Neue Arbeit geht nicht mehr

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von Perkele, 3. Oktober 2019.

  1. She-Wolf

    She-Wolf Weihnachtsfan

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    Hi Perkele,

    für mich klingt das im Moment nach Flucht. Das Einzige was du möchtest ist: Raus, egal wie.

    Verständlich aber nicht empfehlenswert. Versuche ein bisschen inneren Abstand zu gewinnen, dann tust du dich leichter, langfristigere Entscheidungen zu treffen.

    Ich bin zu lange raus und weiß nicht, was sich alles geändert hat über die Jahre. Auch meine Empfehlung ist, eine Krankmeldung abzugeben und dich dann bei einem der Sozialverbände beraten zu lassen, welche Möglichkeiten du überhaupt hast. Meist wissen die Betroffenen gar nicht, welche Möglichkeiten es wirklich gibt. Und in all dem Leid und der Not hat da keiner den Kopf, sich einzulesen.

    In den Sozialverbänden arbeiten Anwälte, die sich mit Sozialrecht auskennen. Die Gebühren orientieren sich am Einkommen, da musst du keine Angst haben. Denen kannst du, soweit ich mich erinnere, auch das laufende Verfahren des Schwerbehindertenausweises in die Hände legen.

    Atme erst mal richtig durch, damit du ein bisschen Druck los wirst und dann rück deinem Arzt auf die Pelle und hole dir die Krankmeldung. Wenn du wieder besser aus den Augen schauen kannst, kümmere dich um einen Termin bei einem der Sozialverbände. Ich habe damit sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Alles Gute

    She-Wolf
     
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  2. Perkele

    Perkele Registrierter Benutzer

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    Hallo She-Wolf,
    das bringt es ganz gut auf den Punkt. Ich werde mich sicher erstmal krankschreiben lassen, es geht nicht anders. Gestern wollte ich noch einen telefonischen Termin mit meinem Hausarzt vereinbaren, war in der Praxis auch Rezepte holen, musste dann auch noch feststellen das mein AG mich noch nicht mal bei der Krankenkasse angemeldet hat und die Karte nicht ging.

    Das bestätigt jetzt nochmal meinen Eindruck das die mich mit kalkül in die Knochenmühle geschickt haben, obwohl ich über meine Erkrankung aufgeklärt habe, und schauen wollten ob ich es vielleicht doch eine Weile aushalte.

    Trotzdem bleibt die Sorge/Angst vor dem was kommt. Keine wirkliche Perspektive (sozial/beruflich/finanziell). War ja jetzt nur ein paar Monate Arbeitslos, davor mehrere Jahre auch in einer Firma beschäftigt die mich schon an den Rand des Burnouts hatte (anderen Kollegen ist es passiert). Dann Vertrag nicht verlängert (langfristig gesehen wahrscheinlich eher mein Glück), kurz danach ein einfamiliärer Schicksalsschlag der die restliche Familie sehr belastet hat (Stichwort Haushaltsauflösung). Konnte mich dann nie wirklich damit beschäftigen wie es beruflich weitergehen soll, musste ich aber notgedrungen, aufgrund des Drucks der Arbeitsagentur.

    Das ist mal wirklich keine gute Zeit. Von da her danke für die Ratschläge und guten Worte.

    Freundliche Grüße

    P
     
  3. Perkele

    Perkele Registrierter Benutzer

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    Habe mich jetzt für 2 Wochen krankschreiben lassen. Der Personaldienstleister war deswegen geschockt und möchte mich in einer Woche telef. sprechen. Es ist einfach zu merken das die meine Grunderkrankung nicht verstanden haben und sie ihnen wohl auch egal ist. Jetzt mal sehen wie sich alles entwickelt.
     
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  4. Ducky

    Ducky Registrierter Benutzer

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    Wenn sie ihnen egal wäre, würde er dich nicht sprechen wollen. ;)

    Viel erfolg beim gespräch!
     
  5. kanalratte

    kanalratte Neues Mitglied

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    da ist sie wieder, die "arbeitsweise" der ZA

    das du während der krankschreibung nicht mit ihnen reden musst weisst du? das du es auch nicht solltest, weisst du hoffentlich auch?
    das sie dich nicht bei der KK angemeldet haben sagt doch schon alles.

    so ein gespräch während der krankschreibung zielt doch nur darauf ab, dich aufs kreuz zu legen. ich kann dir wirklich nur raten, die auf der seite mal ein ein bissl einzulesen, die ich dir letztens gegeben habe, sonst könnte es passieren, das die dir bei ihrem gespräch fallen stellen, auf die du nie kommen würdest.
     
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  6. Perkele

    Perkele Registrierter Benutzer

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    Glaube auch das da nichts außer was schlechtes oder nachteiliges aus dem Gespräch für mich entstehen würde. Werde wohl vorher via Mail schreiben das weierhin krank und tschüss.
    Die Reaktion heute "geschockt zu sein über eine Krankschreibung" fand ich schon sehr merkwürdig. Die haben nichts gutes mit einem vor.

    Ich war meiner Meinung nach von Anfang an sehr ehrlich und offen. Das bringt mich bei denen aber jetzt nur noch in Teufelsküche.
     
  7. kukana

    kukana Moderatorin

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    Eine Mail würde ich auch nicht schreiben. Aber unbedingt am letzten Tag der Krankschreibung eine neue holen und direkt per Post schicken.

    Nicht erst Montag zum Arzt, obwohl Krankmeldung am Freitag beendet war. Da gelten alle 7 Tage, nicht nur deine 5 Werktage.
     
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  8. kanalratte

    kanalratte Neues Mitglied

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    richtig, bei krankschreibungen immer darauf achten, das sie nahtlos bzw. überlappend erfolgen. sonst wird das krankengeld gestrichen. wobei krankengeld ... ist ja noch die frage, ob TE überhaupt krankengeld bekommt. erstens, weil die anmeldung bei der KK fehlt und zweitens muss man für krankengeld eine bestimmte anzahl an tagen beschäftigt sein. die info hab ich leider nicht mehr im kopf, wie viele tage es sin.

    aber das die krankschreibung nahtlos erfolgen muss steht fest.

    LG
     
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