Liebe Lamia,
auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum - gut, dass du uns gefunden hast.

Mir hat der Austausch hier insbesondere sehr geholfen...
Die Lebensveränderungen, die du aktuell mitmachst, sind wirklich heftig.
Jeder kennt das hier wohl zu Genüge.
Aber: lass dir Zeit mit dem Verarbeitungsprozess - du und deine Familie bzw. dein Umfeld - ihr müsste langsam mit der neuen Situation klarkommen.
Und durch eine gute Therapie kann ja auch sehr Vieles wieder deutlich besser werden.
Dringend möchte ich dir empfehlen, dir eine gute Schmerztherapie zu suchen - zumindest, wenn dich die Schmerzen sehr belasten. Viele Rheumatiker kommen viel zu spät an einen wirklichen Spezialisten und da kann dann schon einiges ziemlich schief laufen.
Ohne Werbung für meinen eigenen Thread machen zu wollen - hier findest du dazu eine Menge Infos und Links:
http://www.rheuma-online.de/forum/threads/48990-Schmerztherapie-Wege-aus-dem-Schmerz
Zum Thema Schwerbehindertenausweis: das Thema habe ich selber erst kürzlich hinter mich gebracht.
Du hast eine Chance auf Erfolg, wenn du deutliche Einschränkungen durch die Erkrankung bzw. durch andere Vorschäden hast - da geht es wirklich um konkrete Dinge wie sehr begrenzte Gehstrecke, Bewegungseinschränkungen in den Händen...
Ob sich der Aufwand lohnt, können zunächst deine Ärzte sicher am besten beurteilen.
Aber ich finde auch, dass du damit noch eine Menge Zeit hast.
Wenn du den Antrag stellen solltest, kann er sowieso rückwirkend vom Beginn der Erkankunge (bzw. der Diagnose) gewährt werden. So war das z.B. bei mir auch...
Also: den Streß brauchst du dir nicht zu machen - da sind andere Dinge (passende Medikamente, Lebensumstände so gestalten, dass ein möglichst schmerzfreier Alltag möglich ist...) jetzt wichtiger.
Alles, alles Gute und nicht den Kopf in den Sand stecken. Das wird schon...
Liebe Grüße von anurju
