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myofasziales Schmerzsyndrom HWS/Kiefer

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von cricri, 12. März 2006.

  1. cricri

    cricri Neues Mitglied

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    Hallo

    Hat jemand von euch schon mal ein myofasziales Schmerzsyndrom an HWS/Kieferbereich gehabt? Ich habe diesen Horror seit einem Sturz, d.h. 11 Monate stärkste Muskelkrämpfe in HWS und Kaumuskulatur. Die Muskeln lassen einfach nicht mehr los. Kennt jemand eine Therapie?
    Bin sehr verzweifelt. Vielen Dank, Chris:confused:
     
  2. Angie Mecklenburg

    Angie Mecklenburg Neues Mitglied

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    Hallo,

    lasse dir am besten von einem Kieferorthopäden helfen. Weiß ja nicht wo du damit in Behandlung bist. Helfen kann dir ein Physiotherapeut sehr gut. Es gibt da spezielle Punkte die aktiviert werden müssen. Mit Manueller Therapie kann dir sehr gut geholfen werden. Unter Anleitung lernst du dann noch Übungen für zu Hause vor dem Spielgel. Strom kann auch gut sein. Verzweifeln brauchst du nicht es wird wieder besser. Auch gibt es Präperate die du kurzfristig zur Entkrampfung/Entspannung der Muskeln verschreiben lassen kannst. Lass dir vom hausdok oder anderen mal so etwas in der Art verordnen.

    Alles liebe Angie
     
  3. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo cricri,

    ich kenn das (zum Glück) nicht... aber woher kommen denn die Krämpfe? Ist der Nerv durch den Sturz irgendwie in Mitleidenschaft gezogen? Warst du schonmal beim Neurologen?

    Gruß
    Sonja
     
  4. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Myoarthropathie

    ..hieß das bei mir und kann ursaächlich mit der HWS und einem Nerv der seitlich Kiefer/Ohr-Bereich liegt zusammenhängen.
    Am Besten schau mal rein bei "http://www.myoarthropathie.com/"
    Gute Besserung "merre"
     
  5. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    **

    Wie sich diese Symthome nennen, weiß ich nicht.Bei so einem Sturz können sich ja auch kleine Wirbelkörper verschieben. Nur ich kenne sie selber sehr gut.Ich habe einen Bandscheibenvorfall in der HWS. Natürlich ist man dann wohl noch empfindlicher.Manchmal recht ein leichter Zug aus oder auch mal, ein blöder Bremser beim Autofahren. ich für mich komme seit 12 Jahren mit Wärme und Halskrawatten über die Runden. Leider werden sie nicht so gerne verodnet, weil die Ärzte denken, man trägt sie freiwillig unnütz lange. Aber mal ehrlich, wer kann daran glauben. Wenn ich längere Zeit etwas räumen muß, oder bei der Kocherei etwas vorbereite, benutze ich sie nach Bedarf. Versuch doch mal, ob du im liegen, die HWS mit einem Nackenhörnchen stabilisieren kannst.
    Aber vorsichtig, diese Dinger sind Gewöhnungsbedürftig. Ich fing bei 30° im Schattem damit an.
    Liebe Grüße
    Gitta
     
  6. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo Chris,

    das mit den Muskelkrämpfen in der Kaumuskulatur kann ich sehhhhr gut nachvollziehen: Im Jahr 2000 hatte ich einen Unfall mit einem quasi doppelten Kieferbruch - ein Überbleibsel dieser unangenehmen Sache sind immerwiederkehrende Muskelkrämpfe in der Zungengrundmuskulatur. Das einzige was mir wirklich hilft ist die Einnahme von Magnesium in hohen Dosen - vergesse ich das Magnesium mal für mehr als 2 Tage einzunehmen (oder weil ich mal gerade keines im Haus habe) werden die Muskelkrämpfe stärker. Was anderes hilft bei mir leider nicht - weder Massage noch KG für den Bereich (habe ich bekommen weil ich seit über 20 Jahren auch noch eine Kiefergelenkserkrankung habe).
     
  7. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    @ Angie: Diese Therapie würde helfen, wenn es sich um eine reine Kiefergelenkserkrankung oder eine Mitbeteiligung des KG z.B. bei einem Rheumaschub handeln würde - aus eigerner - sehr leidvoller - Erfahrung weiß ich leider, dass man das auseinander halten muss und was für die KG-Erkrankung hilft - hilft bei anderen Sachen leider nicht unbedingt.

    @ cricri: Da fällt mir noch was ein: Da Du auch Probs mit der HWS hast könnte vielleicht auch ein speziell tätiger HNO-Arzt weiterhelfen. Wenn Norddeutschland für Dich irgendwie erreichbar sein sollte, kann ich Dir gern einen sehr guten HNO-Arzt empfehlen. Zu dem kommen selbst Patienten aus dem tiefsten Bayern, um sich von ihm behandeln zu lassen (ist einer der Schrecken der Berufsgenossenschaften und KK's)
     
  8. Angie Mecklenburg

    Angie Mecklenburg Neues Mitglied

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  9. cricri

    cricri Neues Mitglied

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    Danke!!

    Vielen Dank für eure Antworten!! War ja ganz gerührt, dass da so eine Resonanz kam. Tja, beim Kiefernchirurgen war ich schon. Immerhin hat einer ein Problem mit dem Aufbiss festgestellt und ich werde jetzt dahingehend therapiert. Anscheinend spielt auch noch ein Haltungsproblem mit rein. Aber mir will nicht in den Kopf, wieso ich vor meinem dämlichen Sturz NIE Schmerzen oder Krämpfe im Kiefer oder HWS hatte.

    Danke auch für die Links, die kenne ich auch schon. Ich habe die Triggerpunkt-Geschichte schon einmal über mich ergehen lassen. Tut sauweh, mir hat es leider nichts gebracht.

    Ich glaube, ich habe Kombination aus Schleudertrauma und Kieferproblematik. Der Sturz hat wohl alles ausgelöst.
    Magnesium nehme ich auch, 10 mg pro Tag.

    Das schlimmste ist, dass man von Arzt zu Arzt rennt und die sich nicht gegenseitig konsultieren. Jeder behauptet irgendwas und es geht einem immer schlechter.

    Ich hoffe sehr, dass ich jetzt einen Weg gefunden habe über die Kieferbehandlung mit Haltungsschulung. Ich sag euch Bescheid, wenn es anschlägt. Falls noch jemand einen Tipp hat, würde ich mich freuen. Alles Gute , Schmerzen sind wirklich die Hölle auf Erden. Keiner sieht was, mit einem Gipsarm ist man besser dran.

    Chris

    :eek:
     
  10. Marc29

    Marc29 Guest

    Ich habe exakt das gleiche Leid

    Hallo CriCri,

    nachdem ich nun schon ca 4 Jahre exakt das von dir beschriebene Leid mit mir herumtrage bin ich froh mal von jemandem zu lesen der die gleichen Erfahrungen hat. Ich war mehrere Jahre Fahrradkurier und hatte unzählige Stürze in dieser Zeit und musste immer durch Wind und Wetter auch bei Schnee und Eis und wahrscheinlich auch mit einer starken Fehlhaltung auf dem Rad. Ich kann mich nur noch errinnern daß ich an einem Tag plötzlich sehr starke ziehende und stechende Schmerzen in der linken Kopf- und Gesichtshälfte gespührt habe und an einem anderen hatte sich plötzlich ein starker stechender Schmerz im Hals geäussert. Einige Zeit später hatte ich durchgehend Spannungskopfschmerzen und einen stetig verspannten Kiefer was ich die erste Zeit erstmal gar nicht bewusst wahrgenommen habe. Mein Kieferorthopäde sagte mir dann er hätte eine so ausgeprägtes Kiefermuskulatur noch nie gesehen (gut er war jung, aber trotzdem) was also heisst daß ich schon vorher mit dem kiefer Probleme hatte ohne es zu merken. Zu diesem Zeitpunkt waren die schmerzhaften Verspannungen bereits latent in Kopf,Stirn und der gesamten linken Gesichtshälfte vorhanden. Auch die Gaumen-,Zungen-,Hals- und Schultermuskulatur waren durchgehend dabei die Spannungen von einem in den anderen Muskel zu verlagern bzw teilweise wie verhärtet. Auf Röntgenbildern war nichts zu sehen obwohl es sich anfühlte als ob meine Wirbel komplett verschoben wären und ich diese auch in alle Richtungen hin und herschieben kann,was übrigens dazu führt daß mein Gehörgang linksseitig,der ebenfalls latent verschlossen wird durch die Anspannungen, teilweise wieder freigelegt wird.
    Mein Genick fühlt sich an als ob es von einem Gummiband nach hinten gezogen wird . Muskelrelaxane haben nicht angeschlagen und insgesamt über 60 Std Physiotherapie mit Fango,Wärme- und Kältebehandlung,Massage und Krafttraining für die Muskulatur haben nichts gebracht. Diese Krankheit äussert sich duch die seltsamsten Sympthome im gesamten Kopf- und oberen Wirbelsäulenbreich. Zum Beispiel kommt es mir immer so vor als könnte ich mein Zungenbein schlucken und es ist allgemein eine Enge in meinem Hals zu spüren. Zeitweise waren die Schmerzen über längere Zeit unerträglich.
    Jedenfalls habe ich mittlerweile mit Entspannungsübungen und einem stressfreieren Lebensstil geschafft die immer noch latenten Schmerzen auf ein nicht lebensbeeinträchtigendes Maß zu reduzieren. Was ich aber genau habe weiss ich auch bis heute nicht. So wie du,irgendeine Mischung aus Schleudertrauma und Kieferproblematik,vielleicht noch verbunden mit einer Fehlhaltung. Ärzte sind meisst überfordert mit diesem Leiden und ausser hohen Rechnungen kahm bis jetzt nicht viel bei raus. Sie gehen kaum wirklich auf mich ein und beachten auch nicht die Geschichte die meinem Leid vorrausgeht um hier vielleicht Lösungsansätze zu finden.Also falls du Erfolg hast mit irgendeiner Behandlung lass es mich wissen .

    Gruss,
    Marc :)
     
  11. cricri

    cricri Neues Mitglied

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    Ich fass es nicht!!!

    Hallo Marc,

    1000 Dank für deine Antwort. Es tut unheimlich gut, zu wissen, dass es dieses fürchterliche Syndrom tatsächlich gibt und keine Einbildung ist. Mir tut es sehr leid, dass du diese Horrorstory auch erlebst. 4 Jahre hast du diese Sache schon? Um Gottes willen, mir wird ganz anders, wenn ich das lese.

    Sicher bist du auch von Arzt zu Arzt gerannt, so wie ich. Die Schmerzen sind gigantisch und die Phänomene, die so nebenbei auftreten, genauso unterträglich. Mir geht es auch so: Mal habe ich eine Enge im Hals, mal in der BWS. Die Fehlhaltung vor dem Computer hilft natürlich auch nicht. Der Auslöser von diesem Drama war bei mir auch ein Sturz, bei dem ich mit dem Kopf aufgeschlagen bin. Ich habe auch schon zig Behandlungen hinter mir, es ist zum Verzweifeln.

    Hast du eventuell eine private Mail, so dass wir uns austauschen könnten. Ich habe noch einiges zu berichten... Das wäre supernett.

    Viele Grüsse und bis demnächst,
    Cricri:p
     
  12. phoebe

    phoebe Aktives Mitglied

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    --

    meine güte..mir laufen hier die tränen...vor erleichterung..
    ich dachte nicht, dass so viele auch daran leiden. ich hatte vor jahren einen schweren autounfall mit schleudertrauma -ob das nun daher kommt..keine ahnung..ich habe (aus psych. gründen) meine schmerzen immer verleugnet..und sie einfach nicht zur kenntnis genommen.
    im rahmen vieler psychotherapien ...wurden dann auch die schmerzen schlimmer..fibro -arthrosen..usw. usw. und vor allem -und ich sage vor allem die kieferprobleme...ich dachte, ich geh mal zum kieferorthopäden damit..dort bekam ich eine aufbissschiene..die ich aber ..nach einigen versuchen weglies...auchnach mehreren ausbesserungen..habe ich nach dem tragen immer noch mehr kopfschmerzen..
    ich habe fast jeden tag kopfschmerzen..die sperre im kiefer, krämpfe..so das ich mich nie richtig entspannen kann..denn es zieht dann auch noch in die halsmuskulatur.
    ich hatte früher mal einen hals nasen ohren arzt ...der hat mir in den hals vorne einige spritzen gesetzt..und dann hatte ich einen ganzen tag lang ruhe..mehrmals ausgeführt hatte ich sogar eine woche ruhe..aber seit es den arzt nicht mehr gibt.. -und es hat bisher kein anderer arzt so gut hingekriegt.
    ich leide sehr darunter..und fühl mich plötzlich nicht mehr so alleine damit.
    vielen dank für eure berichte. :)
     
  13. cricri

    cricri Neues Mitglied

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    Verfluchte Muskelkrämpfe...

    Hallo Phoebe

    Ja, mir geht es wie dir, vor allem, als ich Marcs Antwort las. Diese Quallen sind einfach höllisch. Und niemand kann sich vorstellen, was wir überhaupt durchmachen. Dieser Terror geht bei mir seit 11 Monten, nichts hilft. Ich habe den Eindruck, es wird immer schimmer. Ich habe auch eine Aufbissschiene. Mal meine ich, sie hilft, weil die Krämpfe aufhören. Nehme ich sie raus, wird es höllisch. Das Schlimmste ist, dass die Krämpfe wandern. Gestern hatte ich stärkste Schmerzen im Bereich 1+2. HWS, heute sind sie wie weggeblasen. Dafür Dauerkrampf in der Kaumuskulatur bis runter zum Halsansatz mit Würgegefühl, weil die Verkrampfungen auf die Kehle drücken.

    Bei mir wurde die Diagnose Schleudertraum zuert einfach abgestritten. Ich bin ja nur gestürzt und mit dem Kopf seitlich aufgeschlagen. Ich musste alles anhören, von wegen: Seitliche Schleudertrauma gibt es nicht, Konzentrieren Sie sich nicht auf den Schmerz, was soll der Arzttourismus, Enspannen Sie sich - wie denn, wenn man den Kopf vor lauter Krämpfen kaum halten kann?? Ich hab die Nase so voll von den Ärzten, die kein Verständnis haben, was man da überhaupt durchmacht. Sie haben nicht mal die Stärke der Krämpfe gemessen...

    Bist du in einer Selbsthilfegruppe für Schleudertraumaopfer? Das kann viel helfen. Allerdings muss der Input positiv sein, nicht, dass ich alle hängen lassen. Ich habe sehr viel über diese fürchterliche Sache gelesen, es ist einfach unglaublich, dass man da immer noch nicht ernst genommen wird.
    Ich kann dir ein sehr interessantes Buch von einer Betroffenen empfehlen. Da kamen mir auch bei fast jeder Seite die Tränen, weil ich so viele Parallelen entdeckt habe.
    Renata Huonker-Jenny: Schleudertrauma - Das unterschätzte Risiko
    Kösel-Verlag
    Es gibt auch einen Infoteil mit Therapie-Adressen usw.

    Mit diesem Mist meint man, man dreht durch. Die Schmerzen sind unsäglich und wenn die Muskeln zudrücken, dann ist alles aus. Und das von morgens bis abends... Hast du schon mal an Botox-Injektionen gedacht? Das wurde mir gegen die Krämpfe vorgeschlagen. Bisher habe ich noch etwas Angst davor, aber wenn es so weitergeht, werde ich es wohl versuchen. Ich versuche allerdings vorher noch eine Therapie, die nennt sich PST
    Schau mal unter: http://www.sigmed.de/
    Vielleicht könnte dir das auch helfen?

    Ich werde noch mal ein Posting ins Forum stellen. Vielleicht hat das schon jemand ausprobiert.

    Nein, du bist nicht allein, es gibt zig Leute, die in einem so beschissenen Zustand sind wie wir.

    Gib die Hoffnung nicht auf, dass es besser wird. Das rede ich mir auch jeden Tag ein.

    Viel Glück, Christiane