Hallo allerseits,
nach wochenlangem, passivem Nutzen dieses Forums, traue ich mich heute, mich mal mit meiner ganzen Problematik vorzustellen. Habe seit 2006 eine diagnostizierte Hashimoto und seitdem geht es mir phasenweise sehr schlecht (Muskelschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Depris - das ganze Programm). Viele dieser Beschwerden sind typisch Hashi und mit einer Anpassung meiner Schilddrüsenhormone, die ich seit Diagnosestellung nehme, meist wieder gut in den Griff zu bekommen - so dachte ich bislang zumindest. Vor zwei Jahren (Frühjahr 2008), das war ein halbes Jahr nach der Geburt meines zweiten Kindes, kam's dann richtig dicke: Muskel- und Gliederschmerzen so schlimm, dass ich kaum gehen konnte, dazu regelmäßige Fieberattacken, die mit Schüttelfrost kamen und nach zwei Stunden wieder gingen. Mein Radiologe meinte, nach der Schwangerschaft könne es zu einem heftigeren Hashi-Schub kommen, würde wieder vergehen. Mein Hausarzt meinte, könnte etwas rheumatisches sein, aber was, da war es sich ziemlich unsicher. Ein halbes Jahr später waren die Beschwerden wieder da. Dann, im Frühjahr 2009 das gleiche Spiel, wieder diese heftigen Schmerzen, als hätte mich jemand mit einem Baseball-Schläger verprügelt... Hab' mich dann mal in eine Rheumatologische Praxis begeben. Diagnose: Verdacht auf Kollagenose - Sjörgensyndrom, allerdings ohne die typischen Immunphänomene. Der erhöhten ANA-Titer (1:320) wurde der Autoimmunerkrankung der Schilddrüse zugeschrieben.
In der Zwischenzeit war Ruhe. Allerdings ging's in diesem Frühjahr wieder los (warum eigentlich immer im Frühling?). Erst dachte ich, ich hätte die Grippe, aber nach kurzer Zeit waren es wieder ganz klar die Gliederschmerzen, die im Vordergrund standen. Schmerztabletten halfen gar nicht - hat zwei Wochen gedauert, bis es wieder von alleine wegging. Nun aber, nach nur 2 Wochen Pause, wieder diese Schmerzen. Wieder dachte ich, ich hätte eine Grippe, lag mit Schüttelfrost im Bett (allerdings ohne Fieber). Am nächsten Tag war klar, keine Grippe, aber wieder diese Gliederschmerzen (mit Kopfschmerzen, geschwollenen Lymphknoten, Schwindel, Durchfall). Bei meinem zweiten Besuch in der Rheuma-Praxis wurde ich nach meinem Gefühl schon behandelt, als würde ich simulieren. Hier ein Auszug des Berichtes:
" Es sei wieder so wie vor 1 Jahr, ihre Gliederschmerzen und Schmerzen an den Enthesen wollen gar nicht enden. Zur Zeit keine Siccasymptomatik . Oft Entzündungen an der Nase. (...) Druckschmerz an den Enthesen: Knie, Sprunggelenke, Ellenbogen, leichter Rundrücken, WS ohne Klopfschmerz, frei beweglich. Beurteilung: zur Zeit keine Hinweise auf ein entzündliches Geschehen - lediglich symptomatische Therapie weiter incl Physiotherapie."
Differential Blutbild
Eos., % 0.8 - 6.2 (2,3)
Baso., % 0.2 - 1.3 (1,7)
Mono., % 0.0 - 9.3 (9,2)
Hämatologie
Leuko 3.6 - 9.6 (9,65 /nl)
MCV, fl 83.0 - 97.0 (82,9)
Thrombo 150.0 - 400.0 (388 /nl)
MCH 28.0 - 32.0 (28,6 pg/Zelle)
Klin. Chemie I
GPT, U/l 10.0 - 35.0 (45)
GGT, U/l < 40.0 (13)
alk. Phosph., U/l 35.0 - 105.0 (57)
Calcium, mmol/l 2.15-2.55 (2,29)
Phosphor, mmol/l 0.87-1.45 (1,31)
Kreatinin, mg/dl 0.5-0.9 (0,66)
Ges. Eiweiß, g/l 6.6-8.7 (6,7 g/dl)
Natrium, mmol/l 134.0 - 150.0 (140)
Kalium, mmol/l 3.6-5.3 (4,92)
Ca x Po4 < 4.6 (empfohlen) (3)
Tja, spinne ich denn nun? Kann das wirklich alles nur von der Schilddrüsenproblematik herrühren? Wie kann ich die Werte deuten? Einige Werte sind m. E. erhöht, hat das keine Bedeutung? Ich wäre dankbar für eine Einschätzung und vielleicht einen Rat, an wen ich mich noch wenden kann. Bin zeitweilig nicht arbeitsfähig, fühle mich aber von Hausarzt und Rheumatologin behandelt wie eine Simulantin...
Vielen Dank für eurer Bemühen
beady :o
nach wochenlangem, passivem Nutzen dieses Forums, traue ich mich heute, mich mal mit meiner ganzen Problematik vorzustellen. Habe seit 2006 eine diagnostizierte Hashimoto und seitdem geht es mir phasenweise sehr schlecht (Muskelschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Depris - das ganze Programm). Viele dieser Beschwerden sind typisch Hashi und mit einer Anpassung meiner Schilddrüsenhormone, die ich seit Diagnosestellung nehme, meist wieder gut in den Griff zu bekommen - so dachte ich bislang zumindest. Vor zwei Jahren (Frühjahr 2008), das war ein halbes Jahr nach der Geburt meines zweiten Kindes, kam's dann richtig dicke: Muskel- und Gliederschmerzen so schlimm, dass ich kaum gehen konnte, dazu regelmäßige Fieberattacken, die mit Schüttelfrost kamen und nach zwei Stunden wieder gingen. Mein Radiologe meinte, nach der Schwangerschaft könne es zu einem heftigeren Hashi-Schub kommen, würde wieder vergehen. Mein Hausarzt meinte, könnte etwas rheumatisches sein, aber was, da war es sich ziemlich unsicher. Ein halbes Jahr später waren die Beschwerden wieder da. Dann, im Frühjahr 2009 das gleiche Spiel, wieder diese heftigen Schmerzen, als hätte mich jemand mit einem Baseball-Schläger verprügelt... Hab' mich dann mal in eine Rheumatologische Praxis begeben. Diagnose: Verdacht auf Kollagenose - Sjörgensyndrom, allerdings ohne die typischen Immunphänomene. Der erhöhten ANA-Titer (1:320) wurde der Autoimmunerkrankung der Schilddrüse zugeschrieben.
In der Zwischenzeit war Ruhe. Allerdings ging's in diesem Frühjahr wieder los (warum eigentlich immer im Frühling?). Erst dachte ich, ich hätte die Grippe, aber nach kurzer Zeit waren es wieder ganz klar die Gliederschmerzen, die im Vordergrund standen. Schmerztabletten halfen gar nicht - hat zwei Wochen gedauert, bis es wieder von alleine wegging. Nun aber, nach nur 2 Wochen Pause, wieder diese Schmerzen. Wieder dachte ich, ich hätte eine Grippe, lag mit Schüttelfrost im Bett (allerdings ohne Fieber). Am nächsten Tag war klar, keine Grippe, aber wieder diese Gliederschmerzen (mit Kopfschmerzen, geschwollenen Lymphknoten, Schwindel, Durchfall). Bei meinem zweiten Besuch in der Rheuma-Praxis wurde ich nach meinem Gefühl schon behandelt, als würde ich simulieren. Hier ein Auszug des Berichtes:
" Es sei wieder so wie vor 1 Jahr, ihre Gliederschmerzen und Schmerzen an den Enthesen wollen gar nicht enden. Zur Zeit keine Siccasymptomatik . Oft Entzündungen an der Nase. (...) Druckschmerz an den Enthesen: Knie, Sprunggelenke, Ellenbogen, leichter Rundrücken, WS ohne Klopfschmerz, frei beweglich. Beurteilung: zur Zeit keine Hinweise auf ein entzündliches Geschehen - lediglich symptomatische Therapie weiter incl Physiotherapie."
Differential Blutbild
Eos., % 0.8 - 6.2 (2,3)
Baso., % 0.2 - 1.3 (1,7)
Mono., % 0.0 - 9.3 (9,2)
Hämatologie
Leuko 3.6 - 9.6 (9,65 /nl)
MCV, fl 83.0 - 97.0 (82,9)
Thrombo 150.0 - 400.0 (388 /nl)
MCH 28.0 - 32.0 (28,6 pg/Zelle)
Klin. Chemie I
GPT, U/l 10.0 - 35.0 (45)
GGT, U/l < 40.0 (13)
alk. Phosph., U/l 35.0 - 105.0 (57)
Calcium, mmol/l 2.15-2.55 (2,29)
Phosphor, mmol/l 0.87-1.45 (1,31)
Kreatinin, mg/dl 0.5-0.9 (0,66)
Ges. Eiweiß, g/l 6.6-8.7 (6,7 g/dl)
Natrium, mmol/l 134.0 - 150.0 (140)
Kalium, mmol/l 3.6-5.3 (4,92)
Ca x Po4 < 4.6 (empfohlen) (3)
Tja, spinne ich denn nun? Kann das wirklich alles nur von der Schilddrüsenproblematik herrühren? Wie kann ich die Werte deuten? Einige Werte sind m. E. erhöht, hat das keine Bedeutung? Ich wäre dankbar für eine Einschätzung und vielleicht einen Rat, an wen ich mich noch wenden kann. Bin zeitweilig nicht arbeitsfähig, fühle mich aber von Hausarzt und Rheumatologin behandelt wie eine Simulantin...
Vielen Dank für eurer Bemühen
beady :o


Bin ein Wrack!