Hi Leute,
es paßt zwar nicht zum Thema Rheuma, aber ich glaube, daß ich hier trotzdem Menschen finde, die mich verstehen, weil viele von euch schon Extremsituationen erlebt haben, oder gerade erleben.
Es ist jetzt genau 1 Jahr und 1 Woche her, daß ich meine Mandeloperation hatte, weil damals noch die Vermutung nahe lag, daß es sich bei mir um eine reaktive Arthritis handelt.
Also ist es jetzt genau 1 Jahr her, daß ich meine Nachblutung hatte, an der ich fast gestorben wäre.
Heute geht es mir wieder besser, aber am Wochenende mußte ich die ganze Zeit daran denken und habe immer zu weinen begonnen. Ich bin ja gerade in Finnland und kann deswegen mit meinen Freunden und mit meiner Familie nur telefonieren.
Ich habe am Wochenende auch mit meinem Freund telefoniert, und er hat einfach nicht verstanden, warum ich denn weine, wenn es ja eh gut ausgegangen ist (ich glaube, er hat mich sogar verstanden, wollte es aber irgendwie verdrängen und mich nicht traurig sehen, 2000 km weit weg).
Ich habe ihm gesagt, daß es mir gar nicht darum geht, wie es ausgegangen ist, sondern um die Erfahrung an sich. Ich habe mich die ganze Zeit wieder im Krankenwagen liegen gesehen, mit dem ganzen Blut, das aus meinem Mund geronnen ist. Und ich habe immer an meinen Vater denken müssen, der ein sehr ruhiger und besonner Mensch ist, aber die ganze Zeit nervös hin und her gelaufen ist, weil er selber Arzt ist, und gewußt hat, wie das ausgehen kann. Obwohl er nie Emotionen zeigt, fängt er heute noch zu weinen an, wenn er daran denkt. Deswegen wollte ich auch irgendwie nicht mit meinen Eltern darüber sprechen, weil für sie das sicher noch schlimmer ist als für mich. Immerhin sind sie dem Krankenwagen hinterhergefahren (KH war 40 km weit weg) und mein Vater hat die ganze Zeit nicht gewußt, was mit mir ist. Und immerhin war es meine Mutter, der der Arzt am nächsten Tag gesagt hat, er hat nicht geglaubt, daß ich lebend ankomme.
Ich habe dann zwar mit meinen Eltern darüber gesprochen, aber sie sehen das ganze eben doch aus einem anderen Blickwinkel. Für sie ist es eher die Vorstellung, was wäre gewesen...; bei mir ist es eben eher die furchtbare Erfahrung an sich; obwohl ich eigentlich nicht weiß, warum ich weinen muß, wenn ich daran denke, denn immerhin ist es ja gut ausgegangen...
Aber ich glaube, ich habe das einfach noch nicht verarbeitet, weil ich bis jetzt auch noch nie darüber nachgedacht habe, weil ich eh mit meiner Krankheit beschäftigt bin.
Vielleicht versteht ihr mich, und vielleicht habt ihr ein paar Tips für mich, wie man erklären kann, warum man weint...
Danke jedenfalls fürs zuhören/lesen!
Nayla
es paßt zwar nicht zum Thema Rheuma, aber ich glaube, daß ich hier trotzdem Menschen finde, die mich verstehen, weil viele von euch schon Extremsituationen erlebt haben, oder gerade erleben.
Es ist jetzt genau 1 Jahr und 1 Woche her, daß ich meine Mandeloperation hatte, weil damals noch die Vermutung nahe lag, daß es sich bei mir um eine reaktive Arthritis handelt.
Also ist es jetzt genau 1 Jahr her, daß ich meine Nachblutung hatte, an der ich fast gestorben wäre.
Heute geht es mir wieder besser, aber am Wochenende mußte ich die ganze Zeit daran denken und habe immer zu weinen begonnen. Ich bin ja gerade in Finnland und kann deswegen mit meinen Freunden und mit meiner Familie nur telefonieren.
Ich habe am Wochenende auch mit meinem Freund telefoniert, und er hat einfach nicht verstanden, warum ich denn weine, wenn es ja eh gut ausgegangen ist (ich glaube, er hat mich sogar verstanden, wollte es aber irgendwie verdrängen und mich nicht traurig sehen, 2000 km weit weg).
Ich habe ihm gesagt, daß es mir gar nicht darum geht, wie es ausgegangen ist, sondern um die Erfahrung an sich. Ich habe mich die ganze Zeit wieder im Krankenwagen liegen gesehen, mit dem ganzen Blut, das aus meinem Mund geronnen ist. Und ich habe immer an meinen Vater denken müssen, der ein sehr ruhiger und besonner Mensch ist, aber die ganze Zeit nervös hin und her gelaufen ist, weil er selber Arzt ist, und gewußt hat, wie das ausgehen kann. Obwohl er nie Emotionen zeigt, fängt er heute noch zu weinen an, wenn er daran denkt. Deswegen wollte ich auch irgendwie nicht mit meinen Eltern darüber sprechen, weil für sie das sicher noch schlimmer ist als für mich. Immerhin sind sie dem Krankenwagen hinterhergefahren (KH war 40 km weit weg) und mein Vater hat die ganze Zeit nicht gewußt, was mit mir ist. Und immerhin war es meine Mutter, der der Arzt am nächsten Tag gesagt hat, er hat nicht geglaubt, daß ich lebend ankomme.
Ich habe dann zwar mit meinen Eltern darüber gesprochen, aber sie sehen das ganze eben doch aus einem anderen Blickwinkel. Für sie ist es eher die Vorstellung, was wäre gewesen...; bei mir ist es eben eher die furchtbare Erfahrung an sich; obwohl ich eigentlich nicht weiß, warum ich weinen muß, wenn ich daran denke, denn immerhin ist es ja gut ausgegangen...
Aber ich glaube, ich habe das einfach noch nicht verarbeitet, weil ich bis jetzt auch noch nie darüber nachgedacht habe, weil ich eh mit meiner Krankheit beschäftigt bin.
Vielleicht versteht ihr mich, und vielleicht habt ihr ein paar Tips für mich, wie man erklären kann, warum man weint...
Danke jedenfalls fürs zuhören/lesen!
Nayla
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... mit der heutigen situation klarzukommen habe ichmir zum ziel gesetzt. manchmal denke ich, ich habs geschafft, merke dann aber, das alles wie eine fassade ist, denn ich bin, wenn ich ehrlich bin, der situation nicht oder kaum gewachsen, habe aber, da ich oft in der rheumaklinik bin, dort eine psychologin, die sich sehr um mich bemüht ... mal schauen. leider hat sich eine ganz liebe freundin von mir zurückgezogen, es geht ihr selbst nicht gut. ich hoffe noch immer, das eines tages das telefon klingelt ..... .