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Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Soraya0905, 21. Juli 2006.

  1. Soraya0905

    Soraya0905 Neues Mitglied

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    Ein Hallo an alle hier im Forum,
    habe mich in den letzten Tagen hier durchgelesen und bin doch ein bissl erschrocken, sei es über Eure Schmerzberichte oder die von Euch eingestellten Bilder.
    Möchte mich erst einmal vorstellen und versuche es auch kurz zu halten. Bin 43 Jahre, weiblich, stehe derzeit noch voll meinen Mann im Job.
    Im Juni vorigen Jahres hatte ich erstmals Schmerzen im linken Handgelenk. Nicht zum Doc, da wie immer keine Zeit. Nach 4 Tagen war der Spuk beendet. Im Juli und August das selbe Theater, bin dann mal zum Doc, Blutwerte ok, nun ja. 2 Monate nix, aber der November brachte es dann wieder. Vom Hausarzt eine Überweisung zum Rheumatologen, Ende August habe ich nun meinen ersten Termin dort.
    Immer mal wieder Schmerzen, mittlerweile beide Hände und Kniee. Und
    am 17.07. dann wieder Schmerzen, am 18.-ten noch zur Arbeit - brav wie ich bin - , 2 Diclo eingeworfen, nicht geholfen, und um 17.30 Uhr zum Arzt. Schon ein Blick auf die Hand, da auch angeschwollen, "na das sieht nach CP aus". Nehme jetzt seit 19.-ten 40 mg Prednisolon + früh und abend je eine Beofenac 100 mg. Prednisolon wird alle 3 Tage um 5 mg gesenkt. Nun natürlich erst mal krank geschrieben.
    Hier kommt nun meine eigentliche Frage. Gestern nachmittag habe ich von den Hüften abwärts bis zu den Füßen ein Reißen, Stechen, Ziehen - boah, einfach nur extreme Schmerzen. Beide Knie angeschwollen, erhöhte Temperatur. Hab mich Sch... gefühlt. An Schlafen war in der Nacht nicht wirklich zu denken. Heute etwas weniger Schmerz, aber ich gebe zu, ist mir noch zu dolle. Vielleicht war ich auf solch eine Schmerzattacke auch nicht vorbereitet?
    Kann ich denn hier noch zusätzlich andere Mittelchen einwerfen? Wie kann ich einigermaßen problemlos bzw. schmerzfrei die Zeit bis zum Rheumatermin überstehen? Und dort wird mir ja auch nicht gleich geholfen werden?
    Vielen Dank für´s Zuhören, vielleicht hat ja jemand einen Rat für mich.

    Soraya0905
     
  2. Monic

    Monic Neues Mitglied

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    Hallo und herzlich willkommen hier im Forum :)

    ich an Deiner Stelle würde mal bei dem Rheumatologen anrufen und Deine schlimmen Schmerzen schildern, dann wird man sicherlich Deinen Termin vorziehen.
    So ist es mir damals auch gegangen, und als ich angerufen habe konnte ich schon in der darauf folgenden Woche in die Praxis kommen.
    Einen Versuch ist es Wert, laß nicht unnötig Zeit verstreichen, das ist doch nur quälerei.

    Ich wünsche Dir alles, alles Gute
    Gruß Monic
     
  3. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Hallo Soraya,

    ich habe auch cP (schau mal in meiner Signatur, von Anfang an alles aufgeschrieben) und mir haben irgendwann keine Schmerzmedis mehr geholfen - nur noch Cortison und dann eine Stoßtherapie. 150 mg, 3 Tage lang, dann 3 x 100, 3 x 50 Cortison und dann langsamer runter. Dazu gabs Diclo akut 75. Als ich bei ca. 20 mg war bekam ich vom Rheumadoc endlich meine Basismedikamente - heute bin ich auf 2-3 mg Cortison runter und komme ohne Schmerzmedikamente aus.

    Evtl. kann dein Hausdoc beim Rheumadoc telefonisch um einen früheren Termin anfragen (Dringlichkeit). War bei mir auch so - erst hätte ich drei Monate warten müssen, und dann waren es knapp 3 Wochen ... ;)

    > Hier findest du umfängliche Infos über cP: http://www.rheuma-online.de/krankheitsbilder/chronische-polyarthritis.html

    Herzlich willkommem hier!
    Rosarot
     
  4. Soraya0905

    Soraya0905 Neues Mitglied

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    Vielen Dank Euch Beiden für die schnellen Antworten,

    auf das Einfachste kommt man nicht. Habe beim Rheumatologen angerufen und die Auskunft erhalten: "Die Rheumatologin ist im Krankenhaus beschäftigt. Sie hat nur donnerstags Sprechstunde. Die Termine sind voll ausgeschöpft". Bringt mich also auch nicht weiter. Nun weiß ich aber, warum ich solange auf einen Termin warten mußte. Einmal die Woche Sprechstunde ist nicht wirklich viel.
    Werde wohl nochmal den Hausarzt aufsuchen, vielleich kommt von dort eine tolle Idee.
    Derzeit versuche ich mich von den Schmerzen abzulenken. 2 Shirts bügeln - ausruhen - Schmerz genießen - 2 Shirts...
    Was macht Ihr in so einer Schmerzphase? Wie geht Ihr damit um?
    Soraya0905
     
  5. Monic

    Monic Neues Mitglied

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    Leider kann ich Dir da nicht so wiklich weiter helfen, ich habe zwar auch gerade einen Schub aber der wirkt sich "nur" aus in dem ich total dicke geschwollene Hände habe aber zum Glück nicht so wirklich Schmerzen.
    Im Winter war es bei sehr schlimm, dann habe ich mir ein duftendes Vollbad gemacht und habe dort so richtig entspannt, das tat dann ganz gut.
    Man sollte sich einfach ein wenig verwöhnen ;)

    Könntest Du denn mal bei einem anderen Rheumatologen anrufen? Oder gibt es bei Euch nur den einen?
    Bei meinem Rheumatologen ist es auch immer schwierig einen Termin zu bekommen und mit langen Wartezeiten zu rechnen, doch als ich damals angerufen habe und erklärt habe was ich für Schmerzen habe und das ich es nicht mehr aushalte hatte man Verständniss und ich konnte schon in der nächsten Woche kommen.
    Ich wünsche Dir alles Gute und das man Dir schnell helfen kann.
    Kopf hoch ;)
    Gruß Monic
     
  6. Lilly

    Lilly offline

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    hallo Soraya0905,

    herzlich willkommen im forum :) .

    lese, dass du erst heute den 2. tag cortison nimmst. kann sein, dass es dir morgen dann schon viel besser geht ;)

    zu aller erst= stress vermeiden... dem körper ruhe gönnen, wenn es sie benötigt.

    schmerzende gelenke mit eis kühlen. zur ruhigstellung der schmerzenden gelenke bandagen verwenden (nicht ständig tragen, nur bei den hausarbeiten, sonst droht versteifung und muskelschwund- soll nur als unterstützung gedacht werden) leichte bewegungsübungen (nicht in den schmerz arbeiten- wenns zu arg weh tut wieder aufhören) wie zb. auf einen tisch setzten und die beine 100 mal nach vorne und hinten *baumeln* lassen, die hände zur faust ballen und wieder durchstrecken....

    ich hoffe, dass du eher einen termin beim rheumadoc bekommen kannst.
     
  7. Soraya0905

    Soraya0905 Neues Mitglied

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    Soderle, heute am 5.Tag der Einnahme von Cortison geht es mir schon bissl besser. Die Schmerzen sind noch da, aber auszuhalten. Linke Hand, Knie und Wade, Schienbein und Fuß noch angeschwollen, Temperatur i.O..
    Ich denke, dass ich zu ungeduldig war in Beziehung auf eine schnelle Wirksamkeit von Cortison.
    Habe mich in den letzten 2 Tagen schön ausgeruht, Gelenke gekühlt und mich von meiner Familie verwöhnen und ablenken lassen.
    Bin nun Optimist, dass alles gut wird. Werde hoffentlich auch die Zeit bis zum Termin beim Rheumadoc Ende August überstehen. Wenn nicht, muß der Hausarzt ran.
    Vielen Dank, dass ich mich in meiner dollen Schmerzphase bei Euch ausheulen durfte, hat mir geholfen.
    Ich werde mich weiterhin hier rumtreiben und alle Erfahrungsberichte aufsaugen. Ein großes Dank an Alle
    Soraya0905
     
  8. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Hallo Soraya,

    falls es nochmal schlimmer bzw. der stete Schmerz quälend wird: vielleicht könntest du - in Absprache mit dem jetzt behandelnden Doc - die Cortison-Dosis nicht senken, sondern evtl. noch erhöhen. Evtl. hilft dir eine Stoßtherapie über 100 mg? Keine Sorge, dass ist nicht ungewöhnlich (bei mir waren es 150 mg).

    Und wenn senken, dann nicht so flott. Ab 15 mg ging ich nur noch mg-weise runter und jedes mg hat mir mehr oder weniger Schwierigkeiten bereitet - ich habe dann nur noch halbe mg-Schritte gemacht und bin auch mal wieder zwischendurch mit der Dosis einen Schritt zurück.

    Hier findest du wichtige Infos rund um Cortison: http://www.rheuma-online.de/medikamente/cortison.html

    Schööönen Sonntag!
    Rosarot
     
  9. Lilly

    Lilly offline

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    hallo Soraya0905,

    es freut mich, dass es dir ein wenig besser geht :) .

    weist du, bei einer entzündl. rheumatischen erkrankung, muss man bei der therapie viel geduld aufbringen. jeder körper reagiert anders, darum kann man nicht allgemein vorhersagen, wenn eine wirkung eintritt. auch bei den basismedis geht es dann recht langsam. bei mtx tritt die wirkung bis ca. 4 monate ein- bei einem früher, beim anderen später....

    ... den solltest du auch nie verlieren. rückschläge wird es immer wieder geben,- aber auch bessere tage ;) - ganz los, werden wir die erkrankung leider nie werden....

    wegen dem cortison hat dir ja rosarot schon geschrieben. spiele keine heldin ;) ,- falls die schmerzen wieder schlimmer werden, scheu dich nicht, die dosis wieder zu erhöhen (mit absprachen vom doc).

    hoffe, dass die die zeit bis august halbwegs schmerzfrei herum bekommst!

    wünsche dir alles gute :)
     
  10. Soraya0905

    Soraya0905 Neues Mitglied

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    Danke liebe Rosarot und Eveline für Eure Zeilen.
    Habe heute, trotz Schmerzen, etwas Hausarbeit verrichtet. Schön vorsichtig, aber wahrscheinlich nicht vorsichtig genug. Schmerzen in den Händen und Knien haben sich verstärkt. Und dieses Reeißen, Ziehen, Stechen, boah...
    Werde noch lernen, wann und wie ich mich belasten kann bzw. darf. Ich denke, dass Ihr den Dreh schon raushabt.
    Sollte ich nächste Woche noch Schmerzen und geschwollene Gelenke haben, besuche ich nochmal den Hausarzt. Bin seit gestern ja bei 35 mg Cortison, vielleicht wird die Dosis - so wie Ihr schreibt - erhöht. An wieder arbeiten gehen könnte ich heute noch nicht denken, ist aber auch erst mal zweitrangig.
    Danke für´s Zuhören

    Soraya
     
  11. Leto

    Leto Neues Mitglied

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    Langes Warten auf Termine

    Hallo Soraya,

    auch ich bin neu im Forum. Ich habe mich soeben angemeldet, weil ich Dir vielleicht einen Hinweis geben kann.

    Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin 38 Jahre alt und bei mir wurde Anfang Juni von meinem Hausarzt chr. Polyarthritis festgestellt. Daraufhin habe ich ziemlich viel darüber gelesen und erfahren, dass eine Früherkennung und zeitnahe Therapie sehr wichtig ist. Auch mir wollten dann die Rheumatologen in der Nähe erst im Oktober einen Termin geben.

    Dann habe ich über die Rheuma-Liga einen guten Hinweis bekommen. Schau doch mal hier herein: www.rheumanet.org

    Dort gibt es einen Praxis- und Klinikwegweiser. Hier kannst Du über die Postleitzahl oder über eine Ortsangabe alle Rheumatologen und Kliniken abfragen. Klicke auch die Option "Frühsprechstunde" an, dann erhälts Du in der gewünschten Region alle Rheumatologen, die Dir ziemlich schnell einen Termin geben können. Ich habe z. B. innerhalb von 3 Tagen einen Termin in der Düsseldorfer Uniklinik in der so genannten "Frühsprechstunde" erhalten.

    Die Rheuma-Liga (www.rheuma-liga.de) hat übrigens einen ärztlichen Telefonservice. Dort ist jeden Dienstag von 18:30 Uhr bis 19:30 Uhr über die Tel.-Nr. 01804/8279797 ein Rheumatologe für all Deine Fragen offen.

    Versuch Dein Glück. Nerve zur Not sämtlich Rheumatologen mit Deinen frühen Terminwünschen. Es ist schließlich wichtig.

    Ich hoffe ich konnte Dir einen kleinen Hinweis geben und wünsche Dir viel Erfolg bei einer schneller Terminabsprache.

    Es grüßt Dich
    Heike
     
  12. Soraya0905

    Soraya0905 Neues Mitglied

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    Soderle, wollte mal die neuesten Nachrichten rüberwerfen.
    Nachdem mein Hausarzt nicht mehr weiter wußte, auch nirgendwo eher ein Termin beim Rheumadok zu erhalten war, habe ich gestern eine Einweisung ins Krankenhaus bekommen. Sitze nun hier zu Hause und warte auf meinen Fahrer.
    Ich habe eine derartige Abneigung gegen Krankenhäuser...brrrr.
    Versuche aber, es positiv zu sehen. Dadurch habe ich schneller eine Diagnose - welche auch immer - und, was viel wichtiger ist, Schmerzen "W" wie weg.
    Ich bedanke mich bei allen, die hier jedem User lieben Zuspruch und aufmunternde Worte geben.
    Dies ist ein sehr informatives Forum, welches ich nicht missen möchte.

    Soraya0905
     
  13. Lilly

    Lilly offline

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    hallo Soraya0905,

    ich wünsche dir viel glück und eine schnelle diagnose!

    und verzweifle nicht, falls sich herausstellt, dass du eine autoimmunerkrankung hast, die medizin ist heute schon sehr weit fortgeschritten. dir wird auf alle fälle geholfen werden können!
     
  14. Soraya0905

    Soraya0905 Neues Mitglied

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    Nachdem ich nun den Krankenhausaufenthalt überstanden habe, melde ich mich wieder.
    Der Arzt der Rheumastation stellte die Diagnose: Polyarthrose

    Befund der Szinti:
    Unauffälliges Aktivitätsverteilungsmuster in der Weichteilphase. In der Skelettphase diskrete Aktivitätsmehranreichungen im Bereich der Schultergelenke sowie der Schultereckgelenke sowie diskret im Bereich der Hand und einiger Fingergrundgelenke.
    Gerade in den Händern und Fingern habe ich derzeit die größten Schmerzen, seltsam oder normal? Keine Ahnung nich!
    Beurteilung: Szintigraphisch kein Hinweis auf ein akut entzündliches Gelenkgeschehen. Die genannten Befunde sind am ehesten durch geringfügige degenerative Veränderungen hervorgerufen.

    Blutwerte außerhalb des Normbereiches: Eosinophile 0 (1-6%), Metamyelozyt 1 (max -%), PTT 26,7 (28,0-40,0), CK 0,90 (1,65-2,0), Ges.eiweiß 63 (65-85), Serumelektroprophese: alpha1-Globulin 2,9 (3-6) gamma-Globulin 9,4 (12-20)
    Keine Ahnung, was das alles zu bedeuten hat. Könnt Ihr mir was dazu sagen?

    Die Empfehlungen für meinen Hausarzt lauten:
    Wir empfehlen daher zunächst eine symptomatische Therapie mit NSAR. Bei Progredienz der Beschwerden ist eine Wiedervorstellung in 1/2 Jahr möglich. Dann kann eine Einstellung auf Chloroquin als Therapieversuch in Erwägung gezogen werden.

    Mit immer noch anhaltenden Schmerzen aus der Klinik entlassen, 3x täglich Iboprofen 400 sollen helfen, Prednisolon derzeit bei 2,5 mg bis zum 12.-ten - dann Schluß. Iboprofen haben aber auch in der Klinik immer nur für 1,5 Stunden Linderung gebracht.
    Der Hausarzt hat mir nun erst einmal die 800-er verschrieben und mich weiter krank geschrieben. Bin schon 3 Wochen zu Hause und die Schmerzen nur etwas besser. Macht mich nicht wirklich glücklich.

    Nun habe ich mich im Netz ein bissl über Chloroquin informiert und gelesen, dass es ein Basismedikament bei RA ist. Wie jetzt??? Doch RA???Irgendwie lese ich aus der Empfehlung: Schaun wa ma, ob die sich in einem halben Jahr noch mal meldet"
    Vielleicht bin ich den Ärzten ggü auch ungerecht, aber ich fühle mich wie in einer Warteschleife.

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr Profis etwas dazu schreibt. Bin ich zu ungeduldig?

    LG Soraya0905
     
  15. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo Soraya,

    eigentlich bist du ja noch ganz schön jung für eine Arthrose. Und dann immer mehr Gelenke die betroffen sind :confused:.

    Hat die das Cortison in der hohen Dosierung gut geholfen? Wenn ja, dann liegt meistens auch etwas entzündliches vor, denn Corti wirkt nur gegen Entzündungen, nicht gegen Schmerzen.

    Das auf dem Szinti nichts zu sehen ist und auch die Blutwerte normal sind, dass kann auch bei einer CP (die bei dir ja anscheinend auch nicht ganz ausgeschlossen wird) schon mal passieren. Hierzu gibt es auch einen eigenen Eintrag :
    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=13498

    Wenn dir das Corti geholfen hat, dann würde ich auf alle Fälle noch die Meinung eines zweiten Rheumatologen einholen. Gerade bei einer beginnenden CP kann man noch viel durch rechtzeitiges Einsetzen von Basismedis machen und mit Glück die Krankheit zum Stillstand bekommen.

    Ich persönlich bin jetzt bei Rheumatologe Nr. 4.
    1. Diagnose- CP, aber keine Basis, da keine Auffälligkeiten im Blutbild, Szintigramm etc.:confused:
    2. Diagnose - Arthrose, Schmerzmittel und dann werden sie mal glücklich. Das so viele Gelenke nacheinander dazukommen - purer zufall :mad:
    3. Diagnose - Fibro, da Blutwerte o.k. Passt zwar nicht mit dem Schmerzmuster und das ich auf Cortis reagiere passt auch nicht, aber trotzdem, Fibro. Ziehen sie in den Süden, haben schon viele meiner Patienten gemacht, den geht es jetzt gut.:mad::mad:
    4. Diagnose - CP oder eher PSA. Man kann auch ohne Sichtbare Zeichen im Szintigramm eine Basis einleiten... hat gut geholfen...:).

    Also, nicht alle Rheumatologen wissen wovon sie sprechen, leider.

    Viele Grüße und lass dich nicht unterkriegen.

    anko
     
  16. Soraya0905

    Soraya0905 Neues Mitglied

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    Hallo,
    nachdem ich die letzte Zeit nur noch hier gelesen habe, möchte ich mich mal wieder melden. Auch in der Hoffnung auf einen Rat von Euch.
    Nehme seit meinem Krankenhausaufenthalt im Juli 3x Iboprofen 800 sowie bei Bedarf 2x täglich Tilidin.
    Vom Krankenhaus wurde ich ja, wie oben beschrieben, mit der Diagnose: Polyarthrose entlassen. Ich hatte ganz leise Zweifel daran, da ich noch nie in meinem Leben körperlich gearbeitet habe, eher immer Büro.
    Nun war ich seit Juli / August aber auch nicht untätig - geht auch nicht, da ich mittlerweile Schmerzen in den Handgelenken, Finger, Knie, Füße, Zehen, Ellenbogen und seit ca. 1 Woche auch in den Schultern habe. War beim Orthopäden wegen der Polyarthrose. Wurde untersucht, geröntgt, einige Blockaden an der Wirbelsäule entfernt - mit dem Hinweis: keine Arthrose. Ja und nu?
    War dann wieder (16.11.) beim Rheumatologen, weil Dauerschmerz, er sagte, es gibt keinen Hinweis auf eine entzündliche rheumatische Systemerkrankung. Keine Wiedervorstellung, nix. Gab mir diesen Befund sogar schriftlich mit, wahrscheinlich für mich zum Nachlesen!
    Ich suchte dann noch meine Frauenärztin auf, da ich den Verdacht hatte, in den Wechseljahren zu sein. Vielleicht ist die Ursache dort zu finden? Gut, nun weiß ich, dass ich in den Wechseljahren bin, aber mehr nicht.
    Die letzten Befunde waren bis auf
    RF 21.9 (0 - 20 U/ml)
    Hämatokrit 47.1 (36 - 47%)
    Leukozyten 10.7 (4.0 - 9.0 G/l)
    allesamt in Ordnung. Ich kann aber nur sagen, ich habe Schmerzen. Die Fingergrundgelenke sind rot und minimal angeschwollen (sehe wahrscheinlich nur ich). Alle anderen Gelenke schmerzen kräftig mit.
    Seit Juli nun Dauerschmerzen, viel krank geschrieben, weiß nicht mehr weiter.
    Sagen diese o. a. Werte nun was aus?
    Würde mich über eine Antwort freuen.
    Gruß

    Soraya
     
  17. catkin

    catkin Neues Mitglied

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    Hallo Soraya,
    RF ist der Rheumafaktor, der ist wie die Leukozyten bei Dir ganz leicht erhöht. Es scheinen sich doch entzündliche Prozesse bei Dir im Körper abzuspielen. Wurde bei Dir auch das CRP im Blut bestimmt?
    Ich würde an Deiner Stelle zu einem anderen Rheumatologen gehen und mir eine Zweitmeinung einholen. Es kann und darf doch nicht sein, daß Du Dich so mit Schmerzen quälen musst.
    Ich hoffe auf baldige Besserung für Dich, sei lieb gegrüßt.
    catkin
     
  18. Soraya0905

    Soraya0905 Neues Mitglied

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    danke liebe catkin für Deine Antwort.
    CRP ist negativ, auch CCP-AK, Borellien...
    Als ich beim Rheumatologen war, jetzt im November, sagte er nichts zu dem etwas erhöhtem Rheumafaktor. Er schaute sich wirklich nur die Hände an - nach 2 oder 3 Minuten war die Sache, und ich als Patient, für ihn erledigt. Auf die Rechnung, bin privat versichert, bin ich dann aber gespannt.
    Ich habe nun telefonisch bei der Uni Dresden um einen Termin gebeten. Sie haben um alle bisherigen Befunde gebeten, habe ich hingeschickt und nun einen Termin am 12.02.2007 erhalten.
    Es ist ja nicht so, dass ich Rheuma haben möchte, nur merke ich schon, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmt. Wehwechen hin oder her, Arthrose an allen bzw. vielen Gelenken ist mir mit 43 Jahren einfach zu zeitig. Wobei ich jetzt nicht die Qualifikation des Rheumaarztes anzweifle.
    Ich möchte ja auch nicht ungeduldig erscheinen, aber 6 Monate Schmerzen reichen mir langsam. Ich verstehe auch, dass ein Arzt diese Hammermedizin nicht verschreibt, wenn er sich nicht sicher bei der Diagnose ist. Aber was kann ich jetzt noch untersuchen lassen? Reichen Schmerzen, Morgensteifigkeit von ca. 2 Stunden, nächtliches Aufwachen von Schmerzen und die Blutwerte nicht aus? Och menne, das Leben ist schon manchmal bissl unfair!!!
    Danke für´s Zuhören

    Soraya
     
  19. catkin

    catkin Neues Mitglied

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    Hallo Soraya,
    CCP-AK zeigen eigentlich recht deutlich an, ob man eine cP hat. Ich weiß aber leider nicht, ob es auch etwas dauern kann, bis sie positiv reagieren.
    Du bist in einer echt schlimmen Lage, Du hast starke Schmerzen, keine richtige Erklärung dafür und fühlst Dich von den Ärzten nicht ernst genommen. Auch wenn für mich die Diagnose Rheuma sehr schlimm war, hatte ich doch endlich eine Erklärung für meine Beschwerden.
    Leider hast Du erst am 12.02.2007 einen Termin an der Uni in Dresden - das ist ja noch so lange hin. Ich hoffe, die finden dann endlich einen Grund für Deine Beschwerden und können Dir weiterhelfen. Es gibt nichts schlimmeres als "so in der Luft zu hängen" und nicht zu wissen woher die Schmerzen kommen und was man dagegen noch tun kann.
    Kannst Du denn nicht mit Deinem Hausarzt darüber sprechen, daß er Dir vielleicht einen Cortisonstoß (Cortisonschema - Cotison wird langsam über mehrere Tage in der Dosis gesenkt) gibt, Du mußt ja schließlich bis Februar durchhalten und das ist noch verdammt lang hin.
    Ich konnte Dir jetzt leider auch nicht weiterhelfen, aber ich kann Dich so gut verstehen.
    Sei ganz lieb gegrüßt.
    catkin
     
  20. Soraya0905

    Soraya0905 Neues Mitglied

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    2.-ter Rheumatologe

    Brauche mal wieder Eure Hilfe!!!!
    Ich hatte ja nun am 12.02.07 meinen Rheumatermin an der Uniklinik Dresden.
    Die Ärztin stellte mir in ca. 5 Minuten 100 Fragen - Anamnese heißt das wohl - und untersuchte mich dann auch (innerhalb dieser 5 Minuten). Ich erhielt Überweisungen zum röntgen , Szintigraphie und Dermatologen. Blut wurde auch abgenommen. Wiedervorstellung am 30.03.2007.
    Den Bericht der 2 - Phasen - Skelettszintigraphie habe ich gestern per Post bekommen. Und hier brauche ich jetzt bitte Eure Hilfe!
    In der Ganzkörperszintigraphie sowie den Teilaufnahmen der Hände und Füße 10 Min. p. i. stellen sich Mehranreicherungen über folgenden Strukturen dar:
    - diskret Daumenballen bds.
    - diskret gesamte Wirbelsäule
    - diskret Mittelfußknochen bds.
    Beurteilung:
    Eine geringe entzündliche Aktivität findet sich allenfalls im Bereich der Daumenballen bds. sowie im Bereich der Mittelfußknochen links bei insgesamt nur geringen degenerativen Veränderungen.

    Wird nun bei einer geringen entzündlichen Aktivität vom Rheumaarzt was unternommen? Die Blutergebnisse kenn ich nicht und der Termin ist erst in 4 Wochen?
    Die Warterei sowie die Dauerschmerzen seit Juli 2006 machen mich mürbe.
    Was denkt Ihr?
    Liebe Grüße

    Soraya