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Neues Diagnoseverfahren

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Jürgen, 12. April 2007.

  1. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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  2. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Jürgen,

    weiß leider nicht, welchen Artikel Du meinst, da ich mich wohl anmelden muss. In den anderen Themen finde ich auch nichts....

    Hab trotzdem Dank.
    Viele Grüße
    Colana
     
  3. Soraya0905

    Soraya0905 Neues Mitglied

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    ich finde auch nichts!!!!!!!!!!!!!
    LG

    Soraya
     
  4. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Ups. Dann halt so.

    26.03.2007 23371
    Es beginnt unspektakulär und wenig bedrohlich mit leicht geschwollenen und schmerzenden Finger- und Zehengelenken, die morgens lange steif bleiben. Dieses oft als simple Alterserscheinung abgetane "eingerostet sein" ist für Experten ein Warnsignal, dass sich eine der verbreitesten Erkrankungen ankündigt - Rheuma. Genauer die Rheuma-Art mit einer immer weiter fortschreitenden Gelenkzerstörung, die chronische Polyarthritis oder rheumatoide Arthritis (chronische Gelenkentzündung). So undramatisch sie beginnt, so ernst sind die Folgen: Im weiteren Verlauf zerstört die Autoimmunerkrankung nicht nur Gelenkknorpel und Knochen, sondern kann auch innere Organe angreifen. Sichtbares Zeichen der in den Gelenken tobenden Entzündungs- und Zerstörungsprozesse sind die z.T. bizarr verformten und kraftlosen 'Rheumahände'. "Diese verkrüppelten und massiv funktionell behinderten Hände möchten wir nie mehr sehen", appelliert Rheumaexperte Prof. Gert Hein vom Universitätsklinikum Jena (UKJ). "Rheuma früh zu behandeln und zu stoppen, ist daher eines unserer wichtigsten Ziele."

    Auf dem Weg dahin ist den Jenaern inzwischen ein entscheidender Schritt gelungen: Mit Hilfe einer am UKJ erstmals bei Rheuma eingesetzten Diagnosemethode können jetzt die von Knorpelabbau und -zerstörung begleiteten Krankheitsprozesse zu einem viel früheren Zeitpunkt und mit größerer Sicherheit erkannt werden.

    Zu verdanken ist dies einer neuen diagnostischen Methode, bei der der Radiologe Dr. Joachim Böttcher vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie gemeinsam mit den Rheumatologen um Professor Gert Hein das DXR-Messverfahren erstmals auch zur Frühdiagnose von echtem Gelenkrheuma eingesetzt hat. Dabei werden mit Hilfe der Digitalen Radiogrammetrie (engl. digital X-Ray radiogrammetry - DXR) durch ein spezielles Computerprogramm auf der Basis konventioneller Röntgenaufnahmen der Hand die für die Krankheit charakteristischen Verluste an gelenknaher Knochendichte, und mit Hilfe einer zusätzlichen Messtechnik die Weite des Gelenkspaltes präzise analysiert und ausgewertet. "Das Röntgenbild wird dazu eingescannt und rechnergestützt anhand von Messungen an Referenzpunkten ausgewertet", erklärt Dr. Böttcher das Verfahren. "Dabei können wir aus der Messung des äußeren Knochenmantels (Corticalis) der Mittelhandknochen auf die Knochendichte schließen. Wir sehen frühzeitig, ob die Entzündung den Knochen angreift und eine gelenknahe Osteoporose, ein erstes sehr alarmierendes Anzeichen, auftritt." Durch ein zusätzliches, semi-automatisches Verfahren ist die ebenfalls die Rheumaerkrankungen begleitende Verringerung der Gelenkspaltweite innerhalb eines Untersuchungsvorganges messbar. Böttcher: "Kombiniert liefern wir so ein rundes Bild über den Zustand der untersuchten Hand und damit über das mögliche Vorliegen bestimmter Formen rheumatischer Erkrankungen."

    "Da Arthritis mit Angriffen der Entzündungszellen und deren Zellprodukte auf die Gelenke vor allem der Hände beginnt, ist es ein großer Vorteil, mit der DXR-Methode Messungen direkt in Gelenknähe vornehmen zu können," begründet Prof. Hein die Vorzüge der neuen Methode. "Ein weiterer entscheidender Fortschritt ist die Messung gleich zweier wichtiger Indikatoren - der gelenknahen Knochendichte und der Veränderung des Gelenkspaltes. Wir erwarten, dadurch viel präziser und damit oft um Monate früher als bisher Gelenkrheuma erkennen zu können", so Hein weiter. "Das hat entscheidende Auswirkungen auf den Behandlungserfolg, da frühe Stadien sehr viel besser therapierbar sind."

    Ein weiteres Plus für die Patienten liegt auf der Hand: Für diese Diagnose genügt eine Röntgenaufnahme. "Ohne das von Dr. Böttcher entwickelte Verfahren müssten die Patienten für eine so aussagekräftige diagnostische Feststellung verschiedene Untersuchungen mit deutlich höherem Aufwand durchlaufen. In der Zusammenschau der Befunde würden wir mit Sicherheit erst in einem späteren Stadium entsprechende Hinweise auf eine chronisch-rheumatische Gelenkerkrankung sehen", beschreibt Hein.

    Trotzdem warnen der Radiologe und der Rheumatologe vor überzogenen Erwartungen. "Auch wenn unsere Studienergebnisse darauf hindeuten, dass hier eine sehr aussagekräftige Früherkennungsmethode vorliegt, muss sich diese jetzt erst in der breiten Anwendung bewähren." Zudem bleibe es eine Diagnosemethode zur Früherkennung, deren Einsatz die Heilungschancen auch nur in frühen Stadien der Erkrankung verbessern kann. Gert Hein: "Bei fortgeschrittenem Rheuma können wir damit zwar besser den Therapieverlauf kontrollieren, aber keine Wunder im Sinne der Schadensreparatur bewirken".

    Viele Grüße
    Jürgen