hallo zusammen,
lese hier seit ein paar tagen interessiert mit und hoffe, dass ihr auch für meine spezielle situation ein paar tipps oder ideen habt. die suche nach einer diagnose strapaziert meine nerven nämlich zunehmend - in kombination mit den körperlichen problemen ist das recht fatal, wie viele von euch wohl aus eigener erfahrung wissen. jetzt, wo ich mich endlich überwunden habe, der sache auf den grund zu gehen, plagt mich die vorstellung, dass das unbekannte in mir irreparable schäden anrichtet, bevor die diagnose feststeht - und ich mich vielleicht nie mehr "gesund" fühlen kann
ich (w, 35) versuche mal, meinen status quo inkl. vorgeschichte zu beschreiben:
habe schon seit einigen monaten beschwerden, kleinere anzeichen gab es vielleicht schon vor jahren (wobei ich nicht sicher weiß, ob die wirklich was mit den aktuellen problemen zu tun hatten). bin an sich ein ziemlicher arztmuffel und habe die "merkwürdigkeiten" daher lange nicht ernst genommen und gehofft, dass sich das von selbst wieder regelt. war deshalb erst vor ca. 6 monaten das erste mal beim arzt - da wurde eine blutuntersuchung gemacht, die keine auffälligkeiten - nur einen leicht erhöhten entzündungswert - ergab. da sich die schmerzen damals auf den kreuz-, becken- hüftbereich konzentrierten, wurde ich noch zum orthopäden geschickt. da zeigte sich v.a. eine auffälligkeit bei l5/s1. hm. ich war aber damals (vielleicht fälschlich) überzeugt, dass die art meiner schmerzen keine orthopädische ursache haben kann und habe das ganze dann wieder einschlafen lassen. die schmerzen haben sich nicht gebessert, eher ausgeweitet - vor allem auf den flankenbereich, also vom kreuz an den seiten hinauf. immer öfter war auch mein ganzer körper von dumpfen schmerzen betroffen, sodass alltägliches immer mühsamer wurde. begleitet wurde und wird das ganze von immer häufigeren kribbelgefühlen an verschiedenen körperstellen bzw. eine art "inneres rumoren" v.a. im oberkörper (wenn ich meine hand z.b. auf den flankenbereich lege, fühlt es sich an als würde da irgendwas arbeiten oder blubbern....). dazu noch "kleinere" merkwürdigkeiten wie wortfindungsstörungen, immer wieder kurze stechende schmerzen z.b. in den fingern (nicht unbedingt an den gelenken) etc. ( ich hab's leider noch nicht geschafft, mir - wie es auch hier vorgeschlagen wird - eine schriftliche liste zu machen, auf der wirklich möglichst alles, was mir im lauf der zeit aufgefallen ist, drauf steht - hab ich mir aber fest vorgenommen).
zur eskalation ist es vor 1 monat gekommen: hatte seit ein paar tagen das gefühl, dass der schmerz von den flanken sich verstärkt an der vorderseite einnistet - vor allem direkt unter und auf den letzten rippenbögen verspürte ich immer wieder so einen beißenden schmerz. und dann ist es noch ein stück raufgewandert; und zugleich hab ich direkt unter der linken brust ein "erhabenes etwas" getastet - die kombination hat dann wahrscheinlich ausgereicht: ich hatte eine art panikattacke (zum ersten und hoffentlich letzten mal). konnte mich weder durch bewegung noch durch still sitzen/liegen beruhigen, hatte todesangst. da es ein wochenende war, konnte ich nicht direkt zum arzt gehen, habe aber einen ärztebesuchsdienst alarmiert - durch das wissen, dass die demnächst kommen, hab ich mich dann schon etwas beruhigt; blutdruck war auch ok. da ich am nächsten tag ohnehin zum hausarzt wollte, haben sie mir dann nur 2 schmerztabletten da gelassen (die ich zwar genommen habe, die aber keinerlei wirkung zeigten). am montag hab ich mich dann zum hausarzt geschleppt, dem ich eindrücklich vermittelt habe, dass ich dem ganzen nun ganz genau auf den grund gehen will - denn so konnte es nicht weiter gehen. zwei panische nächte fast ohne schlaf waren wirklich genug. habe dann xanor-tabletten verschrieben bekommen (mit dem hinweis, dass man damit vorsichtig sein muss, weil man relativ schnell abhängig werden kann). die haben mich dann auch über die nächsten tage gerettet, obwohl ich bewusst nur das nötigste - anfangs 1, nach einer woche 1/2 tablette - genommen habe; damit konnte ich immerhin wieder einigermaßen schlafen.
seitdem einige untersuchungen:
1.) computertomografie abdomen ---> im großen und ganzen unauffällig. hatte aber eine abklärung beim orthopäden und gynäkologen zur folge.
2.) orthopäde: hier hab ich wegen des l5/l1-problems und schwacher rückenmuskulatur eine physikalische therapie verordnet bekommen. außerdem eine überweisung zum neurologen wegen der sensibilitätsstörungen (kribbeln); der termin steht nächste woche an.
3.) gynäkologe: alles in ordnung
4.) die physikalische therapie hab ich mittlerweile begonnen (2 termine bisher). massage ist natürlich angenehm, aber an meinen problemen hat sich nichts geändert (wobei das wohl auch nicht so schnell gehen könnte)
5.) harnuntersuchung ohne auffälligkeiten
6.) dafür fand sich diesmal im blutbefund eine auffälligkeit: es wurden auto-antikörper gefunden! (daher mein "kreativer" benutzername
). konkret centromer antikörper. hm. mein hausarzt hat zugegeben, sich in diesem bereich nicht auszukennen. am naheligendsten wäre ein auf rheuma spezialisierter internist; da hier ein termin aber offenbar erst in ein paar wochen zu haben ist, hat er mich jetzt in eine dermatologische (!) ambulanz verwiesen, wo geprüft werden soll, ob SLE dahinter stecken könnte. (diese typische gesichtsrötung http://de.wikipedia.org/wiki/Lupus_erythematodes hab ich übrigens nicht). hab natürlich mittlerweile schon selbst alles mögliche im internet nachgelesen - zur beruhigung trägt das alles nicht bei 
das ist der status quo. nächste woche stehen dann der ambulanz- und neurologie-besuch an.....
wie ist das mit den auto-antikörpern bzw. speziell den centromer antikörpern: hat man unbedingt eine autoimmunerkrankung, wenn diese nachzuweisen sind? oder gibt es auch positive ergebnisse, ohne dass eine krankheit zugrunde liegt?
ich hab wirklich angst. (ein ständiges auf und ab seit den letzten wochen - einmal bin ich mich erleichtert, weil eine untersuchung keine auffälligkeiten ergibt, dann werd ich wieder ängstlich, weil irgendwas ja doch dahinter stecken muss .... )
ok, ziemlich lang schon der beitrag. ich hoffe, ihr lest ihn dennoch
sollte ich wichtige infos vergessen haben, bitte einfach bescheid geben.
NACHTRAG: nachdem ich gesehen habe, dass der begriff hier im lexikon steht, sollte ich vielleicht noch präzisieren: das l5/s1-problem" wird in meinem ct-befund als "deutliche osteochondrose l5/s1" bezeichnet. aha. aber mir machen weniger rücken- oder kreuzschmerzen zu schaffen als vielmehr (heut ziemlich extrem) diese kribbel- und vibrationsgefühle im oberkörper, zwischendurch auch mal ein beißend/stechender schmerz im rippenbereich, besonders bei den untersten rippen. kann das zusammenhängen? kann das eine orthopädische ursache haben? was heute neu ist: dass ich an verschiedneen stellen am oberkörper immer mal wieder das gefühl habe, dass sie feucht oder kalt ist - wenn ich hingreife ist es aber nicht.
habe am mittwoch einen termin beim neurologen. die spannung steigt mal wieder ins unermessliche ...
lg anti33
lese hier seit ein paar tagen interessiert mit und hoffe, dass ihr auch für meine spezielle situation ein paar tipps oder ideen habt. die suche nach einer diagnose strapaziert meine nerven nämlich zunehmend - in kombination mit den körperlichen problemen ist das recht fatal, wie viele von euch wohl aus eigener erfahrung wissen. jetzt, wo ich mich endlich überwunden habe, der sache auf den grund zu gehen, plagt mich die vorstellung, dass das unbekannte in mir irreparable schäden anrichtet, bevor die diagnose feststeht - und ich mich vielleicht nie mehr "gesund" fühlen kann
ich (w, 35) versuche mal, meinen status quo inkl. vorgeschichte zu beschreiben:
habe schon seit einigen monaten beschwerden, kleinere anzeichen gab es vielleicht schon vor jahren (wobei ich nicht sicher weiß, ob die wirklich was mit den aktuellen problemen zu tun hatten). bin an sich ein ziemlicher arztmuffel und habe die "merkwürdigkeiten" daher lange nicht ernst genommen und gehofft, dass sich das von selbst wieder regelt. war deshalb erst vor ca. 6 monaten das erste mal beim arzt - da wurde eine blutuntersuchung gemacht, die keine auffälligkeiten - nur einen leicht erhöhten entzündungswert - ergab. da sich die schmerzen damals auf den kreuz-, becken- hüftbereich konzentrierten, wurde ich noch zum orthopäden geschickt. da zeigte sich v.a. eine auffälligkeit bei l5/s1. hm. ich war aber damals (vielleicht fälschlich) überzeugt, dass die art meiner schmerzen keine orthopädische ursache haben kann und habe das ganze dann wieder einschlafen lassen. die schmerzen haben sich nicht gebessert, eher ausgeweitet - vor allem auf den flankenbereich, also vom kreuz an den seiten hinauf. immer öfter war auch mein ganzer körper von dumpfen schmerzen betroffen, sodass alltägliches immer mühsamer wurde. begleitet wurde und wird das ganze von immer häufigeren kribbelgefühlen an verschiedenen körperstellen bzw. eine art "inneres rumoren" v.a. im oberkörper (wenn ich meine hand z.b. auf den flankenbereich lege, fühlt es sich an als würde da irgendwas arbeiten oder blubbern....). dazu noch "kleinere" merkwürdigkeiten wie wortfindungsstörungen, immer wieder kurze stechende schmerzen z.b. in den fingern (nicht unbedingt an den gelenken) etc. ( ich hab's leider noch nicht geschafft, mir - wie es auch hier vorgeschlagen wird - eine schriftliche liste zu machen, auf der wirklich möglichst alles, was mir im lauf der zeit aufgefallen ist, drauf steht - hab ich mir aber fest vorgenommen).
zur eskalation ist es vor 1 monat gekommen: hatte seit ein paar tagen das gefühl, dass der schmerz von den flanken sich verstärkt an der vorderseite einnistet - vor allem direkt unter und auf den letzten rippenbögen verspürte ich immer wieder so einen beißenden schmerz. und dann ist es noch ein stück raufgewandert; und zugleich hab ich direkt unter der linken brust ein "erhabenes etwas" getastet - die kombination hat dann wahrscheinlich ausgereicht: ich hatte eine art panikattacke (zum ersten und hoffentlich letzten mal). konnte mich weder durch bewegung noch durch still sitzen/liegen beruhigen, hatte todesangst. da es ein wochenende war, konnte ich nicht direkt zum arzt gehen, habe aber einen ärztebesuchsdienst alarmiert - durch das wissen, dass die demnächst kommen, hab ich mich dann schon etwas beruhigt; blutdruck war auch ok. da ich am nächsten tag ohnehin zum hausarzt wollte, haben sie mir dann nur 2 schmerztabletten da gelassen (die ich zwar genommen habe, die aber keinerlei wirkung zeigten). am montag hab ich mich dann zum hausarzt geschleppt, dem ich eindrücklich vermittelt habe, dass ich dem ganzen nun ganz genau auf den grund gehen will - denn so konnte es nicht weiter gehen. zwei panische nächte fast ohne schlaf waren wirklich genug. habe dann xanor-tabletten verschrieben bekommen (mit dem hinweis, dass man damit vorsichtig sein muss, weil man relativ schnell abhängig werden kann). die haben mich dann auch über die nächsten tage gerettet, obwohl ich bewusst nur das nötigste - anfangs 1, nach einer woche 1/2 tablette - genommen habe; damit konnte ich immerhin wieder einigermaßen schlafen.
seitdem einige untersuchungen:
1.) computertomografie abdomen ---> im großen und ganzen unauffällig. hatte aber eine abklärung beim orthopäden und gynäkologen zur folge.
2.) orthopäde: hier hab ich wegen des l5/l1-problems und schwacher rückenmuskulatur eine physikalische therapie verordnet bekommen. außerdem eine überweisung zum neurologen wegen der sensibilitätsstörungen (kribbeln); der termin steht nächste woche an.
3.) gynäkologe: alles in ordnung
4.) die physikalische therapie hab ich mittlerweile begonnen (2 termine bisher). massage ist natürlich angenehm, aber an meinen problemen hat sich nichts geändert (wobei das wohl auch nicht so schnell gehen könnte)
5.) harnuntersuchung ohne auffälligkeiten
6.) dafür fand sich diesmal im blutbefund eine auffälligkeit: es wurden auto-antikörper gefunden! (daher mein "kreativer" benutzername

das ist der status quo. nächste woche stehen dann der ambulanz- und neurologie-besuch an.....
wie ist das mit den auto-antikörpern bzw. speziell den centromer antikörpern: hat man unbedingt eine autoimmunerkrankung, wenn diese nachzuweisen sind? oder gibt es auch positive ergebnisse, ohne dass eine krankheit zugrunde liegt?
ich hab wirklich angst. (ein ständiges auf und ab seit den letzten wochen - einmal bin ich mich erleichtert, weil eine untersuchung keine auffälligkeiten ergibt, dann werd ich wieder ängstlich, weil irgendwas ja doch dahinter stecken muss .... )
ok, ziemlich lang schon der beitrag. ich hoffe, ihr lest ihn dennoch
NACHTRAG: nachdem ich gesehen habe, dass der begriff hier im lexikon steht, sollte ich vielleicht noch präzisieren: das l5/s1-problem" wird in meinem ct-befund als "deutliche osteochondrose l5/s1" bezeichnet. aha. aber mir machen weniger rücken- oder kreuzschmerzen zu schaffen als vielmehr (heut ziemlich extrem) diese kribbel- und vibrationsgefühle im oberkörper, zwischendurch auch mal ein beißend/stechender schmerz im rippenbereich, besonders bei den untersten rippen. kann das zusammenhängen? kann das eine orthopädische ursache haben? was heute neu ist: dass ich an verschiedneen stellen am oberkörper immer mal wieder das gefühl habe, dass sie feucht oder kalt ist - wenn ich hingreife ist es aber nicht.
habe am mittwoch einen termin beim neurologen. die spannung steigt mal wieder ins unermessliche ...
lg anti33
Zuletzt bearbeitet:
man sollte ein schmerzometer erfinden, das die subjektiv wahrgenommen schmerzen "übersetzen" kann. 