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Nierenbeckenentzündung?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Monalie, 5. Dezember 2014.

  1. Monalie

    Monalie Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich fühlte mich seit Ende November nicht gut, hatte Nachtschweiß und auch tagsüber ständig Schweißausbrüche. Am Sonntag bekam ich zusätzlich Schüttelfrost, ich wusste es stimmt was nicht aber mein Körper gibt nicht gerne etwas preis (ich habe eine undifferenzierte Kollagenose).
    Erst als am Dienstag Abend Fieber und heftige Schmerzen im rechten Nierenbereich hinzu kamen wusste ich, es ist was mit den Nieren. Ich kannte das schon, es war allerdings 15 Jahre her das ich die letzte Entzündung dort hatte.

    Es ging mir mies aber ich wollte nicht ins Krankenhaus, also ließ ich einen Notarzt kommen. Der ließ sich berichten, drückte einmal in den Nierenbereich und die Sache war auch für ihn klar, Nierenbeckenentzündung. Ich hätte sehr gerne eine Urinuntersuchung gehabt aber er hatte keine Teststreifen dabei (obwohl ich am Telefon gesagt hatte es wäre gut so etwas mitzubringen, wenn das möglich ist).
    Nun ja, er verschrieb mir Antibiotika (ließ mir auch direkt eine da) und Ibu 600.

    Am nächsten Tag rief ich meinen Rheumatologen an und bat um einen Termin, sagte aber das ich erst frühestens Freitag wieder aus dem Haus kann. Die Sprechstundenhilfe erklärte mir das der Doc am Freitag bei einer Fortbildung ist und im Moment sowieso keinen Urin untersuchen könnte, weil ich das Antibiotikum schon angefangen habe, ich soll am Montag kommen wenn die Tabletten zu Ende sind. So weit so gut!

    Und jetzt meine große Frage, ich nehme das Antibiotikum jetzt seit Dienstag Nacht, das Fieber ist weg, der Schüttelfrost auch aber ich habe immer noch extremen Nachtschweiß und auch die täglichen Schweißausbrüche sind nicht besser geworden. Und was für mich das schlimmste ist, die Schmerzen werden einfach nicht besser oder wenn dann minimal. Müssten die nicht eigentlich spätestens jetzt weg sein???
    Das dass Antibiotikum nicht wirkt glaube ich nicht denn das Fieber und der Schüttelfrost sind weg, was kann das nur sein???? Oder bin ich einfach zu ungeduldig?
    Gruß, Monalie
     
  2. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Liebe Monalie,

    ich atme jetzt erst mal tief durch.....
    Seit Sonntag hattest Du Schüttelfrost, seit Dienstagabend selbst den Verdacht auf eine Nierenbeckenentzündung: weil Du nicht ins Krankenhaus wolltest (ist das ein Argument ?), hast Du einen "Notarzt kommen lassen", der dann - die Inkompetenz in Person - nicht einmal einen Urinstix für Dich dabei hatte. Habe ich das richtig verstanden?
    Am Mittwoch (nach Anbehandlung) wusstest Du schon, dass Du frühestens heute, zwei Tage später, aus dem Haus kannst.

    Jetzt, Freitag vormittag, um 12 machen die meisten Arztpraxen zu, fragst Du allen Ernstes hier im Forum, was Du machen sollst?
    Ehrlich gesagt fehlt mir dazu der gedankliche Zugang nahezu vollständig.

    Was glaubst Du, kann in einem Laienforum jemand zu Deiner speziellen Infektsituation (oder was auch sonst hinter Deinen aktuellen Beschwerden steckt) raten?
    Auch wenn es manchem schon langweilig klingen mag: ich hätte hier einen früheren Arztbesuch (Eigeninitiative!!) für durchaus sinnvoll und ggf. auch hilfreich gehalten - am Wochenende ist ein sagen wir mal eher ungünstiger Ablauf geradezu (in diesem Fall von Dir selbst....) vorprogrammiert. Statt dessen wartest Du auf bessere Zeiten und kannst nicht verstehen, wieso diese nicht eintreten.
    Das halte ich - mit Verlaub - für unangebracht.


    Verzeih bitte meinen für manche Ohren wohl scharf klingenden Ton, aber da geht mein Temperament nicht ganz unbegründet mit mir durch.
    Haue dafür nehme ich gerne entgegen ;)

    Und ansonsten: fragen Sie bitte JETZT Ihren Arzt (und lieber nicht den Apotheker!)
    Gute Besserung wünscht die Frau Meier
     
    #2 5. Dezember 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Dezember 2014
  3. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Monalie,

    ab zum Hausarzt, damit musst du doch nicht zum Rheumatologen und auf einen Termin warten.

    Gute Besserung!
     
  4. Monalie

    Monalie Mitglied

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    Hallo Frau Meier,
    nein, nein, alles o.k., so kennt man dich hier und ich weiß du meinst es nicht böse ;).

    1. Ich wollte nicht ins Krankenhaus weil ich nicht wusste, wohin mit meinem Kater. Und eigentlich ist das ja auch kein Grund für einen Krankenhausaufenthalt.

    2. Yes, das mit dem Urinstix fand ich auch doof aber ich war froh ein Antibiotikum zu bekommen.

    3. Ich wollte heute zum Arzt aber er ist nicht da und ich habe den Aussagen vertraut, dass es reicht wenn ich Montag komme.
    War mir recht weil ich mich eigentlich immer noch nicht raus traue. Ich bin wackelig auf den Beinen, habe kein Auto und mein Doc ist nicht um die Ecke.
    Nein, du bekommst keine Haue denn du hast Recht aber es gibt immer zwei Seiten. Was mich wirklich gehindert hat heute irgend einen anderen Arzt aufzusuchen, von dem ich noch nicht mal weiß ob er ein Ultraschallgerät hat, ist mein Zustand. Vielleicht hätte er mich ja auch in ein Krankenhaus geschickt dann spare ich mir doch den Weg und fahre später direkt in eine Notfallklinik mit Ultraschallgerät. Und das werde ich auch machen weil ich mir inzwischen sicher bin, irgend etwas stimmt nicht.:rolleyes:

    Und meine Frage war eigentlich die ob es vielleicht normal ist, dass ich immer noch Schmerzen habe und vielleicht zu ungeduldig bin, ich wollte keine Diagnose ;).
    Vielen Dank für die Besserungswünsche:),
    Monalie

    @Lagune: Mein Rheumatologe ist auch mein Hausarzt, ist eine Gemeinschaftspraxis mit seiner Frau, die Hausärztin ist. Beide sind nicht da :rolleyes:.
     
  5. Sabrina12682

    Sabrina12682 Ich sage was ich denke.

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    Ich habe schon öfter Nierenbeckenentzündungen gehabt und kann dazu sagen, dass ich bei dem einen oder anderen mal nicht mit einem Antibiotikum ausgekommen bin. Und das die schmerzen nicht innerhalb von ein paar Tagen weg waren. Einmal habe ich gut 14 richtig fies damit flach gelegen :eek:

    Du solltest aber auf jeden Fall zum Arzt, damit der Urin untersucht wird.

    Gute Besserung und lieben Gruß
    Sabrina
     
  6. Monalie

    Monalie Mitglied

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    Vielen Dank Sabrina, das hilft mir :), es kann also manchmal etwas dauern bis die Schmerzen weg sind. Na, da weißt du ja wie das ist, ätzend, nicht? :( Ich habe übrigens CiproBasics 500mg (Ciprofloxacinhydrochlorid) bekommen.

    Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass ich es verschleppt habe, weil ich nicht wusste was mit mir los ist? Wer geht schon mit "nur" Nachtschweiß und Schweißausbrüchen zum Doc, besonders wenn man in den Wechseljahren ist? Was soll ein Arzt da machen oder untersuchen? Ich habe einfach schon viel zu viel Achselzucken bei Ärzten erlebt, ich laufe nicht mit jedem bisschen dort hin.:rolleyes:

    Komischerweise habe ich tagsüber oft Ruhe, ab 20:00 Uhr gehen die starken Schmerzen meist los. Keine Ahnung warum das so ist :vb_confused::vb_confused:. Die Schweißausbrüche habe ich aber den ganzen Tag, die Schwäche auch.
    Ich gehe auf jeden Fall später! :top:
    Liebe Grüße,
    Monalie
     
  7. roco

    roco Guest

    hmmm... normalerweise stellen sich mir die nackenhaare auf, wenn ich "frau Meier" lese... sie ist die andere seite der medaille, ich hab das gefühl, das sie ne ärztin ist, die schon zu oft mit bockigen patienten zu tun hatte... (wahrscheinlich lieg ich 100% daneben, aber so kommts mir vor) ;):p
    denn wie monalie passend schrieb:
    genau das, oder aber der unterschwellige verdacht, sich alles einzubilden oder zu übertreiben, oder zeit- und budget-druck verbunden mit schlechter laune des arztes führen oft dazu, das man länger wartet, als gut ist. und nein, ich bin kein krawallkrümel, wie mir frau meier schon mal unterstellte... ich bin eher die maus, die mit tränen der enttäuschung die praxis verlässt, weil ich mir eben nichts einbilde, aber auch nicht fordere, so wie selbstbewusste arztgänger ;) (ich habe gestern die überweisung zum röntgen und zum orthopäden bekommen, die mir vor 8 wochen (3 minuten-termin) noch verweigert wurden (die gleiche ärztin) ... der unterschied zu vor 8 wochen war eine fast leere praxis, eine entspanntere, weil zeit habende ärztin (10 min.-termin) ... schon komisch, oder? ;):D es liegt also nicht immer am patienten, und wie gesagt, ich bin kein krawallkrümel, eher das gegenteil ;)

    aber diesmal stimme ich frau meier voll zu...

    ein notarzt ist das, was der name schon sagt... der arzt in der not, er überbrückt (im idealfall) nur die zeit, bis die normale praxis wieder aufhat. wenn du also dienstag abend den notarzt holst, dann hättest du am mittwoch in die praxis müssen, so wird das hier von den notärzten und der notaufnahme auch verlangt.

    übrigends verlasse ich mich bei uro-sachen generell nicht mehr auf die gängigst verabreichten breitbandantibiotika ,die immer mehr resistenzen haben. auch gebe ich nichts mehr auf diese kurzzeit-antibiotika, jedenfalls nicht nach ausführlichem gespräch mit meinem urologen ;) ... ich habe IMMER urinsticks zu hause, die sind weder teuer noch braucht man zum gebrauch ein medizinstudium ;), ich bin so früh wie möglich in "meiner" urologie-praxis und bekomme nach urintests DAS antibiotikum... seitdem hatte ich keine länger anhaltenden probleme mehr.

    aber wie gesagt, das wichtigste ist, das ein notarzt kein ersatz-hausarzt ist. er ist nicht für die behandlung einer krankheit zuständig, sondern zur überbrückung bis zur nächsten möglichkeit, den hausarzt aufzusuchen...

    lg