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Niedriger Kaliumwert

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Annemarie, 16. Juli 2006.

  1. Annemarie

    Annemarie Neues Mitglied

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    Guten Morgen zusammen!
    Bevor ich in den wohlverdienten Urlaub düse habe ich noch ganz schnell eine Frage an euch.
    Am Donnerstag wurde mir noch einmal Blut abgenommen und dabei kam heraus das ich unter anderem zu wenig Kalium habe.Nun hat mir mein HA auch noch Kalium aufgeschrieben, ich bin die ganzen Tabletten so satt.
    Wofür braucht der Körper Kalium?Hier auch noch die anderen auffälligen Werte.
    Leukos 2600
    MCH 26,2
    MCHC 31,6
    Lymphozyten 23,6
    Monozyten 18,2
    Eosinophile Granulozyten 5,7
    Got 49
    GPT 66
    gGT 54
    Creatinin 1,8
    CRP 7,2
    Ich würde mich freuen wenn ich Antwort bekäme.
    Einen schönen Sonntag noch
    liebe Grüße
    Annemarie
     
  2. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Hallo Annemarie,

    und welcher der Werte betrifft nun das Kalium? *grübel*

    Egal - hier hab ich einige Infos gefunden:

    Dr. A. Kistner auf www2.lifeline

    Kalium reguliert zusammen mit Natrium und Chlorid den Wasserhaushalt des Körpers und hat eine zentrale Stellung im Stoffwechsel von Muskel- und Nervenzellen.

    Aufgaben von Kalium

    Im Gegensatz zu Natrium befindet sich Kalium in erster Linie innerhalb der Zelle. Dort hat es zentrale Bedeutung für den Stoffwechsel, insbesondere für die biochemischen Vorgänge bei der Muskel – und Nervenfunktion. Das Anspannen der Muskeln kann beispielsweise nur erfolgen, wenn genügend Kalium vorhanden ist. Dies gilt auch für die Muskulatur des Herzens.
    Kalium spielt auch eine Rolle bei der Regulation des Wasserhaushalts und des Blutdrucks. Auf dieser Ebene ist Kalium Gegenspieler von Natrium, weshalb vom Organismus ein bestimmtes Verhältnis der beiden Mineralstoffe zueinander aufrechterhalten wird. Die Ergebnisse vieler Untersuchungen sprechen dafür, dass das Verhältnis Natrium/Kalium in der Nahrung auch für die Entstehung des Bluthochdrucks entscheidend ist. Eine reichliche Kaliumzufuhr wirkt, besonders bei niedriger Natriumzufuhr, blutdrucksenkend.

    Bedarf

    Die DGE schätzt den Mindestbedarf für den Erwachsenen auf 2 Gramm pro Tag. Bei starkem Schweißverlust steigt der Bedarf an. Mit einer gemischten mitteleuropäischen Kost nimmt man ca. 2 bis 3 Gramm Kalium pro Tag auf. Man kann also davon ausgehen, dass die Versorgung mit Kalium unter normalen Bedingungen ausreichend ist.

    Kalium in Lebensmitteln

    Gute Kaliumlieferanten sind pflanzliche Lebensmittel, insbesondere frisches Obst und Gemüse. Besonders kaliumreich sind Nüsse, Bananen, Kartoffeln, Trockenobst, Spinat und Champignons. Dort liegt Kalium, wie im menschlichen Körper, innerhalb der Zellen vor. Auch Schokolade und Kartoffelerzeugnisse wie Pommes frites und Chips sind sehr kaliumreich. Beim Kochen von Kartoffeln und Gemüse geht der Mineralstoff teilweise ins Kochwasser über.
    Je höher der Anteil pflanzlicher Lebensmittel in der Nahrung ist, umso günstiger ist die Kaliumzufuhr.

    Kaliummangel

    Zu Kaliummangel kann es kommen bei schweren Durchfällen, anhaltendem Erbrechen, ständigem Gebrauch von Abführmitteln oder Diuretika. Die Nieren, über die der Mineralstoffhaushalt geregelt wird, haben keinen Sparmechanismus für Kalium, d.h. die Kaliumausscheidung ist auch bei ungenügender Zufuhr über die Nahrung unvermindert.
    Mangelerscheinungen sind in erster Linie Muskelschwäche in Armen und Beinen, Darmträgheit, Kreislaufschwäche, niedriger Blutdruck sowie Herz-Rhythmusstörungen.

    Überdosierung

    Zu einer Kaliumvergiftung kann es – in seltenen Fällen - kommen, wenn die Nierenfunktion derart gestört ist, dass Kalium nicht mehr ausgeschieden werden kann. Wenn zusätzlich kaliumsparende Diuretika eingenommen werden, kann es zu einer Erhöhung der Kaliumkonzentration im Blut kommen, die schwere Herzfunktionsstörungen zur Folge haben kann. Besondere Bedeutung hat dies für Patienten, die auf eine künstliche Niere (Dialyse) angewiesen sind. Zwischen den Blutwäschen kann der Kaliumspiegel so stark ansteigen, dass schon kleine Ernährungsfehler lebensbedrohliche Folgen haben können. Diese Menschen müssen daher besonders auf den Kaliumgehalt in ihrer Ernährung achten und den Verzehr kaliumreicher Lebensmittel stark einschränken. Dies gilt nicht für die kontinuierliche Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse).

    Noch eine informative Seite: http://www.proniere.de/bgdisplay.jhtml?itemname=r_nutrition&s=4 - hier ein Auszug:

    Welche Nahrungsmittel sind besonders kaliumreich?

    Obst- und Gemüsesäfte sind besonders reich an Kalium, ebenso einige Obst- und Gemüsesorten, Trockenobst, Nüsse, Pilze (frisch und getrocknet), Kartoffelfertig-erzeugnisse, Milch, Joghurt, Fleisch, Fisch und Geflügel. Nicht zu unterschätzen ist der Kaliumgehalt in Kochsalzersatzmitteln, die auch als Diätsalze bezeichnet werden. Bereits 1 g Diätsalz enthält Kalium in einer Menge, die der einer mittelgroßen Banane entspricht. Diätsalz sollte deshalb von Dialysepatienten überhaupt nicht verwendet werden.


    Du bräuchtest eigentlich nicht wirklich Tabletten, wenn du in der Ernährung auf Kaliumreiches achtest - oder?

    Schöööönen Urlaub!
    Rosarot
     
  3. Lela

    Lela Neues Mitglied

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    hallo und guten morgen annemarie,

    hier mal ein link für dich, der beschreibt wofür der körper kalium braucht (z.b. muskeln, so auch eben das herz!!; Nerven; nieren; enzyme). . . und auch sagt woher du kalium aus der nahrung bekommen kannst.


    http://www.novamex.de/nnb/vitaminspur/Mineralstoffe/minkali.html


    ich habe ja keine ahnung wie stark dein kaliummangel ist, aber von dem was ich jetzt auf die schnelle gelesen habe, würde ich mich schon darum kümmern, dass der wert wieder ins normale geht. nicht dass du durch den mangel kränker wirst. außerdem könnte der kaliumausgleich theoretisch ja auch bestimmte beschwerden lindern.

    wenn dir tabletten zum hals raushängen, dann schau mal, ob du die nötige menge durch bestimmte nahrungsmittel ausgleichen kannst!?? keine ahnung, ob das reicht. . .

    außerdem stehen in dem link auch einige ursachen für kaliummangel, evtl. kannst du denen auf den grund gehen und somit den kaliummangel ausgleichen.

    wenn ich richtig verstanden habe ist z.b. natrium der gegenspieler von kalium, d.h. wenn man zuviel natrium aufnimmt kann das den kaliumwert verringern. natrium bzw. verbindungen damit wiederum ist salz und davon nehmen wir oft zuviel auf. die natriumwerte auf verpacktem essen (also lebensmittel in konservendosen und packungen) sind oft gigantisch hoch. also könnte es theoretisch helfen davon abstand zu nehmen, falls du überhaupt verpacktes essen isst (was wir ja fast alle tun).

    evtl findest du ja noch was anderes unter den ursache, was du regeln könntest. . !?

    ach ja und evtl. hat hier ja jemand ahnung von schüsslersalzen, da gibt es ja auch welche mit kalium. aber damit kenne ich mich nicht aus und wenn die in tablettenform wären, dann wäre es evtl. auch unangenehm für dich.

    ich würde aber auf alle fälle danach schauen, dass der wert nich zu weit runterfällt. ich habe hier ein buch von einer lupuskranken, deren erste bewusste auffälligkeit wohl ein kaliummangel war und sie meinte, dass sie bestimmte symptome mit kalium (z.b. schüsslersalzen) verringern konnte. so, z.b. nervosität, angstzustände, durchblutungsprobleme, muskel- und gelenkschmerzen.


    ich drück dir die daumen, dass der wert, auf welche weise auch immer, sich wieder normalisiert .


    lg und gute besserung,


    lela

    ps: ups, eben erst die antwort von rosarot gelesen. . ich hatte neben dem posten im netz gesurft. . . aber ich lass es einfach ma stehen nun, auch falls etwas doppelt ist. . . ;)
     
    #3 16. Juli 2006
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juli 2006
  4. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Kaliummangel

    Hallo,

    vielleicht erstmal ein Versuch mit Bananen?

    Ich habe immer wieder Kaliummangel wenn ich wegen des Makulaödems Diuramid ( Wassertabs) bekomme. Die Kalinorbrause ist aber so eklig und mit 1-2 Bananen täglich bleibt der Mangel in Grenzen.
    Wenn Du keine alarmierenden Werte hast versuchs doch mal damit.

    Viele Grüße und schönen Urlaub
    Kira:)
     
  5. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo Annemarie,

    habe ein paar Informationen zum Kalium gefunden.

    Der Kaliumhaushalt wird u.a. durch folgende Arzneimittel gesenkt:

    - säurebindenen und andere Magen-Arzneimittel
    - Antibiotika
    - blutdrucksenkende Mittel
    - Digitalisglykoside (z.b. bei Herzschwäche)
    - Abführmittel
    - Tuberkulose-Mittel
    - Harnsäure-Ausscheidung fördernde Mittel (z.b. bei Gicht).

    Musst du nach dem Absetzen von Arava noch blutdrucksenkende Mittel einnehmen, dann hast du da vielleicht schon deinen Übeltäter gefunden.

    Kalium lässt Herzen ruhiger schlagen.
    Kalium ist der natürlich Gegenspieler des Natrium. Natrium hingegen ist Bestandteil unseres Kochsalzes und dafür verantworlich, dass der Körper bei übermäßigen Kochsalzkonsum Wasser einlagert. Das belastet Herz und Nieren erheblich.
    Kalium kann die Begleiterscheinungen des Natriums neutralisieren. Es konkurriert mit Natrium um seinen Platz in der Zelle: Tritt Kalium ein, strömt Natium aus. Der Austausch liefert dem Körper die Kraft, sich bewegen zu können. Der Natrium-Kalium -Austausch der Zelle ist die Basis dafür, dass Muskel- und Nerenzellen Reize weiterleiten können.
    Ganz besonders wichtig ist Kalium für einen ruhiger Herzrythmus. Studien haben gezeigt, dass eine gute Kaliumversorgung zu einem normalen Blutdruck beitragen kann.

    Tages-Soll: 2 g / Tag (DGE-Empfehlung) beispielsweise enthalten in 600g Möhren oder 750 g Tomaten. Gute Quellen: Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Kräuter (Brennessel, Petersilie) Säfte.

    Quelle: "An vollen Töpfen verhungern"

    Habe dir noch eine mail dazu geschrieben.

    Gruß

    Anja
     
  6. Annemarie

    Annemarie Neues Mitglied

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    Hallo
    Vielen Dank für eure Antworten.Icxh habe ganz vergessen den Kaliumwert mit rein zu schreiben.Der Wert war 2,7.
    Nochmals Danke und
    liebe Grüße
    Annemarie
     
  7. Elfe11

    Elfe11 Neues Mitglied

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    Hallo Annemarie,

    hast du dazu denn auch den passenden Normwert???
    Und zu den oben genannten Werten auch die Normwerte--so kann man das sehr schlecht beurteilen--obwohl mir schon die leukos sehr niedrig vorkommen---

    LG Elfe
     
  8. Annemarie

    Annemarie Neues Mitglied

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    Guten Morgen!
    @ Elfe 11 der Normwert von Kalium ist 3,6-5,4 und die Leukos sind auch zu niedrig aber das kommt von der Basis die ich nehmen muß.
    Bis bald
    Annemarie