Neue Arbeit geht nicht mehr

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von Perkele, 3. Oktober 2019.

  1. thomai

    thomai Mitglied

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    Hallo Perkele,

    wie alt bist du denn wenn man das fragen darf. Ich meine vielleicht kannst du ja auch schon bald in Rente gehen oder so?

    Grüße Thom
     
  2. saurier

    saurier Registrierter Benutzer

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    @Hallo perkele,
    was soll das für ein gespräch sein?
    es ist üblich den betreffenden mit zuteilen um was es geht.
    @kanalratte schreibt das richtige.
    es wird m.e.n. um die einreichung einer reha gehen bzw. um die Vorstellung beim MdK. schon merkwürdig dass die KK dir das nicht schriftlich mitteilt. ansonsten solltest du dich der kk gegenüber nicht weiter äussern, was du als nächstes beruflich beabsichtigst.
    sauri
     
  3. Perkele

    Perkele Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    bin noch Krankgeschrieben bis Montag, da es mir aber noch nicht wirklich gut geht, werde ich noch weiter verlängern. Jetzt habe ich von der Krankenkasse eine Einladung zum Medizinischen Dienst erhalten, nächste Woche gleich. Was habe ich da zu erwarten und wie soll ich mich da verhalten?

    Grüße
    P
     
  4. She-Wolf

    She-Wolf Weihnachtsfan

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    Hi Perkele,

    der medizinische Dienst soll prüfen, ob du wirklich zu krank zum Arbeiten bist. Sie achten dabei auf Dinge, die einem niedergelassenen Arzt schnuppe sind.

    Viele machen sich zurecht, schminken sich, ziehen sich gut an etc. Damit erwischt man den Amtsarzt auf dem falschem Fuß. Wenn alles überschminkt ist, wie soll er dann sehen wie schlecht es dem Patienten geht.

    Und wenn du Kraft genug hat, dich schick zu machen, dann hast du auch Kraft genug zu Arbeiten. Wenn du dir normalerweise die Nägel lackierst, dir das derzeit aber zu viel ist, dann lass es weiterhin.

    Gib dich so, wie es dir geht. Lass den Kopf hängen, wenn das derzeit deine normale Kopfhaltung ist. Überspiele nichts, aber übertreibe auch nicht. Das bedeutet nicht, dass du dich restlos ausziehen musst. Es bedeutet nur, dass du dem Arzt einen ehrlichen Einblick gibst.

    Halte nicht zurück, wiegle nicht ab, sag wie es ist und wenn du in Tränen ausbrichst, weil du es einfach nicht mehr schaffst, dann ist das eben so.

    Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Kleidungsfarben auszuwählen, die mein Kranksein sichtbar machen. Rote Bäckchen sehen gesund aus. Mit der passenden Farbe sieht man die fahle Blässe, den Grün-/ oder Blauschimmer, den das leuchtende Rot verdeckt.

    Mach dir Notizen zu Medikamenten und Dosierung, zu den täglichen Befindlichkeiten - bei vielen sind die Tage sehr unterschiedlich. An manchen Tagen geht gar nichts und an anderen kommt man gut zurecht.

    Ich wurde auch gefragt, ob es Schwierigkeiten mit dem Arbeitgeber gibt. Es wurde hinterfragt, ob ich krank mache, weil ich nicht hingehen will, oder ob ich krank bin und der Arbeitgeber mir etwas anhängen will. Manche Arbeitgeber wollen einfach wissen woran sie sind, womit sie zu rechnen haben. Zwei Wochen? Zwei Monate? Unbestimmt? Im Betrieb muss es weitergehen.

    Vermutlich werden noch andere von ihren Erfahrungen berichten. Zieh dir raus, was für dich stimmig ist.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du einen guten Terminverlauf haben wirst.

    She-Wolf
     
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  5. Perkele

    Perkele Registrierter Benutzer

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    Schon mal danke für deine Tipps. Auch wenn mich, als Mann, das mit dem Schminken und Fingernägeln ein wenig "irritiert" hat. Weiss nicht ob du nicht wusstest das ich ein Mann bin. Ist wahrscheinlich eher ungewöhnlich das ein Mann hier offen zugibt, vor allem auch Mental, das es ihm so schlecht geht. Ich mag es auch nicht so über mich zu sprechen, aber es war einfach ein Punkt erreicht, wo ich kein Ausweg mehr gesehen habe.

    Bin jetzt wirklich froh, das es mit der Arbeitstätigkeit und Arbeitgeber, erstmal erledigt ist. Diese körperliche und vor allem mentale Belastung war nicht nur grenzwertig, sondern weit darüber hinaus.

    Danke an die Lykanthropin ;)!
     
  6. Perkele

    Perkele Registrierter Benutzer

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    Hier stellt sich mir auch die Frage, ob ich neben den körperl. Schmerzen, auch erwähnen soll das es mir Mental nicht gut geht, Stichwort "Burnout". Ist seit Jahren eigentlich eher der Normalzustand, wenn ich Vollzeit arbeite, trotzdem die Frage ob ich es sagen soll. Sowas denke ich mir wird doch eher nichht geglaubt und als Vorwand interpretiert.
     
  7. She-Wolf

    She-Wolf Weihnachtsfan

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    Ich wusste tatsächlich nicht, dass du ein Mann bist, Perkele. Männer sind hier nicht so oft vertreten und ich habe auch nicht darauf geachtet. Bitte entschuldige. Vermutlich ist es für dich dann noch schwieriger, dem Arzt einen Einblick zu gewähren. Dazu gehört auch die mentale Seite. Je schlechter es dir geht, desto mehr Fehler wirst du bei der Arbeit machen. Unterschätze es nicht.

    Alles Gute!

    She-Wolf
     
  8. Birte

    Birte Registrierter Benutzer

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    Ich würde bei einem MDK-Termin immer betonen, dass du hoffst, wieder arbeitsfähig zu werden, es aber derzeit schwierig ist. Manchmal versuchen sie, einen in Richtung Rentenantrag zu drängeln, um dich damit ggf. aus dem Krankengeldbezug zu bekommen. Thema BurnOut: Da kommt es meiner Ansicht nach auf die Formulierung an. Ich würde versuchen, es in etwa so auszudrücken: "Aufgrund der Krankheit ist die Arbeit für mich anstrengender als für einen Gesunden und das geht irgendwann auch an die Substanz.". Meiner Erfahrung nach haben einige Ärzte Probleme, die psychische Komponente der Krankheit zu sehen. Bei deinen behandelnden Ärzten würde ich das auf jeden Fall aber weiter verfolgen.

    Ansonsten gehe ich mit den anderen konform: Nichts beschönigen, nichts hinzudichten und keine Nebenkriegsschauplätze eröffnen, d. h. es geht bei dem Termin um dich und deine Erkrankung und weder um deinen ehemaligen Arbeitgeber noch die ZA-Firma.
     
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  9. Perkele

    Perkele Registrierter Benutzer

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    Danke an euch, vielleicht kommt noch der oder andere Tipp. Werde morgen berichten wie es gelaufen ist.
     
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