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Resi Ratlos
Guest
Off-Label-Use heißt so viel wie "nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch". Das Medikament hat für diese Erkrankung keine Zulassung.
Damit sind auch die Risiken und Nebenwirkungen nicht immer ausreichend für diese Erkrankung getestet.
Daher erfolgt die Verordnung nur in extremen Ausnahmefällen und das ist auch gut so.
Das hat nichts mit Kosten oder damit, dass Krankenkassen manchmal "komisch" sind zu tun.
Und Vit D wäre vielleicht bei Fußpilz off-label, mal etwas humorig formuliert.
Heike,
danke für die Erklärung. Mit dem Geld hat es tatsächlich nicht direkt etwas zu tun, indirekt aber schon: ein off-label-use muss nämlich nicht von den Kassen bezahlt werden und erfolgt daher prinzipiell auf das Risiko des verordnenden Arztes (wenige Ausnahmen).
Oft werden die Kosten nach Beantragung (z. B. unter der Maxime eines "individuellen Heilversuchs") bei der Krankenkasse dann für den einzelnen Patienten übernommen, zunächst meist für einen Zeitraum von einem halben oder eher einem ganzen Jahr. Danach läuft sozusagen die Kostenübernahmegarantie aus und muss mit neuen Befunden neu beantragt werden.
Andernfalls kann die Verordnung zu durchaus erheblichen Regressforderungen führen; so geschehen vor einigen Jahren in einer der renommiertesten deutschen Unikliniken, die für eine hoch fünfstellige Zahl an Behandlungskosten für MMF (CellCept oder Myfortic) in Regress genommen wurde und auch vor Gericht einen angestrengten Prozess auf Erlass der Forderung verlor.
Mit "komischen" Krankenkassen hat das allerdings wirklich nichts zu tun, sondern mit klaren Regelungen.
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