NOCH keine Rheumadiagnose, jedoch sehr beunruhigt

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Fami, 29. Januar 2018.

  1. Fami

    Fami Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich bin 38 Jahre alt. Im September 2017 habe ich mein drittes Kind per Kaiserschnitt bekommen. Seit November 2017 leide ich an Gelenkscherzen und leichte Schwellung der Finger. Es begann mit tauben Hände und Armen. Im Verlauf bekam ich dann Schmerzen beim Händedruck, Faustschluss morgens bereitet mir für wenige Minuten auch Schmerzen. Auch meine Füsse tuen mir beim laufen weh.

    Die Untersuchung beim Rheumatologe im Januar ergab "kein sicherer Anhalt für die Manifestation einer entzündlich rheumatischen Grunderkrankung. Laborchemisch fanden sich normwertige Entzündungsparameter, in der Autoantikörper-Diagnostik lediglich ein unspezifisch grenzwertiger Nachweis der Anti-CCP-Ak (1.13 Ratio), darüber hinaus keine rheumaspezifischen Antikörper. Neben befundlich fand sich ein verminderten Vitamin D Spiegel (12,4 ng/ml). Es sollte eine Substitution mit 1000-2000 IE 1x 1/Tag erfolgen" Die Ärztin sieht die Schmerzen aufgrund der hormonellen Veränderungen nach der Schwangerschaft und stellt die Diagnose: hormoninduzierte Arthralgie.

    Ich bin aber sehr beunruhigt. Der Nachweis der Anti-CCP-Ak sowie der Vitamin-D Mangel sind wohl als Frühindikator für die rheumatoide Arthritis zu deutet. Oder was meint ihr? Wie sind eure Erfahrungen.

    Herzlichen Dank im Voraus.
    LG Fami
     
  2. Fami

    Fami Neues Mitglied

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    Hallo Kathi,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Ich komme gerade vom einem einstundigen Spaziergang zurück und mir tuen die Fersen sowie die Fussaußenseiten weh. Mein Rücken (Kreuz) schmerzt auch. Ich habe kaum Kraft in den Händen. Haarausfall habe ich auch. Ich hoffe, dass all das mit den Hormonen zu tun hat. Aber ich weiß ist, dass etwas mit mir nicht stimmt. Besonders beunruhigend finde ich neben den Vitamin D Mangel der "unspezifisch grenzwertiger Nachweis der Anti-CCP-Ak".

    Hoffentlich meldet sich jemand mit ähnlichen Symptome. Und hoffentlich kann ich mit den entsprechenden Maßnahmen verhindern, dass mein Zustand sich verschlechtert.

    Liebe Grüße
    Fami
     
  3. aischa

    aischa Guest

    fami,
    deine angst du hättest eine RA kann ich gut nach vollziehen.......aber dein ccp-ak wert ist mit 1.13 nicht erhöht!
    und ein vit.D mangel ist eher dem winter, als einer RA geschuldet!
    du solltest vielleicht deiner ärztin vertrauen, mit ihrer diagnose!
     
    #3 29. Januar 2018
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Januar 2018
  4. Fami

    Fami Neues Mitglied

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    Hallo Aicha,

    danke für dein Verständnis. Ist der Wert nicht erhöht?
    In der Befund-Interpretation (Labor) steht ein Ratio von 1.00 (leicht positiv) und weiter, ich zitiere: "Aufgrund der hohen Spezifität der Ccp-Aka für die Rheumatide Arthritis (RA) finden sich diese AAk selten (ca. 1-3%) bei anderen Erkrankungen, z. B. bei Kollagenen, Vaskulitiden ... oder auch Gesunden.
    Zur Erhöhung der diagnostischen Sensitivität empfehlen wir zusätzlich die Bestimmung der MCV AAk". Die Rheumatologin ist jedoch darauf gar nicht eingegangen...

    Liebe Grüße
    Fami
     
  5. Fami

    Fami Neues Mitglied

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    Der Referenzbereich ist bei mir > 1.00, Einheit Ratio
     
  6. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Ich kann gut verstehen Fami, dass du beunruhigt bist.
    Ich würde an deiner Stelle nochmals einen Termin bei einem Rheumatologen machen und zwar bei einem internistischen Rheumatologen.
    War das damals auch ein internistischer Rheumatologe?
    Ich würde den Termin noch heute machen, da die Wartezeiten extrem lange sind.

    Kann natürlich durchaus auch alles aus dem Rücken kommen, die Fußschmerzen und die Handschmerzen, evtl. parallel noch einen Termin beim Orthopäden.
     
  7. Fami

    Fami Neues Mitglied

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    Hallo Mara,

    danke für den Tipp. Ich war bei einer Ärztin für Innere Medizin und Rheumatologie. Oder was ist ein internistischer Rheumatologen.

    Liebe Grüße
    Fami
     
  8. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Das warst du dann schon richtig Fami, das wäre ja dann eine internistische Rheumatologin.
    Hast du denn noch einen weiteren Termin dort bzw. könntest du nochmals einen Termin ausmachen, da du ja weiterhin Beschwerden hast, die nicht zu erklären sind.
     
  9. Fami

    Fami Neues Mitglied

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    Die Ärztin schreibt in die Epikrise, dass wenn sich die Beschwerden auch nach weiteren 3-6 Monaten nicht gegeben haben, dann kann ich mich wieder vorstellen. Ich habe mich belesen (ich weiß, man soll es nicht machen, aber ich lese ausschließlich Fachartikel) und es steht, dass der erhöhte CCP-Ak und Vitamin D Mangel zum Teil Jahre vor dem Ausbruch der Krankheit (RA) auftreten.
     
  10. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hi,
    gegen den Vit D Mangel kannst du ja etwas tun.
    Allein aufgrund der CCP AK wird aber wohl kaum eine aggressive ra Behandlung eingesetzt. Es kann ebenso sein, dass du in 50 Jahren eine rheumatische Erkrankung entwickelt, vorerst würde ich (ra Patientin) auch noch abwarten.
    Du solltest da deinem Arzt vertrauen.
    LG, kukana
     
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  11. Fami

    Fami Neues Mitglied

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    Vielen lieben Dank euch allen. Ihr habt natürlich Recht. Ich versuche jetzt einfach den Rat der Ärztin zu befolgen und mich zu entspannen.

    Ganz liebe Grüße
    Fami
     
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  12. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Liebe Fami,

    ich kann Dir nur empfehlen (ich weiß, das ist manchmal schwer!), die Ruhe zu bewahren.
    Beide von Dir angegebenen Werte - sowohl das grenzwertige Ergebnis für CCP-AK als auch der Mangel an Vitamin D - würde ich persönlich vorerst völlig unspezifisch sehen und versuchen, nicht einen Krankheitswert in Laborwerte hineinzuinterpretieren, der gar nicht eindeutig drinsteckt.

    Ein Vitamin-D-Mangel ist mitnichten ein spezifisches "Frühzeichen" einer RA, und ein grenzwertiger Befund für CCP-AK ist nicht das Gleiche wie ein hoch positiver.

    Nach einer hormonellen Umstellung wie einer Schwangerschaft ist zudem vieles möglich. Vergiss bitte nicht die Mehrbelastung sämtlicher Bindegewebe, die Mehrarbeit mit drei Kindern, von denen eines ein Säugling ist, und die notwendige "Rückbildung" Deines eigenen Gleichgewichts in jeder Hinsicht.

    Also: die Einnahme von Vitamin D wie von der Ärztin empfohlen und Abwarten der nächsten Kontrolle wäre zumindest mein Plan, zusätzlich Hilfe erbitten, wenn Du Dich zu sehr belastet fühlst!
     
  13. Zuckerstreusel

    Zuckerstreusel Neues Mitglied

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    Hallo Fami, ich bekam Gelenkschmerzen nach der ersten Entbindung (spontan) vor gut 4 Jahren. Alle haben mir gesagt, ich solle abstillen, dann hätte sich das erledigt. Ich habe mich zum Glück nicht davon beeinflussen lassen und mich zusammengerissen. Vor 2 Jahren kam mein 2. Kind auch spontan zur Welt, selbe Geschichte nur weniger extrem. Ich stille sie jetzt seit einem Jahr nicht mehr. Und haben das ganze immernoch in Phasen. Also für mich hatte das nichts mit Hormonumstellung zu tun. Ich habe auch keine Diagnose, und kann gut verstehen, wie du dich fühlst.

    Taube Hände könnte auch Karpaltunnelsyndrom sein... das kommt häufiger bei/nach Schwangerschaft vor, habe ich mal gelesen...

    Hm, naja, so richtig sinnvoll konnte ich jetzt nicht helfen :( ich wünsche dir, dass sich alles aufklärt und du wieder besser leben kannst!
     
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