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neu und ratlos...

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Kiwi, 14. August 2006.

  1. Kiwi

    Kiwi Neues Mitglied

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    Guten Morgen,

    ich bin grad ganz neu hier her gefunden und irre ganz planlos das Wochenende über schon durchs Internet auf der Suche nach Antworten... :(

    Endschuldigung, wer bin ich eigentlich... Ich bin die Kiwi, 25 Jahre alt (jung - wie man möchte) und komme aus Niedersachsen, dort lebe ich mit meinem lieblings Menschen und unsren drei Haustieren in einer netten drei Zimmerwohnung in einer kleinen Stadt.
    Ich höre gern Musik, verschlinge Bücher, liebe Rätselhefte und treffe mich gern mit netten Menschen (wenn ich kann).

    Um gleich mit der Tür in s Haus zu fallen...
    am Samstag habe ich von "meinem" Rheumatologen per Post meinen Befund erhalten (war vor zwei Wochen das erste Mal bei ihm) mit der Diagnose "undiferrenzierte Artritis" :eek:
    Junge, Junge - damit kann ich leider gar nichts anfangen. Überall wo man sucht nach Artritis bekommt man Ergebnisse für Rheuma und das habe ich doch nicht, denke ich mal.
    Kann mir jemand von euch auf die Sprünge helfen?

    Meine Ärzte sind zur Zeit im Urlaub (die glücklichen).

    Viele Grüße,
    Kiwi
     
  2. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hallo Kiwi,

    was hast du denn für Beschwerden, dass du beim Rheumatologen warst?
    Ohne das zu wissen, kann dir keiner beantworten, ob du Rheuma haben könntest oder nicht.
    Ich bin 24 und habe seit 3 1/2 Jahren Rheuma.

    Lg, KatzeS
     
  3. Kiwi

    Kiwi Neues Mitglied

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    Hallo KatzeS,

    mensch... da hab ich jetzt gar nich dran gedacht, zu erzählen was los ist. Bin ein wenig wirr manchmal...

    Ich wurde Anfang Mai im Kniegelenk operiert (mir war die Kniescheibe rausgesprungen, die musste von unten geglättet werden, der Knorpel wurde grosszügig abgeschliffen und an den Bändern musste etwas geschnitten werden). Seit Mitte April doctorn wir daran schon rum (Karfreitag ist s passiert) und es wird und wird nicht besser mit dem Knie.
    Ich humpel noch immer durch die Weltgeschichte, mal geht s einigermassen und dann geht s aber auch wieder fast gar nicht. Krankengymnastik und Knorpelaufbauspritzen (Ostenil) habe ich schon hinter mir. Leider hat s nicht geholfen (bis heut - vielleicht kommt ja noch was? Ich warte immer auf Wunder).
    Vor ein paar Wochen war es dann aber nicht mehr "nur" das Knie was uns Sorgen machte, sondern meine Hände (die Fingergelenke) fingen an weh zu tun und sie wurden steiff. Die Finger waren nicht mehr grade zu bekommen, man kann sie sich in etwa so vorstellen, als wenn man aus Spaß eine Klaue macht - nur dass das nicht lustig war.
    Mit meinen "Klauen" und dem kaputten Knie haben meine Ärzte mich dann zu einem Rheumatologen geschickt weil es ihnen langsam mit dem Knie doch zu lange dauerte und dann diese Hände dazu kamen.
    Ein bisschen Blut haben wir schon vorab zu ihm geschickt, damit dort im Labor schon mal geschaut werden kann.
    Beim Rheumatologen angekommen wurde ich dort untersucht (die Untersuchung, was da passiert, ist denk ich mal "klar") und mit Cortison (dass ich die Finger wieder grade bekomme) und einer weiteren Krankschreibung wieder heim geschickt.

    Momentan habe ich Schmerzen in den Fingern (nicht immer alle), Zehen (auch nicht immer alle), Knie (ab und an auch beide) und Ellenbogen (bekomm ich manchmal auch nicht grade, nachmittags/abends dann schon, tut aber trotzdem noch weh)
    Dass mir Gelenke zeitweise weh tun kenn ich schon seit ein paar Jahren, doch mein damaliger Hausarzt drückte mir nur eine Rhemasalbe und Ibuprofen in die Hand "könnte mal Rheuma werden, Tschüss"

    Ob ich Rheuma habe oder nicht, dass kann mir von euch niemand sagen. Das ist mir völlig klar, dass müssen die Ärzte wissen.
    Nur kann ich mit dieser Diagnose die ich am Samstag per Post erhalten habe erstmal nicht viel anfangen. Da heisst es "undifferenzierte Artritis" - und darüber finde ich leider nichts im Internet wo ich mich informieren könnte.

    Viele Grüße,
    Kiwi
     
  4. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hi Kiwi,

    als ich den Anfang deiner 'Geschichte' gelesen habe, dachte ich: ach das ist bestimmt kein Rheuma, aber wenn dir so viele Gelenke weh tun etc., dann ist es doch nicht so unwahrscheinlich. Die Sache mit deinem Knie ist natürlich merkwürdig. Aber bei vielen hier hat es ganz komisch begonnen. Ich hatte auch eine Vorgeschichte, die mit dem Rheuma zu tun haben könnte, es aber nicht unbedingt muss. Ist jetzt aber zu kompliziert, um sie kurz zusammenzufassen.
    Ich glaube 'undifferenzierte Arthritis' bedeutet einfach, dass du eine Arthritis-Art hast, die der Arzt noch nicht eindeutig festlegen kann. Aber ich kenn mich auch nicht so aus, vielleicht schreibt nochmal jemand anderes was dazu.
    Ich selber habe eine Spondarthritis, Vorstufe zu Bechterew, es gibt aber alle möglichen Arten, die alle etwas unterschiedlich sind.
    Hilft dir denn das Cortison? Wenn du wirklich Rheuma hast, müsstest du auch so bald wie möglich mit einer Basistherapie beginnen. Hast du denn schon den nächsten Termin?
    Ich finde es sehr komisch, dass du die Diagnose so einfach mit der Post bekommst. Der Arzt kann sich ja wohl denken, dass du damit nicht so viel anfangen kannst...
    Also wenn du Fragen hast, frag dich hier ruhig durch und stöber mal ein wenig im Forum.
    Falls der Arzt weiterhin so wenig erklärt, kannst du hier ja mal in die Liste der empfehlenswerten Rheumatologen schauen, vielleicht ist da ja einer in deiner Nähe dabei.

    Lg, KatzeS
     
  5. nicole53347

    nicole53347 Mitglied

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    Undifferenzierte Arthritis

    Hallo Kiwi,

    ich habe hier etwas, was Dir vielleicht weiterhelfen könnte:


    Zitat vom Dr. med. Gabriele Moultrie (24.04.2004)

    Im frühen Krankheitsstadium ist es bei rheumatischen Erkrankungen oft schwierig, die vorliegenden Beschwerden einer eindeutigen Diagnose zuzuordnen. Lassen sich die Symptome anfangs keinem definierten rheumatischen Krankheitsbild zuordnen, so spricht man in der Medizin von einer undifferenzierten Arthritis - das heißt von einer Gelenkentzündung, die nicht eindeutig in bestimmte Diagnoseschemata paßt. Das erschwert es Arzt und Patienten häufig, gleich zu Beginn der Beschwerden eine wirksame Therapie zu beginnen. Eine holländische Arbeitsgruppe von der Universität in Leiden konnte nachweisen, dass die Bestimmung von CCP-Antikörpern (Antikörper gegen Cyclisches Citrulliniertes Peptid, Anti-CCP) aus dem Blut bei Patienten im Stadium einer undifferenzierten Arthritis helfen kann, diejenigen herauszufiltern, die im weiteren Krankheitsverlauf eine rheumatoide Arthritis entwickeln werden. Im Rahmen einer Studie wurde bei 936 Patienten mit einer neu aufgetretenen Gelenkentzündung das Anti-CCP bestimmt. Alle Studienteilnehmer, bei denen innerhalb der ersten 2 Wochen keine Diagnose gestellt werden konnte, wurden als undifferenzierte Arthritis eingestuft und über drei Jahre hinweg beobachtet. Insgesamt hatten 318 Patienten eine undifferenzierte Arthritis. Nach 3 Jahren entwickelten 40% (127) dieser Patienten einer rheumatoide Arthritis. Das Interessante war, dass von 269 Patienten, die bei Krankheitsbeginn ein negatives Anti-CCP hatten, nur 63 (entspricht 25%) im Verlauf eine rheumatoide Arthritis entwickelten. Bei den anderen 69 Patienten, die ein positives anti-CCP hatten, trat im weiteren Verlauf bei 64 Patienten eine rheumatoide Arthritis auf, was einem prozentualen Anteil von 93% entspricht. Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Bestimmung des Anti-CCP bei Patienten mit undifferenzierter Arthritis ein sehr hilfreiches Werkzeug ist: Bei positivem Anti-CCP ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis zu rechnen. So kann bereits zu einem frühen Krankheitsstadium mit einer effektiven Basistherapie begonnen werden, noch bevor aggressive Entzündungsprozesse schwere Gelenkschäden verursacht haben. Literatur: van Gaalen FA, Linn-Rasker SP, van Venrooij WJ, de Jong BA, Breedveld FC, Verweij CL, Toes RE, Huizinga TW. Department of Rheumatology, Leiden University Medical Center, Leiden, The Netherlands. Autoantibodies to cyclic citrullinated peptides predict progression to rheumatoid arthritis in patients with undifferentiated arthritis: a prospective cohort study. Arthritis Rheum. 2004 Mar;50(3):709-15.


    Bei mir wurde zuerst auch eine undifferenzierte Arthritis diagnostiziert. Dann bekam ich die Diagnose "Spondarthritis" (wie KatzeS) und mittlerweile lautet die Diagnose "Morbus Bechterew". Meine ersten Beschwerden hatte ich vor ca. 8 Jahren...

    Gruß Nicole
     
  6. Kiwi

    Kiwi Neues Mitglied

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    Hallo KatzeS und Nicole,

    das Cortison sollte ich ein paar wenige Tage nehmen, nur dass ich meine Finger wieder grade bekomme (nicht dass sie so bleiben müssen, waren ja immerhin zwei Wochen krumm). Zum Glück (ich klopf auf Holz) sind sie das jetzt wieder - Schmerzen habe ich zwar nach wie vor, doch die "Klauen" sind nicht mehr.
    Einen neuen Termin habe ich noch nicht, nein. Nicht weil irgendjemand faul ist oder desintressiert, leider sind momentan alle im Urlaub. Meine Hausärztin kommt diese Woche zurück und der Rheumatologe ist erst seit Freitag im Urlaub. Darum auch die "Postgeschichte". Meinen Befund muss er ja so oder so an meine Hausärztin weiterleiten und dass ich den auch nach Hause bekomme ist ein Service der Praxis.
    Ich werde die Woche also noch meine liebe HÄin anrufen dass sie mir das bitte auseinanderklamüsern soll. Der Rheumatologe schreibt auch, dass ich zur weiteren Beurteilung des Krankheitsverlaufs/bei Verschlechterung oder unklarer diagnostischer Situation wieder kommen soll. Aber erstmal geh ich zu ihr und schau wie s weitergeht.
    Eigentlich find ich den Rheumatologen sehr nett! Den Tag als ich bei ihm war hat er sich Zeit genommen (obwohl das Wartezimmer voll war), viel gefragt, zugehört und mir dies und das erzählt (was mich heut jedoch nicht weiterbringt).
    Die Laborwerte habe ich auch, das was ich erkennen kann ist, dass der anaHep2 viel zu hoch ist, BKS ist auch zu hoch, CRP(beim 2.) auch, borrMEli ist POS und RFIgM ist auch zu hoch.
    CCP ist 0.28 RE/ml (wo <5 sein kann/soll) - ist das jetzt positiv oder negativ?

    Nicole,
    vielen lieben Dank, dass du das rausgesucht hast!
    Aber bedeutet das jetzt, dass aus der u...Artritis noch mehr(?) werden kann, oder sie vielleicht auch einfachso irgendwann verschwindet?
    Oder wird das immer sein... und ich muss mich damit "anfreunden"

    Ich find das irgendwie ganz schön "nervig", wenn man nur weis dass da irgendwas ist, aber nicht wirklich was und was damit auf einen zukommt, wie s weitergeht und worauf man sich einstellen muss.

    Danke an euch und viele Grüße,
    Kiwi
     
  7. adina

    adina Mitglied

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    Hallo Kiwi,

    Herzlich Willkommen

    ich denke mal,es nützt dir nichts,wenn man versucht nun alles schön zu reden.
    Aber um ehrlich zu sein,hört es sich in der Tat verdammt nach entzündlichem Rheuma an.
    Auch einige Laborwerte sprechen dafür z.b. BKS und CRP sind
    eindeutige Entzündungsanzeiger. Natürlich sagen sie nichts darüber
    aus,WAS gerade in deinem Körper entzündet ist.Aber das hast du ja
    dafür schon deutlich gespürt. Die erhöhten ANAs und IgM gehen
    in Richtung autoimmunisches Geschehen.Da werden mit Sicherheit noch spezifischere Laborwerte gemacht werden.
    Deshalb auch erst einmal undiffrenzierte Arthritis.
    Arthritis heißt ja,daß die Gelenke entzündet sind.Das hast du auch daran gemerkt,daß das Kortison gewirkt hat.Und mit undifferenziert sagt dein Arzt erst nal nur soviel,daß er noch nicht
    genau sagen kann,welche Art von "Rheuma" du nun haben könntest.
    Bei über 400 Rheumaarten auch keine leichte Angelegenheit.
    Da der CCP-Wert weniger als 5 ist bedeutet das erst einmal neg.,
    da dein gemessener Wert ja bei 0,28 liegt.
    Das muß nun dein Rheumatologe herausfinden,was genau bei dir anliegt,ob RA, PSA, oder irgendeine von den vielen Kollagenosen o.o.o..
    Doch auch mit einer guten Einstellung,also einer guten Basistherapie
    kann man,gerade wenn es früh erkannt wurde in den meisten Fällen
    sehr gut leben.
    Deshalb mache sobald wie möglich wieder einen Termin bei diesem
    Rheumatologen,damit er weiterführende Untersuchungen durchführen kann und du so schnell wie möglich die richtigen Medis
    bekommst.
    Helfen kannst du deinem Arzt,indem du alles,was sich für dich anders als früher anfühlt oder ist am besten notierst (denn meistens
    vergißt man die Hälfte oder denkt,das gehört nicht dazu).
    Mit alles meine ich z.B. auch gelegentl.Temperaturerhöhungen,
    oder vermehrtes Schwitzen,allgemeines Krankheitsgefühl,also nicht
    nur die schmerzenden Gelenke.Brauchst du morgens länger um beweglich zu werden oder schmerzt der Rücken nachts besonders,
    hast du ev. irgendwelche u. wenn noch so geringe Hauterscheinungen?
    Du siehst alles ist wichtig,auch wenn es für dich vielleich erst einmal unlogisch erscheint.
    Natürlich bin ich kein Arzt und kann dir nicht sagen,ob es nun
    etwas Rheumatisches ist,aber wie schon erwähnt,Symptome u. einige
    Werte sagen schon einiges aus.Deshalb halte dich damit nicht zu lange beim Hausarzt auf,diese haben nicht das nötige Wissen dafür
    u. zögern ev, nur eine notwendige Therapie hinaus.Der Rheumatologe
    weiß welche Medis in welcher Dosierung dann,sollte nun wirklich
    "Rheuma" -welche Art auch immer- sein am besten helfen.

    In der Hoffnung,daß ICH falsch vermute,wünsch ich dir weiterhin alles Gute und stöbere dich ruhig noch reichlich durch alle Bereiche.
    Je mehr du selber weißt,desto besser für dich.

    LG adina :) :) :)
     

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  8. Kiwi

    Kiwi Neues Mitglied

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    Guten Morgen adina,

    hab vielen lieben Dank für deine nette Willkommenspost!
    Auch wenn auch ich nicht möchte, dass du Recht haben könntest, hast du (und auch KatzeS und nicole) mir doch schon etwas "geholfen". Es klingt schon nicht mehr ganz so fremd, was der Doc mir schreibt.
    Dass so viel, für mich unwichtiges, wichtig sein könnte für den Doc hätte ich nicht gedacht. Schwitzen und allg. krank fühlen meine ich - ja, dass kenn ich auch. "Kaputt" fühl ich mich meisstens, doch dass schieb ich auf s Wetter (wie man ja so vieles gern darauf schiebt ;) ), nächtliche Wanderungen durch die Wohnung weil sich die Knochen nicht fühlen und schwitzen. Das kann wichtig sein? Hätte ich nicht geglaubt.
    Das ich hiermit (der u.... Artritis) am besten beim Rheumadoc aufgehoben bin weis ich, meine HÄin weis das auch. Nur möchte ich sie nicht "aussenvor" lassen und zwischendurch auch mit ihr sprechen. Das sie nicht drauflos doctort bei Dingen die ihr nicht "geheuer" sind, dass weis ich, denn bei meinem kaputten Knie ist das nicht anders. Da lässt sie lieber noch einen Kollegen zukommen - aber mit einbeziehen tut man sie trotzdem. Grade weil sie ja auch immer da ist.
    Ich find das echt bemerkenswert, sie hat mich sogar in ihrer Freizeit schonmal angerufen, nur um zu fragen wie s mir geht! Da fühlt man sich doch gut aufgehoben :)
    Artritis, kann das eigentlich auch "auf einmal" wieder weg sein - oder hat man damit wirklich länger zu kämpfen? (Oder wenn man Pech hat sogar immer) Wie sind denn eure Erfahrungen, wie lange dauert es bis man wirklich weis was das Problem ist?
    Nochmal vielen Dank an euch!
    Ich schau mich gern weiter hier um.

    Viele Grüße,
    Kiwi
     
  9. nicole53347

    nicole53347 Mitglied

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    Hallo Kiwi,

    eine Arthritis gehört zur den rheumatischen Erkrankungen und Rheuma ist nicht heilbar... Undifferenziert heißt, wie adina auch schon geschrieben hat, daß eben noch nicht ganz klar ist, welche Form von Rheuma Du hast bzw. was sich daraus entwickelt. Du wirst wahrscheinlich noch einige Untersuchungen über Dich ergehen lassen müssen. Aber wenn dann klar ist, welche Rheumaart Du genau hast, kann man Dich richtig und gezielt behandeln. Mit den richtigen Medikamenten kann es durchaus zu einem Stillstand der Erkrankung kommen!!

    Mach Dich nicht verrückt! Geh zum Rheumatologen und laß Dich auf den Kopf stellen.

    Ich wünsche Dir ganz viel Glück!

    Gruß Nicole
     
  10. Kiwi

    Kiwi Neues Mitglied

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    Och Nicole :(

    das gehört eigentlich zu den "Sachen" die ich nicht hören wollte...
    Aber das is ne Kiwi und kein Wunschkonzert - ich weis :o

    Nochmal was "nettes" zwischendurch...
    Ich habe grad bei meiner Hausärztin angerufen (die eigentlich bis einschliesslich heute im Urlaub ist!) und eine der netten Arzthelferinnen nach nem Termin gefragt, wegen "aufdröseln was hier los is".
    "Na Frau Kiwi - kommen Sie doch nachher gleich nach der Arbeit vorbei, dann können wir das machen." - Die Mädelz sind klasse! Vielleicht seh ich heut spät nachmittag/abend schon nich mehr ganz so dumm aus der Wäsche...
    Derweil trink ich noch ein paar Tassen Kaffee (und wärm mir daran die Finger, tut gut) und tummel mich in eurer Gesellschaft.

    Liebe Grüße
    und vielen Dank!
    Kiwi
     
  11. Lilly

    Lilly offline

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    hallo kiwi,

    herzlich willkommen im forum :) .

    du hast jetzt ja schon viele infos zu deinen fragen erhalten.

    RFIgM= der rheumafaktor, und der ist bei dir pos.- was heisst, dass es sich bei dir um eine seropos. rheumatoide arthritis (alter name dafür ist chron. polyarthritis) handeln könne (in verbindung mit deinen gelenksbeschwerden, der erhöhten blutsenkung und crp steht diese vermutung sehr nahe).

    zum nachlesen: http://www.rheuma-online.de/a-z/r/rheumafaktor.html

    bist du mal von einer zecke gebissen worden und hattest eine borrelineninfektion?
     
  12. adina

    adina Mitglied

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    Hallo Kiwi,

    nein natürlich sollst du den Hausdoc nicht außen vor lassen.Und er bzw. sie soll dich bei der Behandlung auch begleiten und unterstützen.Eben nur nicht allein.Aber du hast anscheinend einen echten Glückstreffer mit deiner Ärztin.Find ich toll.Soetwas ist nicht selbstverständlich.
    Ja viele Symptome "entschuldigt" man mit anderen Dingen,wie Wetter,Streß oder dgl..Deshalb wirklich an alles,wenn es auch noch so unwichtig erscheint erwähnen.
    Müdigkeit.das Gefühl von "kaputt sein",also allgemeine Leistungs-
    einschränkungen sind leider auch ganz typische Zeichen.Das kommt
    oft noch vor den eigentlichen Schmerzen,also das was man "solchen"
    Krankheiten nun wieder eher zuschreibt.
    Aber nun wollen wir mal noch nicht die Pferde scheu machen,vielleicht wurden die Entzündungen ja auch durch andere
    Erreger wie z.B. Borrelien (durch Zeckenbiss) oder anderes ausgelöst. Und da kann man mit einer entsprechenden (Antibiotika)-
    Therapie durchaus mit einer dauerhaften Heilung rechnen.Doch bis
    du ein genaues Ergebnis hast,wirst du dich noch in Geduld üben müssen.
    Viele hier,eigentlich der größte Teil,hat mehrere jahre bis zu einer
    Diagnose gebraucht und wurde jahrelang von den Ärzten nicht einmal ernst genommen. Da kannst du wirklich froh sein,solche guten
    Docs um dich zu haben.
    So nun laß dir die Zeit bis zu deinem Arztbesuch nicht mehr zu lang werden. Und immer schön mit Fragen löchern!!! :D ;) :rolleyes:

    LG adina
     
  13. KatzeS

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    Hallo Kiwi,

    da hast du ja wirklich Glück mit deiner Hausärztin. Das ist gut.
    Tja, das ist natürlich klar, dass du das nicht so gerne hören willst mit der Krankheit ;).
    Vielen geht es aber mit den Medikamenten sehr gut und die Krankheit kann ja auch zum Stillstand kommen oder sich längere Zeit nicht melden.
    Ich kann mich auch noch immer nicht komplett mit dem Gedanken anfreunden, dass ich das wohl nie mehr loswerde (aber wer kann das schon?).
    Wenn man noch so jung ist, dann ist es besonders schwer. Vor allem hat der Freundeskreis nicht immer Verständnis, wenn man mal nicht so kann. Ist ja auch schwer nachzuvollziehen, wenn man es nicht selber hat.
    Ich hoffe, dass dein Gespräch heute dir viele Fragen beantwortet und es dir dann schon besser geht.

    Lg, KatzeS
     
  14. Kiwi

    Kiwi Neues Mitglied

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    Hallo Lilly, adina und KatzeS,

    nein - Borreliose kann man eigentlich ausschliessen. Ich bin noch nie von einer Zecke gepiesackt worden. (Auch Mama schüttelte mit m Kopf)

    Ja, meine Ärztin ist ne Wucht! Da habe ich so ein riesen Glück mit gehabt, als ich sie gefunden habe :)
    Wenn sie etwas will, dann steht sie da auch hinter. Was die mir schon für "spontan" Termine bei andren Ärtzen verschafft hat... und dann wird immer wieder gefragt und gebohrt (und mir erklärt) und und und... ach das ist ne "Süsse". Nach meiner Knie-OP hat sie sich mehr Gedanken gemacht als ich am Anfang :D

    Ich bin schon ganz gespannt auf heute abend (16.45) dass sie mir sagt "Ist doch alles nicht so schlimm"

    So lange trink ich noch Kaffee...

    Danke an Euch
    und liebe Grüße,
    Kiwi
     
  15. Lilly

    Lilly offline

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    hallo kiwi,

    hast du diesen wert :
    richtig abgetippt?

    ich konnte nichts über diesen wert finden. da die buchstaben: borr- vorkommen, fragte ich dich wegen der borrelieninfektion.

    falls dieser wert doch für eine borrelieninfektion stehen, müßtest du mal unbemerk von einer zecke gebissen worden sein- oder diesen wert noch mal überprüfen lassen (gibt auch falsch pos. werte).

    da diese infektion auch arthritis (infektreaktive arthritis,- lyme borreliose)auslösen kann, ist die abklärung sehr wichtig.

    *daumendrück* für deinen bevorstehenden arzttermin!
     
    #15 15. August 2006
    Zuletzt bearbeitet: 15. August 2006
  16. Kiwi

    Kiwi Neues Mitglied

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    Hallo Lilly,

    ja das habe ich richtig abgetippert. Aber da stehen noch mehr borr"blabla" Werte und die sind alle negativ.

    Hmmmmh ja - wie war s bei meiner Ärztin. - Nich so lustig eigentilch...
    Meine Diagnose hat sie mir so übersetzt "Sie haben eine Gelenkendzündung von der man aber momentan noch nicht sagen kann woher sie kommt"
    Nachdem ich ihr erzählt hab was in der letzten Zeit mit zu kam seit wir uns nicht mehr gesehen haben, überlegt sie nur "Das ist ja komisch... also muss doch ganz bestimmt bei Ihnen da irgendwas sein."
    Nee komisch ist s eigentlich nicht mehr langsam... aber schmunzeln musst ich trotzdem.
    Als ich dann gefragt hab wie lang das alles dauern kann und sie über Monate sagte, hab ich ich mich endschieden mit dem schmunzeln aufzuhören. - So hab ich mir das nicht vorgestellt... :(
    Und was machen wir jetzt? - Ich bin (mal wieder) mit ner ganzen Tasche voll Medikamente nach Hause gekommen.
    Nexium 20mg für meinen armen Magen,
    DoxyHexal 200 tabs (Antibiotikum für drei Wochen um einen eventuellen (oder was weis ich) Virus zur Strecke zu bringen),
    Predinisolon 20mg (Cortison für fast drei Wochen) und
    Arcoxia 90mg (als Schmerzmittel, auch drei Wochen)
    und ausserdem wollen wir noch begleitend als Schmerztherapie Akkupunktur versuchen, vielleicht hilfts...

    Ja und dann...? Jede Menge Geduld (wie ihr schon habt anklingen lassen) - nur dass mir die keiner verschreibt. Also bin ich noch fix zum Schlecker rein, Weingummi und Badeschaum kaufen. ... irgendwie muss ich mich ja bei Laune halten :cool:

    Liebe Grüße,
    Kiwi
     
  17. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hallo,

    da hast du ja ein schönes Tabletten-Paket bekommen. Hoffentlich verträgst du das alles gut.
    Dann zieh dir mal deine Weingummis rein, mach dir am besten ne Wärmflasche oder so und lenk dich etwas ab. Das mach ich zumindest immer, wenn es mir mal wieder nicht so gut geht.

    Schönen Abend,

    KatzeS
     
  18. Chrisa

    Chrisa Neues Mitglied

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    Gedduld und nen guten Rheumatologen

    Hallo
    Ich wollte Dir auch einen guten Rat geben.... aber nimm den von Adina an. Die ist wirklich gut informiert. Es gibt hunderte von verschiedenen rheumatischen Erkrankungen. Und die meisten sind eine Störung Deines Immunsystems. Es ist sehr schwierig, manchmal wie eine Nadel im Heuhaufen zu suchen, da die richtigen Ursachen zu finden.
    Also, nicht so lange bei deiner Hausärztin aufhalten. Dein Rheumatologe steht erst am Anfang seiner Suche. Er scheint ja auch recht gewissenhaft zu sein.
    Ich wünsch Dir viel Glück und viel Geduld
    Gruß aus Köln, Chrisa
     
  19. adina

    adina Mitglied

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    Hallo Kiwi,

    mein 2. Gedanke ging deshalb auch in Richtung infektreaktive Arthritis,weil du laut deiner Werte borrMeli als positiv erwähnt hast,was ja wie Lylly schon erwähnte doch für eine Borelleininfektion sprechen würde.Nicht jeder Zechenbiss wird bemerkt.
    Muß mal kurz unterbrechen,melde mich später noch einmal.

    LG adina
     
  20. Kiwi

    Kiwi Neues Mitglied

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    Niedersachsen
    Guten morgen ihr Lieben,

    heute morgen geht es mir bescheiden schön - aber wenigstens die Sonne scheint, das heitert schon mal auf.

    Ja gestern abend bin ich dann tatsächlich noch in die warme Badewanne gestolpert und hab mir queer durch die Wohnung ein Hörbuch dabei angemacht :) (mein richtiges konnt ich nicht über Wasser halten)
    Heute morgen hab ich dann mit meinem Tablettenpaket angefangen, immer schön fest dran glauben, dann bin ich in drei Wochen wieder gesund (hab ich jedenfalls so geplant). Was mich jetzt schon nervt ist die viele Esserei. Zu allen soll man was essen, aber man darf sie nich zusammen nehmen sondern muss sie hüpsch über den Tag verteilen... waaaah und das wo ich ein so unregelmässiger Esser bin.
    Reicht das nicht, wenn ich ein trockenes Knäcke dazu knusper?

    Nochmal zum Rheumatologen... ja vielleicht, aber nicht gleich morgen.
    Wir fangen ja grad erst an mit den Tabletten. Wenn etwas Zeit in s Land ist werd ich sie noch mal drauf ansprechen, ich seh sie ja jetzt wenigstens einmal wöchentlich wegen der Akupuntur auch.
    Vielleicht hab ich ja "Glück" und es ist wirklich nur ein Virus den wir jetzt mit dem Antibiotikum ausräuchern... wenn s nicht hilft, müssen wir halt weitersuchen. Auch wenn mich der Gedanke ja jetzt schon nervt. :o

    Ich wünsch euch einen guten Start in den Tag,
    Kiwi