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Nichts hilft - was kann man jetzt noch tun?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von tiberia, 23. Mai 2007.

  1. tiberia

    tiberia Neues Mitglied

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    Guten Tag, ich bin heute das erste Mal auf diesen Seiten, weil ich dringend Rat für meine Mutter suche.

    Die leidet nämlich schon lange unter starken Schmerzen durch ihren Weichteilrheumatismus in den Schultern (aber auch wegen Bandscheibenvorfall, Migräne u.v.m.). Deswegen nimmt sie eigentlich schon seit Jahren ziemlich viel an Medikamenten (Schmerzmittel und auch Schlafmittel). Eventuell hat das mittlerweile auch zu einer Abhängigkeit bzw. Resistenz entwickelt.

    In den letzten Monaten sind diese Schmerzen für sie jedenfalls so unerträglich geworden, dass sie die Ärzte immer wieder zu Cortisonbehandlungen "bequatscht" und mittlerweile auch Morphium bekommt. Dies wirkt angeblich nicht gegen ihre Schmerzen, versetzt sie aber in einen andauernden Dämmerzustand, so dass sie den größten Teil der Tage verschläft. Zusätzlich hat sie nun auch noch Probleme mit dem Magen (heftige Übelkeit mit Erbrechen).

    Aus ihren Schilderungen schließe ich, dass die Ärzte mit ihrer Weisheit am Ende sind, sie eine "lästige Patientin" ist, die aber immer wieder Schmerzmittel bekommt, damit sie wieder geht. Bitte nicht falsch verstehen, ich will nicht über Ärzte ablästern, aber so kommt es mir tatsächlich vor.

    Nun wurde schon einmal von einer Rheuma-Klinik in Bad Bramstedt gesprochen, aber eine Überweisung hat es immer noch nicht gegeben, immer wird erst noch eine Untersuchung gemacht, und wieder eine andere Untersuchung, die aber allesamt zu keinem Befund führen.

    Meine Frage an euch lautet nun: Wie kann so eine Patientenkarriere weitergehen bzw. unterbrochen werden? Und wie kann ich meine Mutter (aus 500 km Entfernung) dabei unterstützen? Jegliche Idee ist willkommen!

    Grüße,
    Tiberia
     
  2. vespe

    vespe Neues Mitglied

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    starke schmerzen

    :o :( :( :(
     
  3. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Tiberia,

    erst ein Mal ein herzliches Willkommen hier bei uns.. Ich finde es super, dass Du Deine Mutter auf diese Entfernung helfen möchtest...

    Hilft das Cortison denn Deiner Mutter? Wenn ja, dann muss noch irgendwo im Körper eine Entzündung stecken, die sich im Blut nicht bemerkbar macht. Das gibt es...

    Zum Thema Rheuma-Klinik:

    Entweder Deine Mutter kann sich durchsetzen bei den Ärzten oder sie nimmt Deinen Vater mit, der mal mit der Faust auf den Tisch haut oder Du begleitest sie mal, wenn Du kannst.

    Oder sie sucht sich einen anderen Hausarzt bzw. intern. Rheumatologen...

    Ein Tipp vielleicht noch:

    Sie sollte sich sämtliche Untersuchungs- und Laborergebnisse, Berichte usw. als Kopie aushändigen lassen (es können evtl. Kopiekosten anfallen). So hat Deine Mutter immer alles zusammen und kann evtl dann auch speziellere Fragen stellen.

    Auch ist manchmal ein Schmerztagebuch ganz hilfreich. Darin steht dann was, wann, wo, wie lange weh tat und ob die Medikamente geholfen haben, oder Ruhe o Bewegung, Kälte oder Wärme.

    Wenn Deine Mutter im Hamburger Raum wohnen sollte, dann gibt es auf jeden Fall einen Arzt in HH, der hier auf der Liste der empfehlenswerten Rheumatologen steht. Schau mal in der hellblau-unterlegten Leiste unter Selbsthilfe/letzter Punkt nach.

    Ich wünsche Deiner Mutter eine gute Besserung und viel Kraft...
    Viele Grüße
    Colana
     
  4. vespe

    vespe Neues Mitglied

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    auch ich bin zum ersten mal auf dieser seite, und möchte zu deinen beitrag wegen deiner mutter volgendes sagen: ich hatte mit 30 jahren den ersten bandscheibenvorfall und danach noch ein paar.will jetzt nicht meine ganze krankenkariere aufzählen es sind einige. was schmerzen anbelangt kann ich mitreden. nur soviel, ich war 2x in einer schmerzklinik für manuelle therapie und habe ein paar mal einen chirupraktiker aufgesucht, der mir sehr geholfen hat. mache seit vielen jahren geziehlten sport und nehme auch medikamente gegen meine schmerzen. da ich an frybomyalgie leide. ist natürlich schwierig aus einer entfernung von 500km zu helfen vieleich wäre es am besten, wenn deine mutter in eine rheumaklinik gehen würde alles gute
    vespe
     
  5. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Vespe,

    auch Dir ein herzliches Willkommen hier bei uns..

    Viele Grüße
    Colana
     
  6. tiberia

    tiberia Neues Mitglied

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    Vielen Dank für die schnellen Antworten und den Tip mit den Untersuchungsergebnissen.

    Leider ist meine Mutter, na ja, sagen wir mal ziemlich undiszipliniert was ihren eigenen Beitrag zur Gesundung anbelangt. Sport hat sie nie gemacht, Krankengymnastik immer nur solange, wie's halt gedauert hat -zuhause hat sie das nie selbständig weitergeführt. Sie war bisher wohl immer der Meinung, dass ein "richtig guter" Arzt ihr das richtige Medikament verpasst und alles wird gut. Jetzt ist sie 68 Jahre alt und ich habe das Gefühl, es ist schon zu spät, jetzt mit Selbstdisziplin anzufangen ...

    Ich habe ihr vor Jahren auch mal meinen Heilpraktiker/Chiropraktiker empfohlen, der mir sehr geholfen hat. Das wurde abgelehnt, weil sie den hätte selbst bezahlen müssen (und es ist nicht so, dass meine Eltern am Hungertuch nagen ...)!

    Inzwischen ist wohl zumindest der Antrag für die Rheumaklinik auf dem Weg zur Krankenkasse. Mal sehen, was daraus wird.

    Grüße,
    tiberia
     
  7. Rizzi

    Rizzi Neues Mitglied

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    Hallo tiberia,

    vielleicht sollte man auch einmal eine osteopathische Behandlung in Betracht ziehen, denn da wird der ganze Körper mit einbezogen.

    Nur mußt Du Deiner Mutter klipp und klar machen, dass ihre Mithilfe unbedingt erforderlich ist, sonst muß sie weiter leiden und es ist kein Kraut gewachsen.

    Manchmal hilft schon ein Machtwort, so hart wie es im Moment auch sein mag, denn anders geht es manchmal nicht.

    Finde es ganz lieb, dass Du Dich so um die Gesundheit Deiner Mutter kümmerst und Dir Information besorgst.

    Alles Liebe und gute an Dich und Deine Mutter.
    Liebe Grüße
    Rizzi
     
  8. Elfe

    Elfe Neues Mitglied

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    Hallo tiberia,

    herzlich willkommen. Die Rheumaklinik Bad Bramstedt kann ich nur empfehlen. Meine Mutter hat vor 2,5 Jahren dort ein neues Hüftgelenk bekommen. Es wird sich dort sehr um den Patienten bemüht, und auch die Ärzte sind offen und ansprechbar, selbst telefonisch.
    Denn wir wohnen in Niedersachsen und Bad Bramstedt in Schleswig Holstein war nicht immer so ganz auf die Schnelle zu ereichen. Bei Wochenendbesuchen konnte man einiges abklären aber wie gesagt die sind auch telefonisch hilfsbereit. Und was noch gut ist, mein Vater hat sich dort ein Zimmer genommen, zu dem Zeitpunkt lebte er noch, und hat meine Mutter in den schwersten Tagen unterstützt. Wenn dein Vater das möchte, wäre es für deine Mutter vieleicht etwas einfacher.

    Liebe Grüße
    Elfe