Neuling sucht Rat - vielleicht Spondyloarthritis?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Hasenzahn85, 25. November 2010.

  1. luke

    luke HYLO-VFKQHJJHULVFK

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  2. Hasenzahn85

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    Ganz erhlich?
    Ich verstehs nicht......
     
  3. Hasenzahn85

    Hasenzahn85 Registrierter Benutzer

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    Ich hab da aber mal noch ne Frage (ich wei´ß, ich nerve heut:)):

    Mir ist heute furchtbar schlecht und schwindelig. Sobald ich den Kopf drehe oder hebe wird mir schlecht.
    Kann es sein, dass ich jetzt erst Nebenwirkungen von den Ibus zu spüren krieg?
    Oder kann sein, dass ich am Wochenende schlichtweg übertrieben hab?
    Samstag 120km zur Geburtstagsparty, Sonntags zu den Schwiegereltern und wieder 120km zurück, Abends Tanzkurs bis nachts, Montags erst 2 Stunden mit dem Hund wandern, dann 2 Stunden ins Schwimmbad, danach noch den Hund gebadet......
    Ich habe sonst immer ne leicht niedrige Körpertemperatur um die 36,7 oder sowas, heute morgen steh ich wieder mal mit 37,5 auf.........meine Wangen sind rot, brennen und schuppen sich ganz leicht (hab ich oft wenn ich mal wieder an der frischen Luft war). Ich hab Halsschmerzen und fühlöe mich total matt.......

    Muss heute Abend eh zu meiner HA, hab kaum noch Ibus, hoffe es geschieht ein Wunder und meine Blutwerte sind da und ne Krankengymnastik will ich auch wieder haben......................
     
  4. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Hasenzahn,

    mhhh - ehrliche Meinung? Klar war das viel zu viel.
    Es ist andererseits erfreulich, dass du überhaupt in der Lage bist, so ein Programm durchzuziehen...
    Aber es sollte nicht verwundern, wenn du danach platt bist - mal unabhängig davon, dass du evtl. eine rheumatische Erkrankung haben könntest.
    Diese zeigt dir nämlich gnadenlos, was zu viel ist.
    Also: wenn du meinen Rat hören willst: definitiv vorsichtiger mit deinem Körper umgehen und Signale der Überforderung möglichst früher wahrnehmen - dann leidet man danach nicht so viel...
    Aber ich weiß: das ist leichter gesagt als getan - oft merkt man Überbelastungen erst, wenn es zu viel war und somit zu spät ist.

    Ibuprofen täuscht eine Fitneß vor, die nicht besteht - also musst du schon selber die Bremse ziehen!

    Liebe Grüße von anurju :)
     
  5. Hasenzahn85

    Hasenzahn85 Registrierter Benutzer

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    Hallo anurju,

    ich habe wirklich das Glück, dass ich (außer durch Schmerzen) kaum eingeschränkt bin. Mich kostet es zwar immer etwas Überwindung entgegen der Müdigkeit und Schmerzen vom Sofa aufzustehen oder mich zu motivieren. Wenn ich aber erstmal in Bewegung bin gehts meistens auch. Denn eigentlich tut mir die Bewegung ja auch gut. Und ich möchte mir auch gerade solche privaten Freuden, nicht nehmen lassen.

    Ich habe mir jetzt mal meine Cola und ein paar Gummibärchen besorgt, mal Mittaggegessen und nun ist der Kreislauf schon mal wieder erträglich......heute Abend erbettel ich mir dann mal ne Manuelle Therapie und ein paar Massagen......(hoffentlich):)
     
  6. Hasenzahn85

    Hasenzahn85 Registrierter Benutzer

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    Diagnose!!!

    Leute, ich glaubs nicht: ich hab die Diagnose!
    Undifferenzierte Spondarthitis. Getriggert durch Infekte!

    Ich fang vorne an: Montag auf Dienstag Nacht ging bei mir mal wieder gar nix, Magenkrämpfe, Übelkeit, Durchfälle und höllische Schmerzen.
    Deinstag Abends dann zur HÄ, die schickte mich direkt in die Notaufnahme, dank 140er Ruhepuls. Naja da lag ich dann bis gestern Nachmittag aufm Isolierzimmer. Es wurden Gelenksonos gemacht und in den Knien sind winzige suprapatologische Flüssigkeitsansammlungen. Die Rechte Schulter hat ne Sehnenscheidenentzündung und ne Knorpelverkalkung, in der linken sieht man das alles nur sehr minimal.
    Beide Ärzte waren sich, nachdem ich exakt das selbe Bild wie vor nem Jahr gezeigt hab, einig, dass meine Spondarthritis durch Infekte so hoch getriggert wird, dass es mir im Ganzen jedes Mal vollkommen scheiße geht. Beide haben keinen Zweifel mehr an der Diagnose gelassen und so steht es nun auch im Entlassungsbrief: durch Infekte getriggerte undifferenzierte Spondarthritis!
    Gott, ich glaube nur ihr könnt verstehen wie es mir gestern ging, als ich erstens nach Hause durfte und zweitens zwei Ärzte (ne internistische Rheumatologin und ein klassischer Rheumatologe beide in Absprache mit der Frau Professor!) gesagt haben, dass die Diagnose steht! Ich bin total erleichert und möchte mir nun Wege such um diese triggernden Infekte möglichst zu vermeiden, so dann vielleicht auch meinen Darm mal ruhig zu bekommen. Jetzt kann ich vielleicht auch mal zu Heilpraktikern gehen und mir mal weitere Ideen holen............
    Ich glaube echt ich kann nur euch sagen wie erleichtert ich jetzt bin!

    Heute habe ich zwar noch fiese Kopfschmerzen und bin ziemlich platt, aber ich will noch ein bisschen raus und frische Luft schnappen!
    Ich bin die ganze nächste Woche noch krank geschrieben, weiß jemand von euch ob das heißt, dass ich ans Bett gefesselt bin? Ich möchte bisschen langsam spazieren gehen, muss ja vieleicht auch mal einkaufen.......
     
  7. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Hasenzahn!
    Ich tu mir zwar immer schwer, jemanden zu dieser Diagnose zu gratulieren:mad:, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, wie erleichtert Du jetzt bist.
    Wie geht es jetzt Therapiemäßig bei dir weiter? Kannst Du weiterhin ins KH in eine Ambulanz gehen, oder hast Du einen int. Rheumatologen, der die weitere Therapie mit dir beginnt?

    Wenn Du vom Arzt keine Bettruhe verordnet bekommen hast, dann darfst Du natürlich rausgehen. Für Rheumatiker ist es doch wichtig, daß sie moderate Bewegung haben.
    Du solltest jetzt nur nicht gleich einen stundenlangen Einkaufsbummel machen, nicht wegen der Krankschreibung, sondern wegen dir selber, nicht daß Du dir gleich den nächsten Infekt holst z.Zt. rollt die 1.Erkältungswelle!
     
  8. Hasenzahn85

    Hasenzahn85 Registrierter Benutzer

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    ich habe ohnehin schon einen betreuenden Rheumatologen, der auch an die Klinik angeschlossen ist in der ich jetzt gelegen hab. da Müsste ich im Dezember wieder regulär hin.
    Die KH-Ärzte wollen erstmal ohne Basis starten und Ibuprofen nur auf Bedarf. Da sie ja der Meinung sind, dass ich die Schübe nur bekomme wenn ich nen Infekt ausbrüte.
    Ich selbst habe das Gefühl, dass ich eher auf Darminfekte reagiere und werde jetzt mal beobachten was passiert wenn ich der Erlältungswelle nicht schnell genug weg komme. Habe aber schon Umckaloabo und sowas im Haus. Werde jetzt auch mal zusehen bissl gesündere Sachen zu essen, dass ich da ein bisschen mehr was gegen zu setzen hab.
    Aber da hab ich auch mal ne Frage:
    Mir hat mal ein Rheumadoc gesagt, dass es gefährlich sein kann das Immunsystem zu stärken, da es dann nur umso stärker den Körper angreift. Stimmt das? Dann sitze ich jetzt ja in ner blöden Zwickmühle, oder sehe ich das falsch?
    Hat jemand nen Rat?
     
  9. -Aufrecht-

    -Aufrecht- Registrierter Benutzer

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    Glückwunsch zur Diagnose, auch wenn es für Aussenstehende schizophren klingen mag.
    Psychischer Defekt, Simulant, Hypochonder und Weichei sind nun vom Tisch. Der Feind ist entdeckt und man kann ihn nun bekämpfen.

    Was die Krankschreibung anbelangt, kannst Du eigentlich machen wonach Dir ist. Wichtig ist, nichts zu machen, was Deinen Zustand verschlimmert oder die Gesundung gefährdet. Sich ins Bett zu verkriechen, wäre m.E. eher kontraproduktiv.

    Was bestimmte Kranheiten, wie starke Erkältung, Grippe und ähnliches angeht, so habe ich seit etwa 40 Jahren nichts mehr gehabt.
    Nicht weil ich nun irgendwie besonders "gesund" lebe, sondern weil mein Immunsystem wohl hocherfreut ist, über die Abwechslung im Speiseplan, wenn ich ich ihm Schnupfenbazillen anbiete. :D

    LG
    Michael
     
  10. Hasenzahn85

    Hasenzahn85 Registrierter Benutzer

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    Ich muss sagen, dass ich jetzt grad echt Angst vor jedem Virus hab.
    Nicht dass ich Angst vor nem Infekt hätte, aber ich habe keinen Bock mehr auf die Isolierstation, aufs Krankenhaus und logisch auch nicht auf die Schmerzen, aber die wären das kleinste Übel. Dieses Tohuwahbohu um den Puls, die Blutabnahmen und das blöde Krankenzimmer.
    Ich weiß, für euch Langzweitkranke muss das wie Hohn und Spot klingen.....aber jetzt wo ich diese Diagnose tatsächlich hab, kommt man doch sehr ins grübeln.........und eigentlich will ich nicht so weitermachen wie jetzt und mich beim nächsten Schub ärgern, dass ich wieder reingerutscht bin.........aber irgendwie habe ich auch das Gefühl ich kann nichts machen und muss nehmen was kommt.............
    Ihr seht mich reichlich verwirrt...............
     
  11. -Aufrecht-

    -Aufrecht- Registrierter Benutzer

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    Keine Bange, gerade Langzeitbetroffene können sich recht gut erinnern, wie das Gefühl ist.
    Auch das Lernen und Erfahren, was richtig und falsch ist, geht nicht von heute auf morgen. Es wird immer mal wieder Rückschläge geben.
    Ich denke es ist halt wichtig, sich selber (nach Möglichkeit nicht ängstlich) zu beobachten.

    Wenn Du glaubst, dass es Dir hilft Dich anders zu ernähren, dann mach es einfach.
    Wenn Du glaubst Du solltest Deine Gesundheit durch Gaben von zusätzlichen, z.B. Nahrungsergänzugsmitteln, Naturprodukten etc. unterstützen, dann mach es.

    Ich würde mir allerdings die Meinung meines Rheumatologen dazu anhören, um nicht Gefahr zu laufen evtl. in eine Kreuzreaktionsfalle, mit den zu nehmenden Medikamenten zu geraten.

    LG

    Michael
     
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