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Nun bin ich auch auf der Psychoschiene gelandet!!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Treito, 22. November 2007.

  1. Treito

    Treito Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich war eben bei meiner Hausärztin. Viele werden das Problem schon kennen, sagt sie mir doch glatt, dass meine Schmerzen nicht von der rheumatoiden Arthritis kommen, sondern hauptsächlich psychischer Natur sind und ich solle zum Psychiater und mir Antidepressiva verschreben lassen!
    Hallo? Bin ich im falschen Film oder wie?
    Das kann doch nicht alles wahr sein.

    Gruß,

    Sven
     
  2. kucki68

    kucki68 Neues Mitglied

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    Hallo Sven,
    wieso gehst du bei rheumatischen Beschwerden zum Hausarzt? Hast du einen Rheumatologen ? Denn nur der kennt sich (hoffentlich) mit dieser Erkrankung aus und kann dich ggf. korrigierend medikamentös einstellen. Nimmst du denn Medikamente für dein Rheuma ?

    Gruß
    Kucki

    PS: Es ist sicherlich bekannt, dass auch Antidepressiva bei Schmerzen eingesetzt werden, das ist schon richtig, jedoch sollte dies nicht dein Hausarzt entscheiden....
     
  3. Treito

    Treito Neues Mitglied

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    Hallo Kucki,

    meine HÄ soll die Blutwerte kontrollieren, macht die Krankschreibung usw. Zum Rheumatologen gehts am Dienstag wieder.

    Gruß,

    Sven
     
  4. Bodo

    Bodo (Mittel)alter Hund

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    Hallo Sven,

    da macht es sich Deine Ärztin m.E. etwas leicht.
    Deine Krankheit ist ja diagnostiziert und sicher gab es bei der Synovektomie auch einen pathologischer Befund.

    Lass Dich nicht irre machen und bespreche das mit Deinem Rheumatologen.

    Ich für meinen Teil muss aber sagen, daß ich mich schlechter fühle, wenn ich Stress oder Ärger habe. Da knurren meine Knochen und die Fibo haut in die Vollen. Die Psyche regiert bei mir mit. Mit den Antidepressiva (niedrige Dosis) geht es mir besser.

    Gruß
    Bodo
     
  5. Treito

    Treito Neues Mitglied

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    Hallo bodo,

    womit wir beim Thema wären: Was war zuerst da?
    Klar zieht mich die Krankheit momentan runter, da die Basismedis auch nicht wirken, aber deswegen alles auf die Psychoschiene zu verdammen und zu behaupten dass deswegen die Medis nich wirken finde ich schon hammerhart!

    gruß,

    Sven
     
  6. kucki68

    kucki68 Neues Mitglied

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    Na dann würde ich das am Dienstag beim Rheumatologen auch ansprechen.

    Welche Medis nimmst du denn nun aktuell ?
     
  7. Treito

    Treito Neues Mitglied

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    Na die Medis sind in meiner Vita, Link ist in der Signatur ;)
     
  8. kucki68

    kucki68 Neues Mitglied

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    @ Sven
    Siehste ! Also Dienstag evtl. doch mal ansprechen......
    Gruß Kucki

    PS: Berichte dann mal weiter.....
     
    #8 22. November 2007
    Zuletzt bearbeitet: 22. November 2007
  9. Christi

    Christi Mitglied

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    hallo sven,

    das mit der psychoschiene kenne ich nur zu gut, damit habe ich schon jahrelang zu kämpfen. manche symptome wurden auf die psychoschiene geschoben, was ich jetzt immer wieder büßen muß, weil mittlerweile chronifizierungen aufgetreten sind, die sich dann schwer behandeln lassen. zu dem antidepressivum kann ich nur sagen, ich nehme auch eins und zwar cymbalta, das soll ja auch in der schmerztherapie angewandt werden und ist somit ziemlich verbreitet. das wäre nicht das schlimmste, aber mit deinen diagnosen würd ich mich nicht dahin abschieben lassen. was sagen denn eigentlich deine blutwerte dazu? ich habe seronegative cp. da ist es manchmal schon ziemlich schwer zu diagnostizieren.

    aber wie die anderen schon geschrieben haben, dein rheumadoc ist der kompetentere mann dafür.

    liebe grüße
    christi
     
  10. Treito

    Treito Neues Mitglied

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    Hallo Christi,

    ich bin auch seronegativ, CCP liegt bei 4,4 und jetzt "neu" LDH bei 299, wurde das erste mal getestet. CRP ist mittlerweile auf 1,2 gestiegen aber somit ja noch voll in der Norm, Leukozyten waren letztes Mal leicht erhöht, waren nun aber auch wieder okay.

    Gruß,

    Sven
     
  11. snowgirl

    snowgirl Neues Mitglied

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    hallo sven,
    lass dich bitte nicht verrückt machen von deinem Hausarzt.
    Ich würde auch erst mal die Diagnose vom Rheumadoc abwarten und auch nicht gleich Antidepressiva nehmen. Aber ich selber merke auch wenn ich viel Stress und Ärger habe ist mein Gemüt manchmal auch was angeschlagen.
    Kläre alles ganz in Ruhe mit deinem Rheumadoc, ich hoffe du hast auch einen guten der sich viel Zeit für Dich nimmt. Meiner macht es jedenfalls.
    Liebe Grüsse
    Eva
     
  12. Sylvia_cP

    Sylvia_cP Das Froschi

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    Hallo Sven,

    auch ich habe seronegative RA seit mehr als 2 Jahrzehnten.
    Ich staune, dass bei mir in all den Jahren der RA-Karriere noch kein Arzt auf die Idee gekommen ist, meine RA sei psychisch, aber es sind wohl mittlerweile auch die Langzeitschäden bei mir zu deutlich sichtbar und ich wurde von Beginn an mit meinen Beschwerden immer Ernst genommen, was leider oftmals wenn ich hier im Forum lese nicht der Fall ist.

    Nichts desto trotz:
    1.) Lass dich nicht unterkriegen und von deiner HÄ verunsichern, das ist völliger Quatsch!!! Ignorier das einfach fertig aus.
    2.) Gehe weiterhin zum Rheumatologen, denn nur er gibt die Schiene vor wo's für dich langgeht - NIEMAND Anderer!!! Besprich aber auch mit ihm, dass es dir ev. psychisch nicht so toll geht, er wird dich in jedem Fall Ernst nehmen. Wenn nicht dann such dir einen anderen Rheumatologen.

    Was mich bei dir aber sehr irritiert, du nimmst wirklich 3 Baismedis??? Das erscheint mir schon ein ziemlicher Hammer-Cocktail. Gerade Sulfasalazin ist nicht zu unterschätzen und geht doch sehr auf's Gemüt, mir selbst war das erst deutlich bewusst nachdem ich auf MTX umgestellt wurde.
    Ich hatte die von dir angeführten Basismedis hintereinander bekommen und zwischen Quensil und Sulfasalazin auch noch 10 Jahre lang Gold.

    Halt uns am Laufenden und versuch die Aussage deiner HÄ einfach von deiner Festplatte zu löschen, das ist nur unnötiger Müll...
     
  13. üpoi

    üpoi Neues Mitglied

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    Lass dir auf keinen Fall helfen!!

    Weise jeden Gedanken an die Möglichkeit einer psychischen (Mit)Ursache weit von dir und gehe davon aus, dass deine Hausärztin doof und inkompetent ist. Beschränke dich ausschließlich auf körperliche rheumatische Beschwerden und steigere die Dosis und die Stärke der Rheuma-Medis, falls sie bisher nicht geholfen haben. Viel hilft (bestimmt) viel.

    Ich war gerade sechs Wochen in der psychosomatischen Klinik mit intensiver Psychotherapie und nehme jetzt ein Jahr lang eine minimale Dosis Antidepressiva. Bis dahin habe ich 7 Jahre gegen Rheuma gekämpft. Für dich ist das natürlich nichts.:D
     
  14. Treito

    Treito Neues Mitglied

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    Hallo,

    ja Sylvia ich nehme die drei Medis auf einmal. Naja das Quensyl zeigt eine minimale Wirkung, von daher wird das nicht abgesetzt, da wäre ich ja schön blöd. Darum kam das MTX dazu. Das Sulfa kam dann noch mit dazu, weil es mir immer schlechter ging (und es immernoch weitergeht) und man leichte Veränderungen an den Händen schon mit bloßem Auge sehen kann!
    Die Kombi aus diesen drei Medis scheuin durchaus üblich zu sein, hatte hier auch irgendwo bei RO auch was drüber gefunden. Ich schätze mal, dass der Rheumadoc sicherstellen will, dass bald mal irgendwas richtig durchgreift, wenig Corti nehme ich ja nicht gerade.
    Mein Rheumadoc scheint kompetent zu sein, gehört aber nicht gerade zu den redseeligen Docs, das ist aber "hier" auch bekannt. Naja soll er lieber "schweigend" sein Ding durchziehen, Hauptsache es hilft. Was nützen mir denn redseelige Docs wenn da nur Müll bei rauskommt?

    @üpoi die Steigerung überlasse ich dann dem Rheumadoc.

    Gruß,

    Sven
     
  15. Treito

    Treito Neues Mitglied

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    Hallo,

    meine Physiotherapeutin findet es absolut lächerlich, meine Orthopädin wird auch so drüber denken.

    Gruß,

    Sven
     
  16. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    hallo sven,

    wieso kann das nicht wahr sein? Chronisch krank, arbeitslos. GdB 30 und erst 30 Jahre jung. Sicher kommen Schmerzen von einer chronischen Erkrankung aber deine Lebensumstände sind nicht gerade förderlich um ein Medikament zur Wirkung kommen zu lassen. Was ist so schwierig daran mal mit einem Therapeuten den ganzen Mist durchzusprechen?

    Psochosomatisch bedeutet nicht daß da nichts ist. Es bedeutet auch nicht daß man sich eine Krankheit einbildet. Psychosomatisch bedeutet daß seelische Konflikte verdrängt werden und der Organismus mit Schmerzen auf diese Verdrängung reagiert. Wird diese Verdrängung zum Dauerzustand kann es passieren daß Organe und/oder Gelenke mit krank werden. Es ist also ratsam
    mal eien Therapeuten aufzusuchen und sei es nur um sich mal den Begriff Psychosomatik erläutern zu lassen.

    herzlichst grummel
     
  17. Treito

    Treito Neues Mitglied

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    Nene Grummelzack, so siehst Du das falsch.
    Ich bin in psychotherapeutischer Behandlung, streite ja auch nicht ab, dass da was mit einspielt.
    Aber laut Aussage meiner HÄ, wäre die RA lediglich ein Symptom einer grundliegenden psychischen Erkrankung und ich solle zum Psychiater(!), damit meine Schmerzen mit Antidepressiva behandelt werden können. Also Corti und Co weg, dafür Antidep. Das finde ich unter aller Sau, mich vollkommen auf die Schiene abschieben zu wollen.
     
  18. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Sven,

    klar, wenn Du Stress hast, dann kommt auch das körperliche. Die Ärzte sagen nicht umsonst, wir sollen jeglichen Stress vermeiden...

    Manchmal ist es vielleicht auch ganz hilfreich, wenn wir uns die Sorgen von der Seele reden können...

    Ich wünsche Dir gute Besserung in jeglicher Hinsicht..
    Viele Grüße
    Colana
     
  19. torsten69

    torsten69 Mitglied

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    schließe mich voll an
    bin auch in psycho Behandlung auch mein ha meite das ist reine kopfsache heute denk er anders darüber auch ein ha kann dazu lernen

    bin froh meinen psychologen gefunden zu haben die paar schönen jahre die mir noch bleiben
    die ängste und sorgen die die ra so mitbring möchte ich nicht meiner fam. aufs auge drücken
     
  20. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    hallo sven,

    sie ist nur eine hausärztin mehr kann man nicht von allgem. medizinern erwarten.

    Ich bestreite nicht daß eine sich wehrende seele eine ra verursachen kann.es ist eher genau umgekehrt, deine schmerzen sind ein symptom die eine ra verursachen. wenn deine ra röntgen- mtr- und labortechnisch auch nur den kleinsten hinweis darauf gibt daß sie vorhanden ist, dann ist es falsch eine medikamentöse therapie über bord zu werfen und auf antidepressiva umzusteigen.

    ich kann mir eher vorstellen eine kombination von beiden worauf allerding peinlichst genau auf die wechselwirkungen zwischen antidepressiva, dmards und nsar zu achten ist. unterstützend dazu, damit diese chemococktails auch eine wirkung zeigen ist eine gesprächstherapie weiterhin unerläßlich. du kannst aber deiner hausärztin keinen vorwurf machen, sie weiß es halt nicht besser.

    wenn du dein corti und den rest, (welcher bitte ist das genau?) weiterhin nehmen möchtest, mußt du deine hausärztin davon überzeugen daß sie einem irrtum unterlag. bringt das nicht den gewünschten erfolg dann solltest du wechseln.

    ich wünsch dir viel erfolg und gute besserung

    herzlichst grummel