Neu hier, Medikamentenumstellung MTX auf Biologika

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Mina123, 10. November 2021.

  1. Mina123

    Mina123 Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    Vielleicht ist das hier auch die falsche Rubrik, aber:
    ich bin neu hier, nehme allerdings schon seit über 6 Jahren MTX. Eine richtige Diagnose habe ich nicht, es wird zwar meistens rheumatoide Arthritis genannt, eigentlich weiß aber niemand so richtig was los ist, oder wo es her kommt.
    Behandelt werden inzwischen chronische Entzündungen in beiden Knien, links seit 1 1/4 Jahren, rechts seit 6.
    Mein erster Rheumatologe wurde von einem jüngeren abgelöst, der mich schon vor ein paar Jahren aufgrund meines Alter von MTX auf Biologika umstellen wollte (MTX habe ich mit 20 Jahren angefangen). Ein befreundeter Arzt meinte damals, dass zu dem Zeitpunkt allerdings alle seine Patienten, die bei ebendiesem Rheumatologen in Behandlung waren umgestellt werden sollten und er da eher skeptisch wäre. Da ich zu dem Zeitpunkt mit MTX völlig zufrieden war und viel auf Baustellen gearbeitet habe, hab ich es damals gelassen.
    Inzwischen habe ich einen Bürojob, sprich eine schiefgehende Umstellung wäre nicht ganz so dramatisch. Meine aktuelle Rheumatologin finde ich bisher am vertrauenserweckenden, da sie bei den Terminen sehr gründlich ist und sich Zeit nimmt. Nun will auch sie mich auf Biologika umstellen, da beim letzten Termin noch eine Restentzündung da war und auch sie findet, dass Biologika in meinem Alter und auf lange Sicht weniger schädlich wären.
    Ich hab schon viel gegoogelt (außer Nebenwirkungen, da krieg ich nur Panik), aber fühle mich trotzdem eher ratlos...
    Vielleicht gibt es hier ja Erfahrungswerte oder Tipps :)
    Liebe Grüße
     
  2. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Hallo und herzlich willkommen bei rheuma-online!

    Deine Angst kann ich nachvollziehen, aber du wirst sehen, es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Will sagen, hier nehmen viele Mitglieder ein Biological und es geht ihnen gut damit. Welches Medikament sollst du denn bekommen?
     
  3. Mina123

    Mina123 Neues Mitglied

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    Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort :)

    Sie war sich letztes Mal selbst noch nicht ganz sicher. Die einzige Aussage war, eines mit dem ich auch schwanger werden könnte, wegen meines Alters (was von meiner Seite aus eigentlich nicht zur Debatte steht).
    Hauptargumente sind bisher immer gewesen, dass ich so Jung bin, Restentzündung, nicht so schädlich für den gesamten Körper, sondern gezielter etc.
    Aber ich hab wenig Infos bekommen, ob der Einfluss der gleiche wäre, z.B. was Alkohol trinken angeht, Sonne, Nebenwirkungen etc. Zugegeben war ich auch selber zu überrumpelt um zu fragen.
    In erster Linie habe ich Angst vor der Veränderung. Ob die Medikamente wirklich wirken (aktuell hab ich eigentlich keine Beschwerden mehr, außer ich bin mal wieder der Meinung ein Stück rennen zu müssen o.ä.), was ich für Nebenwirkungen merken werde (aktuell schon ein paar, aber die bin ich so gewohnt, dass sie einfach normal sind)?
    Allerdings weiß ich auch nicht, ob mir die jemand nehmen kann
     
  4. Rose72

    Rose72 Registrierter Benutzer

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    Hallo liebe Mina,

    zuerst einmal herzlich willkommen hier.

    Mache Dir da keine allzu großen Sorgen.
    Ich persönlich nehme seit 2013 diverse Biologicals. Als erstes hatte ich Humira und nun bekomme ich denke schon wieder seit ca. 3 Jahren Stelara. Ich komme so damit prima klar, hatte aber nie Mtx und kann daher die Mittel nicht vergleichen.
    Die einzige Nebenwirkung, die ich bemerkte, ist, dass ich unwahrscheinliche Locken bekommen habe, was ja nun wirklich nicht schlimm ist. Davor hatte ich mit Haarausfall, auch autoimmunbedingt, zu tun. Nun habe ich wieder extrem dicke und volle Haare, die bei Feuchtigkeit zum Dauerwellenlook mutieren. Unter Humira war es sogar noch etwas derber.
    Zum Thema Alkohol und Sonne. Ich trinke zwar nicht viel aber gönne mir schon mal einen Cocktail oder Wein usw.. Meine Ärzte wissen es und finden, dass ich mein Leben genießen darf.
    Es wurde mir nichts gegenteiliges gesagt und ich habe auch keine andere Wirkung von Alkohol bei Biological festgestellt.
    Ich denke die Dosis macht das Gift.

    Ja und Sonne, eigentlich sollte man ja nicht in der Sonne braten aber auch da, keine Angst. Ich creme halt Sonnencreme mit LSF 50 und gehe vorwiegend in den Schatten. Habe es so schon über Jahre gehandhabt und der Hautcheck war auch ok. Den sollte man halt regelmäßig durchführen lassen.

    Ich bin schon vorsichtig aber ich versuche mich so wenig wie möglich von der Krankheit bestimmen zu lassen.Vor dem Urlaub, meist Strandurlaub, befrage ich immer meine Ärzte ob es ok ist und was wo zu beachten ist. Erfreulicherweise, finden sie es meist sehr gut und geben mir ihr ok.

    Schau erst mal, was Deine Ärztin Dir empfiehlt. Sie hat sicher Erfahrung und schon andere Patienten damit. Lass Dir die Unterschiede der möglichen Behandlungen, wie Zeitabstände und Art der Verabreichung erklären und entscheide dann aus Deinem Bauch heraus. Meine Ärztin hat mir damals die Medis auf diverse Zettel geschrieben mir alles erklärt und mich dann zurück geben lassen, was ich ablehne und warum. So kamen wir auf Humira und damit ging es mir auch erst mal recht schnell besser.

    Mir haben die Biologicals bisher gut geholfen. Leider scheinen sie mit der Zeit an Wirkung zu verlieren oder die Erkrankungen werden einfach schlimmer.
    Ich bekomme das Biological wegen dem Morbus Crohn, habe dazu aber noch eine Kollagenose und diverse andere Dinge.
    Die Dosis bei mir ist recht hoch, bzw. der Abstand der Injektionen ist kürzer. Denke daher kommt es vielleicht auch eher zum Wirkverlust. Es gibt aber heutzutage viele und man könne auch zurück wechseln.
    Wie das bei Mtx aussieht, müsstest Du fragen aber eine Option, wenn auch nur zur Beruhigung wäre es vielleicht auch.

    Wenn Du noch was wissen willst, dann gerne.

    Liebe Grüße
     
    stray cat gefällt das.
  5. Catwoman55

    Catwoman55 Bekanntes Mitglied

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    Liebe Rose,
    Vielen Dank für Deinen Post. Im Frühsommer diesen Jahres stand auch für mich eine Medikamentenumstellung im Raum, aufgrund zu geringer Wirkung von Leflunomid und (damals neu) Hydroxychloroquin und ein durch meine RA bedingtes Karpaltunnelsyndrom. Konnte meinen Rheumatologen zwar überzeugen erst wieder mit meiner Low-dose Prednisolon weiterzumachen, da das Karpaltunnelsyndrom durch erneute Prednisolongabe wieder verschwand. Leider habe ich nun seit kurzem eine Bursitis im Ellbogen, die mich beeinträchtigt und eine im Knie, die mich eigentlich nicht beeinträchtigt und nur kosmetisch "nervt". Aber da diese Bursitis wohl auch von der RA kommt, werde ich wohl nicht mehr um die Medikamentenumstellung herum kommen. Interessanterweise ist die Senkung und das CRP so, dass eigentlich von einer Remission ausgegangen werden könnte.

    Bei mir wäre die Mediumstellung entweder zusätzlich Sulfasalazin oder einen Umstieg auf einen JAK-Hemmer. Da ich nicht noch mehr Tabletten nehmen will (und die Sulfosalazin noch grösser sind als die bisherigen) werde ich mich wohl für den JAK-Hemmer entscheiden. Meine Angst waren auch die vielen, erschreckenden NW, die im Waschzettel standen, allen voran die erhöhte Infektanfälligkeit und die Gewichtszunahme.

    Aber wenn ich Dich so mit dem Humira (ist ja en TNF-Alpha Blocker) höre, das bei mir auch noch zur Debatte stand, ich aber ablehne, weil ich nicht mehr spritzen will (wegen Reaktionen auf MTX), dass wohl doch alles nicht so heiss gegessen wird wie es gekocht wird, beruhigt mich das.
    Gegen Locken hätte ich auch nichts einzuwenden, nachdem ich schon seit fast 60 Jahren mit bolzengeraden Haaren durch die Welt spaziere. ;-)
    Am Montag werde ich es besprechen und dann nach der Boosterimpfung (Corona und Diphterie-Tetanus sowie die FSME, die dran wären) starten.
     
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