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Nebenwirkung von MTX: Nervosität, Schlaflosigkeit

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Erwin, 25. März 2003.

  1. Erwin

    Erwin Guest

    Hallo,
    ich nehme seit ca. 6 Monaten wöchentlich 15mg MTX.
    Nach dem Tod meiner Mutter Ende Januar habe ich festgestellt, daß ich zunehmend nervöser geworden bin. Ich schlafe keine Nacht durch, höchstens 3 - 4 Stunden, und bin morgens wie gerädert. Außerdem habe ich das Gefühl, daß ich zunehmend aggressiver geworden bin.
    Kann das an der MTX-Behandlung liegen?
    Wer hat ähnliches an sich festgestellt?
    Wer weiß einen Rat?
    Viele Grüsse
    eb
     
  2. Rita(Bj57)

    Rita(Bj57) Guest

    Hallo Erwin,

    Nervösität und Durchschlafstörungen können von MTX sicher beeinflußt werden. Vielleicht solltest Du unabhängig davon mal mit Jemanden über den Verlust den der Tod deiner Mutter hinterlassen hat, reden bzw. in welches "Loch", Tief" oder wie auch immer man es nennen mag - wir fallen wenn so etwas geschieht.

    Habe seit ich für mich ein unlösbares Problem versuche anzugehen und zu lösen - weitaus weniger Schmerzattaken als vorher. Bin auch cp und RA Patient und weiß von was ich rede.

    Hoffe, dass Dir meine Überlegungen vielleicht etwas weiterhelfen werden und wünsche Dir eine baldige Phase des Durchschlafen könnens, denn nur dadurch kann der Körper Kräfte sammeln und speichern.

    Alles Gute aus Ffm.

    Rita
     
  3. Trivia

    Trivia Guest

    Hallo Erwin,

    bei mir ist eher das Gegenteil eingetreten.
    Ohne MTX war ich total depressiv, weil die Krankheit so aktiv war. Ich habe viele Nächte lang gar nicht schlafen können.
    Seitdem ich MTX bekomme und es mir sehr gut hilft, kann ich endlich wieder besser schlafen. Ich bekomme seit 9 Monaten MTX.

    Villeicht hat es ja doch etwas mit dem Tod Deiner Mutter zu tun? Sonst hättest Du es vielleicht auch nicht erwähnt, oder? Du hast sie erst vor kurzem verloren, das tut mir sehr leid. Meine beiden Eltern leben noch, aber es wird mich bestimmt in eine tiefe Krise werfen, wenn sie mal nicht mehr sind.

    Viele Grüße und alles Gute
    Trivia
     
  4. Andrea M.

    Andrea M. Guest

    Lieber Erwin,

    es ist gut möglich, dass deine Schlaflosigkeit im zusammenhang mit MTX steht, aber sicherlich liegt es zum größten teil an dem schmerzlichen Verlust eines lieben Menschen?! Es spielen meines wissens immer Seelische Probleme und Sorgen eine große Rolle, wie die Krankheit verläuft. Hat man Sorgen die einem sehr belasten, kommt es häufiger vor, dass die Gelenkschmerzen schlimmer werden! Da helfen dann gute Gespräche mit Freunden.

    Bei meinem Kuraufenthalt habe ich einige Menschen kennengelernt die MTX einnehmen und diese Berichteten auch von Agressivität, einiger Tage nach der einnahme von MTX. Ich würde nicht ausschließen, dass es an dem Medikament liegt.

    Alles liebe und viel Kraft und schmerzfreie Tage!

    Andrea
     
  5. gisela

    gisela Guest

    Hallo Erwin,
    bei habe Psoriasis-Arthritis und nehme seit vier Jahren MTX.

    Ich habe bei mir eigentlich noch nicht beobachtet, das ich Schlafstörungen oder Nervösität vom MTX habe. Allerdings, wenn mich etwas gedanklich beschäftigt oder ich seelische Probleme habe, habe ich schon Schlafstörungen (kann nicht einschlafen, bin nervös usw.)

    Ich würde eher vermuten das Deine Schalfstörungen, Nervosität usw. mit dem Tod Deiner Mutter zusammen hängen. Weist Du, der Vater meiner liebsten Freundin war 13 Wochen im Krankenhaus und ist dann Ende Februar gestorben. Meine Freundin macht im Moment das gleich durch, was Du durchmachst. Den Verlust eines geliebten Menschen zu verkraften, geht nicht so schnell. Sie wacht auch Nachts so um drei oder vier Uhr auf, ist hellwach und kann nicht mehr schlafen.

    Es dauert seine Zeit, bis man das erst mal verkraftet. Du brauchst einen Menschen, mit dem Du reden kannst und must vorallem Deine Trauer rauslassen. Nur so kannst Du es mit der Zeit verarbeiten.

    Ich hoffe, ich konnte Dir damit etwas helfen.

    Liebe Grüße
    gisela
     
  6. monsti

    monsti Guest

    Hallo Erwin,

    meine auch, dass bei Dir die Schlaflosigkeit und Nervosität vor allem mit dem Tod Deiner Mutter zu tun hat. Unter Mtx konnte ich so gut schlafen wie lange nicht mehr.

    Wir hatten gerade Besuch von einem jungen Mann, der kurz vor Weihnachten beide Elternteile durch einen Autounfall verloren hatte. In den ersten drei Wochen nach dem Verlust hatte er so viel um die Ohren, dass er kaum zum Nachdenken kam, aber dann kam es geballt: Schlaflosigkeit, tagsüber elende Müdigkeit, Nervosität und auch Aggressionen. Und jener junge Mann nimmt kein Mtx! Übrigens wird er jetzt eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen, weil er alleine aus dem Teufelskreis nicht mehr herauskommt.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  7. Rubin

    Rubin Guest

    Grüß Dich Erwin,

    bei mir (cP) ist es durch die Einnahme von MTX nach und nach zur völligen Schlaflosigkeit gekommen. Da ich nicht noch zusätzlich zu den anderen Medis Schlaftabletten einnehmen wollte und spätere Abhängigkeit befürchtete, habe ich gut ein Jahr als *Nachteule* durchgehalten. Meine Lebensqualität ist in der Zeit sehr stark gesunken, da mir der erholsame, nächtliche Schlaf fehlte.

    Abends wurde ich zur gewohnten Zeit wirklich müde. Lag ich dann etwas später im Bett, verging die ganze Nacht, ohne daß der Schlaf mich eingeholt hat. Bei mir lagen *keine* gravierenden Ereignisse vor - außer die Einnahme von MTX.
    Vermutlich habe ich zu lange gewartet, um das Schlafdefizit wieder irgendwie in den Griff zu bekommen. Inzwischen ist es, wie ich vermute, chronisch geworden.

    Erleichterung habe ich erst dann gefunden, als ich abends ein leichtes Depressivum eingenommen habe. Danach schlafe ich auch nicht vor zwei Uhr morgens ein. Allerdings komme ich danach für fünf bis sieben Stunden zur Ruhe, die ich dringend benötige, um tagsüber mein Alltagsgeschehen regeln zu können.

    Ich wünsche Dir recht bald wieder einen erholsamen Schlaf......

    Rubin
     
  8. Maria

    Maria Guest

    Hey Erwin,
    also ich hab derzeit auch die Probleme, abends um 8 auf dem Sofa einzuschlafen,dann aber im Bett ab 2.00 ständig wach zu werden! Aber ich habs mit der Schilddrüse und im Herbst und Frühjahr oft dort Probleme. Auch Depri, Frieren, Schwitzen, Nervosität, Unruhe, Gereitztheit können von der SD kommen. Und Beschwerden dort werden oft durch seelische Probleme oder auch wie bei Dir durch Trauerfälle oder durch Schockerlebnisse ausgelöst. Vielleicht mal die Blutwerte für SD T3, T4 beim Doc abchecken lassen?
    Mir hilft autogenes Training schon seit Jahren bei Einschlafbeschwerden, gegen den Rest leider auch nicht
    Gute Besserung
    Ciao Maria N.