1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Nicht wirklich neu, aber nach langem wieder zurück aus Canada

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von juguja, 9. August 2013.

  1. juguja

    juguja Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2008
    Beiträge:
    250
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Canada bis 2013, jetzt wieder Deutschland
    Hallo,

    vor drei Wochen sind wir nach sieben Jahren in Canada wieder zurück nach Deutschland gezogen. Nachdem ich 2008 bei einem Aufenthalt hier die Diagnose Rheuma bekommen hätte, habe ich mich hier viel informiert und auch mal geschrieben, aber nachdem ich mich auf ein Rheumaforum in Canada konzentriert habe, ist der Kontakt hier eingeschlafen.

    Nun möchte ich ihn wieder aufleben lassen, der Kontakt zu anderen ist einfach wichtig für mich. Ist zwar noch etwas mühselig, weil wir noch auf Internet warten und ich deshalb das iPhone benutze, aber es dauert nicht mehr lange.

    Wir wohnen jetzt in Dortmund- Berghofen, nah am Phönixsee. Es ist noch ungewohnt, obwohl gleichzeitig auch vertraut, hier zu sein, das Umzugschaos lichtet sich auch nur langsam, weil einfach so viel zu erledigen ist.

    Einen Rheumatologen habe ich in Castrop-Rauxel gefunden, und verglichen mit den anderthalb Stunden Fahrzeit pro Strecke in Canada ist das ja fast um die Ecke. Dieser Arzt hat mir direkt eine Einweisung in eine Rheumaklinik gegeben, weil er einen kompletten Check für richtig hält. In Canada wurde das nie gemacht. Außerdem bekomme ich seit zwei Jahren alle fünf Wochen Remicade, und die nächste Infusion wäre vor zwei Tagen fällig gewesen. Entsprechend fühle ich mich auch...

    Am Montag werde ich also ins Rheumazentrum Herne gehe und hoffe, dass ich einen Arzt bekomme, der mit seronegativ und kaum sichtbaren Schwellungen klarkommt. Ich habe über ein amerikanisches Forum inzwischen Hunderte gefunden, denen es genauso geht, bloß viele Ärzte begreifen einfach nicht, dass es nicht nur Lehrbuch-Rheumatiker gibt.

    Ich habe hier viel gelesen über Klinikaufenthalte, aber so wirklich weiß ich trotzdem nicht, was mich so erwartet. Wie lange dauert so ein Aufenthalt ungefähr? Meine rechte Hand macht Probleme wie damals vor der ersten Synovektomie, da würde ich mir Hilfe wünschen. Und ich habe starke Probleme mit der Halswirbelsäule, sind die auch Thema dort?

    Ist nun doch länger geworden als geplant.

    Liebe Grüße an alle, die mich noch kennen und die mich noch nicht kennen,

    Jutta
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    10.414
    Zustimmungen:
    235
    Ort:
    Köln
    Hallo Jutta, willkommen zurück. Und viel Glück bei dem Klinikaufenthalt. Da wird einiges an Diagnostik gemacht zusätzlich. Evtl. auch eine Einstellung auf ein anderes Medikament falls deines nicht ausreicht.

    Vielleicht hast du dann ja auch mal wieder Zeit für die Fotowettbewerbe, wenn ihr alles fertig habt vom Umzug.

    gruß Kuki
     
  3. juguja

    juguja Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2008
    Beiträge:
    250
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Canada bis 2013, jetzt wieder Deutschland
    Danke :) Und auf die Fotowettbewerbe freue ich mich, schön, dass es sie noch gibt.
     
  4. Elke

    Elke wünscht allen

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    2.273
    Zustimmungen:
    4
    Ort:
    NRW
    Hallo Jutta,

    schön das du wieder da ist! Willkommen zurück!

    tut mir leid das es dir derzeit nicht so dolle geht! Doch sicher ist auch der Klimawechsel daran mit schuld.

    unsere tochter sagt immer wieder, das es ihr letztes jahr die drei monate in canada so gut ging wie noch nie, da dort ein super klima ist und nun waren gerade unsere verwanden aus canada hier und die meinten auch das sie bei unseren 35 grad furchbar schwitzen und das obwohl sie in canada noch bei 40 grad fussball spielen

    du wohnst ja gar nicht so weit weg von mir!

    ich war schon mehrfach in Herne i. KH ich bin auch seronegativ und zu der zeit wo ich dort war, konnte ich auch keinen großartigen schwellungen vorweisen, doch ich wurde von den ärzten ernst genommen, der aufenthalt liegt meist, ohne akut zustand, bei 10 bis max. 16 Tagen.

    du solltest sportsachen, badeanzug, feste schuhe (walking evtl.) mitnehmen und alles was du sonst so benötigst.

    leider gibt es in der klinik keinen kiosk oder ein cafe, solltest du etwas benötigen, musst du in die stadt, bzw zur Hauptstr gehen, die siehst du wenn du vor dem Bäderhaus stehst, in dem die Anwendungen statt finden, zu diesem musst du auch ca. 300 meter zwischen Wohnhäusern durch, hinlaufe.
    außer du bist sehr schlecht zu fuß, dann wirst du mit einem transporter rüber gebracht.
    die klinik an sich ist schon sehr alt, das mobiliar teils auch, doch ich hatte bis jetzt keine probleme mit der Pflege, die Therapeuten sind gut und die ärzte auch.

    Weißt du schon wann du dort sein wirst?

    bis dahin wünsche ich dir alles gute, weniger schmerzen und ein schnelles beseitigen des umzugs chaos

    lieben gruß
    elke
     
  5. juguja

    juguja Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2008
    Beiträge:
    250
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Canada bis 2013, jetzt wieder Deutschland
    Hallo Elke,

    ich muss am Montag nach Herne, habe dann nur fünf Tage auf den Termin warten müssen. Blöderweise ist gerade die Kiste, in der die meisten meiner Sachen sind, von der Post wieder zurückgeschickt worden, weil ein Teil des Aufklebers abgerissen war. Bis zum Zollamt hatte sie es noch geschafft, auf dem Weg von dort zu meiner Nichte muss es dann passiert sein. Deshalb muss ich morgen noch einiges besorgen.

    Schlecht geht es mir im Moment, weil Remicade überfällig ist, mit dem Wetter komme ich recht für klar, und die feuchtere Luft tut meinen ständig trockenen Augen gut. Das mit dem Schwitzen kann ich allerdings bestätigen. Aber ich genieße, dass ich nicht zig Moskitostiche habe, wenn ich eine halbe Stunde draußen bin. Und der ewig lange Winter, obwohl sehr schön mit glitzerndem Schnee und oft strahlendem Sonnenschein, hat mir immer sehr zugesetzt. Ich vermisse Canada sehr, aber ich bin auch glücklich, wieder hier zu sein.

    Meine rechte Hand ist schon seit über einem Jahr so schlimm, Ultraschall und MRT vor zehn Monaten haben vermehrt Flüssigkeit gezeigt. Eine Cortisonspritze hat kurz Linderung gebracht, aber mehr wird in Manitoba kaum gemacht, weil es viel zu wenig Fachärzte gibt. Zu viele gute Fachärzte gehen leider von Canada nach Amerika, und den Ärzten, die dableiben, sind in vielen Dingen die Hände gebunden. Schmerzmittel werden freigebig verschrieben, Paracetamol, Ibuprofen und Naproxen gibt es in 200er Dosen in jeder Drogerieabteilung eines Supermarktes, oft wird nichts anderes gemacht als Schmerzmittel zu verschreiben, oder die Wartezeiten sind ewig. Meine Rheumatologin hat mich zum Abschied in den Arm genommen und gesagt: "Ich weiß, dass man in Deutschland mehr für Sie tun kann.

    Nun, ich lass mich überraschen. Ich habe in Canada das beste draus gemacht und werde es hier auch tun. Perfekt gibt es eh nirgendwo.

    Lieben Gruß, Jutta
     
  6. luiselotte

    luiselotte Registrierte Benutzerin

    Registriert seit:
    28. Januar 2011
    Beiträge:
    589
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hessen
    Hallo Jutta,

    herzlich willkommen (zurück), und ich drücke Dir die Daumen, daß Deine kanadische Rheumatologin recht hatte und man Dir in der Klinik wirklich helfen kann!

    Super und sehr gesunde Einstellung! :top: