Re: M. Wegener
Hallo Achim
Du fragst nach den Nebenwirkungen von Endoxan.
Endoxan ist das stärkste Medikament in der Vaskulitistherapie. Als Nebenwirkungen kann eine Hämorrhagische Cystitis (blutige Blasenschleimhautentzündung), evtl. Blasenkrebs auftreten. Bei einer Schleimhautentzündung muss das Endoxan sofort abgesetzt werden. Um einer solchen vorzubeugen, sollte zu der Einnahme von Mesna (Blasenschutzmittel mit Uromitexan), mindestens 2,5 – 3 Liter Flüssigkeit am Tag getrunken werden um das am Morgen eingenommene Endoxan über den Tag wieder auszuspülen. Außerdem kann ein Abfall der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und dadurch eine hohe Infektanfälligkeit eintreten. Dieses Medikament wird in der Regel nur in Akutfällen eingesetzt und sollte so lange wie nötig und so schnell wie möglich wieder abgesetzt werden.
Bei mir war die Lunge ziemlich zerstört und ich hatte starke Schmerzen in den Gelenken. Als Nebenwirkung hatte ich immer einen Leukozytenabfall. Durch die Behandlung mit Endoxan und Cortison geht es mir wider gut. Anschließend wurde ich mit MTX behandelt (milderes Medikament), wonach ich aber ein erneutes Rezidiv bekam. Darauf folgte wieder ein halbes Behandlungsjahr mit Endoxan. Danach wurde ich auf Imurek eingestellt. Ich habe zwar immer noch Probleme mit meinen Gelenken, aber längst nicht mehr in diesem Umfang. Ich weiß nicht ob die ständige Müdigkeit eine Nebenwirkung des Medikaments sind, oder ob diese von der Krankheit her kommen. Seit dem ich mit Imurek behandelt werde, habe ich wieder mehr Probleme mit meiner Nase und meinen Ohren. Da die Nase verstopft ist, werden meine Ohren nicht richtig belüftet und dadurch treten Hörprobleme auf.
Ich hoffe das Du Dein Problem ohne Endoxan in den Griff bekommst und wünsche Dir Geduld
Grüße Dieter.