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Neu und total verzweifelt. Was habe ich nur?

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Kennesaw, 29. Mai 2011.

  1. Kennesaw

    Kennesaw Neues Mitglied

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    ch bin mit den Nerven und meinen Kräften am Ende und hoffe sehr das ihr mir helfen bzw. hilfreiche Tipps geben könnt.

    Ich habe immer schon mit Rücken-, Nacken-, und Kopfschmerzen zu kämpfen gehabt und bin auch der Typ der oft an starken Verspannungen im Nacken-, und Schulterbereich leidet. Meine Sehnenansätze schmerzen auch ab und zu weswegen auch schon mal die Diagnose "Fibromyalgie" in den Raum geworfen wurde. Bis jetzt hat es sich aber nie gefestigt oder wurde weiter untersucht.

    Ein Besuch bei einem Internisten vor 2 Jahren ergab das ich eine Rheumatische Erkrankung habe und sofort Cortison nehmen muss. Als ich dann zum Rheumatologen ging wurde diese Diagnose als völliger Quatsch abgetan und es kam absolut nichts bei raus außer das alle Triggerpunkte schmerzten und man meinte es KÖNNTE auch Fibromyalgie sein. Hatte aber auch nicht das Gefühl das nach allem geguckt oder getestet wurde.

    Ansonsten leide ich schon seit 10 Jahren an einer Reizblase mit teilweise Urinverlust. In der Nacht stehe ich ungefähr 5x auf um auf die Toilette zu gehen. In meinem Leben hatte ich schon um die 100 Harnwegsinfektionen weswegen ich auch schon gegen die meisten Antibiotika resistent bin. [​IMG]

    Ich leide seit ich 12 Jahre bin an Supraventrikulären Tachykardien. Das heißt mein Herz springt in bestimmten Situationen von einem Normalpuls auf einen Puls von ca. 210 Schläge die Minute das mit Schwindel und leichten Schmerzen verbunden ist.
    Dies wurde 2006 das erste Mal mit einem Herzkathetereingriff in der MHH Hannover per AV Knoten Ablation versucht zu heilen und da es nicht erfolgreich war nochmal in einer Spezialklinik in Bremen vor 6 Wochen, bis jetzt erfolgreich (hatte keine Tachykardien mehr)[​IMG]

    Auch wenn dies alles sehr viel erscheint habe ich mich damit recht gut arrangiert und lebe ziemlich gut. Wie gesagt bin ich sehr aktiv, sehr sportlich, viel mit meinem Hund draußen, unternehme sehr viel und auch sonst lasse ich mich nie unterkriegen.

    Gegen die Verspannungen und die ab und zu auftretenden leichten Schmerzen gehe ich regelmäßig zu Massagen, zum Sport und zum Osteopathen.

    Vor einer Woche geschah dann folgendes:

    Es fing damit an das sich meine Muskeln am Nacken, Schultern, in den Armen und unten am Rücken total verkrampft haben und angefangen haben total zu schmerzen. Dazu kam eine unglaubliche Aufgeblähtheit und schlimme Übelkeit. Ich hatte durch die Luft im Magen und im Darm schlimme Schmerzen. Mein Unterbauch schmerzten und auch mein Brustkorb. Mir war ständig übel, hatte aber keinen Durchfall und habe mich auch nicht übergeben. Ich fühlte mich total abgeschlagen, erschöpft und müde.
    Das ganze WE verbrachte ich im Bett.

    Am Montag stellte ich mich bei meiner Hausärztin vor die es als allgemeine Erschöpfung abtat und mich 2 Tage krank schrieb.

    Am Mittwoch jedoch wurde es dann richtig schlimm. Meine Gelenke und Sehnenansätze schmerzten unheimlich, meine Arme und Beine kribbelten und wurden ab und zu taub und durch die ständige Übelkeit und Aufgeblähtheit hatte ich absolut keinen Appetit und aß nichts mehr. Ich aß im Stundentakt Entbläher wie Imogas und Schmerztabletten die aber absolut nicht halfen.

    Da ich oft an Harnwegsinfektionen leide und auch schon lange nicht mehr beim Frauenarzt war ging ich dorthin um mich durchzuchecken. Mein Urin war in Ordnung und laut Ultraschall meine Nieren auch. Jedoch stellte meine Frauenärztin eine Entzündung in meiner Scheide und an den Eileitern fest.
    Was es genau ist, ob Chlamydien oder andere Bakterien stellt sich erst morgen (Montag) raus da der Abstrich eingeschickt werden musste.

    Sie verschrieb mir ein unglaublich starkes Breitbandantibiotikum Doxycyclin das für Dinge wie Chlamydien, Malaria, Cholera, Borreliose etc verschrieben wird. Dieses soll ich 2x am Tag für 10 Tage nehmen. Dazu bekam ich noch ein Antibiotikum in Form von Vaginalzäpfchen da ich 6 Tage einführen muss.

    Auf meine Frage ob meine ganzen anderen Symptome auch davon kommen würde meinte sie das es wahrscheinlich nicht der Fall ist und ich nochmal zum Internisten sollte. [​IMG]

    Da es mir immer schlechter ging fuhr ich ins KKH. Dort belächelte man mich nur und sagte das die Symptome sicherlich von der Infektion der Scheide und Eileiter kommen. Auf mein Drängen hin nahm man mir Blut ab und meine Temperatur wurde gemessen. Ich hatte kein Fieber und absolut keine Entzündungszeichen im Blut worauf man mich noch mehr belächelte.
    Es kamen die üblichen Fragen: Haben sie viel Stress? Haben sie psychische Probleme?[​IMG]

    Mit 2 Paracetamol Tabletten entließ man mich wieder.

    Am nächsten Tag ging ich dann zu meinen Internisten und machte richtig Druck. Er nahm mir Blut ab und sagte mir zu mein Blut mal richtig zu checken.
    Er sagte mir das ich mir schon mal einen Termin beim Rheumatologen geben lassen sollte und eventuell auch noch beim Gastro zu einer Magenspiegelung.
    Was er genau im Blut checkt weiß ich nicht. Die Ergebnisse bekomme ich in 2 Tagen.


    Nun zu meinem jetzigen Befinden:
    Ich habe immer noch Schmerzen in den Armen und Beinen, im Nacken und Rücken. Es sind dumpfe, stechende Schmerzen und sehr diffus. Manchmal fühlt es sich an als wenn die Muskeln wie bei einem Wadenkrampf richtig zusammen krampfen. Dazu kommt eine unglaubliche Abgeschlagenheit und Schwäche. Meine Haut und mein ganzer Körper fühlt sich unglaublich heiß an, ich habe aber mit 36,6 Normaltemperatur. Mir ist ständig übel und ich bin aufgebläht was mit Schmerzen einher geht. Appetit habe ich keinen und essen tue ich seit einer Woche wenig. Dennoch bin ich sehr aufgeschwemmt und wiege mehr als vorher. Meine Augen brennen teilweise. Ich habe Angstzustände und weine die ganze Zeit. Dazu kommt eine unglaubliche Angst, Panik und Verzweiflung. All diese Beschwerden kommen den ganzen Tag in Wellen und Abständen. Mal sind sie so unglaublich schlimm das ich ins KKH möchte, mal sind die fast weg.



    Ich habe mich sehr sehr viel über Fibromyalgie informiert und muss sagen das sehr vieles wie die Faust aufs Auge passt. Dennoch wiederum fehlen viele Dinge wie morgendliche Steifheit, schlechter Schlaf, Schwellungen im Gesicht, Händen, Füßen etc. All diese Dinge habe ich nicht.
    Auch stehe ich der Fibro sehr kritisch gegenüber weil es einfach so viele Autoimmunkrankheiten, Infekte, Viren, allgemeine Krankheiten gibt die auch diese Symptome machen.

    Chlamydien machen wenn sie schon lange unentdeckt im Körper vorhanden sind auch all diese Symptome und können das sogenannte Reiter Syndrom auslösen.

    Auch muss ich damit rechnen dass das unglaublich starke Antibiotikum was ich momentan (fatalerweise) auf ja leeren Magen nehme wahrscheinlich auch noch dazu beiträgt das es mir sehr schlecht geht.
    Schon einmal nahm ich wegen einer Lungenentzündung solche Hammertabletten und ich hatte solche starken Angstzustände, Panikattacken und Derealisationen das ich mich fast selber eingewiesen hätte.
    Es gibt einfach so unglaublich viele Baustellen und Ansatzpunkte und es ist so schwer einen Arzt zu finden der 1. Lust hat zu suchen und zu gucken und 2. weiß wo er suchen muss und nach was bzw was man alles checken kann/muss/sollte.

    Die Rheumatologen die ich angerufen habe gaben mir Termine für in 2 Monaten. So lange kann ich unmöglich warten.

    Gestern Abend ging es mir so schlecht das ich wirklich dachte das wenn ich so weiterleben muss das ich dann eigentlich nicht so weiterleben kann oder will.

    Ich habe so eine Angst meine Arbeit zu verlieren. Ich bin erst seit 6 Monaten da und habe auch nur einen 2 Jahresvertrag. Auch weiß ich nicht was ich meiner Chefin genau sagen soll, ich weiß ja selber nicht was mit mir los ist.

    Ich kann mir nicht erlauben länger krank zu sein. Auch könnte ich niemals vom Gehalt der Krankenkasse leben sollte ich länger als 6 Wochen krank sein. Ich lebe allein und habe viele Rechnungen zu zahlen.

    Hat jemand ähnliche Symptome? Hat jemand eine Idee was ich haben könnte?

    Hat jemand Tipps wohin ich gehen könnte und was ein Arzt unbedingt bei mir checken sollte? Bestimmte Dinge im Blut, Ultraschall, Röntgen, MRT etc????

    Weiß jemand wohin ich gehen kann oder wenn ich anrufen könnte ohne Monate lang auf Termine zu warten?
    Könnte ich z.B in die Rheumaambulanz in die MHH gehen oder in ein sonstiges KKH und würde die mich da aufnehmen, ernst nehmen und auch untersuchen?

    Kennt jemand Spezialisten oder Kliniken oder vielleicht auch alternative Heilverfahren die helfen könnten???

    Bitte bitte helft mir denn ich bin so verzweifelt und würde wirklich alles tun um wieder gesund zu werden.


    Danke!!!!!!!!!!!!!!!


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  2. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Auf jedem Fall sollte auch nach den antinukleären Antikörpern kurz ANA gesehen werden. Du hast Symtome die zu den Kollagenosen passen würden. Ist aber ein weites Feld. Natürlich kann auch eine andere Rheumaart dahinterstecken. Der Rheumatologe wird hoffentlich nach vielen Werten und Möglichkeiten schauen. Hast du den Befund vom Internisten noch? Der könnte wichtig sein, denn vllt. hat der damals schon Werte gefunden, die für eine ganz bestimmte rheumatische Erkrankung sprechen. Diese sollten dann wieder neu getestet werden. War ein Fehler nur zu einem einzigen Rheumatologen zu gehen. Eine weitere Meinung ist bei einem Rheumaverdacht, wenn der erste Rheumatologe nichts findet, immer sinnvoll.
     
  3. Kennesaw

    Kennesaw Neues Mitglied

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    Danke für die fixe Antwort

    Hallo,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Ja ich habe mittlerweile auch begriffen das man wohl oder übel mehrere Fachärzte aufsuchen muss um wirklich voran zu kommen.

    ANA sagt mir jetzt gar nichts, ich werde meinen Internisten auf jeden Fall darauf ansprechen und mir einen neuen Rheumatologen suchen.

    Das Problem ist ja nur das ich keine Termine für sofort bekomme, sondern die meisten mir etwas in ein paar Monaten anbieten. Solange kann ich auf keinen Fall warten da ich ja im Moment arbeitsunfähig bin und so auf jeden Fall nicht arbeiten kann.

    Vielen Dank auf jeden Fall für deine Antwort.
     
  4. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Leider sind die Wartezeit immer lang. ein halbes Jahr ist keine Seltenheit. Hier gibt es links unten auch eine Liste mit empfehlenswerten Ärzten. Heißt aber nicht, dass es dann schneller geht. Rede mal mit deinem Internisten, der hat ja jetzt wieder neue Werte genommen. Vllt. ist er dazu bereit, mal eine Cortsionstoßtherapie zu versuchen. Hat den Vorteil, dass es dir sehr schnell helfen könnte und den Nachteil, dass die Werte wenn du zum Rheumatologen gehst wieder i.O. sind und er dann vllt. nichts findet. Hilft ihm dann aber auch ein wenig weiter, wenn er weiß, dass Cortison geholfen hat. Gute Besserung und ich drück dir die Daumen, dass du da keine Schwierigkeiten mit dem AG bekommst und möglichst schnell wieder arbeiten kannst.
    Naja, jetzt ist links oben (da der Faden nun etwas länger ist) unter "Selbsthilfe" die Liste mit den Ärzten. Auf der Startseite dann auf der linken Seite unten. Bin bißchen verwirrt.
     
    #4 29. Mai 2011
    Zuletzt bearbeitet: 29. Mai 2011
  5. aggie_s

    aggie_s Neues Mitglied

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    Hallo,

    wenn ich deine Geschichte so lese, könnte ich weinen, dass du so allein im Regen stehen musst! Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber wenn dein HA eine rheumatische Erkrankung vermutet, gibt es die Möglichkeit, dich notfallmäßig in die Rheumaklinik Sendenhorst zu überweisen! Dort können sie dich untersuchen, mit allem was man für eine Diagnosesicherung benötigt, selbst wenn du Fibro haben solltest, bist du dort in den allerbesten Händen!
    Ich weiß nicht, ob das von der Entfernung für dich in Frage kommt, aber wenn, dann ist es einen Versuch wert! Ich denke nicht, dass du noch so lange warten solltest, bis dich ein Rheumatologe anschauen kann, denn Termine wirst du fast nirgendwo schneller bekommen! Das ist ja das große Dilemma in unserer Gesellschaft!!
    Hoffe, ich konnte dir helfen!
    LG und Kopf hoch:D:D
     
  6. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Sicher wäre es sinnvoll in eine Rheumaklinik zu gehen. Aber dazu bedarf es einer Einweisung. Ob der Internist da weiterhelfen kann. Er scheint der einzige zu sein, der was unternimmt. Eigentlich gehört das alles abgeklärt, denn alle Symtome die in der Vergangenheit vorlagen und auch jetzt vorliegen können zum Krankheitsbild gehören, wie Lungenentzündung, häufige Harnwegsinfekte, Magenbeschwerden. Evtl. statt zu einem niedergelassenen Rheumatologen auch erst mal in die Ambulanz einer Rheumaklinik. Vllt. gehts da schneller mit einem Termin. Gute Besserung.