Hallo zusammen!
Nachdem ich in den letzten Tagen schon im Chat nett aufgenommen wurde, möchte ich mich auch hier nun zu Wort melden. Ich bin weiblich, noch 32 und wohne als gebürtige Niedersächsin nun in NRW. Zuerst vorweg: Ich habe bisher keine Diagnose und weiß auch nicht, ob ich (als ehemalige Arzthelferin) Gespenster sehe oder einfach nur schnell nach den ersten relativ eindeutigen Symptomen schon Verdacht geschöpft habe.
Bisherige Diagnosen: Hypothyreose (seit 01/10), Spreizfußmetatarsalgie (seit 01/11), rez. Blockierungen der ges. Wirbelsäule (seit 06/11)
Aktuell habe ich immer wieder (inzwischen ständig) Schmerzen in den Beinen, mal mehr, mal weniger. Die Schmerzen kann man meist als brennend bezeichnen, manchmal auch extrem empfindlich (dann weiß man gar nicht, wie man den Fuß im Bett hinlegen soll oder auch das Tragen von Socken ist extrem unangenehm, egal wie locker die sitzen) oder normaler Schmerz oder nur Druckschmerz. Die Schmerzen bewegen sich meist unterhalb der Knie (Fußinnenrand, auf dem Fuß vorbei am Knöchel, oft das halbe Schienbein hoch. Oder auch hinter/unterhalb des Knöchels bis zur Achillessehne). Seltener habe ich das Brennen auch im Oberschenkel oder in den Armen, einmal im Rücken und einmal am Finger. Gelegentlich Schmerzen unterhalb vom Knie (könnte der Tenderpoint sein), zum Teil beim Radfahren oder Laufen, an manchen Tagen aber auch in Ruhe (druckempfindlich zumindest am linken Knie eigentlich immer).
Los ging die Symptomatik im Urlaub im Juni/Juli, wenn sich der Fibro-Verdacht wirklich bestätigen sollte, habe ich also noch keine jahrelange Arztodyssee wie die meisten hinter mir. Anfang Mai wurde erstmals ein Schienbeinvorderkantensyndrom diagnostiziert. Möglicherweise wegen Überlastung, ich hatte von Anfang März bis Mitte April mit ner atypischen Lungenentzündung flachgelegen. Meine Ärztin hatte das weggetriggert, hat auch geholfen, aber nach zwei Wochen waren die Schmerzen wieder da. Weil ich nicht schon wieder mit denselben Wehwehchen auftauchen wollte, habe ich mit meinen ständigen Spaziergängen eine 2-3-wöchige Pause eingelegt und mir auch neue Turnschuhe geholt. Half nichts, also wieder in die Sprechstunde zum Triggern. Der Schmerz rechts vom Schienbein war weg, saß danach aber links vom Schienbein und in der Wade. Erneutes Triggern eine Woche später brachte keine Änderung, so dass ich mit Schmerzen in den Urlaub fahren musste. Auch da habe ich an den genannten Stellen noch die Schmerzen gespürt, die gingen aber bald in die "heutigen" Probleme über. Es begann mit extremer Empfindlichkeit der Fußinnenseiten, nach ein paar Tagen begann auch das Brennen - mal hier, mal da (Füße, Unterschenkel, Oberschenkel, selten Arm/Finger). Zuerst hatte ich es noch auf Begleiterscheinungen des Vorderkantensyndroms geschoben, als es dann aber bald nicht nur den rechten Fuß/Unterschenkel betraf, machte ich mir meine Gedanken. Irgendwann schoss mir durch den Kopf, dass mir die Symptomatik mit den wechselnden, brennenden Schmerzen bekannt vorkam aus meiner Zeit als Arzthelferin. Nach einigen Überlegen fiel mir auch der Name wieder ein: Fibromyalgie? Ich googelte noch einmal die Symptome und "beschloss" nach einem Blick auf eine Grafik mit den Tenderpoints, dass ich an den meisten Stellen ja eigentlich keine Probleme hätte und somit auch sicher nicht so viele positive Tenderpoints. Ich versuchte also, den Gedanken an Fibro zu verdrängen, was auch recht gut klappte: Ich glaube, ich wollte so weit weg von einem Arzt einfach nicht weiter drüber nachdenken. Ende des Urlaubs Mitte Juli wurde die Symptomatik besser und bis wir wieder zu Hause waren, ging es ganz weg, so dass ich beim Arztbesuch gar nichts davon sagte (die Ärztin von vor dem Urlaub war auch nicht da).
Ein paar Wochen war es ruhiger, nur gelegentlich Beschwerden in den Beinen. Anfang August musste ich wegen V.a. Bandscheibenvorfall (Ich konnte mich an dem Tag kaum noch bewegen/bücken) zweimal zum MRT und als der Radiologe nichts fand, meinte er, als nächsten Schritt würde er empfehlen, die rheumatischen Geschichten wie Fibromyalgie auszuschließen. Da wurde ich wieder hellhörig, so dass ich das Thema beim nächsten Arztbesuch Ende August bei der MRT-Besprechung ansprach. Meine Ärztin sah mich nur schief von der Seite an: "Bei Ihnen kommt das doch sowieso alles vom Rücken!", machte aber kopfschüttelnd direkt Über- und Einweisung fertig. "Wennschon dennschon, dann gleich zu den Spezialisten in die Rheumaklinik." Als ich dann am Ende nochmal versuchte, die Schmerzen zu beschreiben, hörte sie mir dann wohl doch mal besser zu und meinte "Ja, das klingt dann ja irgendwie doch nach Fibro..." Als wir wenige Tage später telefonisch die Laborwerte besprachen, war sie aber wieder der Meinung, das käme doch alles vom Rücken und ließ mich gar nicht ausreden. Seit Ende August habe ich die Schmerzen ständig. Weitere Symptome: Schlaflosigkeit seit Wochen, lichtempfindliche Augen seit Jahren; Müdigkeit, Antriebslosigkeit, ständiges Frieren eigentlich schon lebenslang. Immer wieder Phasen, wo ich tagelang kalte Füße habe (auch mal bei knapp 28° im Haus), Globusgefühl habe ich lange gehabt, in den letzten 3-4 Monaten aber nicht. Gelegentlich weicher Stuhl bis Durchfall oder Zahnschmerzen (war DI erst hin, er hat nichts gefunden). Grundsätzlich Schmerzen und Probleme durch die Blockaden der WS, Verspannungen und Triggerpunkte. Sitzen meide ich seit einem Jahr (soweit es geht), das tut schon nach wenigen Minuten im LWS-Bereich weh - kommt aber vermutlich eher vom Rücken. Möglich, dass ich auch noch das eine oder andere Wehwehchen vergessen habe. Einiges davon kann man zwar mit der Schilddrüse erklären, aber insgesamt ist es doch einiges, was zusammenkommt.
Ich würde mir lieber eine andere Diagnose (oder besser gar keine Probleme ;-) ) wünschen, aber auch wenn meine Ärztin mich nicht ernst nimmt (die andere, bei der ich gestern wegen Magen-Darm war, hat zwar interessiert zugehört, aber sich nicht in die Karten schauen lassen, was sie denkt), bin ich schon der Meinung, dass ziemlich viel für Fibro spricht. Entzündliches Rheuma ist nach den Laborwerten schon ausgeschlossen, passt mMn aber auch nicht zu den Symptomen. Termin beim Rheumatologen ist leider erst kurz vor Weihnachten, allerdings direkt beim Fibrospezi. Bis dahin hänge ich ein bisschen in der Luft. Wird schon irgendwie gehen. Ich bewege mich viel, bin mindestens zweimal am Tag zu Fuß unterwegs - schon allein, weil ich meinen Rücken immer in Bewegung halten soll. Das lindert etwas und lenkt vor allem so lange von den Schmerzen ab.
Nachdem ich in den letzten Tagen schon im Chat nett aufgenommen wurde, möchte ich mich auch hier nun zu Wort melden. Ich bin weiblich, noch 32 und wohne als gebürtige Niedersächsin nun in NRW. Zuerst vorweg: Ich habe bisher keine Diagnose und weiß auch nicht, ob ich (als ehemalige Arzthelferin) Gespenster sehe oder einfach nur schnell nach den ersten relativ eindeutigen Symptomen schon Verdacht geschöpft habe.
Bisherige Diagnosen: Hypothyreose (seit 01/10), Spreizfußmetatarsalgie (seit 01/11), rez. Blockierungen der ges. Wirbelsäule (seit 06/11)
Aktuell habe ich immer wieder (inzwischen ständig) Schmerzen in den Beinen, mal mehr, mal weniger. Die Schmerzen kann man meist als brennend bezeichnen, manchmal auch extrem empfindlich (dann weiß man gar nicht, wie man den Fuß im Bett hinlegen soll oder auch das Tragen von Socken ist extrem unangenehm, egal wie locker die sitzen) oder normaler Schmerz oder nur Druckschmerz. Die Schmerzen bewegen sich meist unterhalb der Knie (Fußinnenrand, auf dem Fuß vorbei am Knöchel, oft das halbe Schienbein hoch. Oder auch hinter/unterhalb des Knöchels bis zur Achillessehne). Seltener habe ich das Brennen auch im Oberschenkel oder in den Armen, einmal im Rücken und einmal am Finger. Gelegentlich Schmerzen unterhalb vom Knie (könnte der Tenderpoint sein), zum Teil beim Radfahren oder Laufen, an manchen Tagen aber auch in Ruhe (druckempfindlich zumindest am linken Knie eigentlich immer).
Los ging die Symptomatik im Urlaub im Juni/Juli, wenn sich der Fibro-Verdacht wirklich bestätigen sollte, habe ich also noch keine jahrelange Arztodyssee wie die meisten hinter mir. Anfang Mai wurde erstmals ein Schienbeinvorderkantensyndrom diagnostiziert. Möglicherweise wegen Überlastung, ich hatte von Anfang März bis Mitte April mit ner atypischen Lungenentzündung flachgelegen. Meine Ärztin hatte das weggetriggert, hat auch geholfen, aber nach zwei Wochen waren die Schmerzen wieder da. Weil ich nicht schon wieder mit denselben Wehwehchen auftauchen wollte, habe ich mit meinen ständigen Spaziergängen eine 2-3-wöchige Pause eingelegt und mir auch neue Turnschuhe geholt. Half nichts, also wieder in die Sprechstunde zum Triggern. Der Schmerz rechts vom Schienbein war weg, saß danach aber links vom Schienbein und in der Wade. Erneutes Triggern eine Woche später brachte keine Änderung, so dass ich mit Schmerzen in den Urlaub fahren musste. Auch da habe ich an den genannten Stellen noch die Schmerzen gespürt, die gingen aber bald in die "heutigen" Probleme über. Es begann mit extremer Empfindlichkeit der Fußinnenseiten, nach ein paar Tagen begann auch das Brennen - mal hier, mal da (Füße, Unterschenkel, Oberschenkel, selten Arm/Finger). Zuerst hatte ich es noch auf Begleiterscheinungen des Vorderkantensyndroms geschoben, als es dann aber bald nicht nur den rechten Fuß/Unterschenkel betraf, machte ich mir meine Gedanken. Irgendwann schoss mir durch den Kopf, dass mir die Symptomatik mit den wechselnden, brennenden Schmerzen bekannt vorkam aus meiner Zeit als Arzthelferin. Nach einigen Überlegen fiel mir auch der Name wieder ein: Fibromyalgie? Ich googelte noch einmal die Symptome und "beschloss" nach einem Blick auf eine Grafik mit den Tenderpoints, dass ich an den meisten Stellen ja eigentlich keine Probleme hätte und somit auch sicher nicht so viele positive Tenderpoints. Ich versuchte also, den Gedanken an Fibro zu verdrängen, was auch recht gut klappte: Ich glaube, ich wollte so weit weg von einem Arzt einfach nicht weiter drüber nachdenken. Ende des Urlaubs Mitte Juli wurde die Symptomatik besser und bis wir wieder zu Hause waren, ging es ganz weg, so dass ich beim Arztbesuch gar nichts davon sagte (die Ärztin von vor dem Urlaub war auch nicht da).
Ein paar Wochen war es ruhiger, nur gelegentlich Beschwerden in den Beinen. Anfang August musste ich wegen V.a. Bandscheibenvorfall (Ich konnte mich an dem Tag kaum noch bewegen/bücken) zweimal zum MRT und als der Radiologe nichts fand, meinte er, als nächsten Schritt würde er empfehlen, die rheumatischen Geschichten wie Fibromyalgie auszuschließen. Da wurde ich wieder hellhörig, so dass ich das Thema beim nächsten Arztbesuch Ende August bei der MRT-Besprechung ansprach. Meine Ärztin sah mich nur schief von der Seite an: "Bei Ihnen kommt das doch sowieso alles vom Rücken!", machte aber kopfschüttelnd direkt Über- und Einweisung fertig. "Wennschon dennschon, dann gleich zu den Spezialisten in die Rheumaklinik." Als ich dann am Ende nochmal versuchte, die Schmerzen zu beschreiben, hörte sie mir dann wohl doch mal besser zu und meinte "Ja, das klingt dann ja irgendwie doch nach Fibro..." Als wir wenige Tage später telefonisch die Laborwerte besprachen, war sie aber wieder der Meinung, das käme doch alles vom Rücken und ließ mich gar nicht ausreden. Seit Ende August habe ich die Schmerzen ständig. Weitere Symptome: Schlaflosigkeit seit Wochen, lichtempfindliche Augen seit Jahren; Müdigkeit, Antriebslosigkeit, ständiges Frieren eigentlich schon lebenslang. Immer wieder Phasen, wo ich tagelang kalte Füße habe (auch mal bei knapp 28° im Haus), Globusgefühl habe ich lange gehabt, in den letzten 3-4 Monaten aber nicht. Gelegentlich weicher Stuhl bis Durchfall oder Zahnschmerzen (war DI erst hin, er hat nichts gefunden). Grundsätzlich Schmerzen und Probleme durch die Blockaden der WS, Verspannungen und Triggerpunkte. Sitzen meide ich seit einem Jahr (soweit es geht), das tut schon nach wenigen Minuten im LWS-Bereich weh - kommt aber vermutlich eher vom Rücken. Möglich, dass ich auch noch das eine oder andere Wehwehchen vergessen habe. Einiges davon kann man zwar mit der Schilddrüse erklären, aber insgesamt ist es doch einiges, was zusammenkommt.
Ich würde mir lieber eine andere Diagnose (oder besser gar keine Probleme ;-) ) wünschen, aber auch wenn meine Ärztin mich nicht ernst nimmt (die andere, bei der ich gestern wegen Magen-Darm war, hat zwar interessiert zugehört, aber sich nicht in die Karten schauen lassen, was sie denkt), bin ich schon der Meinung, dass ziemlich viel für Fibro spricht. Entzündliches Rheuma ist nach den Laborwerten schon ausgeschlossen, passt mMn aber auch nicht zu den Symptomen. Termin beim Rheumatologen ist leider erst kurz vor Weihnachten, allerdings direkt beim Fibrospezi. Bis dahin hänge ich ein bisschen in der Luft. Wird schon irgendwie gehen. Ich bewege mich viel, bin mindestens zweimal am Tag zu Fuß unterwegs - schon allein, weil ich meinen Rücken immer in Bewegung halten soll. Das lindert etwas und lenkt vor allem so lange von den Schmerzen ab.

Bei der Ärztin, bei der ich heute war, hatte ich zumindest das Gefühl, ernstgenommen zu werden. Alle Laborwerte wären nun im Moment gemacht, außer die "Spezial-Spezial-Spezial-Werte" 