Ich habe noch vergessen zu schreiben, dass die Blutsenkung normal ist. Also kann doch gar nichts sein, oder ?
Die weissen Blutkörperchen sind bei 23.000. Mit diesem Wert kann ich nicht viel anfangen, der Hausarzt meinte nur, dass das Cortison auch die Blutkörperchen nach oben getrieben hätte.
Wenn ich nun alles zusammenrechne:
- Geburt meiner Tochter vor drei Jahren
- kurz danach Schmerzen im linken Handgelenk, Hitzegefühl
- Behandlung mit Schmerzmittel und Cortison durch meinen Hausarzt
- Behandlung schlug nach ein paar Tagen schon an
dieses Mal:
- Schmerzen in Händen und Füssen seit Beginn des Winters
(an manchen Tagen unerträgliche Schmerzen, an anderen nur Steifigkeit)
- die Finger und Füsse sind zeitweise sehr stark geschwollen, heiss, ungelenk
- ich kann mich manchmal nicht abstützen, weil das Handgelenk so stark schmerzt
- an anderen Tagen nur Steifigkeit, die sich bis über Mittag hinzieht
- in Ruhestellung vermehrtes Hitzegefühl und Anschwellung
- Kälte tut mir sehr gut, besonders an den Fingern (ich kühle viel)
- seit drei 1/2 Wochen extrem starke Schmerzen in Händen und manchmal auch Füssen
- an anderen Tagen vermehrte Schwellung nachmittags, besonders in den Füssen
- Behandlung durch den Hausarzt mit Cortison
- anfangs drei Tage 50 mg Predni H, wurde dann schnell auf 100 mg erhöht
- zusätzlich dreimal täglich 50 mg Diclac
- Überweisung zum Skelettszinti nach zwei Wochen
- ich nahm also bereits zwei Wochen 100 mg Cortison täglich
- Skelettszinti unauffällig
- letztes Wochenende schier unerträgliche Schmerzen, Montags zum Hausarzt
- Blutentnahme, Überweisung in die Rheumaklinik
- der Professor der Rheumaklinik untersuchte Hände und Füsse, befragte mich nach dem bisherigen Verlauf und den Behandlungsmethoden
- ebenfalls nochmal Blutabnahme in der Klinik
- der Prof meint, zu 80 % sei er sich sicher, dass eine rheumatische Erkrankung vorliegt, da mir bestimmte Griffe wehtun, ich viele Faktoren erfülle (Steifigkeit, Schmerzen, Schwellungen)
- wobei er meinte, die Schwellungen seien nun nicht so stark ausgeprägt, evtl. durch das Cortison unterdrückt
- seit Dienstag nehme ich nur noch 20 mg Cortison zu dem Schmerzmittel
- nun soll ich morgen Mittag nochmals zu ihm
- er wollte das Blutbild abwarten, befragte mich aber auch nach meinem Beruf, wovor ich am meisten Angst hätte
- ich erzählte ihm, dass ich am meisten Angst vor Bewegungsunfähigkeit und Schmerzen hätte
- er meint, man könne mir sehr gut helfen, da ich noch im Anfangsstadium wäre
- auf der anderen Seite hat er mir doch aber erzählt, dass er sich nur zu 80 % sicher ist, dass es rheumatoide Arthritis ist
- er zeigte mich anderen Kollegen, um das Frühstadium zu demonstrieren
- meinte, die Diagnose sei noch nicht gesichert, aber es spricht vieles dafür
- und nun das Blutergebnis bei meinem Hausarzt:
- Blutsenkung normal
- CRP- Wert auch nicht wirklich erhöht
- dafür 23.000 weisse Blutkörperchen, die aber auch durch das Cortison so angestiegen sein könnten
- laut Hausarzt halt nichts, was auf eine Rheumaerkrankung hinweisen kann
- er meint, meine Schmerzen stehen im krassen Gegensatz zu meinen Blutwerten
Jaja, ich simuliere nur....
Was haltet ihr davon ? Ich bin gerade so beschwingt, kann gar nicht glauben, dass nach dem Blutergebnis eine Rheumaerkrankung vorliegen kann. Und ich weigere mich zu glauben, dass nur durch das Cortison alles so verfälscht wurde.
Was haltet ihr von dem Verhalten des Arztes ? Er wird mir morgen doch sicher sagen:
"Das Blut ist so unauffällig, das ist was anderes. Nehmen Sie mal die und die Tabletten, und dann ist der Spuk bald vorbei."
Bitte sagt mir eure Meinung.
Danke, danke, danke von einer momentan ziemlich glücklich beschwingten
Manuela