Risiko erheblich, außerdem sagt er auch, dass das Risiko der HET deutlich geringer geworden ist und mit engmaschiger Vorsorge seiner Einschätzung nach absolut akzeptabel, wenn man es gegen das Osteoporoserisiko abwägt.
    Bei diesen Werten wäre seiner Einschätzung nach auch mit pflanzlichen ("Phyto-Östrogen") nicht mehr viel zu reißen und er hat mir geraten, meine Gyn zeitnah aufzusuchen. Ich hab für morgen einen Termin, weil jemand abgesprungen ist.
    Werte: FSH: 160,8 (Normbereich postmenopause: 25,8-134,8)
    Oestradiol: 5.0 (Referenz Präpubertär 6,0-27, Follikelphase 12,5-166, Ovulationsphase 85,8-498, Lutealphase 43,8-211)
    Schilddrüsenwerte sind alle ok.
    Ich breche meine Recherche jetzt ab - Entscheidung ist für mich getroffen, ich werd mich morgen mit der Ärztin unterhalten und sehen, was sie mir verordnet und wie es wirkt. Danach wird es sich vermutlich auch richten, wie lange ich das mache.
    Danke für Eure Mühe.
     
  12. nordlicht hb

    nordlicht hb Registrierter Benutzer

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    Hallo Moi,
    ich drücke dir die Daumen, dass du morgen bei deiner Gyn eine gute Beratung und dann auch entsprechende Medikamente bekommst! Wäre toll, wenn du hier noch mal schreibst - früher oder später "erwischt" es uns Frauen ja doch;-)
    LG vom nordlicht
     
  13. moi66

    moi66 Registrierter Benutzer

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    Tja.. fast ein Jahr später..
    Ich habe zunächst ein Spray verordnet bekommen, was zuerst gut aufgenommen wurde - die Werte gingen hoch, ich hab mich auch viel besser gefühlt - dann aber gingen innerhalb weniger Wochen die Werte wieder runter, der Effekt auch. Umstellung auf Pflaster, das hat die Östrogenwerte stabilisiert, ich hab aber keine große Änderung in meinem Befinden festgestellt. Ich hab dann mit der Gyn entschieden, das erst mal ein paar Monate laufen zu lassen und dann mal zu gucken. Es hat sich nix geändert, und ich hab mich emotional zunehmend unwohl mit der HET gefühlt.
    Im August dann noch mal Rücksprache mit Rheumatologe ("Wenn es NUR um Osteoporose allein geht, ist HET nicht das Mittel der Wahl) und der Gyn ("Wenn sich Ihr Allgemeinbefinden nicht AUCH gebessert hat - weg damit.")
    Eine Knochendichtemessung hat ergeben, dass aktuell alles im "Grünen Bereich" ist - nächste Kontrolle in 5 Jahren angeraten.
    Seit zwei Monaten nehme ich Duloxalta 30 mg, was gegen die ausgeprägte Müdigkeit und Erschöpfung geholfen hat. Seitdem sind auch die Schmerzen weniger geworden, ein Nebeneffekt, den ich gern hinnehme
    :1blue1:
    Das Schwitzen ist nicht ganz weg, ich würd mal sagen - bei Anlass übertrieben. Ich breche nicht ohne Anlass in Schwitzen aus, aber wenn was Peinliches passiert oder ich mich etwas anstrenge, bin ich gleich wie in der Sauna. Aber damit kann ich leben - Deo und ein Wechsel-T-Shirt liegen im Büro im Schrank ;)
    Zusammenfassung für mich persönlich: Auch im Nachhinein kann ich zu meiner Entscheidung, der HET einen Versuch zu geben, stehen, bin aber froh, dass der Versuch vorbei ist.
    LG
    Moi
     
  14. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Hormonersatztherapie war für mich nie ein Thema und ich hätte dafür auch nie was genommen. Die Wechseljahre hab ich so gut wie durch (Merke ich unter anderem jetzt daran, friere wieder wie vor Beginn dieser), Monatsblutung gibt es seit über 5 Jahren nicht mehr. Hatte sicher auch Wechseljahrbeschwerden, wusste aber nicht das es welche sind und hab sie wohl auch so ausgehalten oder so. Meine Werte hab ich beim Gyn diesbezüglich nie messen lassen, so verlässlich sind diese Messungen nämlich nicht und es kommt auch drauf an, wie der jeweilige Gyn darüber "denkt". Heute bin ich froh das ich es so gemacht habe, da in der Verwandtschaft Brustkrebs ein Thema ist und auch meine Mutter letztes Jahr an Brustkrebs erkrankte, hatte letztes Jahr eine komplette Brustamputation. Eine andere Verwandte, etwas jünger wie ich hat mittlerweile beide Brüste amputiert. Vorher erst nur einen Teil entfernt, dann kam der Krebs wieder, dann eine Brust entfernt, letztendlich ging es dann in der zweiten Brust los und dann wollte sie die sofort gleich ganz weg, zum Glück hatte bei ihr und meiner Mutter der Krebs sich noch nicht im ganzen Körper verteilt.

    Und die beiden sind nicht die einzigen Fälle in unserer Verwandtschaft/Familienclan. Hab die beiden jetzt nur als Beispiel hergenommen. Meine Mutter hatte mehrere Jahre Hormonersatztherapie, damals war das noch "Gang und Gebe".

    Ich habe trotzdem jetzt keine manifeste Osteoporose bekommen ohne Hormonersatztherapie.
     
    #14 19. November 2017
    Zuletzt bearbeitet: 20. November 2017
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