Liebe alle, Ich heiße Befri und hab vorhin versehentlich in ein falsches Forum meinen ersten Beitrag gepostet. Ich bin 29 Jahre alt, weiblich und habe seit ca 4 Monaten mit teils sehr unspezifischen Symptomen zu kämpfen. Nun habe ich bereits einen Ärztemarathon hinter mir und wenig neue Erkenntnisse. Mitte Juni 2025 hatte ich eine frühe Fehlgeburt und relativ nah dran (Anfang Juli) habe ich Symptome entwickelt, die ich davor noch nie hatte. Nach der Fehlgeburt bin ich zur Gesundenuntersuchung bei meiner Hausärztin gegangen und waren die SD Werte (insb TSH von 25) sowie die Nierenwerte auffällig (GFR abgesunken, Kreatinin erhöht aber noch im Normbereich, grad an der Grenze, Protein-Kreatinin-Ratio war bei 464) und ich hatte zu dem Zeitpunkt auch Flankenschmerzen. Es wurde dann Hashimoto diagnostiziert und habe ich begonnen mit der Einnahme von Thyroxin 100. Beim Neurologen war ich auch, weil durch Selbsttests Proteinurie ersichtlich war sowie Blut im Urin. Bei dem Test (ca 4 Wochen später) waren die Nierenwerte jedoch wieder ok. Bald danach (Anfang August) habe ich folgende Symptome bekommen und auf meine Bitte wurde Tyroxin reduziert auf 50, später umgestellt auf Euthyrox): Zitteranfälle (später als Blutdruckanfälle herausgestellt) Gesichtsrötung über Wangen und Nase Raynaud-Syndrom einseitig Ausschläge am Dekolleté, an Schultern und Rücken nach Sonnenkontakt Gelenkschmerzen Muskelschwäche Haarausfall Atemnot Herzrasen Heftigste einseitige Kopfschmerzen um das rechte Auge herum lokalisiert (mehrere Tage hintereinander auftretend in Anfällen dann wieder bis zu einem Monat oder länger Pause) Ich bin mind 3 mal zu meinen SD-Ärzten gegangen, weil ich geglaubt habe, dass die Symptome mit dem Hormon zusammenhängen, die haben mich zur Neurologin geschickt, die meinte das wäre was rheumatologisches und neurologisch bei der Erstuntersuchung nichts finden konnte und zum Kardiologen, der meinte ich hätte zu hohen Blutdruck und zu hohen Ruhepuls und ich solle ein 24 ekg machen. Die SD-Ärzte sind der Ansicht, dass die SD nicht für meine Symptome verantwortlich ist. Ich bin dann auch rheumatologisch untersucht wurden und es kam ein unspezifisches Ergebnis raus: ANA 1:160, Muster AC 30, Mitose pos ENA negativ Alpha Globuline erhöht, Bilirubin erhöht Zu dem Zeitpunkt Eisenmangel, später nicht mehr C3, C4, ANCA wurden nicht bestimmt Im Laufe der Monate kamen obengenannte Beschwerden nach jeglichen Sonnenkontakt, sodass ich gegen Ende des Herbstes die Sonne gemieden habe. Im Winter wurde es dann besser, weil dort wo ich wohne gab’s wochenlang keine Sonne. Im Dezember häuften sich jedoch plötzlich die Blutdruckanfälle, bis ich Hypertensive Krisen bekam (höchster Blutdruckwert 206 zu 148). Ich war deswegen auch 1x in der Notaufnahme. Die Ärzte testeten daraufhin auf Phäochromozytom, der Bluttest ist negativ, die Urinwerte noch ausständig, aber der Nebennierenspezialist meinte ein Phäo wäre so gut wie ausgeschlossen. lustigerweise haben die Blutdruckkrisen von heute auf morgen aufgehört, die anderen Symptome sind jedoch nach erneutem Sonnenkontakt wieder vorhanden. Meine Frage an euch ist jetzt wie ich weitermachen soll? Ausständig sind noch: CT Kopf 24 Ekg Soll ich nochmal rheumatologisch auf C3, C4, Anca auch zusätzlich testen lassen oder ist das unnötig? Die Sache mit der Gesichtsrötung und Raynaud finde ich nämlich schon sehr seltsam. Für Ratschläge zwecks Kliniken/Ärzten: Ich wohne in Österreich. Ich habe zudem folgende Diagnosen: Migräne, Verdachtsdiagnose chronisches EBV (nicht gesichert), und voraussichtlich Clusterkopfschmerz (da bin ich gerade in Abklärung), seit dem akuten EBV 2021 hatte immer wieder Fieberanfälle und Muskelschwäche, die sind seither schlimmer geworden. noch zur Ergänzung: Die Ärzte meinten es wäre sehr eigenartig, dass ich Hypertensive Krisen habe, weil ich schlank und sportlich bin und mich gesund ernähre. Danke schon mal für eure Hilfe!
Hallo @Befri und willkommen im Forum. Leider kenne ich mich viel zu wenig aus um dir zu deinen Werten etwas zu sagen. Was mich aber interessiert: du warst ja bereits bei einem Rheumatologen: was meinte der denn wie du weiter vorgehen sollst? Natürlich kannst du ihn fragen ob eine weitere Testung Sinn macht. Aber ich würde davon ausgehen, dass er das dann auch schon ohne Aufforderung gemacht hätte. Bis zu einer richtigen Diagnose kann es leider oft sehr lange dauern. Vielleicht melden sich noch andere, die sich mit den Blutwerten besser auskennen. Alles Gute für dich! Snoopie
Bei mir kam die gesicherte Diagnose auch erst mit der Zeit raus, obwohl gleich anfangs eine seropositive RA gesichert war. Hinzu kam Psoriasis-Arthritis und Kollagenosen. Wobei die Behandlung gleich ist, und deshalb eilt die genaue Feststellung nicht. Ich denke, ein Facharzt weiß genau, was er testen muss. Er sieht bzw. erfährt die Symptome, und danach richtet sich das weitere Vorgehen. Wir sind überwiegend Laien, kennen deinen wirklichen Gesundheitszustand nur vom Lesen, und hypertensive Krisen können auch superschlanke Menschen bekommen. Beispiel: Meine hypertensiven Krisen kommen vermutlich vom Ungleichgewicht Sympathikus und Parasympathikus, was auf Stress, Wetterumschwung und Hashimoto (evtl.... vielleicht....) zurückzuführen ist. Auch Medikamente könnten es fördern. Ganz genau kanns niemand sagen, aber Stress wirkt sich aufs vegetative Nervensystem aus, und oft kann ich eine Ursache in dieser Richtung erkennen, denn familiäre Probleme, Geburtstage und Pflichtveranstaltungen lassen meinen Blutdruck ebenfalls austicken. Aber seit ich Kortison ausgeschlichen habe, bleibt der Blutdruck unter 170, wenn er austickt. Also liegt der Psycho-Verdacht nahe, denn Kortison nehm ich ja nun garkeins mehr. Und meine Psyche ist ein wenig ruhiger geworden.
Guten Tag Befri, ich habe deinen langen Bericht gelesen und deine Befunde auch. Nach einem Ärztemarathon inklusive Rheumatologen wird dir hier "off view" sicher niemand verbindlich etwas zu deinen Beschwerden sagen können - und hoffentlich auch nicht tun! Meine beiden Vorrednerinnen haben schon manches Richtige gesagt. Für komplizierte Abläufe (ob subjektiv oder objektiv....) gibt es FACHärzte, und das hier ist ein Laienforum. Du wirst vermutlich auf diese komplex und speziell ausgebildeten Kenner der Materie zurückgreifen müssen, um eine Lösung für dein Problem anzustreben. Blutdruckschwankungen, auch krisenhafte, können 27-53 Ursachen haben; die wesentlichen kann ein Nephrologe - ich vermute, du meintest einen solchen in deinem Post, denn der Neurologe ist für andere Dinge zuständig - umfassend abklären. Eine ernste Nierenerkrankung (z. B. aufgrund einer autoimmunen Erkrankung) verbessert sich eher nicht von selbst. Eine Proteinurie ist etwas häufiges und zunächst unspezifisches. Die Einschätzung durch "Selbsttestung" finde ich aus gutem Grund nicht zielführend, insbesondere, da das Ganze semiquantitativ und auch fehleranfällig ist. Selbstverständlich ist das meine ganz persönliche Sicht der Dinge und aus der Ferne - mehr geht nunmal nicht ohne Kenntnis der detaillierten Umstände und Befunde und ist auch nicht sinnvoll. Alles Gute für dich!
Herzlich Willkommen bei RO! Ich wünsche Dir, das Du hier viele Antworten auf Deine Fragen erhältst. Alles Gute wünscht Dir Mizi
Vielen Dank für eure Antworten!! Ich versuche hiermit auf die offenen Fragen zu antworten: Danke an Snoopie! Die Befundbesprechung habe ich noch nicht wahrnehmen können, der Arzt hat jedoch bereits in den Befund reingeschrieben, dass ich zu einem Facharzt wegen den erhöhten Leberwerten gehen soll, zum rheumatologischen war nichts im Befund. Ich nehme an weil erhöhte ANA allein eh unspezifisch sind und auch gar nix heißen müssen. Ich werde die Befundbesprechung auf jeden Fall noch machen und da war halt nur meine Frage, ob es notwendig wäre den Arzt auf C3, C4 und Anca anzusprechen, weil das eben bislang nicht gemacht wurde. Leber war ich dann nicht extra abklären, im Krankenhaus wurde mir eh bestätigt, dass die wieder unauffällig ist. Danke auch an Chrissi50. Das finde ich sehr interessant, dass es bei dir länger gedauert hat, bis was feststand. Darf ich fragen wie das bei dir mit der Feststellung der Kollagenosen abgelaufen ist? Freut mich zu lesen, dass das mit dem Blutdruck sich bei dir eingependelt hat. Die Vermutung, dass Hashimoto damit zu tun haben könnte, hatte ich auch. Komisch ist halt, wenn die Ärzte alle sagen, das könne nicht sein, zumindest haben das bei mir alle SD Ärzte gesagt. Die Möglichkeit eines Stressbedingten Anstieges habe ich mir auch schon durch den Kopf gehen lassen. Wie bist du mit Blutdruckanfällen umgegangen, damit sie nicht so eskalieren? Das fände ich auch noch interessant. Vielen Dank an Schleiereule. Genau, das ist mir eh bewusst, nur hab ich mir eben gedacht, dass jmd. ähnliche Symptome/Erfahrungen hat/gemacht hat und mir daher Tipps geben kann, ob ich halt die Ärzte rheumatologisch noch auf weitere Untersuchungen ansprechen soll oder ob ich jetzt erstmals nur noch CT und EKG durchführen lassen soll. Ich mag mich halt auch nicht in irgendwas verrennen. Ja, da hast du komplett recht. Mit den Selbsttests habe ich auch aus dem Grund dann aufgehört. Und ja selbstverständlich meinte ich den Nephrologen, die Autokorrektur hat da versehentlich Neurologe draus gemacht. Vielen Dank auch an Mizi!