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Muss mal was los werden

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sandra1980, 14. Oktober 2013.

  1. Sandra1980

    Sandra1980 Neues Mitglied

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    Hallo, ich muss nun echt mal was los werden! Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass man heutzutage als Kassenpatient oftmals als Mensch zweiter Klasse behandelt wird! Ich kann euch gar nicht sagen bei wievielen Rheumatologen ich angerufen habe, obwohl ich ein positives Rheumaserum habe und hohe Entzundungswerte sowie ein erhöhter CCP Wert und wie ihr selber wohl kennt, fürchterliche Schmerzen habe, bekommt man als Kassenpatient erst in Monaten einen Termin beim Facharzt! Ich musste die Erfahrung am Telefon machen, dass ich bei drei Praxen innerhalb von 1 Woche als Privatpatient oder Selbstzahler direkt einen Termin bekommen hätte... zum Glück Hab ich einen angagierten Hausarzt, der mir persönlich einen Tetmin bei einer Rheumatologin gemacht hatte, und somit muss ich "nur" drei Wochen warten.... ich finde das sehr traurig:-( Aber ich bin auch froh dieses Forum durch Zufall hier entdeckt zu haben, ihr seid alle durch die Reihe sehr lieb und hilfsbedürftig , das hilft einem die Zeit zu überstehen !!! danke euch
     
  2. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Sandra,

    als erstes möchte ich dir mitteilen, das ich mich als Kassenpatientin mit meiner chronischen Erkrankung nicht schlecht oder als Patient 2. Klasse behandelt fühle.

    Das eigentliche Problem ist doch das es derzeit zu wenige internistische Rheumatologen gibt und auf einen Rheumatologen zu viele Patienten und ein zu großes Einzugsgebiet fällt. Das ist bekannt, auch unter den internistischen Rheumatologen, die übrigens da auch dran sind und darum schon einige Zeit kämpfen, damit sich da was ändert. Es hat also demnach eher weniger oder nicht mit Kassenpatient zu tun.
     
    #2 14. Oktober 2013
    Zuletzt bearbeitet: 14. Oktober 2013
  3. jens41

    jens41 Mitglied

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    Hallo Lagune,

    leider kann ich die Meinung von Sandra nur bestätigen. Es geht um einiges schnelle bei der Terminvergabe wenn man "Privatpatient" ist. Sicher hast Du Recht das es zu wenige Rheumatologen gibt. Was die Behandlung betrifft, da sehe ich keinen Unterschied zwischen Kassen und Privatpatienten.
    Aber das man als Privatpatient schneller einen Termin bekommt ist leider ein Fakt.

    LG und alles Gute Jens
     
  4. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Es ist heute schon üblich, dass Hausärzte bei dringenden Fällen selbst beim Facharzt anrufen und dort um einen schnellen Termin bitten.

    Allerdings kann ich mich nicht beklagen - ich bin auch Kassenpatient und bislang habe ich bei Fachärzten immer Termine bekommen, die ok waren (und mich hat auch bei der Terminvergabe nie wer nach meiner KK gefragt!).

    Bei meinem 1. Termin beim Rheumatologen hätte ich auch 4 Monate warten sollen - ein Anruf vom Hausarzt, und eine Woche später konnte ich kommen. Beim Hautarzt - Termin im Januar 2014 - sagte man mir das gleiche: "lassen Sie Ihren Hausarzt auf den verdächtigen Leberfleck gucken und wenn er was Böses befürchtet, dann soll er sich bei uns melden".

    Kurz:
    Ich hatte nie das Gefühl, schlecht betreut zu werden als Kassenpatient.
     
  5. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    @Jens41
    Als Kassenpatient gibt es für Neupatienten auch schnelle Notfalltermine, gängig ist dabei das zB. der Hausarzt mit dem Rheumatologen Kontakt aufnimmt und die beiden Ärzte dann untereinander entscheiden, ob der Patient ein Notfall für schnellen Termin ist oder ob und wie der Hausarzt gegebenfalls dem Patienten einstweilen bis zum regulären Termin helfen kann und soll.

    Es ist nicht so das Kassenpatienten immer und in jedem Fall monatelang warten müssen.

    Das einige internistische Rheumatologen mit Kassenzulassung auch zusätzlich Privatpatienten-Privatzahler nehmen hängt auch damit zusammen, das sie ihre Praxis sonst nicht erhalten könnten und aufgeben müssten, was leider die letzten Monate/Jahre so einige internistische Rheumatologen dann auch tun mussten. So, es hat eben auch was mit der Gesundheitspolitik/Politik zu tun...............
     
    #5 14. Oktober 2013
    Zuletzt bearbeitet: 14. Oktober 2013
  6. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Ich schließe mich der Mehrheit der Vorrednerinnen an.
    Es ist richtig, dass es öfter schnellere Termine für Privatpatienten gibt; auch Fakt ist aber, dass es politisch gewollt ist, die Zahl der Fachärzte zu begrenzen, und gleichzeitig werden die Spielräume der bereits vorhandenen in finanzieller Hinsicht ("Budget" und "Punktwert" oder "Behandlungspauschale" sind die Schlagwörter) ganz massiv beschnitten.

    Manche Praxen richten daher eine Privatsprechstunde ein; es ist nachvollziehbar und m. E. auch konsequent, diese strikt zu reservieren, zumal so die Praxen "querfinanziert" werden ;)

    @jens41

    Es ist also keine persönliche Abwertung, wenn du ggf. einen späteren Termin erhältst als Privatpatienten, sondern manchmal eine Frage der Kapazitäten. Meiner Erfahrung nach ist es in wirklich dringlichen Fällen IMMER möglich, einen zeitnahen Termin zu bekommen, und ich habe umgekehrt nicht selten erlebt, dass gerade die Privatpatienten LÄNGERE Wartezeiten hatten - es kommt immer auf die internen Strukturen an.

    Leider ist unser Gesundheitssystem aufgrund des Diktats der Ökonomie immer weniger patientenorientiert - das gefällt Ärzten und Pflegekräften genau so wenig wie uns als Patienten!
    Andererseits wollen wir als Gesellschaft auch nicht mehr Geld für die Gesundheit statt vermeidbaren Krankheit aufwenden und kümmern uns wenig um Prävention.......und last but not least kann jeder selbst das Eine oder Andere tun.

    Grüße, Frau Meier :)
     
  7. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Ich hab auch schon öfters diesen Unterschied bemerkt, besonders als ich mal dringend einen Neurologen brauchte.

    Wir haben hier einen Hausarzt, der inzwischen Politiker geworden ist. Der wurde mal zu diesem Problem befragt. Er äußerte sich so, dass Arztpraxen natürlich die Privatpatienten vorziehen, weil die eben mehr Geld bringen, denn eine Praxis muss ja auch finanziert werden. Was mich da total aufgeregt hat, war seine Aussage, dass "leider viele Arzthelferinnen am Helfersyndrom leiden und deshalb oft trotz dieser Regelung auch Kassenpatienten früher drannehmen". :mad:
     
  8. anurju

    anurju anurju

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    Hallo zusammen,

    ich finde schlimm, was ihr erlebt... Aber das ist zum Glück nicht überall so. Bei meinem Hausarzt und auch bei meinem Orthopäden gibt es da zum Glück keine Sonderbehandlung bei der Terminvergabe.

    Ich habe als Privatpatientin mit sehr hohen Entzündungswerten und Schwellungen in mehreren Gelenken auch 4 Monate auf meinen ersten Termin beim Rheumatologen gewartet. Obwohl mein Hausarzt extra Kontakt aufgenommen hatte...
    Es ist schon schlimm, wie lange man unter starken Schmerzen leiden muss, um Hilfe zu bekommen - aber zur Not würde ich mich heute in eine Klinik einweisen lassen - das geht ja meist viel schneller.

    Wenn ich allerdings die Rechnungen mancher Rheumatologen bekomme, weiß ich, warum Privatpatienten vielleicht schneller einen Termin bekommen.
    Mindestens den 2,3-fachen Satz der Kassenleistung abgerechnet - mit Laborkosten (die zweifellos teuer sind) kam ich da für einen Termin manchmal auf Kosten von 1200 Euro - wohlgemerkt für eine Konsultation von ca. 15 min - und ohne "Schnick-Schnack". Als Wirtschaftunternehmen (und das sind Arztpraxen ja leider auch) kann ich da nachvollziehen, warum gerade gegen Ende des Quartals leider Unterschiede gemacht werden - so schlimm ich das auch finde...
    Mir ist klar, dass die Rheumatologen diese Gelder vermutlich auch dafür verwenden, um nicht abrechenbare Leistungen für andere Patienten gegenzufinanzieren (so wurde mir das mal angedeutet) - aber solange das System eine solche Ungleichbehandlung fördert, wird sich wohl kaum etwas ändern.

    Also: ich persönlich suche mir nach Möglichkeit nur Ärzte, wo ich keine Unterschiede mitbekommen - die gibt es noch immer und das finde ich gut.

    Liebe Grüße von anurju :)
     
  9. Poli

    Poli Mitglied

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    Privatpatienten zahken aber auch mehr, da dürfen sie auch mehr leitung bekomen.Nur im Krnkenhaus sollten alle gleich sein! Ich find e aber nciht fair ,dass es so ne Trennung gibt, ganz klar!
     
  10. Ni.Ka

    Ni.Ka Mitglied

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    Dito, ich habe auch noch nie Probleme gehabt. Mein Hausarzt ruft auch selbst bei den Spezialisten an, wenn´s dringend ist, damit habe ich bisher noch keinen Stress gehabt, ich musste nie lange warten:top:
     
  11. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Ich bin Kassenpatientin und habe auch manchmal das Gefühl - hach, wäre das schön, privatversichert zu sein. Aber ob das wirklich nur positive Auswirkungen hat?
    Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer werdenden Mutter, die erzählte, wie knapp sie gerade finanziell wären - weil sie Geld für die Kosten der Entbindung auf die Seite legen müssen. Ich bin nicht ganz sicher, ob das nur für die Beihilfe bei Beamten gilt. Auf alle Fälle muss sie Arztrechnungen erstmal bezahlen und kann dann die Rechnungen zur Erstattung einreichen.
    Als ich letztes Jahr in einer psychosomatischen Klinik war, hatten die privatversichterten Patienten viel mehr Mühe, einen ausreichenden Zeitraum bewilligt zu bekommen. Während ich als Kassenpatientin auf alle Fälle 6 Wochen bleiben konnte und noch eine Woche Verlängerung bekam, hatten etliche Privatversicherte nur 3 oder 4 Wochen bewilligt bekommen.
     
  12. kaufnix

    kaufnix Mitglied

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    Hat alles seine Vor- und Nachteile. Bin als Beamter auch privat versichert.

    Mein persönlicher Eindruck ist schon, dass man relativ zügig Termine bei Ärzten bekommt. Wenn ich mir dann manche Rechnung ansehe, dann frage ich mich schon was und wie da abgerechnet wird. Einfaches Schneidezahn richten beim Zahnarzt mit 2,3 fachen Satz wegen "erhöhtem Aufwand".

    Dann die Medikamente. Die müssen alle erst mal bar in der Apotheke bezahlt werden. Egal was sie kosten. Soll ja Rheumamittel geben, die in die Tausende gehen ;). http://www.medvergleich.de/Preisvergleich-HUMIRA/

    Das Thema "Reha" ist auch so eine Sache. Meine Beihilfe übernimmt ihre 50 %. Der private Anteil nur einen kleinen Tagessatz. Bedeutet bei 3-4 Wochen schnell mal 1500,-- Euro aus eigener Tasche und ohne Deckung.

    Und wie hat mir ein Arzt mal gesagt: "Sie haben zwar als erstes einen Termin, sind aber auch als erstes unter dem Messer. Ob es nötig ist oder nicht" :D
     
    #12 15. Oktober 2013
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2013