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Nachteile der Privaten Krankenversicherung?

Dieses Thema im Forum "Krankenkassen und Pflegeversicherung" wurde erstellt von Lecram, 2. November 2007.

  1. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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    Hallo zusammen!

    Ich würde gerne von euch (Privatversicherten) wissen, wie eure Erfahrungen in Bezug auf die private (ggf. beihilfekonforme) Krankenversicherung sind, da ich die Möglichkeit habe, ohne Gesundheitsprüfung in einen guten Tarif aufgenommen zu werden. Grundsätzlich heißt es ja, was auch sicherlich stimmen mag, dass man schneller Termine und besseren Service erhält und die Behandlung im Krankenhaus qualitativ hochwertiger ist.

    Allerdings höre ich auch öfter, dass sich gerade die privaten Krankenversicherungen winden, teure Medikamente/Behandlungsformen zu zahlen beziehungsweise erst nach einer längeren Streitphase wegen der "medizinischen Notwendigkeit". Ich erhalte zum Beispiel teure tnf-Alpha-Blocker und hatte bis dato noch nie Probleme mit der gesetzlichen Krankenkasse. Werden diese ohne Probleme von der PKV bezahlt? Wie sieht es mit völlig neuen Medikamenten aus, die teilweise sehr kostenintensiv sind? Wie steht es generell um die Zahlungsbereitschaft der privaten Krankenversicherungen?

    Und: Was macht ihr in der Apotheke, wenn man das Geld nicht vorauszahlen kann? Wie lange dauert eine Erstattung seitens der privaten Krankenversicherung?

    Gibt es noch andere Nachteile? Z.B. die Beitragsanpassung im Alter?

    Fragen über Fragen. Vielen Dank schon jetzt für eure Hilfe (gerne auch per PN und mit Nennung der betroffenen Gesellschaft).

    Vielen Dank!
    Marcel
     
  2. bise

    bise Neues Mitglied

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    VORSICHT

    die leistungen richten sich nach den bedingungen, wie du sie abgeschlossen hast!!!!!! es ist dein vertrag. jede versicherung regelt es anders.

    beihilfekonform? was willst du damit sagen? die behandler richten sich nicht nach den beihilfesätzen. sie machen ihre eigene honorarvereinbarung. tipp: surfe mal bei physio de. du wirst staunen!
    bekommst du beihilfe? wenn ja, weisst du sicherlich, dass auch die beihilfe nicht immer alles übernimmt.

    ob patient besser behandelt wird, wenn privat versichert?
    das kann dir niemand sagen. manchmal ja, manchmal nein. chefarzt behandlung? manchmal gut, manchmal besser nicht.

    gruss

    was heisst in diesem zusammenhang "guter tarif"? besonders günstig? oder wird alles übernommen? seh dir das leistungsverzeichnis dieses tarifs sehr, sehr kritisch an.
     
  3. Neli

    Neli Optimistin

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    Hallo, lieber Lecram,

    wenn die private Krankenkasse mit einer Beihilfe verbunden ist,
    so sind die Leistungen denen der gesetzlichen Krankenkasse
    angepaßt. Es sind genauso 10 Euro im Vierteljahr zu entrichten
    sowie die normalen Zuzahlungen wie bei den gesetzlichen
    Krankenkassen. Ich hatte beim letzten Antrag einen Eigenbehalt
    von ungefähr 80 Euro,
    weil es jetzt für viele Medikamente Festsätze gibt.
    Aber da ich mich gut eingestellt fühle, möchte ich die Medikamente
    natürlich nicht wechseln.

    Gut, man bekommt vielleicht eher einen Termin,
    aber bei manchen Ärzten auch nicht. Wenn sie genügend
    Patienten haben, dann nützt mir meine Privatversicherung
    auch nichts, so habe ich die Vorsorgeuntersuchung
    beim Frauenarzt mal wieder verschoben.

    Für eine bessere Krankenhausbehandlung reichen die
    Zahlungen nicht aus, man muss also eine Zusatzversicherung
    für das Zweibettzimmer abschließen, und das kann man
    heuzutage ja auch bei einer gesetzlichen Krankenversicherung.

    Ich muß jede Apothekenrechnung vorstrecken und warte
    dann meistens 6 Wochen auf die Erstattung.
    Die Arztrechnungen zahle ich dadurch manchmal auch im voraus,
    wenn die Zahlungsfrist vorbei ist.

    Wenn man mit einem Arzt oder mit einem Krankengymnasten
    spricht, werden auch in den meisten Fällen nur die beihilfefähigen
    Sätze genommen, sonst würden sie diese Patienten doch
    verlieren. Und die Rechnungen sind ja höher als bei den
    anderen Kassen.

    Ich gebe zu, dass manche Ärzte einen nicht duzen, sondern
    siezen, wenn man privat versichert ist :rolleyes: ,
    aber ein guter Arzt behandelt jeden Kranken gleich.
    Davon bin ich fest überzeugt.

    Ich hoffe, dass ich die Vor- und Nachteile verständlich
    geschildert habe und Dir helfen konnte.

    Viele liebe Grüße
    Neli
     
  4. ClaudiaC

    ClaudiaC Neues Mitglied

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    Hallo Lecram,

    noch ein Thema, welches bislang nicht angesprochen wurde.

    Ich bin bei einer Betriebskrankenkasse + Beihilfe versichert, also privat.

    Im letzten Jahr wurde ich berentet. Obwohl mein Einkommen um einiges geringer ist, sank der Krankenkassenbeitrag nicht. Das ist wohl normal und lies mich kurzzeitig auch trocken schlucken.

    Wie Neli schreibt, benötigst Du für bessere Leistungen auch bei meiner Kasse Zusatzversicherungen. Z.B. Zahnersatz, Brille, Krankenhaus, Kur usw.

    Warte übrigens auch ca. 6 Wochen auf die Rückerstattung. D.h. meine Apotheke freut sich immer wenn ich die teuren Medikamente benötige, dann lasse ich schon einmal 300.-€ dort liegen.

    Da das ja nun eine Betriebskrankenkasse ist, wird ein nicht Betriebsangehöriger dort auch zu ganz anderen Konditionen versichert. Möglich ist das, ich meine sich dort versichern zu lassen.

    Vielleicht kannst du ja einfach einmal bei der einen oder anderen Krankenkasse nachfragen, welche Kosten inkl. Leistungen dort auf Dich zu kämen.

    Gruß Claudia
     
  5. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    hallo, lecram!

    für mich als privatversicherte ist es ein grosser vorteil, dass ich ständig in der rheuma-ambulanz eines krankenhauses in behandlung bin, in die man sonst nur durch überweisung eines niedergelassenen rheumatologen kommt.so konnte ich nach meinem stationären aufenthalt "nahtlos" dort weiterbehandelt werden.
    auch die freie arztwahl finde ich gut.
    als wir früher grosse arzt- und krankenhausrechnungen durch eine schwere erkrankung eines unserer kinder hatten, haben wir mit den betreffenden stellen verhandelt, sodass wir erst später alles zahlen konnten, nach eingang der erstattung von kasse und beihilfe.
    in "unserer" apotheke kann ich auch etwas später das geld überweisen.
    seit ich selber chronisch krank bin, bin ich wirklich froh, privat (mit-)versichert zu sein.
    durch die budgetierung der niedergelassenen ärzte nehmen sie manchmal ja keine neuen gesetzlich versicherten patienten auf. als privat versicherter hat man diese probleme nicht.
    "schlechter" behandelt wird man als gesetzlich versicherter meiner erfahrung nach nicht - wir sehen das in unserer familie, wo die andern gesetzlich versichert sind; nur glaube ich, dass bei privat versicherten vieles komplikationsloser, einfacher und schneller geht.
    viele grüsse
    ruth
     
  6. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Hallo,
    auch ich bin priv. Krankenversichert zu 50 % - Rest Beihilfe.
    Bisher hatte ich keine Probs bzgl. rezeptierter Arzneimittel, Ergo oder KG, Arztkosten, Laborkosten usw.
    Was sehr kostenintensiv war, war meine letzte Kur, für die die PKV nicht geleistet hat.:o:mad: Hab leider keinen Zusatztarif, der im Übrigen derart teuer ist, daß sich ein Abschluß in meiner Situation auch nicht lohnt.

    Zur Vorsicht möchte ich bei Neuabschlüssen mahnen. Hier wird sehr gerne mit z.T. versteckten Nebenabreden oder auch mit Ausschlüssen gearbeitet.
    Man muß den Vertrag aufs sorgfältigste prüfen um nicht irgendwann hinten rüber zu schlagen, weil : "Oh oh Herr/Frau Sowieso. Genau für diesen Fall leisten wir leider nicht. Lesen sie bitte in Ihren Vertragsunterlagen unter blablabla nach."

    Mein Vertrag ist mittlerweile knapp 30 Jahre alt und ich werde nen Teufel tun ihn zu modifizieren, wie die PKV es immer wieder gerne hätte. Aus gutem Grund - sie möchte nämlich sparen an mir.;) Und das tut sie nicht selbstlos oder weil ich einfach ne liebe Jung bin oder so. Nein, da werden Konditionen "verkauft", die sich im ersten Zug super lesen, aber bei hinterfragen entweder Fragen offen lassen oder die Bedingungen für mich schlechter machen.

    Also bitte - einen Vertrag immer auf Herz und Nieren prüfen, ob man sich dabei nicht verschlechtert.

    Im Übrigen:
    Meine PKV leistet in der Regel innerhalb von 2-3 Wochen nach Abgabe meines Antrages. (find ich rel. schnell - da ist die Beihilfe meist langsamer).
    Ich fühle mich von meinen Ärzten nicht besser oder schlechter behandelt als Kassenpatienten.
    Bei genehmigten Kuren stehen sich meiner Erfahrung nach Kassenpatienten besser (vor allem in der Dauer solcher Kuren - selbst erlebt!!!), es sei denn durch die PKV wird diese Leistung voll abgedeckt.

    Ach so: Stichwort Apotheke ...

    Ich bekomme einmal im Monat eine Gesamtrechnung über meine rezeptierten Medis und hab dann noch ein Zahlungsziel von 2 Wochen. Also hab ich im Mittel so 3 - 6 Wochen Zeit meine Rezepte bei PKV und Beihilfe einzureichen und abrechnen zu lassen und kann, wenn die Rechnung des Apothekers kommt, schnell bezahlen. Das sollte man im Einzelfall mit der Apotheke verhandeln. Nur sprechenden Menschen ist zu helfen. Bei mir klappts ausgezeichnet!!!

    LG
     
  7. Neli

    Neli Optimistin

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    Ich möchte noch zu bedenken geben,
    dass bei einer privaten Krankenversicherung
    Familienangehörige nicht kostenlos mitversichert werden
    können (z.B. Kinder, nicht erwerbstätige Ehefrauen,
    Studenten usw.)
    und in diesem Fall für diesen Personenkreis
    beträchtliche Zusatzbeiträge aufkommen.

    Viele liebe Grüße
    Neli
     
  8. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo,

    meine private KK hat sich den Bedingungen der Beihilfe angepasst, und das bedeutet z.B. Höchstbeträge für Krankengymnastik, Massagen etc. Pro Rezept können das um die 40 EUR Eigenanteil sein, wenn man keine billige KG-Praxis findet, die sich an die Beihilfesätze hält. Die Beihilfesätze sind seit Jahren gleich, und die KG-Praxen werden immer teurer. Dazu kommt noch die Kostendämpfungspauschale der Beihilfe, bei mir 90 EUR im Jahr.

    Ich glaube, private KK zahlen auch keine Mutter-Kind-Kuren und keine Haushaltshilfe.
    Mit Rehas soll es schwierig sein, habs aber selbst noch nicht ausgetestet.
    @Garfield: wieviel Eigenanteil ist dir bei deiner Kur geblieben? Was hat die Behilfe gezahlt? Vielleicht muss ich das auch mal beantragen, aber noch ist das ein Buch mit 7 Siegeln...

    Die Bearbeitung der Anträge geht bei mir ziemlich schnell, meistens ca. 2 Wochen. Aber oft wird erstmal was rausgestrichen, und ich muss dann wieder Widerspruch einlegen, Nachweise, Atteste bringen, und manchmal nur wegen ein paar Euros.

    Meine PKV zahlt auch keinerlei Kosten für Präventionsmaßnahmen wie Ernährungs- oder Sportkurse. Also wenn ich da so einen Kurs mitmache, kann ich immer ein bisschen neidisch auf die anderen blicken, die sich die Teilnahme beim Kursleiter bestätigen lassen und die Kosten dann ganz oder teilweise erstattet bekommen.

    Dass man schneller Termine bekommt, kann ich nur teilweise bestätigen. Ich muss jedenfalls auf bestimmte Termine auch wochenlang warten.

    Ein Vorteil der PKV ist, dass unter Umständen der Beitrag günstiger ist als in der gesetzlichen, aber im Alter ändert sich das dann, wie oben schon geschrieben wurde. Und Kinder sind teuer, wurde auch schon gesagt.

    Der größte Vorteil ist wohl, dass man von keinem Budget abhängig ist. D.h. man bekommt auch am Jahresende noch die Rezepte, die man braucht. Außerdem hat man beim Zahnarzt Vorteile, weil man da auf jeden Fall mehr erstattet bekommt als in der gesetzlichen Versicherung.

    Lg
    Sonja
     
  9. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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    Guten Morgen!

    Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten!

    @bise:
    Ja,es handelt sich um einen beihilfekonformen Krankenversicherungstarif. Mit "gut" meine ich die Qualität des Tarifs, zumindest laut Werbeprospekt.
    Die Kosten entsprechen wegen eines Risikozuschlag denen der gesetzlichen Krankenversicherung. Im Alter wird es also in der privaten sehr wahrscheinlich teurer werden.

    @neli:
    ich denke, dass man als chronisch Kranker, genau wie in der gesetzlichen Krankenversicherung, 1% des Bruttoeinkommens zuzahlen müsste, oder?
    Chefarztbehandlung und Zweibettzimmer wären im Tarif enthalten.

    @amulan:
    du schreibst:
    Die Bearbeitung der Anträge geht bei mir ziemlich schnell, meistens ca. 2 Wochen. Aber oft wird erstmal was rausgestrichen, und ich muss dann wieder Widerspruch einlegen, Nachweise, Atteste bringen, und manchmal nur wegen ein paar Euros.

    Es wäre nett, wenn du deine Aussage konkretisieren könntest (gerne auch via PN).
    Was wird denn da rausgestrichen? Handelt es sich dabei um Schulmedizin oder um beispielsweise Naturheilmittel o.ä.?

    Wenn jemand von euch durch Zufall Erfahrungen mit folgenden Gesellschaften hat, würde ich mich auch über eine kurze PN freuen (vor allem, was die Zahlungsmoral angeht): Debeka, Concordia und Central.

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Ein schönes Wochenende wünscht
    Marcel
     
  10. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    also beihilfekonform.
    beihilfe ist ländersache, wird also auch in den leistungen unterschiedlich geregelt (reha, hausbesuch, medis - sind diese noch im versuch, muss der amtsarzt zustimmen udgl., den ärger hast du - bei der ges. der doc). im übrigen gibt es höchstsätze, wehe, die werden von den docs, physios, osm etc. überschritten. du musst ferner immer honorarvereinbarungen abschliessen....

    du solltest dir das sehr genau überlegen.

    oh ich vergass, manchmal wird auch an der klinik behandlung "gemeckert" von den privaten versicherungen. denn du wirst sicherlich bei rheuma kein kostengünstiger patient sein......

    aber vor allem: du stehst alleine im kampf über die erstattung der rechnung.

    gruss
     
  11. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    @ Amulan:

    Ich schick Dir gleich mal ne PN. :D

    Schönes Wochenende
     
  12. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo Marcel,

    Es kommt oft vor, dass bei Krankengymnastikrechnungen u.ä. gekürzt wird, dann muss ich nachweisen, wieviel die Beihilfe gezahlt hat, anschließend leistet die PKV dann nach. Zweimal hat die PKV behauptet, ich hätte keine Originalbelege eingereicht, obwohl ich 100%ig weiß, dass es Originale waren (hatte extra bei der Beihilfestelle nachgefragt, und die hatte die Kopien). Die abgelehnten Medikamente sind meistens solche, die auch manche gesetzlichen KK kritisch sehen, z.B. Reductil (Medi zum Abnehmen) oder Cefasel (Selen für die Schilddrüse). Mit Naturheilmitteln habe ich noch keine Erfahrung mit meiner PKV, und auch nicht mit den ganz teuren Medikamenten wie Humira etc. Mein Sulfasalazin wurde bisher brav bezahlt.:)
    Und ich bin bei der Debeka versichert.

    Lg
    Sonja
     
  13. Calendula

    Calendula Die Ringelblume

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    Aufpassen: Krankenversicherung bedeutet "Krankheitskostenversicherung", aber nicht "Krankengeldversicherung". Ist denn die Krankschreibung mit versichert?
     
  14. Iti

    Iti Mitglied

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    Hallo

    Dieser Thread ist zwar schon einige Tage alt, möchte aber auch noch einige Dinge nennen.
    In vielen Dingen kann ich mich den Vorschreibern anschließen.

    Es dauert etwa 3 Wochen bis ich die Auslagen erstattet bekomme und stationäre Krankenhausabrechnungen werden von der jeweiligen Klinik direkt mit der PKV abgerechnet.

    Mir ist des häufigeren aufgefallen, dass manche Ärzte bei Versicherten der PKV z. T. eine fast zu umfangreiche oder auch unnötige Diagnostik betreiben anstatt z.B. zu einem Facharzt zu überweisen oder es einfach nicht zu machen.

    Eine andere Sache haben wir mit unserem Sohn erlebt, als er vom Hausarzt mit Verdacht auf akuten Blinddarm in die Klinik eingewiesen wurde. Nebenbei hatte er zu der Zeit auch eine abklingende Mandelentzündung. Die Ärzte der Chirugie und der HNO gerieten regelrecht in Streit, weil jeder den Patienten haben wollte und es verging unnötige Zeit bis ich dann unseren Hausarzt telefonisch eingeschaltet habe.

    Die PKV ist nicht immer so großzügig wie oft behauptet wird. Folsäure bei MTX Therapie oder Calcium D3 bei Cortisontherapie wurde mehrfach abgelehnt mit der Begründung das es Nahrungsergänzungsmittel sind.

    Die ganze Abwicklung der Rechnungen u.s.w. kostet auch Zeit und Geld (Porto, Bankgebühren) und ich muss immer aufpassen ob nicht auch etwas übersehen bzw. gestrichen wurde.

    Gruß iti
     
  15. kroeti

    kroeti Mitglied

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    Hallo,

    ich bin bei der Debeka und eigentlich ganz zufrieden -seit ich einen weitaus höheren Tarif zahle als den üblichen-Risikozuschlag nennt sich das, schau mal in einem Beitrag zur Verbeamtung auf der anderen Rheumaseite.

    Die Debeka zahlt innerhalb zwei oder drei Wochen, streicht auch nicht oft etwas heraus - Arzt und Krankengymnastik usw. eigentlich nie solange es den 2,3 -fachen Satz nicht übersteigt, bei komplizierten Untersuchungen mit Begründung auch mal 3,5. Sie zahlen Akupunktur und bei Medikamenten habe ich auch nur selten Probleme.
    Auch das Funktionstraining bei der Rheumaliga zahlen sie seit 6 Jahren, bei den gestzlichen ist nach einem Jahr meist Schluß.
    #Schwierig wird es bei Brillen,Kuren und Zähnen. Trotz eines Zusatztarifes zahlen sie für einen Kurtag 8inzwischen Reha) nur 33€ (ohne diesen schlappe 11, das sind die 10, pro die die Beihilfe von ihrer Hälfte gleich wieder abzieht) Also ohne Zusatz bleibt man auf der halben REha kostenmäßig sitzen, mit Zusatz sind es immer noch 1200-2000€ pro Reha. bei Brillen ist es auch schlechter geworden, ebenso bei Zähnen, da bleibt einem auch immer ein Teil über, weil eben die Beihilfe nicht mehr zahlt und die Debeka auch mit Zusatztarif keine 100%
    Gruß Kröti
     
  16. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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    Hallo und vielen Dank nochmals für die vielen Antworten!

    Habe nur noch eine kleine Anmerkung, die ich doch bedenkenswert finde:
    Die zwei von mir bisher gefragten Ärzte haben mir ohne großes Überlegen empfohlen, wenn ich die Möglichkeit habe, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben. Ist das nicht komisch? Bahnt sich da etwas an? *das im Raum stehen lassen will*

    Viele Grüße
    Marcel
     
  17. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    hallo marcel,
    muss doch auch noch meinen senf dazugeben ;). ich bin gesetzl. versichert. habe aber z.b. eine mitpatienten bei der hüft-tep-reha kennengelernt, die nach 3 wochen reha schon dort die rechnung ihrer pkv im schliessfach hatte. sie belief sich auf 2.200€. das war im sommer 2006.
    außerdem habe ich vor längerer zeit einen fernsehbericht gesehen. ein ehepaar, eide in jungen jahren sehr gesund zu einem supertarif in die pkv eingetreten, im alter kamen die zipperlein hinzu, nicht einmal schwere erkrankungen, nur das, was jeder "normalo" hat. beide bekamen eine gute rente, jeweils um die 1.200€. im retenalter mußten sie pro nase über 700€ beitrag für ihre pkv monatlich zahlen. also reichte die rente von einem nicht dafür aus:o. eine rückkehr in die gesetzl.kv wurde mehrfach abgelehnt.
    nicht auszudenken, was passiert, wenn einer der beiden stirbt .... .
    mal abgesehen davon, das mich eine pkv gar nicht nehmen würde, es wäre auch unbezahlbar und wenn ich nur die kosten der mabtherainfusionen denke :eek::eek: ... 2x500mg pro infusion/bolus kosten zusammen 2.736,00€ ... das sind nur die medikosten ... kopfkratz. um so etwas vorzustrecken, muss man ne gelddruckmaschine im keller haben.

    wir hatten uns mal informiert, da mein mann lange zeit selbständig war und seine kk.beiträge bei der gesetzl. als freiwilliger horrorhoch waren. dafür haben wir jetzt den "vorteil" das er wegen zu geringen einkommen bei mir familienversichert ist, lieber wäre mir natürlich, er hätte nen vernünftigen job.
    also denn, hoffe, das dich mein senf nicht genervt hat.
    alles gute bei deinen überlegungen.
     
  18. bise

    bise Neues Mitglied

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    Ort:
    bei Frau Antje
    marcel, vielleicht liest du dir auch mal mein posting zuzahlung bei reha-massnahmen durch. könnte evt. für entscheidungsfindung hilfreich sein. nur zur info: beihilfe für angehörige gibt es nur dann, wenn angehörige nicht in ges. kk versichert sind. - wird manchmal übersehen!
    gruss
     
  19. Chrischan

    Chrischan Neues Mitglied

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    hi,

    bei der stiftung warentest gab es mal einen rechner, mit dem man die zukünftige belastung im alter als pkv'ler errechnen konnte - was müsste man während des erwerbslebens ansparen, um im alter die pkv zahlen zu können? in meinem fall wären das von 65 - 85 jahren immerhin ca. 240 tsd euros bei einem normalen privattarif ... den oft gehörten hinweis, die einsparungen in jungen jahren gut anzulegen, hat also schon so seine berechtigung. bei frühzeitiger erwerbsunfähigkeit sieht's natürlich finanziell sehr mau aus (wegfall der ansparphase), so denn man keine berufsunfähigkeitsversicherung o.ä. hat ....

    zudem kommt auch, dass die beihilfefähigen höchstsätze (handelt sich doch um beihilfe, nicht wahr?) nach aussage des bundesinnenministeriums nicht kostendeckend sind (pressemitteilung vor einiger zeit ...) - im fall des falles müsste man daher noch eine zusatzversicherung abschließen, die diese höheren kosten abdeckt. die beihilfe-höchstsätze sind ja nur die erstattungshöchstsätze, aber als arzt kann man natürlich auch höhere rechnungen gemäß GOÄ ausstellen.

    vielleicht würdest du mit einer zusatzversicherung besser fahren? hierdurch hättest du eine bessere kostenkontrolle im alter oder bei erwerbsunfähigkeit - und wärst im ernstfall (wäre für mich ein krankenhausaufenthalt) besser gerüstet. ansonsten könntest du ja deine persönliche bedarfsanalyse durchführen - was fehlt dir denn jetzt an leistungen? und: trägt deine anvisierte pkv auch stationäre oder ambulante reha-maßnahmen? nach deinen bedürfnissen musst du dann die vertragsbedingungen durchforsten - es soll sich ja nicht nur gut anhören, sondern der inhalt muss stimmen :)
     
  20. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    beihilfehöchstsätze sind nie kostendeckend. wird oft falsch interpretiert (z.b. bei physio.de).

    daher mal ein bsp.:
    der physio verlangt für eine kg behandlung 25 €. das darf er. die beihilfe erkennt höchstens ca. 20 € für eine derartige behandlung an (beihilfe ist ländersache, also durchaus unterschiedl. höchstbeträge in einzelnen ländern möglich). die beihilfe bezahlt nie den höchstbetrag aus, sondern nur bis zu 50% (erwerbstätiger beihilfeberechtigter) bis zu 70% (angehöriger). im klartext: du erhälst 10 € von der beihilfe. dieser beihilfehöchstsatz ist nicht kostendeckend.
    bleiben folglich jetzt 15 € übrig.

    du hast eine private versicherung abgeschlossen.
    wie beteiligt sie sich an den restl. 15 €, die für dich übrig bleiben?
    a. deine versicherung ist behilfekonform abgeschlossen. dann orientiert sie sich an den höchstbeträgen der beihilfebemessung, d.h. sie zahlt 10 € dazu (die anderen 50 %) und du musst 5 € selber tragen.
    b. du hast höchstbeträge für die einzelnen leistungen abgeschlossen. dann trägst du an kosten den betrag, der über diesem liegt.
    c. du hast eine versicherung abgeschlossen, die die leistungen der beihilfe ausser acht lässt mit jeweiligen höchstbeträgen.

    b. und c. haben höhere prämien als a.

    wichtig: beim antrag für die beihilfe musst du natürl. angeben, wieviel eine evt. abgeschlossene versicherung
    übernommen hat. gewinn soll der antragsteller nicht machen zu lasten der beihilfe.
    ob bei der berechnung der auszuzahlenden beihilfe nur der bemessungshöchstbetrag gilt, d.h. priv. versicherung zahlt 15 € aus und du dann von der beihilfe nur 5€ (bis zum beihilfebemessungshöchstbetrag) oder aber 10 € (50% des beihilfebemessungshöchstbetrages) erhälst, weiss ich nicht. das sollten die beihilfeempfänger genauer wissen.

    wichtig ist natürlich noch,
    1. dass die angehörigen keine beihilfe erhalten können, sollten sie ges. kkversichert sein und
    2. dass bei der berechnung der belastungsgrenze dein einkommen mitangerechnet wird. da du als beihilfeberechtigter privatversicherter keine zuzahlungen i.s. der ges. kk vorweisen kannst, erhöht sich daher die belastungsgrenze für deine angehörigen.

    alles klar? klingt kompliziert und ist es auch.

    wichtig:
    du bist privatversichert, unterliegst den honorarvereinbarungen, die du vor behandlung unterschreiben musst. diese dürften in den seltensten fällen sittenwidrig sein, wenn sie sehr hoch sind. es lässt sich immer darüber trefflichst streiten, ob die behandlung kompliziert ist/war oder nicht.

    gruss