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Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Lächeln, 28. Juli 2013.

  1. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Hallo zusammen!

    Ich bin Mitte 50 und habe seit 3 Monaten zunehmend Symptome:

    zunächst ein seltsames Anschwellen an den Handrücken zwischen den Fingergrundgelenken
    dann fingen die Hände an, weh zu tun, mal hier mal da
    das durchstrecken der Hand wird zunehmend schmerzhaft, aber noch gut auszuhalten
    an den Füssen habe ich die gleichen Schwellungen, die Schmerzen sind geringer
    die Schwellungen betreffen inzwischen auch die Handgelenke
    die Fingerkuppen schwellen besonders an, die Haut fühlt sich ganz komisch an, ungefähr so, wie wenn man sich eine Blase gelaufen hätte und sind immer rot
    manchmal wache ich nachts auf und der ganze Körper tut weh, auch tagsüber tut mir alles mögliche weh
    Die Adern an Händen und Füßen treten hervor und sind gut sichtbar
    und nun kam seit 3 Tagen dazu: schon nach relativ geringen Anstrengungen (Lebensmitteleinkauf) ein Gefühl der absoluten Kraftlosigkeit

    sehr erschöpft bin ich schon lange, das kann auch andere Ursachen haben.

    Mein Hausarzt meinte, es deute auf Rheuma hin und sprach vom Rheumatologen, hat sich dann aber doch nicht entschließen können, mit eine Überweisung zu geben, bevor er Urlaub machte. Mein Internist, bei dem ich wegen leberproblemen bin, hat sich die Hände auch angeschaut, auch vom Rheumatologen gesprochen und mir eine Überweisung gegeben. Da in unserer Gegend ein neuer Rheumatologe aufgemacht hat, habe ich dort bereits in 10 Tagen einen Termin.

    Auf der Überweisung steht: Verdacht auch beginndende rheumatoide Arthritis

    Da würden meine Symptome ganz gut dazupassen, lediglich die aufgequollenen Fingerspitzen (eher das oberste Fingerglied) und diese plötzlichen Schwächeanfälle kann ich mir nicht so richtig erklären.

    Ich wäre dankbar, wenn mir jemand was dazu sagen könnte.
     
  2. ellli

    ellli Mitglied

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    sympthome

    Hallo,

    ich hatte so ähnliche Symptome wie du, geschwollene Finger, sie wurden mehrmals am Tag heiß die Adern kamen hervor. Hatte das Gefühl das ich sie ins kalte Wasser tuen müsste. Als es nach mehreren Minuten wieder vorbei war, wurden sie kalt. Habe das R. Raynaud Syndrom. Das ganze war besonders schlimm als ich einen Entzündungsschub mit hohen ANA-Werten hatte. Man hat mir in der Rheumaklinik andifferenzierbare Kollagenose diagnostiziert. Das ganze fing letztes Jahr Januar an mit geschwollenen Finger und extreme Müdigkeit, dazu kraftlos.
    Der Termin beim Rheumatologen für dich ist prima, da bist du an der richtigen Stelle. Spreche ihn mal auf Kollagenose an.
    Vieleicht nimmt er bestimmte Blutwerte ab die dich weiter bringen.
    Drücke dir feste die Daumen das du Klarheit bekommst.

    Viele Grüsse
    Elli
     
  3. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Danke für eure Antworten. Das tut gut!

    Ich hab zufällig in den nächsten 8 Tagen Termine beim Augenarzt, Hautarzt und Orthopäden. Sind eigentlich alles Routinetermine (bin kurzzsichtig, hab einen vernarbenden Haarausfall und von Kind auf eine Skoliose). Aber nun werde ich die Termine nützen und nachfragen, denn ich hab hier gelesen, dass Augen, Haut usw. manchmal auch betroffen sein können.

    Ich bin aus psychischen Gründen seit eineinhalb Jahren krankgeschrieben und wollte im September mit der Wiedereingliederung beginnen. Ich hoffe, dass das trotzdem klappt.

    LG
    Lächeln
     
  4. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Lächeln,
    herzlich willkommen hier! :)
    Super, dass du so schnell einen Rheumatologentermin bekommen hast.
    Nur zu deiner Info, falls man im Blut nichts findet: Es gibt viele "seronegative" Rheumaformen, auch die rheumatoide Arthritis, bei denen es keinen Rheumafaktor gibt. Das heißt aber nicht, dass man nichts hat (viele Ärzte reden so, deshalb möchte ich dich vorab schon darauf aufmerksam machen).
    Ich wünsche dir, dass du bis zu deiner Wiedereingliederung stabil wirst und bleibst. :vb_cool:
     
  5. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Danke für die Hinweise. Ich hatte Ende April einen ANA Wert von 1:100, Muster homogen/fleckförmig. Drunter steht vom Labor, dass man sowohl in Richtung Kollagnose als auch in Richtung Rheumatoide Arthritis weitersuchen könnte.

    Vor drei Wochen wurde beim Leberspezialisten Blut genommen, auch da gibt es eine ANA Angabe, allerdings mit einem seltsamen Zusatz (ÄIEUA oder so ähnlich) und der Angabe negativ.

    CRP ist von 6,4 auf 8,8 gestiegen (bei bis zu 5 als normal).

    Gestern bei der Augenärztin hab ich auf den Rheumaverdacht hingewiesen, aber von den Augen her ist alles in Ordnung, aber sie möchte, dass ich in Zukunft zweimal jährlich zur Kontrolle komme. Allerdings habe ich am Augenlid eine komische Stelle, da muss ich jetzt für 2 Wochen Salbe drauftun und wenn es dann nicht weg ist, muss eine Biopsie gemacht werden, ob es sich um einen Tumor handelt. Toll, noch was, was beobachtet und abgeklärt werden muss.
     
  6. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    So, nun war ich heute beim Orthopäden (ich bin erst das 2. Mal zu ihm gegangen, war erst einmal dort, nachdem ich nach einem Mini-Unfall Schulterschmerzen hatte).
    Ich hab in den letzten Monaten Schmerzen im rechten Bein, die von der Hüfte bis in den Unterschenkel ausstrahlen. Ich hab von Kind auf ne Skoliose, war vor 25 und vor 15 Jahren in Reha deswegen. Leider habe ich von damals keine Berichte, da hat man ja noch nicht alles selber in die hand bekommen. ich erinnere mich noch an Begriffe wie Spondylarthrose, Chondrose ? und dass der Arzt sagte, ich würde zu denen mit massiveren Schäden gehören und das Problem sei nicht operabel. Ich hatte dieses Schmerzen über viele jahre massiv, konnte oft nur 20 Minuten-weise schlafen, nicht mehr alleine einkaufen usw. Dann hatte ich jetzt fast 10 Jahre Ruhe, davon habe ich mehrere jahre in Afirka gelebt, vielleicht hat mir das Klima gutgetan. Aber nun sind sie wieder da, allerdings (noch?) nicht so schlimm wie damals.
    Ich also zu diesem Orthopäden. Natürlich kam der Vorführeffekt, obwohl ich vorher noch in der Stadt "herumgestanden" bin. Wir haben kurz geredet, er hat sich Wirbelsäule und Bein angeschaut und an einer bestimmten Stelle hat es sehr wehgetan, wenn er gedrückt hat. Und beim durchbewegen des Beins tat die rechte Hüfte gemein weh. Also LWS und Hüfte geröngt. Hüfte ist in Ordnung. Juhu - es ist etwas in Ordnung! Na ja, bei der Wirbelsäule sagte ungefähr das gleiche wie damals in der Reha. Ich hab auch das jetzt als gutes Zeichen gewertet, dass keine massive Verschlechterung eingetreten ist.
    Ich hab ihn auch auf die geschwollenen Hände und Füße angesprochen, aber dazugesagt, dass ich einen Termin beim Rheumatologen hätte. Er sofort: das wollte ich gerade auch sagen, dass gehört dorthin. Fand ich gut, dass er sich da nicht einmischen will bzw. sauber abgrenzt und das Fachwissen von anderen Bereichen anerkennt.

    Jetzt hab ich noch eine Frage euch. Ich hab ein Rezept für KG und manuelle Therapie. Die Sprechstundenhilfe sagte, ich müsse damit innerhalb von 10 Tagen den ersten Termin haben. Nun gehen wir aber in 12 Tagen für 2 Wochen in Urlaub. Es macht doch keinen Sinn, jetzt noch 1 Termin reinzuquetschen und die anderen Termine dann nach dem Urlaub zu machen, oder?
    Soll ich lieber abwarten und mein Rezept nach dem Urlaub beim Arzt aktualisieren lassen? Geht das?

    LG
    Lächeln
     
  7. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Mit den Verordnungen muss man es sehr genau nehmen, sonst streikt die Krankenkasse, besonders die AOK. Es müssen die 10 Tage sein für die erste Behandlung. Und man muss auch die Abstände genau einhalten - wenn es also heißt "2 x pro Woche", dann muss das auch stimmen.
    Da dies aber meist schwierig durchzuführen ist, sind die meisten KG-Praxen bereit, das jeweilige Datum etwas abzuändern. Denn wenn man offiziell sich nicht dran halten kann, muss man es der KK gut begründen, z. B. dass eine OP war. Wegen Urlaubs oder sonstigen Unwichtigkeiten akzeptiert die KK das nicht.
    Meistens aber bekommt man so schnell keinen Termin, ein bisschen warten muss man immer. Am besten rufst du gleich in der Praxis an und machst Termine für nach dem Urlaub und lässt die Verordnung neu ausstellen.
     
  8. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Heute war ich beim Hausarzt und hab den Bericht des Rheumatologen bekommen. Er schreibt, dass "es durchaus möglich ist, dass ich eine seronegative RA" habe. Im Moment sei es eine mäßige Aktivität.
    Ironie on: Ich liebe klare Aussagen" Ironie off

    Ich schreib euch mal ein paar der abweichenden Werte auf:

    Blutsenkung 60 mm/h (o,o - 25,0)
    MCHC 31,2 g/dl (32 - 36)
    ALAT (GPT) 50 U/L ( 10 - 35)
    Kreatinin 1,11 mg/dl (0,49 - 0,96)
    Ferritin 373 ug/l (10 - 291)
    a2Globulin 12,7 % (7,1 - 11,8)
    CRP 1,47 mg/dl (0,0 - 0,5)
    C3Komplement 222 mg/dl (90 - 180)
    ANA positiv
    IgG-Ana 1 : 320, feingesprenkelt

    Der Rheumatologe hat geschrieben, ich soll zum Nephrologen, weil die Nierenwerte nicht stimmen würden. Gut, werde ich mir einen Termin besorgen. Allerdings stimmen die Werte bei mir schon lange nicht und man hat auch schon mal ne Blasenspiegelung gemacht und nichts gefunden. Aber sooo schlecht, dass man eine Nierenbiopsie machen musste, war es dann doch nicht.

    Und dann hat mein Hausarzt noch einiges gesagt, das muss ich erst verarbeiten. Ich muss dazu sagen, dass wir uns als Kinder gekannt haben und er mich seit Jahren sehr verständnisvoll begleitet. Heute hat er gesagt, dass es für ihn sehr fraglich sei, ob das wirklich sein könnte, dass plötzlich in allen möglichen Köperbereichen Probleme auftreten. Es sei möglich aber sehr selten. Dass er die Gefahr sieht, dass wir immer weiter untersuchen und dadurch noch irgendwas finden und ich mich dadurch kränker fühlen würde und nicht umgekehrt. Ich hab dann darauf hingewiesen, dass ich ja meine Leberwerte nicht erfinde, dass die Schwellungen sichtbar sind, die Entzündungswerte da sind usw. Daraufhin meinte er, dass das zwar alles da sei, aber in keinem Bereich gibt es eine klare Erklärung dafür und ob nicht meine Psyche da mit hineinspielt. Er hat mir nicht unterstellt, dass ich etwas erfinde, sondern dass es sich für mich so darstellt. Aber ob die eigentliche Ursache wirklich im köperlichen Bereich zu suchen ist, das wollte er infrage stellen.
    Wir haben vereinbart, dass ich das bedenken werde, aber es im Moment nicht so sehen kann.
     
  9. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Lächeln

    Hat denn Hausarzt auch eine Erklärung dafür, wie deine Psyche die Blutsenkung von 60 mm in der ersten Stunde steuert??

    Im Ernst: ich würde an deiner Stelle mit dem Rheumatologen in Kontakt bleiben. Übrigens braucht es keine Ironie für die "klare" Aussage - auch wenn es vielen Betroffenen nicht gefällt, ist eine präzise Aussage nicht immer und schon gar nicht immer von Anfang an möglich ;)

    Grüße, Frau Meier
     
  10. murmeltier123

    murmeltier123 Mitglied

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    Ferritin

    Hallo, beim Lesen deines Ferritinwertes bin ich erschrocken, wenn er so ist wie geschrieben. Bin kein Arzt. Aber schau auf die Leber. Alles Gute! :)
     
  11. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Danke für eure schnellen Rückmeldungen. Das tut gut!

    Natürlich gehe ich weiterhin zum Rheumatologen und der Hausarzt hat mir auch eine Überweisung zum Nephrologen gegeben. Er hat nicht gesagt, ich sollte da nicht hingehen.

    Vermutlich muss ich ihm dankbar sein, dass er mich als ganze Person sieht und nicht nur als Summe meiner Blutwerte - und ich habe ja auch eine psychische Diagnose, allerdings dachte ich, dass ich die psychische Seite recht gut bearbeitet hätte.

    Was den Ferritinwert angeht: der war im April bei 600! Damit fing eigentlich die ganze Abklärung der Leberwerte an. Eine Autoimmunhepatitis und eine Eisenspeicherkrankheit konnte inzwischen ausgeschlossen werden. Ich hab ne Fettleber und die Leber ist vergrößert. Im Oktober werden nochmal die Leberwerte ermittelt und dann entschieden ob eine Leberbiopsie nötig ist.

    LG
    Lächeln