Liebes Forum,
bislang habe ich schon häufiger mitgelesen und mich nun auch angemeldet; das Schmerztagebuch möchte ich regelmäßig führen.
Ich habe von Geburt an eine starke Skoliose, die auch zweimal operiert wurde. Seit einigen Jahren laufe ich mit mehr oder weniger starken, jedoch immer präsenten Schmerzen rum, die von mir konsultierten Orthopäden verordneten die üblichen 6x Physio, und es kam eigentlich immer die lakonische Aussage, dass man da wegen der Skoliose nichts machen kann. Der Orthopäde, bei dem ich jetzt in Behandlung bin, leitete ein CT ein, bei dem sowohl ein Bandscheibenvorfall wie auch eine Protrusion, außerdem Osteochondrose und Spondylolis deformans in der LWS festgestellt wurde. Die Radiologin meinte, das Schmerzbild (tiefsitzender Kreuzschmerz, ausstrahlend um Hüften/Becken bis in die Leiste) sei nicht so typisch für einen Prolaps, evtl. müsse man mal die Hüfte untersuchen...Ich mache nun Rehasport und bekam Akupunktur, die aber nicht geholfen hat. Im Gegenteil habe ich das Gefühl, dass dadurch anderes zum Vorschein gekommen ist, da ich plötzlich wechselnde Schmerzen in den Fingergelenken (zuerst kleiner Finger, dann in den Daumengelenken) bekam. Die Schmerzen im LWS-Bereich waren während der Akupunkturzeit teilweise täglich sehr unterschiedlich, aber Tendenz eher schlechter als vorher. Der Orthopäde war dann auch der erste Arzt überhaupt, der mich fragte, ob bei mir mal Rheuma getestet worden sei.
Bei mir sind vergangene Woche erstmals Rheumafaktoren und Entzündungswerte getestet worden, allerdings negativ, sodass sowohl Hausärztin als auch Orthopäde nicht von einer rheumatischen Erkrankung ausgehen, obwohl meine Hausärztin sogar vor der Blutuntersuchung was von seronegativ erwähnte. Ich bin letztes Jahr eher zufällig auf PsA und Morbus Bechterew gestoßen, insbesondere bei PsA habe ich mich in nahezu allen Symptomen wiedergefunden. Diagnostiziert ist bei mir die Psoriasis nicht; ich habe einige wenige auffällige Stellen (Ellenbogen, Handknöchel), allerdings hat mein Bruder seit früher Kindheit eine sehr starke Psoriasis. Meine Mutter hatte viele rheumatische Symptome wie geschwollene heiße Gelenke, Fieber..., aber bei ihr waren die Rheumafaktoren auch immer negativ. Beide Ärzte wissen von der Familiengeschichte, weitergehende Untersuchungen wie auf HLA-B27 erfolgten nicht, auch keine Überweisung zum Rheumatologen ("Da kriegen Sie sowieso keinen Termin..."). Ich habe immer wieder das Gefühl, dass Ärzte es nicht besonders schätzen, wenn man vorinformiert ist und eine spezielle Untersuchung einfordert, anders kann ich mir auch nicht erklären, dass meine Beschwerden nun so abgetan werden und was Rheumatisches vom Tisch gewischt wird. Ich habe die Schmerzen selbst jahrelang abgetan (so bin ich auch erzogen worden - nicht jammern, Zähne zusammenbeißen, man gewöhnt sich an alles...), fühle mich jetzt aber eben auch hilflos, aber ein bisschen auch wie ein Simulant und Hypochonder...
Soviel fürs erste, für eine Vorstellung fast schon ein bisschen zu ausführlich...:vb_redface:
Viele Grüße
Ciara
bislang habe ich schon häufiger mitgelesen und mich nun auch angemeldet; das Schmerztagebuch möchte ich regelmäßig führen.
Ich habe von Geburt an eine starke Skoliose, die auch zweimal operiert wurde. Seit einigen Jahren laufe ich mit mehr oder weniger starken, jedoch immer präsenten Schmerzen rum, die von mir konsultierten Orthopäden verordneten die üblichen 6x Physio, und es kam eigentlich immer die lakonische Aussage, dass man da wegen der Skoliose nichts machen kann. Der Orthopäde, bei dem ich jetzt in Behandlung bin, leitete ein CT ein, bei dem sowohl ein Bandscheibenvorfall wie auch eine Protrusion, außerdem Osteochondrose und Spondylolis deformans in der LWS festgestellt wurde. Die Radiologin meinte, das Schmerzbild (tiefsitzender Kreuzschmerz, ausstrahlend um Hüften/Becken bis in die Leiste) sei nicht so typisch für einen Prolaps, evtl. müsse man mal die Hüfte untersuchen...Ich mache nun Rehasport und bekam Akupunktur, die aber nicht geholfen hat. Im Gegenteil habe ich das Gefühl, dass dadurch anderes zum Vorschein gekommen ist, da ich plötzlich wechselnde Schmerzen in den Fingergelenken (zuerst kleiner Finger, dann in den Daumengelenken) bekam. Die Schmerzen im LWS-Bereich waren während der Akupunkturzeit teilweise täglich sehr unterschiedlich, aber Tendenz eher schlechter als vorher. Der Orthopäde war dann auch der erste Arzt überhaupt, der mich fragte, ob bei mir mal Rheuma getestet worden sei.
Bei mir sind vergangene Woche erstmals Rheumafaktoren und Entzündungswerte getestet worden, allerdings negativ, sodass sowohl Hausärztin als auch Orthopäde nicht von einer rheumatischen Erkrankung ausgehen, obwohl meine Hausärztin sogar vor der Blutuntersuchung was von seronegativ erwähnte. Ich bin letztes Jahr eher zufällig auf PsA und Morbus Bechterew gestoßen, insbesondere bei PsA habe ich mich in nahezu allen Symptomen wiedergefunden. Diagnostiziert ist bei mir die Psoriasis nicht; ich habe einige wenige auffällige Stellen (Ellenbogen, Handknöchel), allerdings hat mein Bruder seit früher Kindheit eine sehr starke Psoriasis. Meine Mutter hatte viele rheumatische Symptome wie geschwollene heiße Gelenke, Fieber..., aber bei ihr waren die Rheumafaktoren auch immer negativ. Beide Ärzte wissen von der Familiengeschichte, weitergehende Untersuchungen wie auf HLA-B27 erfolgten nicht, auch keine Überweisung zum Rheumatologen ("Da kriegen Sie sowieso keinen Termin..."). Ich habe immer wieder das Gefühl, dass Ärzte es nicht besonders schätzen, wenn man vorinformiert ist und eine spezielle Untersuchung einfordert, anders kann ich mir auch nicht erklären, dass meine Beschwerden nun so abgetan werden und was Rheumatisches vom Tisch gewischt wird. Ich habe die Schmerzen selbst jahrelang abgetan (so bin ich auch erzogen worden - nicht jammern, Zähne zusammenbeißen, man gewöhnt sich an alles...), fühle mich jetzt aber eben auch hilflos, aber ein bisschen auch wie ein Simulant und Hypochonder...

Soviel fürs erste, für eine Vorstellung fast schon ein bisschen zu ausführlich...:vb_redface:
Viele Grüße
Ciara

