Nicht im Blut nachweisbares Rheuma

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Simone979, 14. Juni 2023.

  1. Simone979

    Simone979 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Juni 2023
    Beiträge:
    1
    Hallo alle zusammen.
    Da ich leider sehr enttäuscht bin von den Ärzten und den bisherigen Behandlungen die wir hatten, wollte ich einmal etwas hier nachfragen.
    Ich bin neu hier, also tut es mir leid wenn ich irgendetwas falsch mache.

    Also...Alles fing letzten Sommer an. Mein Mann und ich bemerkten eine Bakerzyste (Wassereinlagerung in der Kniekehle) bei meiner Tochter. Wir gingen zum Hausrzt, der uns empfohlen hat jeden Tag Schmerzmittel zu nehmen und einen Monat kein Sport zu machen. Meine Tochter macht 5 mal die Woche Sport und ich habe deutlich gemerkt in der Zeit, dass sie das braucht.
    Auf jeden Fall hat sich die Zyste nicht zurückgebildet, was aber auch daran liegen kann, dass meine Tochter jeden Tag eben zur Schule läuft und co. aber das kann ich ihr ja schlecht verbieten.
    Dann wurde ein Bluttest gemacht im Verdacht auf Rheuma, das wurde allerdings schnell ausgeschlossen. Wir machten ein MRT, worauf man leider nicht so viel erkennen konnte. Wir wurden dann zu einer bekannten Orthopädie in der Nähe geschickt, die sich im laufe der letzten Jahre wirklich einen Namen machte. Dort wurde das Knie untersucht und uns wurde gesagt wir wären falsch in der Orthopädie, der Hausarzt solle nochmal ein Bluttest machen indem genauer nach Rheumawerten gesucht wird.
    Wir gingen also wieder zum Hausarzt und wollten einen weiteren Bluttest, diesen fand er aber nicht notwendig, also wurde er nicht gemacht. Der Hausarzt ist Rheumatologe, also haben wir darauf vertraut.
    Nach 3 Monaten gingen wir dann nochmal dahin, weil es meine Tochter störte, kann ich verstehen, man will ja keine Zyste in der Kniekehle haben. Es gibt aber keine Bewegungseinschränkungen, dass ist wahrscheinlich wichtig zu erwähnen.
    Wir wurden weitergeschickt zu einer Uniklinik in der anscheinend die besten Ärzte aus ganz Süddeutschland seien.
    Dort wurde uns dann gesagt orthopädisch ließe sich tatsächlich nicht machen und nun haben wir eine Überweisung zur Kinder Rheumatologie an der gleichen Uniklinik.

    Kann das denn überhaupt Rheuma sein?


    Denn eigentlich wurde ja von Beginn an Rheuma ausgeschlossen, jedoch wurde in jeder anderen Praxis immer der Verdacht auf Rheuma geäußert. Und ich habe gelesen, dass es Rheuma gibt, welches man nicht in den Blutwerten sehen kann.
    In unserer Familie liegen auf jeden Fall keine Arthritis oder Rheuma oder sonstiges vor.
    Ich weiß hier sind keine Ärzte, aber ich würde mich sehr freuen über eine persönliche Einschätzung von Ihnen, denn ich bin wirklich am Ende mit dem ganzen Thema und vorallem mit den Ärzten.
    LG und danke für jeden der sich diesesn langen Text durchliest und antwortet
    Simone
     
  2. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Herne
    Willkommen bei uns.
    Bin keine Fachfrau, weiß aber, dass es Rheuma gibt, das nicht im Blut nachweisbar ist. Hab selbst serongative Polyarthritis.
    Werden sich sicher noch welche melden, die mehr Fachwissen haben als ich.
     
  3. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    8.052
    Hallo Simone,

    herzlich willkommen auch von mir!

    Zwei Fragen kamen mir sofort in den Sinn. Erstens wie alt ist deine Tochter und zweitens hat sie aktuell Schmerzen in dem Knie?

    Habe gerade kurz mal das Internet bemüht und da findet man, dass 2,5% der Kinder eine Zyste in der Kniekehle haben, die schmerzlos ist, die die Bewegung nicht einschränkt und daher meistens nicht behandelt werden muss. Oft vergehen diese Zysten von selber wieder. Falls nicht oder wenn sie sehr groß sind, kann man sie punktieren oder operativ entfernen lassen.

    Wenn deine Tochter freiwillig zur Schule läuft, dann nehme ich an, dass sie keine Schmerzen hat. Beim MRT war auch nicht viel zu sehen, somit könnte es sich ja um diese Variante handeln.

    Trotzdem würde ich den Termin in der Rheumatologie wahrnehmen. Manchmal verändern sich die Blutwerte erst später oder es zeigt sich gar nichts im Blut, wie Piri schon schrieb. Wir waren mit unserem Sohn vor etlichen Jahren in Sendenhorst in der Kinder- und Jugendrheumatologie. Er wurde da super gründlich und umfangreich untersucht, aber am Ende hieß es auch erstmal weiter abwarten und beobachten. Ist auch nicht immer die schlechteste Variante. ;)

    Lg Claudia
     
  4. KnieFee

    KnieFee Flohdompteuse

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    6. April 2009
    Beiträge:
    312
    Darf ich fragen, wie alt sie ist und welche Klinik? Ich habe auch eine Tochter mit Rheuma wo im Blut keine Rheumafaktoren oder Entzündungswerte erhöht sind.
     
  5. Banditensocke

    Banditensocke Bekanntes Mitglied

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    2. Dezember 2018
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    422
    Ort:
    abwechselnd Husum und NRW (Essen)
    Abenteuerliche Theorie.

    Eine Bakerzyste kann jederzeit entstehen. Bei Kindern tritt sie spontan auf, ohne dass man dafür eine Ursache benennen könnte. Man geht davon aus, dass eine Überproduktion der Gelenksflüssigkeit ursächlich sein könnte. Was Eure Ärzte offenbar nicht wissen: Bei Kindern geht man eben NICHT von einer rheumatischen Ursache aus, sondern eher von Fehlstellungen, z.B. X-Beinen. Man müsste also bei Eurem Kind schauen, ob Fehlhaltungen / Fehlstellungen dazu führen, dass eine permanente Reizung entsteht, die die Zyste begünstigt und dort ansetzen, beispielsweise über Physio, Feldenkrais o.ä..

    Gerade wenn Euer Kind viel Sport treibt, kann das eine große Rolle spielen, wenn sie sich NICHT gut koordiniert bewegt.

    Also erst einmal locker machen und einen Orthopäden suchen, der sich mit Kindern auskennt.

    Mann, mich macht das echt sauer, wenn Kinder, Männer und Frauen permanent über einen Kamm geschoren werden. Eine Bakerzyste bei einem Kind gleich mit Rheuma zu assoziieren und auf Teufel komm raus nach Faktoren zu suchen, die das irgendwie untermauern, ist schon echt krass und kann im schlimmsten Fall für Euer Kind durch eine Fehldiagnose viel, viel Leid verursachen.
     
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