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Neu hier - Frage zu Unterschied zwischen Arthritis und aktivierter Arthrose

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Carola, 26. April 2014.

  1. Carola

    Carola Neues Mitglied

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    26. April 2014
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    Hallo liebe User,
    ich bin neu hier im Forum. Bei mir wurde 2006 Fibromyalgie festgestellt. In den letzten 3 Jahren habe ich aber zunehmend Schmerzen im Rückenbereich, z.Z. (seit 3 Wochen) extrem im unteren Bereich (habe manchmal das Gefühl, der Po fällt ab :D).
    MRT der HWS November 2012 ergab zunehmende Osteochondrose Segment HWK 5/6 mit deutlicher Aktivierung und zunehmender Bandscheibenprotrusion, Segment HWK 6/7 breitbasdige Bandscheibenprotrusion und zunehmende Steilsdtellung des zervikothorakalen Übergangs bei weiterhin deutlicher Steilstellung der HWS.
    MRT der LWS jetzt im April ergab grenzwertige Protrusion LWK 4/5, mäßig aktivierte ISG Arthrose links mehr als rechts und kräftige Ansatztenditis an den Trochanteren und geringer auch den Sitzbeinhöckern.
    Könnte das Morbus Bechterew sein? Es sind aber weder Entzündungszeichen, noch erhöhte Rheumawerte vorhanden, war letztens bei einem Rheumatologen. Und trotz Google konnte ich immer noch nicht herausfinden, was jetzt eigentlich der Unterschied zwischen einer aktivierten Arthrose und Arthritis ist.:confused:
    Könnte mir vielleicht hier einer das erklären? Schon mal ganz vielen lieben Dank im Voraus.
    LG
    Carola
    P.S.: Habe ganz vergessen: Im Bericht des MRT wurden auch vorliegende Spondylarthrosen und Unkonvertebralarthrosen aufgeführt
     
    #1 26. April 2014
    Zuletzt bearbeitet: 26. April 2014
  2. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Carola,
    herzlich willkommen hier! :)
    Bevor ich lang schreibend erkläre, lies einfach mal hier nach: http://www.rheuma-online.de/krankheitsbilder/arthrose/krankheitsbild-der-arthrose.html
    Eine aktivierte Arthrose ist eine Reaktion des Gelenks, das sich gegen die verschleißbedingten Abfallprodukte, also den Abrieb, wehrt und diese mit einer Entzündung bekämpft, so hat es mir mal ein Orthopäde erklärt.
    Arthritis ist eine Entzündung der Gelenkinnenhaut, die sich weiter ausbreiten kann, wenn sie nicht oder nicht ausreichend behandelt wird.
    Es gibt verschiedene Formen von Arthritis, es muss nicht immer gleich Rheuma sein, z. B. eine infektreaktive Arthritis, d. h. sie wurde durch eine Infektion ausgelöst und kann sehr gut behandelt werden.
    Was Morbus Bechterew ausmacht, kannst du hier nachlesen: http://www.rheuma-online.de/a-z/m/morbus-bechterew.html

    Ich hoffe, dass ich dir ein bisschen weiterhelfen konnte, und wünsche dir alles Gute!
     
  3. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Diagnose

    Hallo Carola

    Bei der Osteochondrose handelt es sich um eine degenerative Knochen- und Knorpelveränderung (verschleißbedingt) - sowohl an den Gelenken, als auch an der Wirbelsäule ( es könnte ein Morbus Scheuermann vorrausgegangen sein, das ist eine Verkrümmung der Wirbelsäule im Jugendalter, die später zu Problemen im LWS- Bereich führen kann).
    Bandscheibenprotrusion ist eine Bandscheibenvorwölbung, ISG Arthrose wäre eine Verschleißerscheinung, wobei hier eine genaue Anamnese - also ein Hinterfragen möglicher verschleißverursachender Zustände (Tätigkeiten) nötig wäre.
    Ansatztenditis ist eine Sehnenentzündung, diese könnte sich auch betreffs Verschleiß entwickeln.
    Interessant wäre, wie alt Du bist, welche beruflichen oder körperlichen Belastungen zu Arthroseproblemen führen könnten, oder geführt haben.
    Unkovertebralarthrose kann eine Einengung der Nervenlöcher bedeuten, kann zu Schwindel oder von der HWS ausgehende Beschwerden führen.
    Es ist richtig, daß ein Morbus Bechterew häufig mit einer Sakroilitis (Entzündung der Kreuz-Darmbeingelenke/ISG neu SIG) beginnt.
    Die Schmerzen, die dabei auftreten sind tiefsitzende Rückenschmerzen in eines oder beide Beine ausstrahlend, (Gesäßschmerz) es kann sich stark brennend bis dumpf zeigen.
    Es gibt ca 20% Kranke, die keine negativen Blutwerte zeigen (seronegativ). Bei Morbus Bechterew sollte man auf Positivität des Blutmarkers HLA-B27 testen, aber ebenfalls hier muß das nicht sein (die berühmten 20%).

    Fibro ist nichtentzündliches Rheuma, ein wie man meint Schmerzleitungsproblem (Schmerzgedächtnis). Sehr schwer nachzuweisen, oft gibt es die Meinung, daß Fibro - Faser-Muskel-Sehnenansatzschmerzen - psychosomatisch bedingt sein kann.

    Wenn man von aktivierter Arthrose spricht, heißt das eine Entzündung ist aktiv, ausgelöst von den verschleißbedingten Gelenkveränderungen.
    Spondylarthrose bedeutet eine chronisch degenerative Erkrankung der Wirbelgelenke, nicht genauer defeniert wo und welche.

    Ja also wenn Fragen hast, gerne per Pn.
    Gruß "merre"