licet73
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Intention und Anliegen von mir ist immer, dass man niemals aufgeben soll, sich von irgendwelchen Krankheiten unterkriegen zu lassen.
Das Geheimnis, dass ich dem Rheuma bis jetzt entlocken konnte, lautete „trotzdem“ – trotz der Krankheit will ich eigentlich recht gut leben und auch glücklich sein können.
Vielleicht haben manche von Euch mitbekommen, dass bei mir seit Diagnosestellung in Sachen Rheuma keine Besserung eingetreten ist, die nennenswert wäre. Dennoch zweifle ich nicht, dass irgendwann auch das richtige Medikament für mich dabei ist.
Nun habe ich seit Juni aber zu dieser chronischen Erkrankung, derer ich ja noch nicht ganz „Herr“ geworden bin, auch noch ein invasives Zervixkarzinom dazu bekommen.
Ich habe mich seitdem durch einige Therapien und OP´s gekämpft und irgendwie habe ich die Gabe immer noch positiv zu sein – im Gegensatz zu meinem unmittelbaren Umfeld, das verständlicherweise teils in heller Aufregung ist.
Humira musste ich (wegen diverser Operationen und Therapien, die auf mich zu kamen und noch kommen) absetzen, eh es je seine Wirkung entfalten konnte. Ich halte mich nur noch mit Schmerzmitteln über Wasser. Die verwirren mich aber teils so, dass ich (ein Beispiel) letztens mit der S-Bahn zum Bahnhof fahren wollte um meinen Sohn abzuholen. Ich bin sage und schreibe 3mal umgestiegen, obwohl ich einfach 3 Stationen hätte durchfahren können. Alle S-Bahnen fahren von mir aus bis zum Bahnhof, da ich aber so durch den Wind war… Nun ja.
Manchmal schaffe ich es sogar mal einen Tag durchzustehen und für ein paar Stunden aus dem Hause zu gehen. An diesen Tagen bekomme ich es meist auch so hin, dass man mir fast nichts anmerkt. Die Wahrheit ist aber, dass ich allein schon wegen des Rheumas seit 1 ½ Jahren auf dem Sofa liege und warte bis jemand heim kommt und mir beim Aufstehen hilft, mir was zu essen macht, mich wäscht, meine Haare bürstet… Das Rheuma beschert mir einen Schub nach dem anderen und der Krebs tut nun sein übriges. Was nicht heißen soll, dass mich gehen lasse. Im Gegenteil, meist bin ich es, die die anderen aufbaut. Und zu beschäftigen weiß ich mich auch...
Meine Frage nun an die, die ähnliches erlebt haben. Was habt Ihr gemacht? Wie ist es Euch mit zwei so unterschiedlichen Erkrankungen ergangen. Wie habt Ihr sie unter einen Hut gebracht? Musstet Ihr auch Eure Rheumamedis absetzen und habt dadurch Rückschritte gemacht? Wann ging es bergauf?
Allen anderen möchte ich sagen: lasst Euch bitte von meinem Bericht nicht abschrecken, sondern - nicht unterkriegen lassen!
licet
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